Biologischer Reisanbau [Werbung]

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11. Oktober 2016

Dass biologischer Reisanbau ein Thema sein kann und muss, vergessen wir über die Diskussion über Fair-Trade-Kaffee und fair gehandelter Schokolade gerne einmal. Doch auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen und nachzufragen: Woher kommt denn eigentlich mein weißes Wunder auf dem Teller?

Dass ich mich ernsthaft mit dieser Frage auseinandergesetzt habe, ist der GEPA zu verdanken, die mich im Rahmen der Fairen Woche zu ihrer Kochshow in Wuppertal eingeladen hat. Hier standen die kleinen weißen Körnchen im absoluten Mittelpunkt. Die GEPA ist eine Fair Handelsorganisation bezieht Bio-Reis u. a. von der Kooperative Green Net in Thailand. Deren Geschäftsführer war Ehrengast bei der erwähnten Kochshow – und hat zusammen mit Ayurveda-Koch Volker Mehl die übrigen Gäste mit einem kreativen Reisgericht bekocht.

Aber warum ist die Sache mit dem Reis eigentlich eine so wichtige?

Grundnahrungsmittel Reis

Als ein lebensmitteltechnisches Wunder kann man Reis ohne Übertreibung sicherlich bezeichnen: Nach bisherigem Forschungsstand existieren rund 8.000 Sorten dieser Gräser – die Palette reicht dabei von klassisch-bekannten weißen über roten und schwarzen bis zum hochwertigen Vollkornreis. Reis gilt allgemein als Grundnahrungsmittel – für über 50% der Weltbevölkerung stellt er die Hauptnahrungsquelle dar.

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Welche immense Bedeutung der Reis insbesondere im asiatischen Anbaugebiet hat (wo immer noch über 90% des weltweit konsumierten Reises produziert wird), zeigt sich darin, dass in vielen asiatischen Sprachen die Begriffe für Reis und Essen identisch sind. In manchen Gegenden stellt man statt einer Begrüßung die Frage:

Hast du heute schon Reis gehabt?

Wenn der Gesprächspartner bejaht, heißt das, dass es ihm gut geht und alles in Ordnung ist.

Konventioneller Reisanbau

Der Reisanbau kann auf eine mehr als 7.000 Jahre alte Geschichte zurückblicken – und ist in vielen Gegenden nach wie vor Handarbeit. Der allgemein klassifizierende Name für die Reispflanze lautet Oryza sativa – ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckte sich rund um die sagenumwobenen und so geschichtsträchtigen Flüsse Euphrat und Tigris, aber auch bis zu den Deltas des Yangtse und des Ganges. Die Urform der Reispflanze ist jedoch durch zahlreiche Kultivierungs- und Anpassungsprozesse durch den Menschen heute verloren, sodass wir nur noch Reis konsumieren können, der durch die Kreuzung und die Zuchtbestrebungen menschlicher Farmer verändert wurde.

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In der Regel wird Reis auf den bekannten Reisterrassen angebaut, die dauerhaft überschwemmt werden, damit das typisch feucht-sumpfige Umgebungsklima entsteht, das die Reispflanze für ein schnelles und üppiges Gedeihen benötigt. Dafür werden zunächst Setzlinge gezogen, die nach 30-50-tägiger Ziehzeit in die Felder gepflanzt werden. In den industrialisierten Gebieten Asiens verlaufen diese Schritte – ebenso wie die anschließende Bewässerung der Felder und das Abernten der gereiften Pflanzen – vollautomatisch und maschinell, in vielen ländlichen Gebieten wird die Reisproduktion allerdings noch immer manuell durchgeführt.

Probleme mit dem Reis

Das oben grob skizzierte Anbauverfahren ist eine Methode des Reisanbaus – die verbreitete und zumindest visuell bekanntere Nassanbaumethode. Sie ist die klassische Variante des Reisanbaus, die von vielen Reisbauern praktiziert wird – eine Alternative stellt der Trockenreisanbau dar. Hier wird zwar ebenfalls mit Bewässerungssystemen gearbeitet, doch der Wasserverbrauch ist deutlich geringer als beim Nassreisanbau.

