Ausmisten – meine Methode

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4. Oktober 2016

Ausmisten und das Überflüssige, bereits Vorhandene reduzieren – das steht am Beginn eines “normalen” Umstiegs auf ein müllvermeidendes Leben. Das nicht Genutzte, das aber schon lange da ist, gilt es zu minimieren – aber wie?

Viele Ratgeber, die sich mit Zero Waste beschäftigen und ebenso viele Websites und Blogs, die dassselbe Thema bearbeiten, verweisen darauf, dass man sich – um gewissermaßen überhaupt einmal einen Einstieg in die ganze Sache zu bekommen und sich selbst mental auf das vorzubereiten, was anschließend folgen wird (nämlich der schrittweise Verzicht auf alles, das nicht unbedingt nötig ist – wie genau sich das definiert, wird noch zu besprechen sein), von allem Alten und Überflüssigen trennen muss bzw. sollte. Gezwungen wird natürlich niemand.

Weniger ist das neue Mehr: Reduce!

Die bekannteste Richtlinie, die es im Bereich des Themenkomplexes Zero Waste und Minimalismus gibt, ist wahrscheinlich die 5-R-Formel von Bea Johnson:

  • Refuse: Überflüssiges ablehnen.
  • Reduce: Zu viel Besitz reduzieren.
  • Reuse: Das Vorhandene sinnstiftend immer wieder verwenden.
  • Recycle: Das Vorhandene immer wieder neuen Bestimmungen zuführen.
  • Rot: Wenn alles andere nicht hilft (und es praktisch möglich ist) – den entsprechenden Gegenstand verrotten lassen.

Hierbei folgen die fünf Schritte jeweils der Reihenfolge nach aufeinander, sodass ganz zu Beginn einer geplanten Umstellung auf ein müllminimierendes Leben die Ablehnung von Überflüssigem stehen sollte – also zunächst der weiteren Überfüllung der Wohnung und der Anhäufung von noch mehr Besitz entgegengearbeitet werden sollte.

Diesen Schritt baut man sicherlich in der Regel unbewusst in seinen Alltag ein: Man geht auf einmal an der riesigen Shopping-Meile vorbei, ohne mit der Wimper zu zucken und hat kein Problem mehr damit, verpackungsfrei einzukaufen (ganz im Gegenteil: man liebt das Einkaufen und zelebriert es auf einmal wie ein lange verloren geglaubtes Ritual). Auf der anderen Seite sind manche Aspekte des Refuse-Schrittes nicht ganz so leicht umzusetzen, wie wir das vielleicht gerne hätten und erfordern eine aktive und durchaus bewusste Auseinandersetzung mit uns selbst und unseren Mitmenschen. Zum Beispiel, wenn es um die Frage geht, wie man eigentlich solche sozialen Institutionen wie Geschenke handhabt.

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Mit umso mehr Bewusstsein wird allerdings im nachfolgenden Schritt notwendig – denn hier und jetzt geht es ans Eingemachte: ans Ausmisten.

Ans Reduzieren, ans schmerzhafte Vom-Alten-Trennen, ans Überflüssiges-Minimieren, ans Augenzukneifen-und-Durchhalten. Oder – auch weit verbreitet: ans Befreien von Altlasten, ans Endlich-kann-das-alles-weg, ans Ich-fühle-mich-wie-ein-neuer-Mensch.

Mit welcher Einstellung man auch immer dem so wichtigen – vielleicht wichtigsten Schritt der 5Rs – entgegensieht: Hier macht man auf jeden Fall eine ganz neue Erfahrung – wenn man die Sache richtig und konsequent angeht.

Hierbei hat jeder und jede seine und ihre ganz eigene Methode, die sich für sie oder ihn am besten eignet und mit der sich jeder und jede individuell wohlfühlt. Die einen lieben das Hau-Ruck-Verfahren und hätten am liebsten einen ganzen Umzugswagen zum Befüllen ihrer aussortierten Habseligkeiten vor dem Haus parken, während sie – einem losgelassenen Zero-Waste-Orkan gleich – durch ebenjenes wuseln und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, hineinbefördern (lassen). Die anderen wiederum sind eher von der zögerlichen Sorte und wissen nicht so recht, wo anfangen und wie und überhaupt – nein, das da nicht, da hängt Erinnerung xy dran und das da auch nicht, jedenfalls jetzt noch nicht…

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Es gilt daher ebenso wie bei der Erstellung eines Capsule Wardrobe: Ruhe ist angesagt. Und Entspannung. Was für deinen Nachbarn die perfekte Art ist, sich von Überflüssigem zu trennen (und vielleicht scheinbar auch für geschätzte 96% der übrigen Bevölkerung, jedenfalls, wenn man nach deinem subjektiven Eindruck beim Herunterscrollen der Facebook-Timeline oder Durchstöbern sämtlicher Minimalismus-Foren geht), muss nicht zwingend für dich funktionieren. Und das ist wunderbar und vollkommen in Orndung so.

