Kartoffel-Bärlauch-Suppe

Kartoffel-Bärlauch-Suppe4

Bärlauch! Von allen Seiten lächelt uns das ästhetische Blättlein entgegen – und die Rezepte, die sich um ihn drehen, sprießen aus dem digitalen und analogen Boden wie Maiglöckchen.

Und weil ich ganz lieb dazu aufgefordert wurde, nun doch auch endlich mal etwas mit Bärlauch zuzubereiten (denn ich hatte ganz unumwunden zugegeben, dass ich das bis dato nicht getan hatte), habe ich nun auch stolz mein erstes Bärlauch-Gericht für euch: Eine Kartoffel-Bärlauch-Suppe!

Zunächst kam mir natürlich der Gedanke, das berühmt-berüchtigte Bärlauch-Pesto auszuprobieren. Aber dann äußerte Mr. Grünzeug mit vorsichtigem Blick auf die Kartoffelkiste (die im Überquellen begriffen war), dass er doch gerne heute Abend eine Kartoffelsuppe hätte. „Mit Bärlauch?“, fragte ich. „Joa.“ Dass das nicht sonderlich überzeugt klang, ignorierte ich geflissentlich. Wenn ich mich daran halten würde, käme im grünzeug’schen Haus nie etwas Neues auf den Tisch.

Also standen die beiden Hauptzutaten der Suppe fest – es musste nur noch der Rest drumherumgebaut werden. Und ich finde, das ist bei Suppen immer besonders einfach: Man nehme alles, was man noch im Kühlschrank findet, streue ein paar Prisen hiervon und davon darüber – und fertig ist das reichhaltige und schnell gemachte Mahl!

Das Rezept

Kartoffel-Bärlauch-Suppe

  • Portionen: 3-4 Portionen
  • Zeit: 30 Minuten
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Ihr braucht:

  • 5-6 große Kartoffeln
  • 1 Bund Bärlauch (100g)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Basilikum, getrocknet
  • 1 TL Curry
  • Meersalz und schwarzen Peffer nach Geschmack
  • 1 Tasse Wasser

So geht’s:

  • Schält die Kartoffeln und kocht sie in Salzwasser, bis sie gar sind.
  • Schneidet in der Zwischenzeit bereits die Knoblauchzehen und den Bärlauch klein und gebt beides in eine Rührschüssel.
  • Gießt das Kartoffelwasser ab und gebt die Kartoffeln zum Bärlauch und dem Knoblauch in die Schüssel.
  • Gebt das Olivenöl hinzu.
  • Nehmt nun euren Pürierstab zur Hand und vermixt alles zu einem dicken Brei.
  • Gebt diesen Brei nun wieder zurück in den Topf und rührt vorsichtig das Wasser unter. Dreht die Hitze herab und lasst die Suppe noch ein paar Minuten köcheln.
  • Würzt währenddessen mit dem Curry, dem Basilikum und dem Salz und Pfeffer ab und rüht die Gewürze gut unter.
  • Das war es schon! Ihr könnt die Suppe nun anrichten und genießen!

Kartoffel-Bärlauch-Suppe2

Anzumerken ist vielleicht etwas, das für sämtliche Suppenrezepte auf diesem Blog gilt: Ich und Mr. Grünzeug mögen wässrige Suppen so gar nicht leiden. Und Suppen ohne was zu Beißen drin auch nicht. Daher achte ich beim Kochen immer darauf, die Bestandteile zum einen nicht zu stark zu pürieren, sodass immer noch Klümpchen in der Masse bleiben, und zum anderen darauf, nicht zuviel Wasser hinzuzugeben.

Die Konsistenz dieser Suppe ist daher auch sehr dickflüssig, fast breiartig. Genau so, wie wir sie lieben. Falls ihr das eher weniger lieben solltet, gebt einfach mehr Wasser hinzu und achtet dann darauf, die Gewürzmengen anzupassen.

