Leider, leider ist die Zeit der wunderbaren süßen, roten Früchte schon fast wieder vollständig vorbei. Und wir können uns bald nur noch schemenhaft daran erinnern, wie wir von Feld zu Feld gehüpft sind und so lange Erdbeeren gefuttert haben, bis unser Bauch zu schmerzen begann. Und wenn man gut sucht, findet man auch jetzt noch das ein oder andere Schälchen voller roter Früchte.

Aber so sentimental ich jedes Mal auf eine auslaufende Beerenzeit im Sommer schaue (immerhin habe ich die das ganze Jahr über heiß herbeigesehnt), so schön finde ich diesen Kreislauf aus Herbeikommen und Wieder-Verschwinden auch.

Denn er ermöglicht uns gerade im Verzicht das Schätzen dessen, was da ist – und die Freude, wenn man dann endlich nach vielen Monaten (in denen man gewissermaßen bereits am Horizont die Duftwolken der Beeren zu vernehmen glaubte) die in dieser Zeit herangereiften Früchte ernten und bei den Landwirten des Vertrauens kaufen kann, ist schon eine ganz besondere.

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Wir jedenfalls haben ein ganz neues Gefühl und einen neuen Respekt für die Lebensmittel bekommen, seitdem wir uns vorwiegend saisonal ernähren. Man schätzt das, was da ist und die Arbeit der Menschen, die uns mit diesen Lebensmitteln versorgen, erscheint auf einmal als das, was sie ist: unglaublich kostbar und wichtig.

Denn nicht zuletzt werden schätzungsweise 70% der Lebensmittel, die auf der Welt konsumiert werden, von Kleinbauern produziert. Das steht nicht im Verhältnis zu dem, was wir in den Frischetheken der Supermärkte vermittelt bekommen: Die riesige Lebensmittelindustrie ist auf kleine Betriebe angewiesen (und dreht diesen Umstand meist geschickt um, indem sie die Machtverhältnisse umdreht und die Landwirte unter Druck setzt).

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Wir können die Welt und die Ungerechtigkeiten nicht von heute auf morgen ändern – aber wir können unseren kleinen Beitrag dazu leisten, dass es besser wird. Und das Gefühl, mit dem wir belohnt werden, ist eines, das ich nicht wieder eintauschen möchte. Gegen nichts.

Denn es begleitet mich weit über den Einkauf auf dem Biohof oder dem Markt hinaus: Wir bereiten unser Essen rücksichtsvoller zu, genießen den Gedanken, dass es gute Lebensmittel sind, die wir da verarbeiten – verantwortungsvoll produziert und fair erworben. Allein dieses Wissen führt dazu, dass wir ganz anders mit diesen Produkten umgehen als vor das früher gemacht haben – als wir beispielsweise noch im städtischen Supermarkt eingekauft haben.

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Ich weiß nicht, ob es ein bisschen zu weit hergeholt ist – aber ich glaube, diesen Blog hier würden wir nicht führen (jedenfalls nicht auf diese Art und mit dieser Leidenschaft), wenn wir diese Liebe zum Guten, das direkt vor unserer Nase wächst, nicht entdeckt hätten.

Das Rezepte-Entwerfen verbinden wir daher auch immer mit einem ganz besonderen Spaß – es ist eine Freude, sich hinzusetzen, zu überlegen, welche Zutaten wie miteinander harmonieren könnten, sich in die Haare wegen genau dieser Frage zu kriegen und am Ende gemeinsam in der Küche zu fuhrwerken, bis am Ende lachen, schmatzend und kabbelnd Bilder wie diese hier entstehen. Manchmal mit Hand, manchmal ohne. Dieses Mal ohne.

Zutaten

(für 1 große Portion oder 2 kleine Portionen)

  • 2 Tassen Pflanzenmilch (ich habe selbstgemachte Cashew-Milch genommen)
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Kakao, Rohkostqualität
  • 1 TL Vanille, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 4-5 EL Kokosblütenzucker
  • 9 EL Milchreis
  • 1 TL Kokosöl
  • 250-300g Erdbeeren