Wenn du mehr Zeit brauchst als andere, wenn du vielleicht sogar viel schneller und rigoroser bist als andere, wenn du viel mehr oder viel weniger übrig lässt als andere, wenn du einen ganz anderen Schwerpunkt auf die Sachen, die wegkönnen und diejenigen, die bleiben dürfen, legst: alles okay. Deine Wohnung, dein Leben, dein Ding. So einfach ist das.

Im Folgenden möchte ich dir daher nur meinen ganz persönlichen Weg vorstellen, mich von Überflüssigem zu trennen, der für mich funktioniert hat und nach wie vor funktioniert (denn ähnlich wie beim bereits erwähnten Capsule Wardrobe bin ich auch hier noch lange nicht am Ziel angelangt). Dieser Weg kann nur einer von vielen sein und soll dir nur eine ungefähre Ahnung, eine kleine Orientierung vermitteln, wie du dein Ausmist-Projekt angehen kannst.

Kombiniere: Riesenaktion plus Zirkelmethode

Eines muss vorweggeschickt werden: Ich habe mich vorher – wohlweislich, um eben jene Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit meinerseits zu vermeiden und nur auf mich zu hören – im Vorfeld keine fünf Meter Literatur zum Ausmisten gewälzt. Das wollte ich um Gottes Willen nicht tun – so motivierend das auch sein kann, kann dies nämlich auch genau das Gegenteil bewirken: Man verliert sich selbst und weiß gar nicht so genau, wie und wo anfangen und überhaupt erscheint auf einmal alles so furchtbar kompliziert. Dem wollte ich vorbeugen.

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Was ich hatte: meine Intuition, kombiniert mit einem kleinen Tipp, den ich in Shias Buch gelesen hatte. Zu diesem Tipps gleich Genaueres – erst einmal geht es um das Grundlgende: die Intuition.

Schritt 1: Riesenaktion – radikales Ausmisten

Und diese Intuition riet mir etwas, was deine Intuition dir wahrscheinlich ebenfalls raten wird, wenn du dich dazu entschlossen hast, von nun an konsequent auszumisten und vielleicht auch orientiert an Zero Waste und Minimalismus zu leben. Diese meine Intuition schrie mit jeder Faser: “Jetzt gehen wir in die Vollen!” Was wir denn auch taten.

In einer riesigen Ausmist-Aktion, in der wir uns jeden Raum einzeln vornahmen (sowohl meine Intuition und ich als auch Mr. Grünzeug, den wir hinter uns herschleppten), haben wir an einem Wochenende haufenweise Gerümpel aussortiert. Wobei: Gerümpel klingt ein wenig herablassend und abwertend und wird dem eigentlichen Wert, den viele dieser Gegenstände ganz objektiv noch hatten, nicht gerecht.

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Denn wir haben – uns von Raum zu Raum tastend – viele Kleidungsstücke, Bücher, Nippes, Backformen, Küchengeräte, Geschirr und dekorative Kosmetik, Schmuck, Spiele, Lernmaterialien und so weiter aussortiert, die für uns nun keinen Wert in dem Sinne mehr besaßen, als dass wir sie nicht mehr gebrauchen konnten – und zwar im Wortsinne. Wir nutzen sie nicht mehr, sie standen oder langen nur (mehr oder weniger dekorativ) in einer beliebigen oder ausgewählten Ecke herum und taten ansonsten nichts. Außer, dass sie irgendwann wieder in irgendwelche Umzugskartons geräumt und wieder an irgendeinen neuen Ort transportiert werden würden, würde sich das auch in absehbarer Zeit (und überhaupt niemals) ändern. Daher konnten wir sie auch gleich verschenken. An Leute, die sie (ge-)brauchen könnten.