Kartoffel-Bärlauch-Suppe

Falls ihr das Rezept gerne abwandeln möchtet, empfehle ich euch, eine Zwiebel hinzuzugeben. Ich habe das nur aus einem Grund nicht getan: Ich hatte keine Zwiebel mehr im Haus. Andernfalls wäre sie mit Sicherheit in der Suppe gelandet.

Eine weitere Ergänzungsmöglichkeit besteht darin, den Knoblauch (und die Zwiebel) in ein wenig Olivenöl anzubraten. So wird der Geschmack noch intensiver und kann sich durch die Suppe ziehen. Falls ihr aber wenig Zeit habt, stört es absolut nicht wenn ihr – wie in diesem Rezept – diesen Schritt auslasst.

Was ist euer Lieblings-Rezept mit Bärlauch?

Lasst es euch schmecken!
Ich wünsche euch einen guten Appetit!

13 Comments

  1. Karo-Tina Aldente 23. Mai 2016

    Guten Morgen Jenni,
    bei mir ist der Bärlauch schon abgeblüht. 🙁
    Aber ich hab einen kleinen Teil meiner Ernte eingefroren. 🙂
    Bärlauchige Grüße aus dem Garten 🙂

    Antworten
    • gruenzeug 24. Mai 2016

      Liebe Karo-Tina!

      Ja, ich hatte vermutet, dass ich ein bisschen zu spät mit diesem Rezept dran bin. 😉
      Aber vieleicht waren ja auch andere so klug wie du und haben etwas auf Vorrat angelegt oder können so noch irgendwie an ein Bündel herankommen.
      Ich musste dieses Rezept noch dieses Jahr veröffentlichen, das hätte mir sonst keine Ruhe gelassen. 😉

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  2. Jenny 23. Mai 2016

    Hallo Jenni,

    bisher habe ich auch noch nichts mit Bärlauch gekocht. Das sollte ich allerdings schleunigst ändern, denn die Suppe sieht sooo gut aus.

    Liebste Grüße
    Jenny

    Antworten
    • gruenzeug 24. Mai 2016

      Hallo liebe Namensvetterin! 🙂

      Ja, mit Bärlauch zu kochen, kann ich dir wirklich empfehlen! Ich bin auch noch relativ neu, was das anbelangt, aber schon sehr vom Bärlauch-Virus infiziert. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  3. Tabea 23. Mai 2016

    Also meine Suppe koche ich immer ganz ähnlich: Kartoffeln als Grundlage und dann alles dazu, was halt gerade da ist und lecker scheint 😉 Allerdings bin ich zu faul für weitere Schüsseln und püriere das Zeug alles im Kochtopf – allerdings auch nicht so gründlich, weil Brei mit Stücken die beste Suppe ist 🙂
    Mir Bärlauch habe ich kein Lieblingsrezept, denn den habe ich noch nie probiert… aber für die nächste Saison steht das schon auf der ToDo-Liste.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • gruenzeug 24. Mai 2016

      Liebe Tabea!

      Solche Suppen sind auch immer die besten, finde ich – schnell, unkompliziert und immer lecker. Das Pürieren im Topf selbst würde ich vermutlich auch so machen, wenn ich nicht Angst um die Innenseite meiner geliebten Töpfe hätte. Die vertragen einen Pürierstab aus Metall nicht so gut, glaube ich. Jedenfalls nicht mit meinem motorischen Geschick. 😉

      Bärlauch solltest du unbedingt ausprobieren, da kann ich mich der universellen Begeisterung nur anschließen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
      • Tabea 25. Mai 2016

        Also um dem Topf keine Schmerzen zuzufügen, mixe ich einfach immer eher in der Mitte des Topfes und versuche, den Boden nicht zu berühren. Da ich ja eh ein paar Stückchen übrig behalten will, ist es nämlich gar nicht so dramatisch, die Ränder vom Pürierstab zu verschonen 😉 Und danach rühre ich dann ein Mal mit dem Löffel durch und alles ist gut 🙂 Aber wir haben auch nur billige Töpfe zu Hause, bei denen es kein Weltuntergang wäre, wenn sie Schäden abbekommen… hätte ich hochwertigere Küchenutensilien im Gebrauch, dann würde ich damit vermutlich auch anders umgehen.

