Keine Angst vorm Veganismus!

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25. September 2016

Angst, Veganismus

Viele Menschen, die sich zum ersten Mal mit dem Veganismus beschäftigen, haben vor allem eines: Angst. Doch die ist vollkommen unbegründet.

Was ist Angst eigentlich – und woher kommt sie?

Bevor wir uns darüber unterhalten, dass du eigentlich so gar keine Angst vorm Veganismus zu haben brauchst (und das argumentativ belegen), müssen wir zunächst einmal unseren Untersuchungsgegenstand definieren: Was ist Angst eigentlich?

Wenn wir den Duden dazu bemühen, dann gibt uns dieser folgende fruchtbare Arbeitsdefinition vor: (1)

mit Beklemmung, Bedrückung, Erregung einhergehender Gefühlszustand [angesichts einer Gefahr]; undeutliches Gefühl des BedrohtseinsDuden, Stichwort: Angst

Anschließend folgt eine lange Liste mit Beispielen, wie genau sich diese Angst denn ausdrücken könnte – was uns bereits eines deutlich zeigt: Angst ist ein schwer fassbarer Begriff und kann auf alles mögliche angewandt und in den verschiedensten Kontexten gebraucht werden.

Angst ist etymologisch verwandt mit Enge – der Begriff bezieht sich demnach eindeutig auf das beklemmende Gefühl, das wir in der Brust angesichts einer bedrohlichen Situation zu verspüren meinen.

In der Wissenschaftssprache der Psychologie und Philosophie wird genauer differenziert zwischen Angst – die unbegründet und nicht auf ein konkretes Objekt bezogen ist – und Furcht – die im Gegenteil erklärbar und objektbezogen ist. Der Einfachheit halber werden wir in diesem Beitrag allerdings der Alltagssprache folgen und den Begriff der Angst in einem weiten Sinne verwenden, der denjenigen der Furcht miteinschließt. Doch den grundlegenden Gedanken – den der Begründetheit – müssen wir uns gleich noch genauer anschauen.

Warum haben wir Angst?

Angst ist ein evolutionärer Schutzmechanismus, der uns schlicht und ergreifend am Leben erhalten soll. Wir sind – genau genommen – Nachfahren von Angsthasen. Von Leuten, die Angst vor Säbelzahntigern, hohen Klippen und Dunkelheit hatten. Von Leuten, die schon rein anatomisch dazu gemacht sind, bei Gefahr lieber das Weite als die offene Konfrontation zu suchen. Von Leuten, die genau deswegen überlebt haben.

Angst, Veganismus

Angst ist also eigentlich etwas sehr Sinnvolles und Nützliches. Sie verhindert, dass wir uns Hals über Kopf auf die offene Straße stürzen, vermittelt uns den nötigen Respekt vor Klapperschlangen, tiefem Wasser und steilen Abhängen und sagt uns zuverlässig, dass es vielleicht nicht die beste Idee ist, diese dunkle Gasse dort mutterseelenallein entlangzugehen.

Wir können unterscheiden zwischen Angstzuständen, die uns angeboren sind (und gegen die wir uns folglich nur schwerlich zu Wehr setzen können) und solchen, die wir durch Erfahrung erworben haben – im ersten Fall wird auch gerne von Phobien gesprochen, im zweiten Fall handelt es sich lediglich um erlerntes Verhalten, um Muster, die im Gehirn abgespeichert und bei vergleichbaren Gefahrensituationen wieder herangezogen werden, um das Individuum zu warnen und somit zu schützen.

Angst vorm Veganismus?

Können wir in Anbetracht dieser Ausführungen eigentlich noch von Angst sprechen, die Außenstehende dem Veganismus eventuell entgegenbringen können? Das kommt auf die Perspektive an.

Denn im Gegensatz zu solch konkreten Bedrohungen wie einen auf mich zurasenden LKW oder einer Schwarzen Witwe, die im Begriff ist, mir den Arm hochzukrabbeln, ist der Veganismus als solcher kein fassbares Objekt. Wir können ihn nicht greifen, jedenfalls nicht im unmittelbaren Wortsinn. Veganismus ist etwas Abstraktes, eine Ideologie, kein greifbares Ding. Insofern können wir auch in stark differernzierter Sprechweise, die wir oben kurz betrachtet haben, berechtigterweise von Angst anstelle von Furcht sprechen.