Die aussortierten Sachen spendeten wir daher – an das Rote Kreuz, die Kleiderkammer der Caritas oder das öffentliche örtliche Bücherregal. Ich hatte ernsthaft überlegt, meine vielen Bücher doch irgendwie monetär gewinnbringend einzusetzen, habe aber angesichts der beschämend niedrigen Preise (die sich allesamt im Cent-Bereich bewegten) beschlossen, dass ich es prinzipiell nicht einesehe, mir den Aufwand für undurchschaubare Massenwiederverwertungssysteme wie momox oder rebuy zu machen, wenn ich sie auch (und mindestens ebenso zügig) an das öffentliche Bücherregal spenden kann, wo ich schon nach wenigen Minuten live verfolgen kann, wer sich freudestrahlend oder ernst begutachtend meinen alten Schätzen nähert. (Hier gibt es übrigens eine Liste öffentlicher Bücherschränke in Deutschland zum Anschauen – vielleicht ist in deiner Nähe auch einer aufgestellt?)

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Abgesehen davon: Es macht auch einfach glücklich, zu spenden und anderen Menschen einfach einmal ganz ohne erwartbare Gegenleistung etwas Gutes zu tun. Auch – und gerade -, wenn diese Menschen nicht einmal wissen, woher die schönen Dinge eigentlich kommen. Sie sind einfach da und man kann sie sich nehmen, wenn man möchte. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich finde diese Art Vertrauen wirklich herzerwärmend.

Die Voraussetzung: Schalterumlegung

Damit dieses radikale Ausmisten möglich werden konnte, war eine grundlegende Arbeit im Vorfeld nötig: die mentale Vorbereitung bzw. das mentale Bereitsein auf das Ausmisten, auf das Wegwerfen und das Trennen von eigentlich so geliebten Gegenständen. Der Schalter im Kopf musste umgelegt werden.

Und auch hier greifen ähnliche Mechanismen wie bei der Erstellung des Capsule Wardobe, die ja im Grunde auch zunächst nichts anderes als grundlegendes Ausmisten ist und du musst dir eigentlich nur einer einzigen Sache klarwerden: Du bist nicht die Dinge, die du besitzt. Du musst dich nicht über externe Sachen definieren – und schon gar nicht über die Menge dieser Sachen. Natürlich ist es schön, hübsche Kleider zu haben und ich selbst liebe es, mich schlicht, aber passabel zu kleiden. Natürlich sind Bücher schön und natürlich darfst und solltest du einige behalten, wenn dir danach ist. Aber du brauchst keine Bibliothek zu Hause, auch wenn der Gedanke noch so anheimelnd ist.

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Denn das grundlegende Problem ist: Wenn es zu viel wird, belastet uns der Besitz. Er zieht uns irgendwann herunter anstatt uns zu beflügeln und trägt nicht mehr das Leichtigkeitsversprechen, das uns beim Kauf suggeriert wurde.

Stattdessen kommt nun ein weiterer Backstein an die Fußfessel, mit der wir über unser Lebensmeer zu schwimmen trachten, hinzu und droht, uns herabzuziehen. Und falls nicht das, dann doch zumindest, uns das Weiterschwimmen bedeutend zu erschweren.

Uns von dieser Verbindung freizumachen, von der Klammerung an diese Fessel zu lösen, ist demnach der erste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem erfolgreichen Minimalisieren und dementsprechend auch zu einem erfolgreichen Ausmisten – ob das nun das Riesenprojekt am Beginn oder das anschließende Weiterzirkeln durch die Wohnung betrifft.

Schritt 2: Mehrfaches Zirkeln durch die Wohnung

Nach dem zweitägigen Ausmisten haben wir (bzw. habe ich) mich daran gemacht, die Dinge, die uns während dieser Aufräum-Manie zwangsläufig durch die Lappen gehen mussten, ausfindig zu machen und gewissermaßen das einmal ausgeworfene Netz immer enger zu ziehen, indem ich mehrfach wahllos durch unsere Wohnung getigert bin und einen sehr wertvollen Tipp von Shia umgesetzt habe:

Greif dir jeden Tag im Vorbeigehen einfach 5-10 Sachen und lege sie in eine Box. […] An einem ruhigen Tag dann das Aussortierte sortieren und wegbringen.Shia (Zero Waste, S. 41)

Genau das mache ich aktuell. Und es funktioniert wunderbar. Ich weiß nicht, wie viele Kisten überflüssiger Sachen ich auf diese Weise nach der großen Ausmist-Aktion noch losgeworden bin – nur, dass es immer mehr werden.

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Jeden Tag nach dem Aufstehen suche ich mir 10 Teile aus der Wohnung aus, die wir nicht mehr benötigen und lege sie in eine Umzugskiste, die im Keller steht. Über die Woche sammle ich so viele Dinge an, dass ich an einem oder zwei weiteren Tagen meine Beutel vollpacken und die aussortierten Dinge zur Caritas bringen kann (wo man meine Methode mittlerweile erkannt hat und mich entsprechend vertraut begrüßt).