        Danke für dieses wundervolle Kompliment! Das ermutigt mich doch, auch weiterhin schöne Zitate zu sammeln, um sie mit euch zu teilen 🙂

        Das Lied von Ed Sheeran finde ich auch ziemlich gut gelungen und ich muss sagen, dass mir so tragische Lieder irgendwie oft auch länger im Kopf bleiben, als diese Party-Songs.

        Liebe Grüße

        Antworten
        • gruenzeug 26. Mai 2016

          Liebe Tabea!

          Bewundernswert, dass du da so vorsichtig zu Werke gehen kannst. Ich weiß ganz genau, dass das bei mir (egal, wie sehr ich mir das vornehmen würde) nie hinauen würde. Daher lasse ich das gleich lieber ganz und nutze für solche Aktionen alte Schüsseln, die alles abbekommen dürfen und wo mir das nicht wehtut. 🙂
          Bezüglich der Partysongs hast du recht – sie sind schön zum Stimmungmachen, hören sich auf der Distanz aber doch irgendwie alle gleich an und bleiben so nicht wirklich im Gedächtnis. Das ist bei tiefgründigeren Liedern auch bei mir anders.

          Liebe Grüße
          Jenni

          Antworten
  4. synonymfuerglueck 24. Mai 2016

    Hej Jenni,

    Bärlauch ist bisher an mir irgendwie komplett vorübergegangen, aber das wird sich mit dieser Suppe dann wohl ändern. Zu gut sieht sie aus.

    Überhaupt gefällt mir dein Blog sehr gut – vegan zu essen ist ein Gedanke, mit dem ich mich noch nicht ausführlich beschäftigt habe.

    Liebe Grüße

    Miriam von synyonymfuerglueck.wordpress.com

    Antworten
    • gruenzeug 25. Mai 2016

      Liebe Miriam!

      Danke dir für dein liebes Kompliment! 🙂
      Bärlauch ist wirklich eine ganz feine Sache – an mir ist er auch lange Zeit vorübergezogen. Bis zu dieser Suppe, um genau zu sein. Aber ich bin sehr begeistert und werde mich nächste Saison auf jeden Fall ein bisschen früher um reichhaltige Bündel für die kulinarische Verarbeitung kümmern.

      Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt! Vielleicht kannst du ja ein paar Anregungen mitnehmen oder du stöberst einfach so ein bisschen. 🙂

      Liebe Grüße!
      Jenni

      Antworten
  5. Ruhrstyle 25. Mai 2016

    Hach ich liebe Bärlauch und bin furchtbar traurig, dass mein Garten nun keinen mehr hergibt. 🙁 Die Suppe klingt köstlich und sollte ich noch mal eine Portion Bärlauch bekommen, werde ich diese gerne nachkochen. Wässrig geht bei uns übrigens auch garnicht. 😉

    liebste Grüße
    Rebecca

    Antworten
    • gruenzeug 26. Mai 2016

      Liebe Rebecca!

      Ja, ich habe die Saison um ein oder zwei Wochen verpasst, glaube ich. 😉
      Die Suppe ist wirklich gut geworden und schön reichhaltig – toll, dass wir da denselben Geschmack haben! 😀

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  6. […] Gerichte bevorzugen, könnten Sie diesen Möhrenkuchen mit Frischkäse-Topping (Rezept) oder eine Kartoffel-Bärlauch-Suppe (Rezept), passend für die Bärlauchsaison, […]

    Antworten

Möchtest du mir eine Nachricht dalassen?