Zubereitung

  • Gebt das Kokosöl in einen kleinen Topf und erhitzt es, bis es flüssig geworden ist.
  • Fügt den Milchreis hinzu und bratet ihn kurz an.
  • Gießt nun die Pflanzenmilch hinzu und rührt sie gut ein.
  • Fügt anschließend die restlichen Zutaten (außen den Erdbeeren) nach und nach unter ständigem Rühren dem Milchreis hinzu.
  • Kocht den Schokomilchreis einmal gut auf und dreht anschließend die Hitze herab.
  • Lasst den Milchreis für die nächsten 25-30 Minuten ruhig vor sich hin köcheln (ihr könnt währenddessen die Küche aufräumen). Vergesst nicht, ab und zu umzurühren – sonst setzt sich der Reis unten am Topf gerne mal fest und brennt dann ziemlich fix an.
  • Schneidet die Erdbeeren in Viertel und fügt sie etwa 5 Minuten vor Ende der Kochzeit hinzu. So lösen sie sich beim Kochen nicht vollständig auf und der Geschmack bleibt dennoch schön erhalten. Wer es ganz erdbeerig mag, fügt ein wenig mehr Früchte hinzu (etwa 350g).
  • Noch ein paar Minuten köcheln lassen – und schon könnt ihr euren veganen Schokomilchreis anrichten (wir haben hier mit Walnüssen gearbeitet) und losfuttern!

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Soulfood, absolutes Soulfood, sage ich euch. Ich habe den Schokomilchreis das erste Mal zubereitet, als draußen die Welt unterzugehen schien und es gedonnert, geblitzt und geregnet hat wie aus Eimern. Etwas Besseres hätte ich zu dem Zeitpunkt fast nicht machen können.

Am allerleckersten schmeckt der Milchreis natürlich, wenn er direkt warm serviert und sofort verspeist wird – dann kommt das Erdbeer-Aroma, das sich durch die Schoko-Schicht drängelt, sehr schön zum Tragen. (Ein bisschen wie bei diesem Rezept hier – nur in Warm und Schüsselig-gemütlich.)

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Ich habe direkt losgeschlemmt, als der Topf vom Herd kam – und Serdar, der – als ich das Rezept hier für euch nochmal gemacht habe – am Arbeiten war, boshafterweise eines dieser Bilder hier geschickt. Der Gute wäre am liebsten sofort nach Hause gestürmt. Natürlich nicht wegen mir, sondern wegen des Schokomilchreises. That’s life.

Euer liebstes Milchreis-Rezept würde mich jetzt brennend interessieren!

Diese Schüssel gibt es bei der lieben Tina zu erwerben und wurde mit unter anderem freundlicherweise von ihr zum Arbeiten zur Verfügung gestellt – ganz herzlichen Dank!

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

Sehr gerne! Freut mich, wenn es dir gefällt! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Das sieht so unglaublich lecker aus! Ich liebe Milchreis sowieso total, aber Schokomilchreis habe ich noch nie gemacht, aber warum nicht? Schoko macht immer alles besser 😀
Ich kann dir übrigens auch total zustimmen, was die Früchtezeit angeht :/ Ich sehne den Sommer jedes Jahr herbei und eh ich mich versehe ist er schon wieder am Ende seiner Kräfte 🙁
Im nächsten Jahr habe das Glück im Herbst nach Australien zu reisen und dort kann ich dann sozusagen dem Sommer hinterher reisen 😀 Ich freu mich!
Deine Food Fotografie finde ich übrigens mega dolle schön! Ich liebe den dunklen Hintergrund total, der lässt das Essen noch besser hervortreten
Hast du schon mal darüber nachgedacht einen Post mit Tipps zur Food Fotografie und deinen Tools zu machen? Mich würde das sehr interessieren 🙂

Liebe Grüße
Pauline <3

http://www.mind-wanderer.com

Liebe Pauline,

ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich riesig, dass dir meine Bilder so gut gefallen! 🙂

Die Sache mit den Früchten ist echt immer eine Krux – aber jetzt auf den Herbst freue ich mich auch schon sehr, muss ich sagen. Zwetschgen, Khakis, Äpfel, Birnen! Hach! Das werden wieder schöne Rezepte geben! Allein der tiefste Winter ist da ja dann ein bisschen mager, was das anbelangt, aber da sind wir ja glücklicherweise noch ein bisschen von entfernt.
Das mit Australien ist ja super – und wirklich ein Paradies für Früchteliebhaber*innen! Ein bisschen von so viel Futtervielfalt konnte ich ja in der Türkei schon erschmecken – das sind wirklich nochmal ganz andere Dimensionen. Da wünsche ich dir auf jeden Fall jetzt schon tolle Erfahrungen und eine wunderbare Zeit. 🙂

Bezüglich Fotografie-Tipps: Da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht, wenn ich ehrlich bin. Ich habe immer so das Gefühl, da noch am Anfang zu stehen. 😀
Aber wenn das nicht so scheint, werde ich mir so eine Art Artikel mal im Hinterkopf behalten und – sobald ich ein paar neue Erfahrungen gesammelt habe – ein bisschen dazu schreiben. Danke dir auf jeden Fall für dein tolles Lob, das freut mich wirklich sehr!