Angst, Veganismus

Die Bedrohung, die von einem Abstraktum ausgeht, ist naturgemäß eine andere als jene, die wir für die Verhältnisse von vor Jahrtausenden, in denen Gefahr stets von Konkreta ausging, anlegen können. Konkreta bedrohen uns in der Regel unmittelbar in unserer körperlichen Unversehrtheit, sie stellen einen Angriff auf unser Leben in seiner grundlegenden physischen Form dar. Die Bedrohung, die Abstrakta mit sich führen können, liegt demgegenüber häufig (nicht unbedingt immer) auf einer anderen Ebene: auf der psychischen.

Abstrakta haben die Macht, unsere Psyche zu irritieren – uns unsere Schwächen bewusst zu machen, unsere Stärken kleinzureden, unsere Identität in ihren Grundfesten anzugreifen.

Gefahr droht hier nicht der körperlichen, sondern der (wenn man dem zugrundeliegenden Dualismus folgen möchte) seelischen Unversehrtheit. Selbstbild und Selbstachtung sind sehr fragile mentale Entitäten – und wir wissen das. Und setzen alles daran, sie zu schützen.

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Das ist sicherlich ebenso ein Selbsterhaltungsmechanismus wie im Falle des Weglaufens bei konkreter physischer Gefahr. Doch wir sollten uns – und in diese Position können wir uns im Gegensatz einer unmittelbaren Bedrohung von Leib und Leben ohne großes Risiko für ebenjene versetzen – fragen, ob unsere scheinbar so natürliche Abwehrhaltung gegenüber Unbekanntem eigentlich immer so richtig ist.

Abwehr des Unbekannten – Verpassen einer Chance?

Wenn wir uns das genauer besehen, ist sie das im Regelfall nämlich nicht – weil die Abwehrhaltung, die wir Unbekanntem – allen voran unbekannten Ideen – entgegenbringen in den seltensten Fällen eine natürliche im wahrsten Wortsinne ist, sondern eine anerzogene.

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In unserem konkreten Fall bedeutet das: Niemand hat – gewissermaßen “von Geburt an” – Angst vor oder Unbehagen gegenüber so abstrakten Ideologien wie Veganismus. Das wäre ungefähr dasselbe als sei jemand mit einer dezidierten politischen Einstellung auf die Welt gekommen.

Und hier greift die zweite, wichtige und teilweise noch immer in ihrem Einflussbereich nicht vollends erforschte Variable der menschlichen Identitätsbildung: die Umwelt.

Was wir sehen, was wir erleben, was wir ausprobieren dürfen und was nicht, welchen Menschen wir begegnen – all’ dies (und noch mehr) prägt von der ersten Sekunde an unser Leben und die Entwicklung unseres Charakters. Dazu gehört natürlich auch die prinzipielle Offen- oder Verschlossenheit gegenüber unbekannten Ideen und Denkrichtungen, kombiniert mit den Erfahrungen, die wir am eigenen Leib bezüglich ganz spezieller unter diesen Denkrichtungen gesammelt haben.

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Es gibt den weitverbreiteten Ausspruch, dass kein Kind von sich aus ein Hühnchen schnappen, es rupfen, braten und verspeisen würde (ausgenommen vielleicht, es befände sich in einer unmittelbaren Notlage, in der es ziemlich archaisch um Leben und Tod ginge). Und wenn wir Kinder beim Spielen und im Umgang allgemein mit den anderen Lebewesen beobachten, dann können wir uns das sehr gut vorstellen: Ihre Haltung gegenüber der Umwelt und allen sich darin befindlichen Lebewesen ist zunächst einmal von einem geprägt – unfassbarem Staunen. (Deshalb sagt man unter anderem auch, Kinder seien die besten Philosophen.)

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Kinder versetzen sich direkt in ein anderes Lebewesen hinein und haben dort Empathie, wo Erwachsene das niemals vermuten würden und an Stellen, an denen sie selbst sie schon lange abgelegt haben. Und das geschieht erst im Laufe der Jahre, im Zuge der Erziehung und Sozialisation in eine Gesellschaft, in der der Umgang mit dem anderen Leben in erster Linie von (versteckter) Gewalt geprägt ist.

Und im Laufe dieser Entwicklung hin zum Unempathischen, zum Distinktiven, zum Differenzierten verlieren wir nach und nach unsere Scheu vor dem Gedanken, dass das, was da auf nun unseren Tellern, in unserer Kleidung oder Kosmetik ist, einmal ein lebendes Wesen war – das allen Erkenntnissen der Wissenschaft nach höchstwahrscheinlich gefühlt hat und leben wollte.