Bei der Auswahl der täglichen 10 Dinge lasse ich mich von meinem Gefühl leiten – mal gehe ich in diesen, mal in jenen Raum und schaue mir alles aus einer möglichst objektiven und wenig emotionalen Perspektive an. Dabei stelle ich mir folgende Fragen:

  • Wie lange steht der Gegenstand schon ungenutzt dort?
  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir ihn noch einmal brauchen?
  • Haben wir den Gegenstand in mehrfacher Ausführung?
  • Lieben wir den Gegenstand?
  • Würde sich jemand anderes mehr darüber freuen als wir?

Spätestens, wenn sich die letzte Frage – und dabei kann es auch nur die letzte Frage sein – sich mit “Ja” beantworten lässt, wandert der Gegenstand in die Kiste.

Und es ist eine unausgesprochene Regel, dass alles, was einmal dort gelandet ist, niemals wieder den Weg zurück in die Wohnung findet. Ein- oder zweimal in der Woche wird die Kiste dann auf die beschriebene Weise geleert und wieder neu befüllt.

Ich muss zugeben: Im Verlauf der Zeit wird es immer schwieriger, auf Anhieb 10 Teile zu finden, die in die Kiste wandern können, da sich der Hausstand immer weiter (und das gar nicht einmal so langsam!) verkleinert und allmählich auf die wirklich wichtigen und funktionalen Dinge zusammenschrumpft. Aber wenn man ehrlich mit sich selbst ist, findet man immer etwas.

Wichtige Anmerkungen

  • Das Zirkel-Ausmisten (und vielleicht auch schon die große Ausmist-Aktion) solltet ihr nicht unbedingt als Paar-Aktion planen. Manchmal mag das ja eine nette gemeinsame Erfahrung sein – aber ihr werdet euch unter Garantie in den Haaren liegen, welches Paar Schuhe nun wegkann und an welchem Teil der eine oder die andere jetzt wieder mehr hängt als der andere. Und es endet – damit, dass ihr nicht weitergekommen und vielleicht sogar zerstritten seid. Es sei denn, ihr habt Erfahrung mit solchen Dingen und seid entsprechend problemabgehärtet.
  • Trotzdem gilt die goldene Regel: Nur das weggeben, was wirklich dir gehört. Du hast kein Recht, dich am Besitz anderer zu vergreifen, ob das nun deine Mitbewohnerin oder dein Herzblatt ist.
  • Lass’ dir Zeit. Veränderungen brauchen das und du auch, um dich mit deiner Umgebung verändern zu können. Alles andere kann – so verlockend das auch sein mag- schnell überfordern.
  • Informiere dich im Vorfeld über mögliche Spende- und Abgabestellen für deine aussortierten Sachen. Hier bieten sich Bücherschränke, örtliche Tafeln, das Rote Kreuz oder auch die Flüchtlingshilfe an. Verkaufen kannst du toll über Ebay, Facebookgruppen, Kleiderkreisel und andere Online-Plattformen. Oder du veranstaltest ganz old-fashioned einen Wohnungs-Flohmarkt. Oder stellst einen Stand auf dem monatlichen städtischen Flohmarkt auf.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, seine überflüssigen Habseligkeiten zu verringern und sinnstiftend weiterzugeben und somit in den Komsument*innen-Kreislauf wiederzuintegrieren – was allemal nachhaltiger ist, als wenn sie bei dir im Schrank verstauben. Oder im Keller. Oder auf dem Dachboden. Zur selben Zeit braucht vielleicht jemand anderes dringend das, genau das vernachlässigte Teil da in der Ecke und sucht (verzweifelt, frustriert?) nach ihm. Und du hast es zuhause stehen und brauchst es nicht. Schenk’ ihm ein neues Leben.

Hast du schon groß aussortiert? Was ist deine Methode?

P.S.: Dieser Artikel entstand, bevor ich das Buch “Magic Cleaning” von Marie Kondo las. Bald folgt eine Rezension des Buches – und die Reflexion darüber, was sich eigentlich nach dem Lesen an unserer Aufräum-Strategie verändert hat.