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

oh das sieht ja mal wieder superlecker aus!! Und die Schüssel ist echt sehr schön. Das Rezepte entwerfen macht mir auch Spaß, aber nur wenn ich Zeit und Muße habe. Wenn gerade alles stressig ist und ich gefühlt keine Freizeit mehr habe, fehlt mir auch die Lust zum Kochen und ausprobieren…
Liebe Grüße,
Ela

Liebe Ela,

danke dir – das freut mich sehr! 🙂
Die Stücke von Tina sind aber auch immer echt eine Augenweide – ich bin sehr verliebt und werde sicherlich noch einigen von ihnen eine Heimat bieten…

Das mit der Muse kann ich aber gut nachvollziehen – wenn’s zu stressig wird, dann fahren wir die Rezept-Produktion hier auch herunter und werden herrlich unkreativ bei der Zubereitung unseres täglichen Futters. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Hy, meine Liebe!
Wie schön, nach deinem Sommerurlaub wieder einen Artikel bei dir zu finden. 🙂

Ich kann deine nachhaltige Einkaufsliebe bestens nachvollziehen, denn das “wo”, “wer” und “wie” beim Einkauf macht durchaus wirklich einen großen Unterschied, der sich auf wundervolle Weise auf alles auswirkt, dass noch folgt, bevor die Lebensmittel dann auch im Magen landen. Diese Wertschätzung für Konsum (nicht nur lebensmittelbedingt, sondern in allgemeiner Form) ist eine feine Sache und lässt einen in ganz anderen Dimensionen denken. Ich seh es selbst bei uns zuhause bei Obst und Gemüse, das auf der Terrasse wächst. Es steckt so viel Arbeit, Zeit und Liebe hinter jeder noch so kleinen Cocktailtomate, die man dann wirklich sehr zu schätzen weiß, während man das Verkochen und die entstandenen Gerichte am Ende auch ganz anders wahrnimmt. Ebenso bekommt man ein Gespür dafür, wie wichtig es eigentlich für den ökologischen Fußabdruck ist, sich regional sowie saisonal zu ernähren. Ich hab zwar immer wieder einmal meine kleinen Ausnahmen (hach, Bananen <3), bin aber eigentlich sehr zufrieden mit den Lebensmitteln, die uns hier von Jahreszeit zu Jahreszeit frisch, ohne viel Transporttamtam, mit Nährstoffen versorgen – Sogar (nährstofftechnisch gesehen) völlig abgestimmt auf unsere Bedürfnisse.
PS: Ich hab das Glück, dass bei uns immer noch freudig viele Erdbeeren im Beet wachsen. (Wir haben hier 4 verschiedene Arche Noah-Sorten plus Walderbeeren, von denen viele bis in den Herbst hinein tragen whoop whoop.) Werd mich also gleich mal an die Rezeptverwirklichung machen. 😉

Liebste Grüße
Tanja

Liebe Tanja,

ich danke dir für deine lieben Worte und das vermittelte Gefühl, doch ein bisschen vermisst worden zu sein.

Deine Erfahrungen mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse sind ganz wunderbar – ich kenne ja deinen Garten aus zahlreichen Instagram-Stories und bewundere ihn dort jedes Mal aufs Neue. Dass da viel Liebe und Zeit drinsteckt, glaube ich dir sofort und ich kann dir nur beipflichten, dass man – wenn man das weiß und berücksichtigt – den Lebensmitteln mit ganz viel Sorgfalt und Respekt begegnet. Ich denke, jede*r sollte dieses Gefühl (wieder) kennenlernen.