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Wir dürfen uns fragen: Ist das eine “richtige” Entwicklung (insofern es Richtig und Falsch überhaupt geben kann)? Und wenn wir bereits so weit sind – wäre es nicht zumindest einen Blick nach hinten wert – um die Welt (und vor allem ihre Bewohner) wieder aus ganz neuer alter Perspektive zu betrachten?

Angst und Unsicherheit in der Praxis

Dass den meisten von uns beim Gedanken an Veganismus etwas mulmig zumute wird, hängt aber nicht nur damit zusammen, dass wir Unbekanntem – und etwas Unbekanntes, Fremdes stellt der Veganismus ja (noch) für die Mehrheit der Bevölkerung dar – generell zunächst gesund-natürliche und später anerzogene, vielleicht eher nicht mehr natürliche Angst entgegenbringen. Sondern oft auch mit Unsicherheiten, die aus ganz praktischen Überlegungen entspringen.

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Damit wir zu dieser Form der Ängstlichkeit vorstoßen können, müssen wir allerdings zunächst die oben besprochene grundlegende Ablehnung als Folge der Angst vor dem Unbekannten abgelegt haben und zumindest theoretisch bereit sein, uns mit dem Phänomen und der Idee des Veganismus genauer zu befassen. Erst dann sind wir überhaupt in der Lage, theoretische Gedankenspiele zuzulassen, die uns selbst mit Veganwerden und Veganismus in Berührung bringen.

Was du beachten musst: Viel weniger als du denkst

Veganwerden ist kein Hexenwerk. Du musst dafür keine ernährungswissenschaftlichen Fachbücher gewälzt und gefühlt einen Doktor in Ökotrophologie oder Medizin gemacht haben.

Auch wenn reißerische Medien (Veganen Eltern droht Gefängsnisstrafe wegen Fehlernährung ihrer Kinder!, Veganerin stirbt auf Mt. Everest!, Vegan ist Mangelernährung!!!) mit Ausrufezeichen in Herdentiermanier dir etwas anderes einreden wollen – ganz ehrlich: Ich kenne fast keine unkomplizierteren Menschen als Veganer*innen. Und das meint sowohl die innere Einstellung der Welt gegenüber als auch das praktische Verhalten, wenn es ums Essen geht.

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Natürlich gibt es die militante Gruppe. Das möchte ich gar nicht abstreiten und es wäre auch mir selbst in die Tasche gelogen, das herunterspielen zu wollen. Natürlich gibt es diejenigen, die mit ein wenig zuviel Biss an die Sache herangehen und damit sich selbst und anderen den Spaß und die Neugier, sich mit dem Veganismus auseinanderzusetzen, nehmen. Aber das ist nur ein kleiner Teil – auch wenn es dir vielleicht anders vorkommen mag. (Eine Anekdote am Rande: Man hat mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass negative Erfahrungen immer am längsten im Gedächtnis gespeichert werden.)

Du musst doch gar nichts machen als Veganer. Weder musst du in eine Sekte eintreten, noch musst du auf ein Buch schwören oder Mitgliedsbeitrag zahlen oder bei Vollmond den Wimpel raushängen. Du musst einfach nur die Viecher in Ruhe lassen! Sonst nix!Hagen Rether

So einfach ist das. Vergiss’ einmal für einen Moment die sich überschlagende Boulevard-Presse, die sich blutgierig auf alles stürzt, was nicht in ihr selbstdefiniertes (im Grunde genommen: ziemlich enges) Bild von der Welt passt und führe dir diesen wunderbar auf den Punkt gebrachten Sachverhalt einmal vor Augen: Du musst nur aufhören, irgendwelche anderen Lebewesen zu belästigen und ihnen mit Messer und Gabel auf die Pelle zu rücken.

