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Wer is(s)t schon gern normal? und: Lust auf schräge Sachen? Seit Kurzem sind die Bewohner des Hauses Grünzeug (das heißt: ich und meine bessere Hälfte) glühende Verehrer des Gemüse-Kisten-Konzepts. Unsere Wahl fiel auf die sympathisch-bunte und fröhliche Etepetete-Box.

Wer oder was ist Etepetete?

Hinter Etepetete versteckt sich eine Idee, die zwar noch relativ jung ist, jedoch bereits von zahlreichen Firmen umgesetzt wird und sich wachsender Beliebtheit erfreut: Bio-Gemüse wird regelmäßig in einer Kiste von ca. 5 kg zu euch nach Hause geliefert.

Bei diesem Gemüse handelt es sich um sogenannte “mangelhafte” Ware – also solche, die den ästhetischen Ansprüchen des Otto-Normal-Supermarkteinkäufers oder der -einkäuferin nicht genügen, da sie Beulen haben, verformt sind oder insgesamt eher ungewöhnlich aussehen. Das Problem: Normalerweise wird solches als “Mangelware” deklariertes Gemüse nicht in die Nahrungsmittelproduktion gegeben, sondern zur Energiegewinnung zweckentfremdet – oft genug also einfach verbrannt. Und das, so meinen die Initiatoren von Etepetete, muss nun wirklich nicht sein. Recht haben sie.

Unserer Meinung nach, hat die krumme Gurke, die Karotte mit zwei Beinen und die zu große Zucchini eine Chance verdient! (Etepetete)

Was kommt da nun zuhause an?

Nur Folgendes: Bio-Gemüse. Und zwar reichlich. Etepetete hat sich die Zusammenarbeit mit Bio-Bauern, die nachhaltige und ökologische Landwirtschaft betreiben, auf die Fahnen geschrieben. Das heißt: Ihr bekommt mit der Etepetete-Box ausschließlich höchste Lebensmittelqualität zugesandt.

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Das Ganze wird – auch die kleinen Dinge machen die Seriosität aus! – in einem umweltfreundlichen, weil schnell und effizient biologisch abbaubaren, lebensmittelechten Karton geliefert. Auch hier: Keinerlei Verschwendung von Ressourcen und volle Konsequenz bei der Konzept-Umsetzung.

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Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Eine ehrliche Antwort? – Unschlagbar. Ihr bezahlt für die Gemüseretterbox, die ihr nach Wunsch wöchentlich oder im Turnus von 2-4 Wochen bestellen könnt, 20€ (die Anlieferung ist kostenlos) und bekommt im Gegenzug 5 kg Bio-Gemüse direkt vom Feld. Sauber, ökologisch und ressourcensparend. Nebenbei tut ihr euch selbst etwas Gutes – denn wer 5 kg frisches Gemüse zuhause hat, der verkocht es in der Regel auch. Das wird euch durch die mitgesandten Rezeptanregungen auch gleich noch einmal erleichtert.

Toll ist auch, dass Etepetete die Herkunft der einzelnen Gemüsesorten (interessant: seit wann sind Äpfel Gemüse?) detailliert auf der Rückseite der grünen Gemüseretter-Karte aufschlüsselt. So kann ich als Konsumentin immer genau nachvollziehen, woher die Lebensmittel kommen, die mir hier geliefert werden. Ein schönes Gefühl der Transparenz – wäre es doch nur immer so einfach.

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Das Fazit

Falls ihr noch keine Gemüse-Kiste bezieht und mit dem Gedanken spielt, das zu ändern, ist die Etepetete-Gemüseretter-Box auf jeden Fall eine Alternative, die ihr im Entscheidungsprozess mit erwägen solltet. Denn: Das gelieferte Gemüse ist wirklich knackig frisch, sieht lustig aus und euer Abo bewirkt wirklich etwas. Was genau, könnt ihr in dem folgenden Video genauer erfahren:

[vimeo 119221492 w=500 h=281]

Habt ihr auch eine Gemüse-Box im Abo? Oder woher bezieht ihr eurer Grünzeug? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! ❤


Edit: Lieferzeitraum

Da es von euch so viele Kommentare und Anfragen zum doch recht ungünstigen Lieferzeitraum der ETEPETETE-Box gab, habe ich einmal beim Support angefragt.