P.S.: Das mit der nährstofftechnischen Übereinstimmung ist auch ein ganz wichtiger Punkt, der häufig in Vergessenheit gerät – und ich erinnere mich immer wieder daran, wenn die Kohlzeit wieder beginnt. Die sind bisher nicht meine Lebensmittel-Favoriten gewesen, aber nachdem ich weiß, was das für Kraftpakete sind, sehe ich das ganz anders. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebste Jenni,

was für ein wunderbares Rezept mal wieder. Da wünsch ich mir direkt den Herbst herbei und will deinen Schokomilchreis mit Decke auf der Couch genießen.
Ich bin da voll und ganz bei dir. Seit ich mich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftige, ist es mir immer wichtiger geworden regional und saisonal einzukaufen. Was auch dazu kommt: zum Beispiel Tomaten, die außerhalb der Saison gekauft werden schmecken echt nach überhaupt nichts. Das ist es mir dann erst recht nicht wert.

Liebst,
Ulli

Liebe Ulli,

danke dir für deine lieben Worte zum Rezept – es freut mich sehr, dass es dir so gut gefällt. 🙂

Bezüglich der Saisonalität bin ich da ebenfalls ganz bei dir – die Sachen schmecken außerhalb der Saison einfach nach nichts, bestenfalls nach zuviel Wasser und zu wenig Liebe. Da lohnt sich das Warten doppelt – für die Umwelt und für einen selbst.

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

ich weiß genau, was du meinst. Jedes Jahr bin ich traurig, wenn zuerst die Spargel- und Rhabarberzeit, dann die Erdbeersaison zu Ende gehen. Aber das Schöne daran ist, dass dann andere Lebensmittel, die ich ebenso liebe, wie Kürbis oder Schmorgurke Saison haben und über den Verlust sehr gut hinwegtrösten. Da ist es dann gar nicht mehr so schwer, bis nächstes Jahr zu warten. Wenn die Kürbisse dann aber weg sind… na ja, das ist der Kreislauf und ich finde es, wie du schon schriebst, so schön, wenn man sich auf etwas freuen kann und es dann richtig genießt, sobald die liebsten Lebensmittel wieder da sind.

Euer Rezept klingt übrigens mal wieder himmlisch und sieht natürlich auch so aus. Ich war früher nie der Milchreis-Fan, weil ich keine Milch mochte. Eine vegane Variante habe ich komischerweise nie versucht, aber das muss nicht so bleiben. Schon gar nicht, wenn man so tolle Rezepte als Inspiration bekommt.

Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Urlaub und freue mich schon, wieder mehr von euch zu lesen/zu sehen. 🙂

Liebst
Eve von http://www.eveblogazine.com

Liebe Eve,

das ist ja spannend, dass du Milchreis nie mochtest – ich muss gestehen, da bist du (glaube ich) die erste Person, die ich treffe, der das so geht. Alle Menschen, die ich kenne, waren (gefühlt) alle als Kinder total verrückt danach. Die vegane Version schmeckt aber wirklich große Klasse – und da gibt es ja auch viel zu experimentieren (ich habe spontan noch ein halbes Dutzend Milchreisrezepte im Kopf, die allein schon den Blog für den nächsten Monat befüllen könnten 😀 ).

Ich freue mich sehr, dass es dir mit der (Vor-)Freude auf die liebsten Lebensmittel genauso geht – ich finde, dass das Wort “Kreislauf” das alles sehr gut beschreibt. Das ist etwas Urnatürliches, dessen Teil ich gerne bin und nach dem ich mich gerne ausrichte. Das gibt ein sehr gutes Gefühl.

Liebe Grüße
Jenni

Ich lieeebe Milchreis, auch wenn ich ihn äussert selten esse. Mich erinnert er immer an meine Kindheit, damals immer mit heissen Kirschkompott, den ich heute viel zu süss finden würde;)
Dein Schokomilchreis sieht sehr lecker aus und am liebsten würde ich mir ein Löffelchen schnappen und das Schüsselchen leer essen;)
Liebe Grüsse,
Krisi

Liebe Krisi,

es freut mich, dass wir da scheinbar dieselben Assoziationen haben, was Milchreis anbelangt – wir haben den früher auch immer mit heißem Kirschkompott bekommen und ich habe niemals genug davon bekommen können! Was für eine Leibspeise! 🙂

Das sind wirklich schöne Erinnerungen, obgleich es Milchreis bei uns auch nur sehr selten gibt. Dann wird das aber gefeiert. Zelebriert.