Denn genau diese Nassanbaumethode bringt einige Probleme mit sich, deren man sich als Endverbraucher möglicherweise gar nicht so bewusst ist, wenn man das dampfende Schüsselchen sattmachender Kohlenhydrate vor sich stehen hat.

Ökologische Probleme

Denn für jedes Kilogramm dieser Reiskörner, die sich in dieser Schüssel tummeln, wurden zwischen 3.000 und 5.000 Liter Wasser verbraucht – und Süßwasser ist eines der kostbarsten Güter unseres Planeten. Reisproduktion frisst also zunächst einmal Umengen an Ressourcen – die Nassreisproduktion naturgemäß wesentlich mehr als der Trockenreisanbau.

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Doch diese Konsequenz des Reisanbaus nimmt sich vergleichsweise harmlos aus, wenn man die ökologischen Probleme, die mit und durch die “Grüne Revolution”, welche Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den sogenannten “Entwicklungsländern” stattfand, in den Fokus der Betrachtungen rückt: Im Zuge der Industialisierung der Landwirtschaft durch hochmoderne Maschinen, künstliche (gentechnisch veränderte) Hochleistungsgetreidesorten, Pestizide, Monokulturen und eine Effizienzsteigerung der Anbaumethoden musste die Umwelt einen hohen Preis für ihre Umgestaltung durch den Menschen zahlen.

Was zunächst als wirtschaftliches Wunder gepriesen wurde, entpuppte sich bald als wenig nachhaltige Lösung – auch und gerade gegen das Hungerproblem Asiens, für dessen Bekämpfung diese umfassenden Agrarreformen in die Wege geleitet wurden: Die Grundwasservorräte wurden durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung überstrapaziert, die ansässigen Ökosysteme durch Pestizide und monotone Anbaumethoden in Mitleidenschaft gezogen, die Böden durch Kunstdünger ausgedörrt.

Soziale Probleme

Und nicht nur das: Aufgrund der Monopolstellung von Saatgutriesen wie Monsanto, die ihr hybrides Saatgut sowie ihren Kunstdünger inklusive Pestizide (gerne wird das im Komplettpaket angeboten) an die Bauern verkauften, gerieten diese mit einem Schlag in eine zwanghafte Abhängigkeit gegenüber den externen Saatgutproduzenten. Denn bei dem verkauften Saatgut handelt es sich um hybride Sorten, die nach einer Ernte nicht mehr treiben. Da Reis jedes Jahr geerntet wird, müssen die Bauern mindestens ein Mal pro Jahr Saatgut nachkaufen – eine Lagerung der Körner ist weder sinnvoll, da sie eine lange Zwischenperiode zwischen Kauf und Aussaat nicht überstehen, noch vom Patentrecht, dem viele Reissorten mittlerweile unterliegen, erlaubt.

Die Bauern geraten also in ein Beziehungsgeflecht aus Abhängigkeit, Verschuldung, Umweltzerstörung und Existenzunsicherheit.

Denn die hybriden Pflanzen der großen Konzerne haben ein weiteres Problem: Sie sind weniger resistent gegen Umweltveränderungen und -einflüsse als die heimischen Sorten. So kann bei einem ungeplanten Hochwasser schnell eine ganze Ernte – und damit die Lebensversicherung für ein ganzes Jahr – verloren gehen.

Biologischer Reisanbau: GEPA und Green Net

Es kann aber auch anders laufen: Einen Weg für fairen und nachhaltigen (weil biologischen) Reisanbau haben bereits einige Fair-Trade-Organisationen eingeschlagen – unter anderem die GEPA, die ihren  fairen Bio-Reis von der Kooperative Green Net bezieht. In dieser Kooperative haben sich thailändische Reisbauern organisiert und bilden dort nun eine Art Netzwerk – und über die European Fair Trade Asscociation (EFTA), dem Zusammenschluss von Fair Handelsorganisationen in Europa, konnte wiederum ein Netzwerk von europäischen Abnehmern organisiert werden, die die von den thailändischen Bauern produzierten Waren kaufen und dem europäischen Markt verfügbar machen. So gelingt es dem Fairen Handel, die Reisbauern von Green Net mit den Konsumenten hierzulande zu einem für alle vorteilhaften Zusammenschluss zu verbinden.