Denn auch ich war einmal nicht zuhause, als die Box geliefert werden sollte und habe mich dann gefragt, wie das weiter zu handhaben ist – und vor allem: Was denn nun mit meinem Geld ist – immerhin habe ich die Lieferung ja im Voraus bezahlt…

Der Support braucht zugegebenermaßen manchmal eine Weile, ist dafür aber umso zuvorkommender und freundlicher:

Meine Anfrage:

Hallo, liebes ETEPETETE-Team,

ich habe eine Frage zur Lieferung meiner Gemüsebox: Normalerweise bin ich am Liefertermin immer zuhause und habe so die Box stets in Empfang nehmen können. Letzte Woche war ich allerdings durch eine Terminüberschneidung verhindert und dementsprechend nicht zuhause. Die Box wurde weder bei Nachbarn abgegeben noch vor die Haustür gestellt. Muss ich zwingend anwesend sein, wenn geliefert wird? Und: Es wurde trotzdem der Betrag vom Konto abgebucht.

Könnt ihr mir hier weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!

Jennifer Hauwehde

Die Antwort des ETEPETETE-Teams:

Hallo Jennifer,

tut mir super leid dass Deine Lieferung nicht bei Dir ankam. Ab dieser Woche haben wir eine Ablagegenehmigung mit UPS. Der Bote stellt jetzt automatisch die Box vor Deiner Haustüre (sofern sicher und möglich) ab, oder bringt sie zu Deinem Nachbar. Die 19,90€ für die Box von vor zwei Wochen hab ich Deinem Konto wiedergutgeschrieben.

krumme Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Florian | Etepetete Kundensupport

Fazit
Gute Nachrichten also für uns! Auch wenn wir nicht zuhause sein sollten, wird die Box ab sofort trotzdem zugestellt.

 

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] Ich bin Etepetete! von Jennifer Hauwehde bei Mehr als Grünzeug […]

Ich hatte auch schon ein Exemplar der Kiste und war sehr angetan. Das Konzept ist toll und unterstützenswert. Ich habe nur das Problem mit dem Lieferzeitraum: Um die Zeit bin ich in der Arbeit. Die eine Kiste habe ich in die Arbeit liefern lassen, allerdings macht es keinen Spaß 5kg Gemüse nach der Arbeit in den Öffentlichen mit nach hause zu nehmen… Das ist eigentllich der einzige Grund, warum die die Biokiste nicht regelmäßig beziehe.
Ich frage mich, wie andere das machen….

Ja, das ist für viele ein Problem, denke ich.

Ich habe (noch) den Luxus, freitags um diese Zeit zuhause zu sein – allerdings auch nicht immer. Letzte Woche war ich beispielsweise durch eine Blockveranstaltung an der Uni verhindert und habe meine Box nicht in Empfang nehmen können. Allerdings habe ich sie auch nicht vor der Tür oder bei Nachbarn vorgefunden.

Ich habe ETEPETETE gerade eine Mail zu diesem Thema geschrieben und hoffe auf baldige Antwort – auch zu der Frage, ob man zum Liefertermin zwingend zuhause sein muss. Sollte sie eintreffen (mit welchen Nachrichten auch immer), melde ich mich umgehend bei dir! 🙂

Liebe Grüße!
Jenni

Finde ich super und ich wollte mir das auf jedenfall auch noch zulegen 🙂 Ich kaufe auch immer die alten, vergammelten oder hässlichen Sachen im Supermarkt, weil sie meist eh keiner will und die Sachenam Ende dann ja leider weggeworfen werden. Ich mag ja die schwarzen Bananen eh am Liebsten ^^
Liebe Grüße

Ja, nach schon etwas reiferem Obst und Gemüse halte ich im Supermarkt auch immer gezielt Ausschau. Viele Märkte bieten diese ja auch in einer separaten Box preisreduziert an. Ich kann den Gedanken auch nicht ertragen, dass die Lebensmittel dann weggeworfen werden – und decke mich dann immer gleich mit dem aktuellen Bestand ein. Auch wenn das heißt, dass es eine Woche lang nur Bananen-Frühstück gibt. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Ich habe bisher noch keinen Supermarkt mit so einer Box gesehen 😮 Muss ich mal Ausschau halten. 🙂

Etepetete finde ich super – hab ich schon vor einigen Monaten mal entdeckt. Leider fänd ich es ziemlich schwachsinnig das Gemüse aus München hier hoch in den Norden zu karren und habe mir deswegen kein Abo gemacht. Sehr sehr schade! Eine regionale Biokiste geht in meinem Fall leider auch nicht, da ich in einem größeren Mietshaus wohne und mir im Flur selbst benutzte, alte Spülbürsten (die ich zum Fahrrad putzen nehmen wollte) geklaut werden! Mein Tagesablauf ist so unregelmäßig, dass ich auch keinen festen Liefertermin machen könnte. Sehr ärgerlich, dabei würde ich so gerne!

