Zimtschnecken! Wie oft habe ich sie nun schon in den unterschiedlichsten Versionen gebacken – und wie schändlich kann es eigentlich sein, dass bisher noch kein Rezept mit und über sie auf dem Blog hier gelandet ist? Das müssen wir dringend ändern – und so habe ich hier eine erste Zimtschnecken-Idee für euch, die bestimmt nicht die letzte sein wird.

Denn wir dürfen ganz ehrlich sein: Zimtschnecken sind ideal, wenn etwas Schnelles und Leckeres auf den Kaffee-Tisch soll, das einigermaßen idiotensicher ist und trotzdem eine ganze Bandbreite an Variation erlaubt.

Man benötigt eigentlich nur einen einigermaßen süßen Hefeteig und kann anschließend in der Gestaltung der Füllung schalten und walten, wie es einem beliebt. Was haben wir schon für tolle Sachen ausprobiert! Leider waren sie Zimtschnecken dann am Ende so lecker (vor allem, als sie frisch aus dem Ofen kamen!), dass keine Zeit mehr zum Fotografieren blieb, bevor sie allesamt weggeputzt wurden.

Richtiger: dass man sich keine Zeit zum Fotografieren nehmen wollte.

Denn manchmal, da müssen Dinge, die schön sind, nicht gleich mit Arbeit verknüpft werden – sei es auch so tolle Arbeit wie diese hier. Manchmal, da ist es genau das Richtige, sich in der dampfend-zimtgeruchgeschwängerten Küche einfach mal an den wackeligen Tisch zu setzen und herzhaft in eine warme Zimtschnecke zu beißen, während man die leuchtenden Augen des Gegenüber beobachtet, das gerade genau dasselbe tut.

Wenn dann draußen leichter Nieselregen und dementsprechend ein grauer Schleier vor dem Fenster herrscht, dann ist alles perfekt für einen gemütlichen Nachmittag. Wo haben wir nochmal die Kerzen hingetan?

Zutaten

(für 12-15 Schnecken)

  • 1 EL Trockenhefe
  • 1/2 Tasse Wasser, warm
  • 1 EL Rohrohrzucker
  • 1 Tasse Cashews, eingeweicht
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/4 TL Vanille
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • 1 Apfel
  • 3 1/2 Tassen Dinkelvollkornmehl
  • 3 EL Nussmus, gemischt (ich nutze das Mischmus von Rapunzel)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Vanille
  • 6 EL Rohrohrzucker
  • 1/2 Tasse Wasser

Zubereitung

Der Hefeteig:

  • Gebt die Trockenhefe in die halbe Tasse Wasser und fügt den Esslöffel Rohrohrzucker hinzu. Lasst alles zusammen für 5-10 Minuten stehen, bis die Hefe angegangen ist.
  • Vermengt das Mehl mit dem Salz, den 6 EL Rohrohrzucker, dem Salz, dem Zimt und dem 1 TL Vanille.
  • Gebt nun das Hefe-Wasser und zusätzlich eine weitere halbe Tasse Wasser und das Nussmus hinzu und verknetet alles zu einem stabilen Hefeteig. Er sollte leicht weich sein und sich gut kneten lassen – am besten, ihr bearbeitet ihn für ca. 5 Minuten, damit schön viel Luft eingeknetet wird. Das mag Hefeteig besonders gern.
  • Deckt den Teig nun mit einem Küchentuch ab und lasst ihn 1-2 Stunden an einem warmen Ort ruhen. Er wird nicht so sehr hochgehen, dass er die gesamte Schüssel füllt, aber für die Schnecken wird er perfekt sein.
  • Knetet den Teig nach dem Gehen noch einmal kurz durch (Walken) und teilt ihn dann in zwei gleich große Teile.
  • Rollt das typische Rechteck auf einer bemehlten Fläche aus.

Die Cashew-Apfel-Füllung:

  • Heizt euren Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor.
  • Gebt die eingeweichten Cashews ohne Einweichwasser zusammen mit einer frischen halben Tasse Wasser in den Mixer und vermixt alles zu einer zähen, streichfähigen Masse.
  • Rührt nun die Vanille und den Rohrohrzucker unter (ihr könnt natürlich auch gleich alles zusammen im Mixer vermengen).
  • Streicht eure süße Cashew-Masse nun zur Hälfte auf das vorbereitete Teig-Rechteck.
  • Schneidet den Apfel in kleine Stückchen und verteilt sie über dem ausgerollten Teig.
  • Rollt das Rechteck von der langen Seite zusammen und schneidet ca. 3-4 cm dicke Scheiben von der Rolle ab.
  • Legt die Schnecken mit ein wenig Abstand auf ein Backblech und backt sie im vorgeheizten Ofen ca. 12-15 Minuten (eher 12 als 15 Minuten).
  • Wiederholt das Ganze mit der zweiten Teighälfte.
  • Herausnehmen, auskühlen lassen (oder auch nicht) und genießen!