Was ist die GEPA?

Die GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) ist eine Fair Trade Company (wie sie sich selbst im firmeneigenen Logo beschreibt), die ihren Sitz in Wuppertal hat und deren Hauptanliegen (sowohl aus ökologischer als auch aus sozialer Perspektive) fairer und biologischer Handel mit Partnern aus der ganzen Welt ist. Zu den Gesellschaftern des Fair Handelsunternehmens zählen ausnahmslos kirchliche Entwicklungs- und Jugendorganisationen – unter anderem Brot für die Welt und das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR.

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Erklärte Ziele der GEPA, die unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 ausgezeichnet wurde, sind neben der ausdrücklichen praktischen Förderung von Kleinproduzenten in den jeweiligen Partnerländern nicht nur die wirksame Öffentlichkeitsarbeit, welche das Sensibilisieren der Konsument*innen für nachhaltige und biologisch produzierte Produkte einschließt, sondern Welthandelsstrukturen durch politische Arbeit zu beeinflussen und zu verändern.

Die GEPA arbeitet daher mit engagierten Produzentenorganisationen zusammen, die auf Fairen Handel sowie Nachhaltigkeit bedacht sind – so auch mit der Kooperative Green Net in Thailand. Sowohl Green Net als auch die GEPA selbst und der Faire Handel im Allgemeinen sprechen sich gegen Gentechnik aus. Bei Green Net liegt der Fokus der Arbeit im Moment auf Fragen des Klimawandels: So entwickelt die Kooperative gemeinsam mit einer thailändischen Universität neue, den sich verändernden Umweltbedingungen angepasste Anbaumethoden.

Die GEPA ist Mitglied in verschiedenen Netzwerken des Fairen Handels – unter anderem beim Forum Fairer Handel (FFH), der World Fair Trade Organization (WFTO) und der European Fair Trade Association (EFTA).

Was hat die GEPA mit der Reisproduktion zu tun?

Das Wichtigste zuerst: Die GEPA kauft Bio-Reis zu fairen Bedingungen von ihren Partnern ein – zum Beispiel von Green Net. Der Marktzugang ist zum einen für die Produzenten wichtig, zum anderen will die GEPA hier in Deutschland zur Bewusstseinsbildung der Verbraucher beitragen.

Im Gegensatz zum konventionellen Handel setzt die GEPA gemeinsam mit ihren Reispartnern auf biologischen Anbau nach fairen Handelskriterien. Faire Preise für die Produzenten, langfristige Handelsbeziehungen und Partnerschaft auf Augenhöhe. Mit den Produzentenorganisationen steht die GEPA in direktem Kontakt. Gewinne reinvestiert die GEPA wieder in den Fairen Handel. Es wird keine Gentechnik eingesetzt, große Konzerne bleiben außen vor – und die Umwelt wird geschont.

Statt dessen legt Green Net im Zuge eines biologischen Reisanbaus viel Wert auf nachhaltige Bewirtschaftung der Felder – das schlägt sich unter anderem darin nieder, dass diese abwechselnd mit Reis und Bohnen bepflanzt werden, Enten und Fische ihren natürlichen Lebensraum zwischen den Reispflanzen einnehmen dürfen. Hier ist ein Reisfeld keine zu bewirtschaftende Monokultur, sondern wird als Lebensraum und Ökosystem begriffen.

Der Handelspartner Green Net in Thailand betreibt konsequente ökologische Landwirtschaft seit Ende der 80er Jahre. Das Produkt ist neben dem Duftreis der Sorte “Hom Mali”, welche die GEPA über ihren Online-Shop und Weltläden in ganz Deutschland vertreibt, eine Genossenschaft, deren Mitglieder nicht mehr Ernte für Ernte um ihren Lebensunterhalt bangen müssen.