Liebe Grüße
Jenni

Heute morgen habe ich mich noch gefragt, wann es das nächste Mal von dir was zu lesen gibt – und wenig später erschien auch schon dein Post bei mir im Reader 🙂

Ich finde aber, dass dieser Beitrag hier doch zu spät kommt… hier in Nordhessen gibt es schon seit über vier Wochen keine Erdbeeren mehr. Und du weißt ja, wie ich zu importierter Ware stehe… Nachmachen könnte ich dein Rezept also jetzt höchstens noch mit Brombeeren aus Omas Garten, der Rest ist schon längst aufgegessen, weil er sonst überreif geworden wäre.

Ich kann aber gut verstehen, dass du es irgendwie magst, dass solche Saisonware etwas besonderes für dich bleibt… nur weiß ich nicht, ob das bei mir nicht anders läuft. Ich wäre wohl glücklicher, wenn ich das ganze Jahr über abwechseln könnte, weil ich dann nicht phasenweise nur sehr wenig Abwechslung hätte, um eben die Saison von Rhabarber / Bohnen / Stachelbeeren / Johannisbeeren / Zucchini / Tomaten / Gurken etc. voll auszunutzen. Landwirte des Vertrauens habe ich leider für Obst und Gemüse nicht, wenn man vom Bio-Kartoffel-Bauer absieht. Milch gibt es aber dafür nur von gut ausgewählten, persönlich bekannten Leuten, deren Tieren es gut geht. Für Gemüse und Obstanbau sind meine Mama und Oma zuständig – aber kleine Töpfe habe ich jetzt sogar selbst 🙂

Vom veränderten Umgang mit Lebensmitteln kann ich auch viel reden… ich ekele mich inzwischen vor dem, was für viele normal ist und ich vermeide es tunlichst, etwas wegschmeißen zu müssen.

Weißt du, was ihr bei Entwickeln der Rezepte mal machen könntet, wenn ihr euch uneinig seid? Jeder macht es, wie er meint und am Ende probiert ihr beides und derjenige, dessen Gericht weniger grandios geworden ist, muss dann die Küche aufräumen 😉

Sag mal, hast du nicht irgendwann mal darüber geschrieben, dass Reis nicht nachhaltig ist? Ist das bei Milchreis anders oder geht es hier mal um eine Ausnahme zu Gunsten des Geschmacks? Naja, lecker sieht es jedenfalls aus… ich träume jetzt mal von einem schönen Porridge als Ersatz.

Mit einem liebsten Milchreisrezept kann ich nicht dienen – Mama hat solches Zeug gehasst, also gab es den zu Hause nie… und schon vor meinem Auszug habe ich aufgehört, Reis gern zu essen, weil Kartoffeln eben besser schmecken 😉
Liebe Grüße

Liebe Tabea,

es ist ein bisschen, als hätte ich es geahnt, nicht wahr? Als könnte ich Gedanken lesen… 😉
Nein, wir wollen mal nicht übertreiben – ich bin schlicht und einfach jetzt erst wieder aus dem Urlaub zurück und habe nun endlich die Zeit gehabt, mich wieder vermehrt dem Blog zu widmen. Die kreative Pause tat aber ganz gut, muss ich gestehen, und ein paar neue Projekte warten bereits auf die Umsetzung. Ich bin schon sehr gespannt – die nächsten Monate werden ereignisreich, so viel steht fest. 🙂

Oh, das mit den Beeren hatte ich befürchtet – hier auf dem Wochenmarkt findet man sogar noch Erdbeeren aus der Region und ich weiß, dass das kein Einzelfall ist, sodass ich den Artikel doch noch guten Gewissens veröffentlichen konnte.
Aber mit Brombeeren oder Johannis- und Heidelbeeren funktioniert der Milchreis auch ganz wunderbar – oder du wartest noch ein wenig und richtest ihn mit Apfel und Birne an. Ein Gedicht!

Ah, ja, bezüglich der geringen Verfügbarkeit der Lieblingssorten in manchen Monaten kann ich auch ein Lied singen – aber ich muss gestehen, dass das für mich wirklich das Besondere ist und den Reiz der Dinge ausmacht. Ein bisschen Sehnsucht muss dazugehören, um das Liebste richtig schätzen zu können, finde ich.