Dieses Mal hatte es aber geklappt mit der Kamera, mir und dem Zurückhalten beim Essen auf beiden Seiten (also von Serdar und mir).

Denn als ich die Idee hatte, die Zimtschnecken mit Cashew-Creme zu füllen, da wusste ich, dass das jetzt so besonders lecker und gut wird, dass ich mich ärgern würde, wenn ich davon nicht zumindest zu dokumentarischen Zwecken Bilder gemacht hätte. Diese Idee ist mir übrigens ganz zufällig und wie durch eine Eingebung gekommen: Ich wusste, dass ich an diesem Tag unbedingt etwas backen wollen würde und dachte mir, ich weiche vorsichtshalber Cashews ein. Vielleicht könnte ich sie benötigen. Und zack! – da war sie dann auch anderthalb Stunden später, als ich dann vor meinen leeren Schüsseln stand und kam ganz von allein, die Idee. Das sind dann manchmal die besten.

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Unsere Favoriten beinhalten auf jeden Fall kompottige und schokoladige Versionen – aber das findet mit Sicherheit auch alles noch seinen Weg. Sowohl auf unseren Küchentisch zur Verkostung als auch in digitaler Form (sofern die Verkostung überstanden sein wird) hierhin.

Soll ich euch etwas verraten? Eigentlich wollte ich – als mir dieses Rezept dann schlussendlich aus den Fingern schlüpfte – ein anderes Zimtschnecken-Rezept (das mit Apfelkompott in der Mitte arbeitet) noch einmal neu gebacken haben. Zum einen, um es auf seine Richtigkeit bezüglich der Mengenangaben abzuklopfen, zum anderen, weil mir die damals geschossenen Bilder nicht gefallen haben. Sie waren zwar irgendwie hübsch, aber es fehlte das gewisse Etwas – dieses unbeschreibliche Moment, das einen bei einer Fotografie wohlwollend verweilen lässt. Also musste neu gebacken werden. Dabei kamen dann diese Zimtschnecken mit einer Cashew-Füllung raus. Etwas Ähnliches zwar, aber doch wieder Anderes. So läuft das bei mir immer.

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Dass er oder sie ein Rezept nicht mehrfach so backen/kochen kann, weil im Kopf irgendwie immer neue Ideen herumschwirren, die dann unbedingt sofort umgesetzt werden müssen – vielleicht kommt ja noch etwas Besseres dabei heraus?

Wenn ich Rezepte immer und immer wieder nach einem sehr ählichen oder sogar identischen Schema koche oder verbacke, dann kann das eigentlich nur eines bedeuten: Es ist zu meinen absoluten Lieblingen avanciert. Andernfalls wird immer wieder verändert, getestet und neu kombiniert – Fluch und Segen zugleich, kann ich euch sagen.

Was auf jeden Fall und definitiv zu diesen Lieblingen dazugehören wird, ist ab sofort die süße Cashew-Creme aus diesem Rezept hier. Nicht nur, dass sie umwerfend gut schmeckt und aus wenigen Zutaten einfach zusammengemixt ist – an irgendeinen Geschmack aus meiner Kindheit, mit dem ich sehr viele positive Assoziationen verbinde, erinnert sie mich. Ich kann den Auslöser bisher noch nicht richtig fassen – vielleicht habt ihr eine Idee?

Was ich außerdem toll daran finde: Mit dieser Creme lassen sich alle möglichen süßen Teilchen füllen oder bestreichen – ein perfekter Allround-Aufstrich! Ich bin gespannt, was mir selbst noch alles damit einfallen wird.

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Ich wünsche euch viel Freude beim Backen!

Noch mehr Schnecken-Rezepte gibt es hier: eine Version mit Sesam und Tahin – und eine herzhafte Variante veganer Käseschnecken.

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

Liebe Jenni,
ich sitze hier am Computer und möchte am liebsten in den Bildschirm greifen und mir diese leckren Zimtschnecken schnappen. Die sehen soooo köstlich aus, ich liebe sowieso alles mit Zimt. Yummy!
Hahaha, das mit dem hungrigen Fotografieren kommt mir sehr bekannt vor. Das passiert mir so oft, ich muss wirklich in Zukunft etwas essen, bevor ich Fotos mache. Die Bilder sind jedenfalls wunderschön geworden.
Ganz liebe Grüße,
Sharon 🙂

Liebe Sharon,

ich freue mich gerade total, dass du die Zimtschnecken auch so schön findest wie wir!
Wir waren ganz verliebt in die Textur, die Form, das Licht und überhaupt. 😀
Und auch wir mussten und ja sehr zusammenreißen, aber ich glaube, es hat sich gelohnt.