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Von Nährstoffen und Proteinmangel

Manch’ einer wird jetzt vielleicht – schon die ganze Zeit über das blass-bleich-dürre Skelett eines Pflanzenfutterers vor Augen habend – einwerfen:

Aber was ist mit den Nährstoffen? Wo bekomme ich denn dann mein Protein her?!Eventueller Skeptiker

Auch hier gilt: Ruhig bleiben. Natürlich solltest du eine ungefähre Ahnung davon haben, welche wichtigen (und daher auch gerne einmal als essentielle Nährstoffe bezeichnet) Mikronährstoffe du für eine ausgewogene und gesunde vegane Ernährung benötigst. Doch was dabei immer wieder gerne vergessen wird: Eigentlich hättest du das auch schon zu deinen “Allesfresser”-Zeiten tun sollen – so ein Wissen schadet im Generellen nicht, oder? Und die Wahrscheinlichkeit, dass du dich als sogenannter Omnivor ebenfalls mangelernährst, ist gar nicht so gering wie du vielleicht glaubst.

Angst, Veganismus, Unsicherheit

Weil wir uns aber jetzt schon ganz lange mit den metatheoretischen Grundlagen für eine eventuelle Angst und Ablehnung gegenüber Veganismus beschäftigt haben – und ich dir hoffentlich zeigen konnte, dass diese bei genauerer Betrachtung unbegründet ist – möchte ich an dieser Stelle nicht viele Worte für die praktische Umsetzung verlieren, sondern dich auf bereits geschriebene, sehr gute Artikel hinweisen, die dir zeigen, dass Veganismus viel sein kann – aber keine Mangelernährung sein muss.

Weiterführende Informationen findest du unter anderem hier:

  • Zunächst: Die Wikipedia ist besser als ihr Ruf und hervorragend geeignet dafür, einen ersten Überblick über die Thematik zu bekommen: Veganismus als Einführung.
  • Hier kannst du dir einen Eindruck davon verschaffen, welche Nährstoffe du im Blick behalten solltest, wenn du dich mit veganer Ernährung befassen möchtest.
  • Wie sieht das eigentlich mit dem viel umstrittenen B12 aus? Das kannst du hier nachlesen.
  • Weiterführende Informationen gibt es außerdem hier und hier.

Angst, Veganismus

Ein paar persönliche Worte zum Schluss

Die Angst vor dem Unbekannten ist mächtig – sie hat uns jeden Tag im Griff. Und die Medien kennen die Klaviatur der Unsicherheit in- und auswendig und wissen genau, welche Knöpfe man drücken muss, damit es der Mehrheit der Bevölkerung graust und bei Bedarf auch so richtig Angst und Bange wird.

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Mein Appell an dich: Lass’ dich davon nicht beeinflussen. Sei offen gegenüber Anderem, Unbekanntem und gehe mit großen, staunenden Kinderaugen durch die Welt. Du wirst so viel entdecken. Und wenn der Weg dich bereits zum theoretischen Gedankenspiel mit dem Veganismus geführt hat – aus welchen Gründen auch immer -, dann scheue dich nicht davor, dieses Gedankenspiel auch in die Tat umzusetzen. Zu verlieren hast du wenig, zu gewinnen eine Menge.

Was ist deine persönliche Erfahrung mit Angst bezogen auf Veganismus? Erlebst du viele Menschen, die vor dem Schritt zurückschrecken – aus Unsicherheit? Gehörst du vielleicht selbst dazu?

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© Filling Your Mind/Bella Lacroix

Dieser Artikel ist Teil der aktuell stattfindenden Blogparade #1MonatVegan. Hier schreiben viele vegane Blogger*innen über ihren Alltag, stellen dir leckere vegane Rezepte vor oder argumentieren, warum Vegan eine gute Sache ist. Gekoppelt ist die Blogparade an eine Challenge, zu der alle eingeladen sind, die sich schon immer einmal mit veganer Ernährung und pflanzlichem Leben beschäftigen wollten. Genauere Informationen (und was es zu gewinnen gibt) findest du hier.

(1) http://www.duden.de/rechtschreibung/Angst

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Angst

(3) http://istdasvegan.eu/2016/03/hagen-rether-als-veganer-musst-du-einfach-nur-die-viecher-in-ruhe-lassen/

JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

[…] Beispiel, warum es eigentlich vollkommen irrational ist, vor Veganismus Angst zu haben. Oder was eigentlich Spirulina ist – und ob das überhaupt ernsthaft gesund ist. Oder warum […]

[…] Du hast noch Zweifel, oder Angst vorm Veganismus? Alle mit einem flauen Bauchgefühl: bitte hier lang! […]