Dein Vorschlag gefällt mir richtig gut – mal schauen, ob Serdar (der Kücheaufräumen hasst) das genauso sieht! 😀

Das mit dem Reis ist eine Fallentscheidung – du spielst sicher auf diesen Beitrag mit der GEPA hier vor etwa einem Jahr an, oder? https://mehralsgruenzeug.com/biologischer-reisanbau-werbung/

Generell kann man sagen, dass Reis natürlich auch aus verantwortungsvollen Quellen bezogen werden kann (und sollte), der Anbau aber nach wie vor Unmengen an Wasser verbraucht, weshalb alternativen wie Emmer, Buchweizen und Co. nachhaltiger sind – und sogar teilweise in Deutschland und den Nachbarländern kultiviert werden können.
Wir verbrauchen daher auch nur noch sehr wenig Reis – und der Milchreis für dieses Rezept schlummert schon so lange in seinem Glas, dass ich gar nicht weiß, von wann der überhaupt ist.
Wir kaufen nämlich eigentlich gar keinen Reis mehr nach – sowohl aus umwelttechnischen Gründen, als auch deswegen, weil wir einfach keine Reisesser sind. Aber Milchreis ab und zu möchten wir dann doch nicht missen. Da hängen zu viele gute Erinnerungen dran. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Kreative Pausen sind manchmal wirklich Gold wert. Das habe ich auch schon oft gemerkt, wenn ich wenig Zeit für den Blog hatte. Daher quillt mein digitales Notizbuch vor Ideen auch über und der Blog ist schon bis Ende September verplant und erste Posts zum Thema Weihnachten sind auch schon in Arbeit 😉 Langsam glaube ich, dass ich mit dem Bloggen wirklich das richtige Hobby für mich gefunden habe.

Ich hoffe du hast deinen Urlaub so richtig genießen können – die Instagrambilder sahen ja schon mal toll aus.

Also für Äpfel muss ich nicht mehr warten… Fallobst sammle ich im Moment ab und zu im Park auf, weil es sonst du dort nur verfault. Und Omas erster Baum ist schon komplett abgeerntet und verzehrt… Nur ein wenig Kompott habe ich mir noch eingefroren.

Das mit dem Reis kann ich so nun nachvollziehen. Genau den Beitrag meinte ich nämlich…
Reisesser bin ich auch nicht. Mein halbes Kilo hier habe ich schon über ein Jahr und es ist noch 3/4 da… Und ich weiß nicht, ob ich Milch Reis wesentlich öfter essen würde. Aber wenn er für dich eben eine gute Erinnerung ist, dann verstehe ich die Ausnahme. Bei mir hängt an dem Gericht ja nichts, da Mama ihn nicht mag und nie kochte 😉

Liebe Grüße

Liebe Jenni,
Milchreis ist ja sowieso schon soulfood, aber mit Deinem Schoko(!!)-Milchreis hast Du nochmal einen drauf gesetzt. Das muss himmlisch schmecken – so wie es aussieht! Viel zu lange ist das schon her, dass ich mir mal nen Schoko-Milchreis gekocht habe. Sicherlich schon Jahre. Danke für diese wunderbare Inspiration!
Oh ja, Du hast ja gesehen, dass ich noch ein paar Erdbeeren auf dem markt ergattern konnte, ich befürchte es waren die letzten. Aber ich stimme Dir vollkommen zu, dass eine saisonale (und regionale) Ernährung viel spannender ist, man freut sich vielmehr auf die jeweiligen Lebensmittel.
Die Schüssel gefällt mir auch richtig gut 🙂
Nun wünsch ich Dir noch ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende!
Liebe Grüße
Sharon

Liebe Sharon,

es freut mich ungemein, dass ich mit meiner Kreation bei dir offene Türen einrenne. 🙂
Ich kann gar nciht genug von dieser Milchreis-Variante bekommen und mache ihn immer mal wieder, wenn so schlechtes Wetter wie zum Zeitpunkt des Erstkochens ist und ich dringenden Schoko-Bedarf habe. Da schafft dieser hier wunderbar Abhilfe.

Er funktioniert natürlich auch mit anderen Beeren und Früchten gut – wie wäre es für den beginnenden Herbst bald mit Birnen…? 😉

Liebe Grüße und viel Freude beim Schlemmen!
Jenni

Wunderbar geschrieben meine Liebe! Mein Lieblingsmilchreis Variation ist mit Kokosmilch, Kokosraspeln und Pfirsichen oder Mango ????????aber deine Variante kommt (so wie sie klingt) direkt danach ????????

Liebe Kim,

ich danke dir für deine lieben Worte!
Deine Milchreis-Version klingt aber wunderbar exotisch und wird sicherlich von mir irgendwann mal nachgebaut – ich meine: Kokos! 😀
Das muss ich probieren!

Liebe Grüße
Jenni