Im Gegensatz zum konventionellen Handel, bei dem die Bauern den Preisschwankungen am Weltmarkt ausgesetzt sind, gibt es im Fairen Handel einen festgelegten Mindestpreis, um die Produzenten bei Preisstürzen nach unten abzusichern. Zu einem fairen Preis gehören jeweils Zuschläge für Fair Trade, ökologischen Anbau und Qualität.  Wie die Genossenschaften die Mehrpreise des Fairen Handels verwenden, entscheiden sie selbst. Meist wird ein Teil in soziale Projekte und die Genossenschaft an sich investiert und ein Teil als höherer Preis an die Mitglieder ausbezahlt. Der Zusammenschluss in einer Genossenschaft hat viele Vorteile – so bietet Green Net seinen Mitgliedern eine Abnahmegarantie für ihren Reis, eine wichtige Absicherung für die Farmer.

Reis kaufen oder ersetzen?

Angesichts der riesigen Wassermengen, welche die Reisproduktion verschlingt, ist bereits häufig die Frage gestellt worden, ob ein Verzicht auf Reiskonsum vor allem in den Industrieländern, wo wir aufgrund einer reichen Angebotspalette mühelos auf Alternativprodukte, die sogar in unseren Breiten wachsen, ausweichen können, sinnvoll ist.

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Nach der Beschäftigung mit alternativen und biologischem Reisanbau, wie er unter anderem von der GEPA gefördert wird, bin ich (vorher ebenfalls skeptisch) nicht mehr dieser Ansicht. Denn ich glaube, dass es sich bei Reis ein wenig anders verhält als bei anderen Produkten aus Übersee – beispielsweise vielen Nusssorten oder Kokosprodukten: Während diese in der Regel kulinarische Luxusartikel darstellen, die von vielen Menschen auf der Welt gar nicht verzehrt werden, weil sie es sich zum einen nicht leisten können und zum anderen kein überlebenstechnischer Bedarf besteht, stellt Reis die Lebensgrundlage für über 50% der Weltbevölkerung dar.

Es stellt sich die berechtigte Frage, ob ein vollkommener privater Boykott an dieser Stelle ein falsches Signal bezüglich des Konsums eines so wichtigen Lebensmittels setzen würde: Reis wird zumindest die nächsten Jahrzehnte voraussichtlich dringend gebraucht werden, um zumindest den drängensten Welthunger in Schach zu halten – wäre es da nicht sinnvoller, aus europäischer Perspektive die alternativen und nachhaltigen Anbaumethoden mit unserem Konsum zu unterstützen und den wachsenden Kooperativen so das Signal zu senden, dass sie auf dem richtigen Weg sind? Denn: Gerade weil Reis auch in Zukunft so wichtig sein wird, hat gerade die konventionelle Landwirtschaft in dieser Beziehung keine Perspektive. Was soll auf mineralbelasteten Böden angebaut, in kaputten Ökosystemen kultiviert werden?

Langsame und nachhaltige Landwirtschaft scheint auch hier der Schlüssel zu sein – sowohl für das Weltklima als auch für den Welthunger.

Faire Woche – GEPA-Kochshow mit Volker Mehl

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit der GEPA und als Resultat eines informativen und unterhaltsamen Koch-Events entstanden, bei dem nicht nur der Geschäftsführer von Green Net, Vitoon Panyakul, selbst auf seiner Rundreise durch Deutschland anwesend war, sondern sämtliche Gäste im Anschluss von Deutschlands führendem Ayurveda-Koch Volker Mehl mit dem fair gehandelten “Hom Mali”-Reis bekocht wurden.

Zu verkosten gab es unter anderem ein Thai-Duftreis-Curry mit gefüllten Zucchini und Kokossauce sowie einen süßen Reissalat. Davon war zwar einzig das Zucchini-Gericht vegan – das aber habe ich umso mehr genossen.

Doch ich glaube, am meisten wird mir der sympathische Vitoon in Erinnerung bleiben, der trotz seiner eingestreuten Scherze und Späßchen doch sehr deutlich positioniert seine Mission vertrat und das Konzept des fairen Handels, das aktuell noch immer im Wachsen begriffen ist, als mehr als nur eine geschäftliche Beziehung wahrnimmt:

Ich sehe fairen Handel als Partner, als Freund. Die Zusammenarbeit ist mehr als ein Geschäft. Wir glauben fest daran, dass wir zusammenarbeiten für eine bessere Welt, für die Farmer.”Vitoon Panyakul

Für weitere Informationen zum Besuch Vitoon Panyakuls sowie zum fair gehandelten Jasminreis “Hom Mali” könnt ihr viele Materialien auf der Seite der GEPA erhalten sowie im GEPA-eigenen Shop stöbern.