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] nachdem man im ganzen Haus wie ein Scanner durch die Gegend geflitzt ist und jedes Ding auf Tauglich- oder Untauglichkeit in den eigenen vier Wänden untersucht und bei […]

[…] hast hier ein paar Blogartikel zum Thema durchstöbert (vielleicht diesen hier? oder diesen? oder den?) – und jetzt bist du hochmotiviert, hast das Gefühl, du müsstest unbedingt etwas in deinem […]

Liebe Jenni,

ich mache das genauso. Bei meinen Gegenständen entscheide ich alleine was weg kann, bei gemeinsamen sammel ich erst und lasse dann meinen Mann drüber schauen was er davon hält. Meist kann alles weg. Manchmal gibt es aber auch Geistesblitze, dass man manches doch noch gebrauchen oder einen anderen Gegenstand ersetzen kann (meist bei seinen Sachen).

Liebe Grüße,
Nadine

Liebe Nadine,

das Vorgehen finde ich sehr vernünfig – wir handhaben das immer noch so (wir sind immer noch am Aussortieren) und fahren damit sehr gut.

Bei Rohmaterialien (wenn wir etwa Regale auseinanderbauen) überlegen wir auch, ob wir sie neu kombinieren oder einsetzen können – und manchmal ergeben sich da wirklich tolle DIY-Projekte draus, da hast du absolut recht.
Und das Schöne: Sie sind wunderbar individuell. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

[…] in die Kerbe des Weniger-ist-Mehr, an der wir alle so fleißig (unter anderem mit groß angelegten Ausmist-Aktionen oder einer bewussten Kleiderwahl) […]

Hallo Jenni,

ich danke dir vielmals für dein liebes Kommentar, ich habe mich so sehr gefreut!
Habe daraufhin auch gleich auf deinem Blog hier vorbei geschaut und muss sagen: Jackpot! Genau nach solchen Blogs wie deinem habe ich immer gesucht!
Dementsprechend folge ich dir jetzt brav auf Bloglovin, Pinterest und Facebook – ich bin wirklich gespannt auf kommende Posts!

Übrigens: Ich bin ein großer Fan der Konmari Methode. Vielleicht sollte ich das auch mal mit deinem Zirkel kombinieren, das könnte glaube ich gut funktionieren..
Habe dir da mal meine Links rausgesucht:
http://www.juliary.de/2016/09/selbstexperiment-die-konmari-methode/
http://www.juliary.de/2016/10/schlafzimmer-make-over-mit-konmari/

Allerliebste Grüße an dich, ich freue mich, mich mit dir auszutauschen!

Deine Julia

Liebe Julia,

Schande über mich, dass mir ein so toller Kommentar durch die Lappen gegangen ist! Ich habe ihn schlicht übersehen. Das tut mir sehr leid – und auch, wenn du die Antwort vermutlich nicht mehr lesen wirst: Danke dir für deine so lieben Worte! Das bedeutet mir viel.

Deine Artikel schaue ich mir gleich einmal an – und werde meinerseits einen Kommentar hinterlassen. Das ist nämlich wirklich schwer spannend für mich – ich bin gespannt auf deine Sicht der Dinge! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
einen tollen Artikel hast du das geschrieben! Ich liebe ausmisten und bin sehr konsequent. Bis auf den Keller. Aber den werde ich jetzt auch noch angehen.Motiviert bin ich nach deinen Zeilen auf jeden Fall. 😉 Und ich finde genau wie du, dass man nur seine eigenen Sachen weggeben darf. Meine Kinder kennen jeden Papierschnipsel in ihrem Zimmer und oft ist der ganze Kram nervig und ich würde am liebsten aussortieren. Tu ich aber nicht, sondern versuche, ihres zu respektieren. Meistens bekommen sie dann von ganz alleine einen Rappel und misten aus oder lassen sich von mir anstecken.
Liebe Grüße,
Susanne

Liebe Susanne!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich sehr, dass der Artikel dir so gut gefallen hat! Und dass du so konsequent beim Ausmisten bist, ebenfalls. 😉
Ich denke ebenfalls, dass es ganz, ganz wichtig ist, die Habseligkeiten der anderen zu respektieren – auch, wenn die in den eigenen Augen manchmal wirklich nur aus Ramsch bestehen können. Vielleicht haben sie für die betreffende Person Schlüsselbedeutung – und wenn wir der Ansicht sind, dass sie lieber für die Mülltonne oder zum Verschenken bestimmt wären, kommen ihnen ganz andere Werte aus der Besitzer*innen-Perspektive zu.
Deswegen ist es unglaublich wichtig, niemals das Eigentum anderer anzutasten. Viel effektiver – auch, um zum eigenen Ziel zu gelangen – ist das Vorleben des “neuen” Lebensstils. Das führt meistens – wie du auch schon beschrieben hast – dazu, dass irgendwann die Neugier siegt und dann vielleicht doch ausprobiert wird, ob denn nicht doch was dran ist an dem Weniger-Haben und dem Aussortieren und dem Glück und so. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

ich lese dich so, so gerne! Vielen Dank für diesen tollen Artikel!