[…] Keine Angst vorm Veganismus! (Mehr als Grünzeug) Warum vegan? 20 Fakten in einer Infografik (Ricemilkmaid) Minimalistisch-vegane Rezeptvideos (Jenny Mustard) Tofucken – ein überdurchschnittlich lustiges Kampagnenvideo (Peta2) Warum vegane Mode? (Justine kept calm and went vegan) Recap zur Klimatarier Challenge – eine moderate Perspektive (Anna Frost auf fafine.de) Cowspiracy – die Doku gibt es auch auf Netflix. […]

Ein ganz toller Artikel, den ich nicht nur vom Thema, sondern auch von der Aufbereitung her super finde. Erstaunlich finde ich auch, dass die Abneigung bzw. Angst vor Veganismus so selten thematisiert wird – umso besser, dass es jetzt deinen Artikel dazu gibt, den ich vermutlich noch ziemlich oft weiterempfehlen werde. 🙂

Liebe Edda!

Das freut mich aber riesig – ich danke dir für den dicken Packen Lob! 🙂
Ich habe mir vor der Abfassung des Artikels genau dasselbe gesagt und gedacht, dass man dazu jetzt eigentlich mal ernsthaft Stellung beziehen müsste – denn es stellt ein sehr zentrales Thema und meines Erachtens einen der Hauptgründe dar, weshalb sich viele Menschen erst gar nicht dem Veganismus zuwenden mögen. Ich hoffe, ich habe einigen mit meinen Worten ein bisschen die Angst genommen.

Liebe Grüße
Jenni

[…] Beetroot Massacre //2. feiveganlife // 4. Ist das vegan? // 5. Wohn‘ doch wie Du willst! // 6. Mehr als Grünzeug // 7. Biokontakte […]

Wow, ein toller Text! Ich finde es richtig klasse, dass du erst mal beleuchtet hast, was Angst eigentlich ist und wo sie her kommen könnte.

Angst habe ich vor anderen Ernährungsweisen eigentlich nicht… ich finde es immer sehr spannend, von Leuten zu hören, warum sie sich so ernähren möchten. Ich finde, Veganer und Vegetarier sind viel leichter mit Essen glücklich zu machen, als der Omnivore denkt… Ein bisschen Gemüse, eine nette Beilage und fertig – kaum einer erwartet da was Ausgefallenes, wenn er irgendwo bekocht wird. Also ist meiner Meinung nach echt eine Angst vor Veganismus da, auch wenn sie völlig unbegründet ist…

Liebe Grüße

Liebe Tabea!

Ich freue mich sehr, dass dir der Artikel gefällt und ich freue mich natürlich (auch wenn ich es schon stark vermutet hatte), dass du diesbezüglich absolut keine Berührungsängste hast. 🙂
Meiner Erfahrung nach ist es genauso, wie du beschreibst: Eigentlich sind wir – vor allem, wenn wir unterwegs und irgendwo eingeladen sind – eine durchaus umgängliche Gruppe. 😉
Aber auch aus der anderen Perspektive braucht man keine Angst zu haben: Gerade, wenn man vegan werden möchte, braucht man sich nicht darum zu sorgen, dass man ab morgen nichts mehr zu Essen vorfinden würde. Wie gesagt: Es ist alles so viel einfacher als man denkt und manche Menschen uns glauben machen wollen. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,

wieder einmal besonderes Lob an dich – deine bestens recherchierten und schön aufbereiteten Beiträge machen das Lesen sehr angenehm und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neuer Beitrag online geht, der mich inspiriert.

Du machst das super!

Liebe Grüße, Eva
http://www.thesophisticatedsisters.com/

Liebe Eva!

Ich danke dir ganz herzlich für deine lieben Worte – das freut mich sehr und motiviert mich ungemein zum Weitermachen! 🙂
Toll, dass du hier so gerne vorbeischaust – ich arbeite hart daran, dass das auch so bleiben wird! 😉

Liebe Grüße
Jenni

Ja, ganz ganz toller Artikel, da kann ich mich nur anschließen.

Liebe Ulli!

Das freut mich riesig – ich danke dir! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni, ich finde diesen Artikel wirklich ganz ganz großartig! Mir sind schon öfters Menschen begegnet, die allen vorran davor Angst haben, ihre Gewohnheiten aufzugeben und sich mit Neuem auseinanderzusetzen, was erst einmal Zeit in Anspruch nimmt, zumindest denken viele, dass ihnen massig Zeit verloren gehen könnte. Sei es durch die Rezeptsuche, Produktsuche oder der Zubereitung von veganen Gerichten. Da frage ich mich übrigens immer wieder, wie manche darauf kommen, dass alle veganen Rezepte furchtbar kompliziert, teuer und zeitaufwendig wären.Zum Glück gibt es ja unheimlich viele Internet-Seiten oder auch ein paar Kochbücher, die das Gegenteil beweisen und auf diese verweise ich dann auch immer gern.