P.S.: Obwohl der Reis leider bisher lediglich in Plastikverpackung zu haben ist, werden andere Produkte (beispielsweise die im Shop erhältliche Schokolade) bereits in Verpackungen angeboten, die zu über 90% aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Eine entsprechende Entwicklung bezüglich der Plastikumverpackung für den Reis ist bereits im Gange – allerdings ist noch nicht abzusehen, wann die ersten Ergebnisse erfolgreich in das bestehende Sortiment integriert werden können.

Ich bedanke mich für die informative und spannende Zusammenarbeit!

Quellen und weiterführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCne_Revolution

http://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/reis/index.html

http://www.gepa.de/produzenten/partner/green-net.html

http://www.greennet.or.th/en

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] lieben Menschen von der GEPA, mit denen ich seit dieser tollen Zusammenarbeit hier in Kontakt stehe, sind auf genau diese fruchtigen Tannenbäume vom letzten Jahr aufmerksam geworden […]

[…] bezüglich der Ernährung möchte wohl Jenni wohl außerdem mit ihrem Post über ökologischen Reisanbau schaffen. Also ich werde jetzt nur noch bio-Reis kaufen, mich hat sie […]

[…] sodass ich glaube, dass das Ernährungskonzept (durch einen Mini-Vortrag von Volker Mehl auf diesem Event hier noch einmal in diesem Glauben bestärkt) auch unabhängig von seiner spirituellen Ausrichtung ein […]

Danke für den tollen Post! Ich esse sehr gerne Reis und habe mich beim letzen Einkauf gefragt, ob ich aus ökologischen Gründen nicht lieber auf andere Nahrungsmittel zurückgreifen sollte. Wenn mein Reis aufgebraucht ist, werde ich auf jeden Fall nach Reis aus nachhaltigem Anbau Ausschau halten. 🙂

Liebe Grüße!

Liebe Marie!

Ich freue mich sehr, dass dir der Artikel gefallen und dich zum Nachdenken angeregt hat! 🙂
Gerade beim Reis vergisst man ja doch eine Zeitlang, dass auch hier ökologische und faire Alternativen zu den konventionellen Produkten vorhanden sind – jedenfalls ging mir das lange so. Irgendwie ist das noch nicht so präsent wie beispielsweise bei Kakao oder Kaffee. Ich freue mich aber, wenn ich das ein wenig ändern konnte. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
Ich freue mich das dir der Artikel so gut gefallen hat.

Ganz ehrlich? Ich würde nicht erkennen das deine vorherigen Bilder mit dem Handy fotografiert wurden :O Die sind so gut.
Dann wünsche ich dir ganz viel Spaß mit deiner neuen Spiegelreflexkamera =) Ich weiß noch als ich meine bekommen habe. Ich war nur noch am Fotografieren =D

Oja, Tiere sind tolle Wesen und sie geben einen sooo viel zurück.
Das kann man leider von manchen Menschen nicht behaupten :/

Liebe Grüße, Anja

Liebe Anja!

Sehr gerne – ich interessiere mich seit neuestem für alles, was mit Fotografie zu tun hat und persönliche Weiterentwicklung finde ich immer spannend. 🙂
Oh, da danke ich dir! Ich habe mir auch echt viel Mühe gegeben, das weitestgehend zu kaschieren und das Maximum aus den Bildern herauszuholen – bin nun aber doch an meine Grenzen gelangt und möchte auf neues Gebiet wechseln. Ich verspreche mir viel davon und die ersten Ergebnisse lassen Gutes hoffen. Das ist ein Quantensprung! 😉