Wie du ja weißt, bin ich dem Minimalismus und der Schönheit der Einfachheit genau so verfallen wie du. Ich liebe es, wenn alles immer scheinbar leerer – und eigentlich doch viel (sinn)voller – wird.

Ich habe mit unserem Bad angefangen, das fiel mir ziemlich leicht. Vor einigen vielen Jahren hatte ich die (bescheuerte) “Sucht” möglichst viel Nagellack anzusammeln. Inzwischen trage ich nur noch seltenst Nagellack und konnte so getrost die Schränke leer machen. Die alten, unpraktischen Badezimmermöbel sind direkt mit rausgeflogen. Über eBay Kleinanzeigen verschenkt, an Menschen, die sich sehr drüber gefreut haben. Eingezogen ist stattdessen ein einziger, praktischer, leicht sauber zu haltender Schrank. Weiter gings mit Schlafzimmer und Kleiderschrank, mit der Küche, und dem Wohnzimmer samt Möbeln. Das Meiste habe ich gespendet, einen Teil verkauft. Letztes Wochenende war ich das erste Mal in meinem Leben auf einem Trödelmarkt und bin dort auch noch einiges losgeworden. Wobei mir da wieder bewusst geworden ist, dass ich lieber etwas spende und damit verschenke, als es für nur 1€ (bei einem realistischen materiellem Wert von um die 50€) an Menschen zu “verkaufen”, die es gar nicht schätzen können.

Ich bin auch noch lange nicht am Ziel und deswegen werde ich als nächstes die Zirkelmethode testen. Ich bin gespannt!

Ganz liebe Grüße
Bianca

Liebe Bianca!

Wow, ich danke dir für dein großes Lob und deinen tollen Kommentar! Wahnsinn, was du auch schon alles geschafft hast – vor allem, dass du schon bis in den Möbel-Bereich vorgedrungen bist! Super, wirklich!
Das mit dem Möbel-Minimieren steht hier nämlich noch an – im Moment haben wir eine Schrankwand im Wohnzimmer stehen, die nur Platz wegnimmt, weil nichts mehr drinsteht und einen riesigen Kleiderschrank im Flur (vom Vormieter übernommen), bei dem sich das ähnlich verhält. Ich freue mich schon riesig, diese Dinge zu lösen und die Möbel loszuwerden! 🙂
Das Problem mit den Nagellacken kenne ich übrigens auch – und ich habe mir das ebenfalls abgewöhnt, auch, weil meine Nägel sehr darunter gelitten haben, wie ich im Rückblick feststellen musste. Die Entscheidung habe ich definitiv nicht bereut – und Nägel können auch und gerade in natura sehr schön ausschauen. 😉

Mit der Differenz zwischen Spenden und Schenken habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht: Ich schenke auch viel lieber, weil die Menschen, die sich solche Dinge sonst vermutlich nicht leisten können, sich unglaublich darüber freuen. Da ist es den Aufwand nicht wert, sie an jemanden zu verkaufen, der sie nicht wertschätzt – das mache ich nur mit Dingen, die wirklich noch extrem neu sind und für die ich selbst ein wenig bluten musste, um sie mir anzuschaffen. Schenken ist toll! 🙂

Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Aufräumen und Aussortieren und freue mich gerade total für dich, dass es so gut läuft!

Liebe Grüße
Jenni

Ein super Beitrag. Bei uns ist die letzte aufräumaktion fast wieder 3 Jahre her – vor dem Umzug haben wir nochmal ausgemistet. Leider ist mein freund etwas sammelwütig und alles, was er in die Hände bekommt könnte er ja irgendwann nochmal gebrauchen. Das kann Schonmal anstrengend werden, vor allem, weil ich da das genaue Gegenteil bin ^^

Ganz liebe Grüße
Elsa:)

Liebe Elsa!