Liebe Grüße
Jenni

“Leider waren sie Zimtschnecken dann am Ende so lecker (vor allem, als sie frisch aus dem Ofen kamen!), dass keine Zeit mehr zum Fotografieren blieb, bevor sie allesamt weggeputzt wurden.” -> Story of my life! Das ist der Grund warum ich so selten Rezepte poste. Ich bin einfach viel zu ungeduldig und möchte lieber essen als fotografieren. 🙂
Aber gut, dass es so Menschen wie dich gibt, Jenni! <3
Ich liebe Zimtschnecken auch über alles und finde deine Version mit der Cashew-Creme total interessant! Das muss ich unbedingt mal ausprobieren!

Alles Liebe,
Mira

Liebe Mira,

ach, es freut mich, dass ich da nicht die Einzige mit diesen Problemen bin! 😀
Manchmal ist es auch für mich schwierig, zu widerstehen und nicht alles sofort zu vernichten anstatt schön anzurichten.
Daran liegt es auch, dass bisher noch immer keine Brötchen-Rezepte (nicht einmal das unserer Lieblingsbrötchen!) den Weg auf den Blog gefunden hat…
Ich bin jedenfalls gespannt, wie dir meine Zimtschnecken-Version gefällt und wünsche dir viel Freude beim Backen!

Liebe Grüße
Jenni

Ich liebe Zimtschnecken und da ich hier noch genügend Datteln herumzuliegen habe, werden die wohl auch bald gleich einmal nachgebacken. Die sehen einfach so lecker aus!
Liebe Grüße
Chrissie

Liebe Chrissie,

das freut mich sehr!
Ich wünsche dir viel Freude beim Backen und noch mehr beim Vernaschen! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Das klingt nach einem tollen Rezept! Erinnert mich an schöne Zeiten in Stockholm 🙂

Liebe Alina,

es wäre natürlich schön, wenn die Schnecken auch geschmacklich diese Zeiten wieder aufleben lassen könnten.
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren!
Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

mit veganem Backwerk kriegt man mich einfach immer und mit Hefeteig ganz besonders. 🙂 Ich liebe all’ diese Teilchen in Form von Taschen oder Schnecken – wobei ich mich immer wieder frage, ob mir das Herstellen oder das Essen mehr Glücksgefühle bereitet…!?
Die Idee mit der Cashewcreme ist super. Ich habe so eine als Füllung auch schon mit Datteln, Banane und Vanille gemacht – super lecker und in Kombination mit Säuerlichem (wie z.B. Rhabarber) einfach perfekt. Du bringst mich darauf, dass da noch viele weitere Abwandlungen möglich sind – juhu! 🙂

Süße Grüße
Brigitte

Liebe Brigitte,

ich bin Hefe-Backwerk auch sehr verfallen, muss ich sagen und liebe es, mir immer neue Kombinationen auszudenken. Vor allem bei Zimtschnecken sind da ja fast keine Grenzen gesetzt! 🙂
Deine Ideen klingen auch umwerfend gut – Datteln und Banane in Kombination mit Vanille…das kann nur gut schmecken!
Als nächstes möchte ich gerne etwas mit einer Mohnfüllung machen – denn die habe ich schon immer sehr geliebt.

Liebe Grüße und dir weiterhin viel Freude beim Ausdenken und Werkeln!
Jenni

Oh wie toll! Zimtschnecken wollte ich bald machen und habe noch nach einem guten Rezept gesucht 😀 Das werde ich am Wochenende mal ausprobieren 😀 was hast du denn mit dem Nussmus gemacht?

Liebe Grüße
Gina

Liebe Gina,
da passt das dann ja wunderbar – ich freue mich, dass mein Timing gerade so gut gestimmt hat! 🙂
Du hast natürlich recht – das Nussmus habe ich total vergessen, im Rezept zu erwähnen (es aber gleich nachgeholt): Es kommt mit in den Teig hinein. So wird der an sich schon einmal richtig schön nussig – toll ist es, wenn man Mandelmus, Haselnussmus oder eben Cashew-Mus nimmt. Das passt alles perfekt hinein.

Liebe Grüße und viel Freude dir beim Backen!
Jenni

Vielen Dank! Habe sie heute gemacht und sie sind super lecker geworden!

Das freut mich sehr – danke dir für die schöne Rückmeldung! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Hach meine liebe Jenni, was soll ich sagen?! Diese Schnecken erinnern mich so sehr an diese absolute Herrlichkeit, die ich in Stockholm gegessen habe und gerne darin gebadet hätte. Rezept wird umgehend abgespeichert und wenn sich der Sabber wieder gesammelt hat, auch nachgemacht 😀

Liebst,
Ulli

Liebe Ulli,

ach – danke dir für das wieder einmal so liebe Kompliment!
Ich hoffe sehr, dass sie dich auch beim Reinbeißen an die Schnecken aus Stockholm erinnern und dich nicht enttäuschen werden!
Berichte gern, wie sie geworden sind – und lass’ sie dir schmecken!
Liebe Grüße an dich!
Jenni