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

Vielen Dank für diesen besonderen Beitrag! Ich liebe es, wenn Artikel richtig recherchiert und gut strukturiert sind. Es ist eine Freude, deine zu lesen. Du nimmst dir Zeit, da steckt so viel Arbeit dahinter und dann geht es auch noch um etwas Wichtiges! So sollte eine Zusammenarbeit aussehen.
Danke für das neue Wissen! Ich werde auch in diese Richtung weiterdenken. Es gibt so viel Gebiete, an die man noch gar nicht denkt, die aber genauso wichtig sind, wie faire Mode oder fairer Handel, um ein nachhaltiges Leben zu führen. Viel zu oft ertappe ich mich noch dabei, wieder etwas konsumiert zu haben, was ja gar nicht fair oder nachhaltig sein kann.

Mach weiter so!
Alles Liebe,
Laurel

Hallo Laurel!

Ich danke dir ganz herzlich für dein Riesenkompliment, das freut mich sehr! 🙂
Ich finde es einfach wichtig, andere Menschen über solche Dinge zu informieren (und mache das außerdem auch noch wahnsinnig gerne) und bin dann immer sehr glücklich, wenn das dann auch noch so gut ankommt. Das motiviert auf jeden Fall zum Weitermachen!

Oh ja, ich denke auch, dass es noch viele Baustellen gibt, an denen man arbeiten und viele Dinge gibt, mit denen man sich beschäftigen kann (und sollte). Aber ich glaube, Minischritte in die richtige Richtung sind eben auch Schritte in ein nachhaltigeres Leben und darauf kommt es letzten Endes an. Es geht ja nicht um Perfektionsimus. Immer ein bisschen etwas ändern – small change, big impact. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Oah, wie interessant! Wusste das alles gar nicht. Lieben lieben Dank für den tollen und ausführlichen Beitrag!

Liebe Grüße, Malina
http://malinaflorentine.de

Liebe Malina!

Danke dir für deinen lieben Kommentar – ich freue mich, dass ich dich hier mit ein paar neuen Informationen versorgen konnte! 😉

Liebe Grüße
Jenni

Wow, was für ein toller Blogpost!

Ich muss ganz ehrlich sein und zugeben, dass das umdenken “Bio statt konventionell” bei mir lange Zeit auf tierische Produkte und Gemüse/Obst beschränkt war und ich solche Grundnahrungsmittel wie Mehl, Brot, Nudeln und Reis gar nicht auf dem Schirm hatte. Inzwischen ändert sich das aber glücklicherweise immer mehr 🙂

VOn der Problematik mit Monsanto habe ich vor 4 Jahren bezüglich des Reisanbaus schon gehört – eine Inderin hielt in unserem Bürgerhaus einen Vortrag über das Problem. Auf die ökologische Belastung, die von Reis ausgeht, ging sie aber nicht ein, sondern beschränkte sich auf die Probleme der Bauern.

Du hast mir jetzt noch mal klar gemacht, wie wichtig bio und fair auch bei Reis ist, sodass ich da nun verstärkt drauf achten werde. Allerdings esse ich eigentlich eh kaum Reis, da ich Kartoffeln liebe und sogar Nudeln (Bio-Vollkorn aber bitte!) vorziehe 😉 Aber ich muss dir zustimmen – ein Verzicht wäre nicht zielführend, denn ein verantwortungsbewusster Reisanbau muss gefördert werden.

Liebe Grüße

Liebe Tabea!

Ich danke dir für deinen lieben Kommentar und freue mich, dass dir der Artikel so gut gefällt! 🙂