Ich freue mich, dass dir der Beitrag gefallen hat! 🙂
Oh ja, das mit dem sammelwütigen Freund kenne ich seeeeehr gut – Mr. Grünzeug gehört 1A ebenfalls in diese Kategorie. Vor allem wird alles, was irgendwie mit Technik zusammenhängt, gehortet. Furchtbar, sage ich dir. Aber wir arbeiten dran, uns gemeinsam Schritt für Schritt zu verändern – und so langsam, aber sicher nimmt er ebenfalls Abstand von seiner Sammelwut und erkennt, dass Wenigerhaben eigentlich ganz schön (im doppelten Sinne) sein kann.
Ich hoffe, ihr beide schafft eine gemeinsame Entwicklung, mit der ihr beide glücklich werdet, wie auch immer sie nun ausfallen mag (aber da bin ich ganz zuversichtlich). 🙂

Liebe Grüße
Jenni

“Rot” kannte ich bis jetzt in diesem Zusammenhang noch nicht. Toller Beitrag. LG Norbert

Hallo Norbert!

Ich musste gerade ernsthaft einen Moment darüber nachdenken, was du meinst – bis mir eingefallen ist, dass die Farbe “Rot” hier ja gar nicht gemeint ist, sondern das Englische “rot”. 😀
Aber ich freue mich, dass ich dir eine kleine Zusatzinformation bieten konnte und dass dir der Beitrag gut gefallen hat!

Liebe Grüße
Jenni

Ausmisten kann regelrecht zur Sucht werden. Nach jeder weiteren Entrümpelung-Aktion breitet sich eine tiefe Zufriedenheit aus, doch schon bald juckt es wieder in den Fingern… Sortieren, organisieren, Balast abwerfen… einfach toll. Die Anfänge hat bei uns natürlich auch ein “Capsule Wardrobe” gebildet, den wir total unbewusst umgestzt haben. Danke für diese toöle Anregung immer weiter zu machen 🙂
Liebe Grüße
Pia & Cris

Hallo, ihr beiden!

Ja, da habt ihr absolut recht! Das Ausmisten kann wirklich zu einer Art Sucht werden – im positiven wie auch im negativen Sinne (das letztere habe ich jetzt persönlich noch nicht erlebt, aber das kommt natürlich auch vor).
“Ballast abwerfen” ist genau die richtige Formulierung dafür – und wenn man einmal angefangen hat, sich damit zu beschäftigen, welchen unnötigen Kram man eigentlich so durch’s Leben schleppt, merkt man auf einmal, wie viel das eigentlich ist – und möchte so viel wie möglich davon loswerden, um wieder richtig durchatmen zu können. So geht mir das jedenfalls und ich bin froh, dass ich damit nicht allein dastehe. 😉

Ich freue mich für euch und wünsche euch auch weiterhin ein freudiges Reduzieren und Ballast-Abwerfen!

Liebe Grüße
Jenni

Wow! Vielen Dank für die tollen Tipps!
Ich habe selbst ein kleines Problem damit, Ramsch anzusammeln. Werde versuchen, ein paar der Tipps bald richtig umzusetzen und Ballast loszuwerden. Man fühlt sich doch auch einfach viel besser und freier!

Hallo Laurel!

Ich freue mich riesig, dir ein paar wertvolle Anregungen mit auf den Weg gegeben zu haben und hoffe, du kannst sie in naher Zukunft für dich umsetzen – denn du hast absolut recht: Das Gefühl ist unvergleichlich! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenny,

was für ein super Post! Jetzt bin ich total motiviert, auch endlich mal wieder auszumisten und mich von dem alten Krempel zu verabschieden! Ehrlich gesagt schiebe ich das schon eine Weile vor mir her. Ich versuche zwar immer, möglichst von Vornherein nichts anzusammeln, was ich nicht benötige – aber bei wem klappt das schon immer zu 100 Prozent? Die Zirkelmethode kannte ich noch gar nicht. Deine Tipps klingen aber echt super. Ich hoffe, ich habe da bald mal ein paar Tage Ruhe, um mich dem zu widmen.

Viele liebe Grüße an dich
Leonie von rel=”nofollow”>Glowing

Liebe Leonie!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich, dir ein wenig Inspiration mit auf den Weg gegeben zu haben!
Das mit dem Vor-mir-Herschieben kenne ich auch sehr gut – ich habe das auch sehr lange so gehandhabt. Und du hast recht: Man nimmt sich das Reduzieren vor, aber so richtig klappt das dann doch irgendwie nicht – und am Ende hat man wieder so unglaublich viel Zeugs, das man eigentlich gar nicht braucht.