Ganz liebe Grüße
Rebecca

Liebe Rebecca!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefällt! 🙂
Ich denke, dass dieser Zeitaspekt, den du ansprichst, ein grundlegendes Problem ist: Wir haben sowieso immer das Gefühl, viel zu wenig Zeit zu besitzen – wenn wie sie dann noch für neue Dinge investieren sollen, sind wir doppelt skeptisch. Lohnt sich das? Ist das nicht viel zu kompliziert? Warum sollte ich das überhaupt machen? Ich glaube, wir müssen diese Es-muss-sich-für-mich-rentieren-Einstellung überdenken. Wir müssen nicht für alles sofort eine Belohnung erhalten. Sondern einfach mal aus Überzeugung handeln – die Belohnung folgt dann schon, in doppelter und dreifacher Ausführung. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
ich muss dir mal ein großes Kompliment aussprechen: Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut recherchiert und wissenschaftlich wertvoll du deine Artikel aufziehst! Es ist total schlau, bei solchen Themen nicht nur eine Meinung zu vertreten, sondern auch Belege zu bringen und argumentativ stark zu sein. Ich habe kürzlich einen Artikel in der FAZ gelesen, der mich auch als Nicht-Veganerin tierisch (haha… das war keine Absicht..) aufgeregt hat. Da ging es eigentlich um Essstörungen, aber der Leiter der Klinik meinte doch ernsthaft, Veganismus sei eine irrsinnige Ideologie, immer mit Mangelernährung verbunden und führe zur Magersucht. Ich meine, das Argument, dass Veganismus von betroffenen Kids als Ausrede(!) benutzt wird, um nichts essen zu müssen, schlucke ich ja noch. Aber das? Und der Redakteur schlug stumpf in dieselbe Kerbe, nannte es eine “Modeerscheinung” und war irgendwie so der Meinung, die Leute sollten einfach mal wieder was “Ordentliches” essen. Also Fleisch und Milch und Eier. Eine Mentalität wie meine Großeltern vom Dorf, die halt noch den Krieg erlebt haben und sich damals mit eigenem Vieh über die Runden bringen mussten. Naja, man kann wohl wenig machen, außer selbst besser aufzuklären. Danke für deinen Beitrag! Und um den Kommentar noch ein bisschen positiver abzurunden: Ich habe sehr über “Du musst einfach nur die Viecher in Ruhe lassen! Sonst nix!” gelacht.
xx

Liebe Sabine!

Ich danke dir für deinen Kommentar – und freue mich natürlich riesig darüber, dass dir meine Art, an solche Dinge heranzutreten, so zusagt! 🙂
Über solche Artikel wie den von dir beschriebenen könnte ich mich auch stets aufregen, wenn mir meine Zeit nicht doch irgendwo zu kostbar dafür wäre. 😉
Aber ich finde es wirklich schade, dass in der Öffentlichkeit nach wie vor immer und immer wieder solche Stereotype breitgetreten werden – und dann auch noch von solchen Medien wie die FAZ, die man ja eigentlich als einigermaßen seriös einstufen würde…

Hagen Rethers Veganer-Rede hat mittlerweile auch schon fast Kultstatus und ich muss ebenfalls immer wieder lachen, wenn ich einige Passagen daraus lese. Allgemein ist er ohnehin ein absoluter Tipp für intelligentes Kabarett und wunderbare Satire. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Wow, das ist wirklich ein unglaublich wichtiger Artikel! Vielen Dank auch fürs Verlinken! Ich denke auch, dass es bei den meisten Menschen eine Art Angst vor dem Ungewohnten und Neuen ist, die sie den Veganismus so schnell verteufeln lässt. Es erfordert immer Mut, seine Komfortzone zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen.

Liebe Grüße
Lena | http://www.healthylena.de

Liebe Lena!

Es freut mich, dass dir der Artikel so gut gefällt!
Ich denke, du hast absolut recht: Etwas Neues zu wagen, ist immer mit einem gewissen Maß an Überwindung verbunden – aber in der Regel lohnt es sich. 🙂

Liebe Grüße
Jenni