Mir ging das anfangs auch so – wenn es um fairen Handel ging, habe ich immer zuerst an Kaffee und Kakao gedacht, aber viel weniger an Reis oder Nudeln und solche Dinge. Wir essen auch sehr wenig Reis (wir sind auch eher die Pasta-Menschen – wenn bei uns etwas Reisähnliches auf den Tisch kommt, handelt es sich meistens um Bulgur), dennoch werden wir nun verstärkt darauf achten, woher unser Reis kommt. Denn auch der muss von irgendwem angebaut werden und auch diese Menschen möchten gerecht entlohnt werden – von den Konsequenzen für die Umwelt einmal ganz zu schweigen.
Dass du da bereits Vorwissen hattest, ist klasse – ich finde solche Vorträge unglaublich wichtig und freue mich immer, wenn es Menschen gibt, die sich die Mühe machen, anderen davon zu erzählen und auf der anderen Seite es wiederum welche gibt, die bereit sind, zuzuhören. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Das mit dem Vortrag war wohl reiner Zufall – meine Deutschlehrerin wollte, das wir ihn wegen der anschließenden “Diskussionsrunde” anhören, da Diskussionen da gerade unser Unterrichtsthema waren. Allerdings war ich dann die einzige, die auf die Lehrerin gehört hat und die Diskussion nur ein Fragen-an-die-Rednerin-stellen. Meine Mama hätte mich aber sonst wohl auch vom Vortrag überzeugt, denn die kennt ein paar Landwirte, die sich sehr für faire und nachhaltige Landwirtschaft einsetzen und den Vortrag teilweise sogar mit organisiert haben.

Ich finde, gerade bei Lebensmitteln, von denen man nur kleine Mengen benötigt, kann man ganz einfach auch das teurere, aber dafür faire und/oder ökologische Produkt wählen, weil es dann im Monatsbudget kaum auffällt. Beispiel: Im Jahr brauche ich maximal ein Kilo Reis, also halten sich Mehrkosten unter 10 Euro jährlich. Möhren dagegen esse ich mindestens 6 Kilo wöchentlich (ist eine kleine Sucht von mir ;)) – und da kostet jedes Kilo im Schnitt 40-60 Cent mehr, sodass ich im Jahr auf Mehrausgaben von ca. 150 Euro komme. Okay… die gönne ich mir aber bei den Möhren trotzdem, weil ich da halt nicht so viel Pestizide essen will, wenn ich diese Mengen verschlinge 🙂 … ich wollte nur zeigen, warum es sich jeder leisten kann, bei Reis auf fairtrade zu setzen. Und die paar Cent die wir mehr zahlen, bewirken bei den Produzenten ja wirklich was, während wir sie sicher übrig haben.

Liebe Grüße

Das sehe ich ganz genauso wie du – deine Beispielrechnung finde ich sehr einleuchtend, obwohl es eigentlich immer eine gute Entscheidung ist, fair und nachhaltig zu kaufen. Das Problem ist in der Regel, dass viele Menschen glauben, dass sie sich das nicht leisten können – und leider solche Kalkulationen nicht anstellen, die eigentlich das genaue Gegenteil besagen würden. Wobei das wiederum auch (wie du bereits geschildet hast) von der Menge des Konsums abhängt. Und da wiederum würde ich dafür plädieren, nicht nur nachhaltig und fair zu kaufen, sondern auch genau zu überlegen, was eigentlich gebraucht wird und was überflüssig ist. Denn meistens braucht man auch bei den Lebensmitteln wesentlich weniger als man eigentlich meinen würde… 😉

Liebe Grüße
Jenni

Was die Kalkulation angeht, kann ich dir nur zustimmen. Da gehe ich lieber noch mal extra was einkaufen, wenn es nicht reicht, als dass ich was schlecht werden lassen würde. Nur Dinge wie Nüsse und Mehl hamstere ich ab und zu, wenn sie im Angebot sind, da ich davon eben auch viel verbrauche und sie sich halten 🙂

Liebe Grüße

Da hast du viele interessante Fakten zusammen getragen, die ich so nicht kannte. Am liebsten esse ich Reis als Reisnudeln oder auch Reispapier für Sommerrollen – da gibt es glaube ich noch keinen fairen Anbieter – aber vielleicht kommt das ja noch, wenn viele Verbraucher den fairen Reis unterstützen. lg *thea

Liebe Thea!

Ich freue mich sehr, dass dir dieser Arikel ein bisschen Input geben konnte! 🙂
Ja, ich glaube tatsächlich, dass es bezüglich Reispapier noch keine fairen Anbieter gibt – auch bei dem “normalen” reis steckt die faire Produktion ja noch leider in den Kinderschuhen – da gibt es überall noch viel Entwicklungspotential. Hoffen wir, dass das in naher Zukunft ausgeschöpft wird.

Liebe Grüße
Jenni