Mir sind diesbezüglich erst vor ein paar Monaten die Augen geöffnet worden und nach und nach erkenne ich jetzt, wie viele Dinge ich eigentlich nicht benötige. Dabei hatte ich viele Helfer – den Vortrag von Bea Johnson, andere Blogs und unter anderem auch Magic Cleaning, auf das ich in einem separaten Artikel noch genauer eingehen werde.
Ich würde dir raten, einfach zu beginnen mit dem Ausmisten – vielleicht an einem ruhigen Wochenende. Wenn man den Anfang einmal gefunden hat, wird es ganz leicht – versprochen! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Ein toller Beitrag, da kann ich mich den anderen nur anschließen 🙂

Liebe Carola!

Ich danke dir sehr – das freut mich! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
toller Beitrag, sehr inspirierend! Ich finde es toll, wie du betonst, dass das Ganze ein sehr individueller Prozess ist. Zwang und Vorschriften haben da nichts zu suchen. Die von dir beschriebene Zirkel-Methode wende ich tatsächlich auch so ähnlich an, nur, dass ich keine fixe Anzahl von Gegenständen habe. Ich mache das eher sporadisch. Wenn ich gerade keine Zeit von größer angelegte Aktionen habe, dann kann ich so fast nebenbei wieder ein bisschen mehr Platz schaffen. Und wie du ja selber auch sagst: Man findet immer wieder etwas, was bei einem früheren Durchgang noch als notwendig erschienen ist und jetzt plötzlich nicht mehr. Der Blick auf die Dinge ändert sich einfach mit der Zeit.
Ich bin jetzt schon sehr gespannt, welche Elemente du von Magic Cleaning noch in deinen Zugang integriert hast!
Ich hab mir gestern Shias Buch besorgt und bin schon ganz gierig, es zu lesen! Und das von Bea Johnson habe ich auch schon länger im Visier 🙂
Liebe Grüße,
Elisabeth

Liebe Elisabeth!

Das sehe ich genauso wie du – irgendwelche Regeln und Vorschriften bringen bei so individuellen Angelegenheiten wie dem eigenen Besitz wirklich wenig und deshalb sollte man sich auch absolut nicht dazu versteigen, so etwas anzulegen.
Ich finde es sehr interessant, dass du ganz intuitiv genau dieselbe Methode angewandt hast wie ich – und ich sehe dieselben Vorteile darin: Wenn ich mal weniger Zeit habe, kann ich trotzdem quasi nebenbei ausmisten. Und an Tagen, an denen ich den Kopf (und Terminkalender) für solche Angelegenheiten frei habe, kann ich mir einen größeren Bereich vornehmen. 🙂
Ja, ich arbeite noch am Artikel und hoffe, er wird demnächst fertig sein. Da gibt es ja auch eine Menge Input zu verarbeiten (und ich hoffe, der fertige Artikel wird auch dementsprechend viel Input beinhalten 😉 ).

Ich bin sehr gespannt, was du von Shias Buch hältst – ich bin ja ein großer Fan davon!

Liebe Grüße
Jenni

Großartiger Beitrag, liebe Jenni, wir haben am Wochenende drei Umzugskisten Kram aussortiert und ich kriege gar nicht genug davon 😀 Es ist soo befreiend! Die 10 Teile-Regel ist perfekt für mich, um weiter am Ball zu bleiben, Danke für den tollen Input!

Liebe Kea!

Ich danke dir für deinen lieben Kommentar und freue mich, dass es bei dir ausmistetechnisch auch so gut vorangeht! 🙂
Ich habe mich heute ebenfalls erst wieder von ungefähr 30 Büchern getrennt – und du hast absolut recht: Man bekommt irgendwie gar nicht so recht genug davon, wenn man das befreiende Gefühl einmal gespürt hat. Wir sind auch noch lange nicht am Ende und ich bin gespannt, wann wir uns “fertig” fühlen.
Ich wünsche dir viel Freude beim Weiter-Aussortieren!

Liebe Grüße
Jenni

Super geschrieben! Sehr inspirierend! Vielen Dank!

Liebe Nicole!
Das freut mich sehr – sehr gerne und immer wieder! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Du brauchst das Nicht kannst laut sagen !
Ich fand deinen Beitrag über die Capsule Wardrobe schon super 🙂
Aber mit den Infos, und Tipps hast du dich wieder selbst übertroffen <3

Liebe Grüße,
Vivi <3
vanillaholica.com

Liebe Vivi!

Es freut mich sehr, dass du das genauso siehst – und du hast die Kernbotschaft des Artikels genau auf den Punkt gebracht! 😉
Ich danke dir für dein riesiges Lob und hoffe, dich in Zukunft weiterhin mit guten Artikeln versorgen zu können.

Liebe Grüße
Jenni