Hallo Caro,
ja, der einzig Wehrmutstropfen ist auch bei mir, dass der Lieferweg kürzer sein könnte. Ich hoffe, dass die Jungs von Etepetete nach und nach weitere Biobauernhöfe in ihren Lieferantenkreis aufnehmen werden, sodass sich die Wege verkürzen und ein breiteres Gebiet ökologischer abgedeckt werden kann (das wäre sicherlich auch in ihrem eigenen Nutzen).
Auf jeden Fall finde ich die gesamte Aktion klasse, sodass ich sie gerne unterstütze. 🙂

Dass in deiner Umgebung so unnachbarschaftliche Verhältnisse herrschen, schockiert mich als kleinstädtisch Verwöhnte schon ein bisschen – ich habe glücklicherweise bisher beste Erfahrungen mit meinen Nachbarn machen können, die auch bei Abwesenheit gerne Pakete annehmen (und sie danach auch wieder herausrücken).

Ich kann deine Zwiegespaltenheit aber gut nachvollziehen und hoffe, dass du da eine Lösung für dich findest.

Liebe Grüße
Jenni

Ja, das hoffe ich auch, dann wäre ich auch sofort dabei! Ja, das ist schon ziemlich traurig! Pakete klappen zum Glück aber 😀 Nur so eine Gemüsekiste würde ja wahrscheinlich mehr oder weniger offen in den Flur gestellt… Ich werd mich auf jeden Fall weiter umgucken 🙂

Hallo liebe Jenni,

Danke! Die Jungs kreuzen mit ihrer Idee immer wieder meinen Weg im Netz und dank dir haben sie nun endlich mal meine volle und verdiente Aufmerksamkeit erhalten! Ich kaufe mittlerweile 80% meines Gemüse (also m.E. Sind Äpfel keines, weil nicht Einjährig) auf dem Markt. Aber das ist ne gute Sache, vielleicht etwas sparsamer und ich spare Zeit und Wege, was echt praktisch wäre… Danke dir! Liebe Grüße, Anja

Hallo Anja,
es freut mich, dass mein Artikel dir ein bisschen weiterhelfen konnte und du nun auch darüber nachdenkst, die Gemüseretterbox zu bestellen! 🙂
Für unseren 2-Personen-Haushalt ist die Gemüsezusammenstellung wirklich perfekt – sowohl in der Auswahl als auch in der Menge. So kochen wir automatisch gemüsebasiert und immer saisonal.
Außerdem ist das Glücksgefühl, wenn der Postbote mit dem Etepetete-Päckchen vor der Tür steht, phänomenal. 🙂

Liebe Grüße zurück!
Jenni

Das macht wirklich mal Sinn, ich bin ja Selbstversorger und kaufe nur sehr wenig Gemüse dazu, aber das werde ich mir auf jeden Fall mal notieren, auch zum Weiterempfehlen.
Liebe Grüße Marlies

Um dein Selbstversorger-Leben beneide ich dich ja sehr, wie du weißt. 🙂

Aber du hast recht: Für diejenigen, die diese Möglichkeit nicht haben und auch keinen attraktiven Wochenmarkt in der Nähe wissen, ist die Gemüseretterbox eine tolle Sache. Ich bin ganz begeistert und freue mich, dass du sie weiterempfehlen möchtest. 🙂

Liebe Grüße zurück!
Jenni

Ich habe auch schon überlegt, wenn es jetzt bald knapp bei mir wird, es auch selber mal auszuprobieren.

Liebe Marlies, deinen Fotos nach zu urteilen kannst du das ch doch bis 2019 von Kürbis ernähren 😉 hihi… LG Anja

Das glaube ich auch, aber ich möchte auch mal was anderes essen!!! Und es sind schon sehr viele schlecht geworden, das hatte ich so noch nie und der Vorrat ist eigentlich auch fertig, ich hoffe, dass ich noch zu Weihnachten für ein schönes Curry etwas habe.

Eine wirklich tolle und sinnvolle Geschäftsidee!

Ich habe eine zeitlang eine frei zusammenstellbare Biokiste von einem Biobauern in der nahen Umgebung bezogen.

Im Augenblick bin ich bei foodsharing aktiv und brauche daher nur noch ganz wenig zu kaufen.

lg
Maria

Ja, ich finde dieses Geschäftsmodell auch sehr gut und darum unterstützenswert. Ich denke, dass durch die Etepetete-Box viele Menschen zu einem nachhaltigeren Gemüsekonsum angeregt und vielleicht sogar auch praktisch motiviert werden.

Von Foodsharing habe ich auch schon Einiges gehört, wusste aber nicht, dass man gewissermaßen davon leben kann. Magst du etwas Genaueres dazu sagen, wie du das organisierst – du hast da nämlich gerade mein Interesse geweckt. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Hallo Jenni!

Ich habe voriges Jahr darüber einen Beitrag geschrieben

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/11/07/aktiv-gegen-lebensmittelverschwendung/

Inzwischen sind foodsharing und lebensmittelretten ein Verein geworden.

Mehrmals pro Woche hole ich Lebensmittel ab, die danach über Fairteiler verschenkt werden.

Selbst kann ich mir nehmen, was ich brauche.

Zusätzlich besuche ich ab und zu noch die Container von Lebensmittelgeschäften (mülltauchen, containern) – das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber es ist wesentlich harmloser als viele denken.

lg
Maria

Hallo Maria,

danke für deine schnelle Antwort!

Eine tolle Sache mit dem Foodsharing (das kannte ich bisher nur durch kleine Gruppen in Facebook) – danke für die Verlinkung deines Berichtes. Er liefert gute Informationen und regt zum Nachdenken und Mitmachen an. 🙂

Ich finde es toll, wie du für dich und deine Familie die passende Art, Lebensmittel zu retten und euch gleichzeitig zu versorgen, gefunden hast.

Containern finde ich auch ein sehr spannendes Thema, kann mich allerdings nicht überwinden, dies selbst in die Tat umzusetzen. Aber ich bewundere alle, die das wagen. 🙂

Liebe Grüße zurück!
Jenni

Hallo Jenni!

Die Müllkübeln der Geschäfte sind Großteils viel ordentlicher als wir das von unserem Hausmüll gewohnt sind. Sie werden ja auch fast täglich abgeholt, da vergammelt kaum was.

Gerade im Herbst/Winter, wenn es kühl ist, kann man wirklich perfekt Mülltauchen.

Bei wärmeren Temperaturen (so ab 20°) hören wir jedoch auf damit. Das wird unhygienisch und die Lebensmittel verderben zu rasch.

lg
Maria

In diese Kiste würde ich mit jedem steigen (um den obligatorischen Wortwitz gleich mal am Anfang abgelegt zu haben)! Wir kriegen unsere Kiste von Laiseacker, einem Biohof ca. 130 km von unserem Zuhause entfernt. Da kommt der Lieferant dann persönlich mit seinem Lieferwagen vorbei und bringt die Kiste (idealerweise ist unsere Vermieterin auch Kundin, so dass er keine extra Kilometer fahren muss). Woher kommt euer Gemüse? Ich meine auf der Seite was von München gelesen zu haben.

Ich hoffe jedenfalls, Du hast noch ganz viel Spaß damit! Und vergiss bloß nicht, besonders ulkige Gemüse(ver)formungen zu fotografieren! 😀

Diesen Wortwitz hatte ich gar nicht parat, muss ich gestehen – obwohl er doch so nahe liegt! 😉
Schön zu lesen, dass ihr auch eine der tollen Gemüsekisten bezieht – mit 130km Lieferstrecke ist eure sogar sehr nahe an eurem Zuhause. Das ist natürlich nochmal ein besonderer Bonus, was den ökologischen Fußabdruck betrifft. 🙂

Die Lieferanten der Gemüseretter-Kiste von Etepetete befinden sich schwerpunktmäßig in Bayern, da hast du recht. Das sind dann knappe 600km von unserem Zuhause entfernt und da wäre dann dementsprechend noch Luft nach oben. Ich hoffe, Etepetete nimmt nach und nach weitere Biohöfe in seinen Lieferantenumfang auf (sie sind ja ein noch relativ junges Unternehmen).

Oh ja, die mache ich auf jeden Fall! Bisher ist nichts sehr Auffälliges dabei gewesen, aber vielleicht kommen die entsprechenden Bilder irgendwann in einer Galerie in diesen Artikel – wenn ich genügend beisammen habe. 🙂

Liebe Grüße zurück!
Jenni

oh, danke für den bericht 🙂 ich spiele tatsächlich seit wochen mit dem gedanken mir auch diese box zu gönnen 🙂 <3

Hallo Julia,
das freut mich unglaublich! Ich halte das wirklich für eine tolle Sache und kann dir die Box nur ans Herz legen. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Oh, ja! Ich bin sehr glücklich, dass wir uns entschlossen haben, Gemüseretter zu werden. Ein tolles Gefühl und man hat immer hochwertige und frische Zutaten im Haus. 🙂

Liebe Grüße
Jenni