Der Blick zurück (und nach vorn)

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27. Dezember 2016

Ein Jahr neigt sich wieder einmal dem Ende zu. Ein schönes, ein lehrreiches, ein abwechslungsreiches, ein turbulent-lebensreiches. Eines, das sowohl Höhen als auch viele Tiefen hatte. Eines, das aber vor allem durch eines gekennzeichnet ist: Entwicklung.

Die Lust am Schreiben findet ein Ventil

Dass ich schreibsüchtig bin, wisst ihr vermutlich bereits.

Es gibt viele Menschen, die von sich behaupten, gerne zu schreiben. Es gibt so viele leidenschaftliche Tagebuch-Schreiber*innen, glühende Kolumnist*innen, Verfechter*innen des Wortes, Schöpfer*innen sprachlichen Inputs. Und wisst ihr was? Ich sehe mich genau zwischen ihnen. Zwischen den Wortbegeisterten, den Sprachaktrobaten, den Satzvirtuosen. Zumindest von der Leidenschaft her – bezüglich des Talents möchte ich mir da gar nichts anmaßen.

Schreiben ist – ich habe es schon mehrfach thematisiert – ein Teil meines Lebens, schon seit ich denken kann. (Früher habe ich übrigens in der Tat leidenschaftlich Tagebuch geführt. So überraschend, dass ich jetzt hier stehe/an-meinem-Kakao-nippend-sitze und in die Tasten hämmere, ist das also vermutlich doch am Ende nicht.)

Ich hänge der (von mir persönlich nicht näher wissenschafltich ergründeten) These an, dass der Mensch sich die Welt durch Sprache erschließt. Einige von uns tun das mit dem gesprochenen, andere mit dem geschriebenen Wort. Da ich Telefonate hasse (und sie nur zu geschäftlichen Zwecken und um Mama zu beruhigen führe) und zwischenmenschliche Gespräche nur mit ausreichender Vorbereitungszeit und guter Laune über die Bühne bekomme (lange kam das Wort Spontaneität nicht in meinem Wortschatz vor und auch heute noch tue ich mich sehr schwer mit Dingen, die meine Ruhe unerwartet stören), war früh klar, dass mein Zugriff auf die Welt über das geschriebene Wort erfolgen würde.

Manchmal fühle ich mich wie ein Schwamm, der tagsüber alle möglichen Eindrücke aufsaugt, sie vielleicht einen, vielleicht zwei oder drei Tage mit sich herumschleppt, bis sie einen noch nicht ganz klaren Wortnebel inkubiert haben – und dann loslässt und losfederschwingt oder -tippt.

Wenn ich diesem schriftlichen Artikulationsbedürfnis nicht nachgebe, dann ist das auf Dauer höchst unbefriedigend für mich. Das kommt einem rigorosen Sportverbot gleich. Einer aufgezwungenen Diät. Einem – wie auch immer veranschaulichten – Eingesperrtsein. Ich weiß, das ist Pathos pur – aber: Schreiben bedeutet Freiheit. Und angesichts der Verhältnisse in anderen Teilen der Welt bin ich sehr, sehr dankbar dafür, dass ich schreiben und das Geschriebene teilen kann.

Wie das Bloggen mich verändert hat

In der Rückschau darf ich – genauso pathetisch – ebenfalls sagen: Das Schreiben hier auf dem Blog, gewissermaßen in meinem digitalen Wohnzimmer, hat mich verändert.

Hat alles doch konzeptionell als reiner Foodblog, aus Begeisterung an der pflanzlichen Ernährung und als Babysteps-Machen in diesem Bereich begonnen, so habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass ich meinen Fokus ändern muss, wenn ich langfristig Spaß am Bloggen haben möchte. Rezepte sind gut und schön – und machen mir auch wahnsinnig viel Spaß! – aber irgendwie nicht wirklich auf Dauer herausfordernd (abgesehen von der Erkundung immer gesünderer Zutaten, dem Einlesen in Food-Fotografie- und Kameragrundlagen und dem nie endenden Battle mit den winterlichen Lichtverhältnissen).

Wenn ich dranbleiben wollte an der neuen Leidenschaft, musste ich vor allem eines tun: den Blog als Selbstausdruck betreiben. Und ich bin nun einmal mehr als veganes Essen. Vor allem bin ich eines: neugierig.

Ich will wissen, was los ist in der Welt – und vor allem: vor unserer eigenen Haustür. Ich bin neugierig auf Dinge, die sich direkt vor unserer Nase abspielen und über die wir uns vielleicht gar keine Gedanken machen – weil wir sie nicht sehen oder nicht sehen wollen.

Ich will wissen, was andere (noch) nicht wissen, nicht wissen möchten oder vielleicht sogar verheimlichen. Ich will wissen, wie der Ist-Zustand aussieht, was unsere Welt betrifft und was man besser machen kann. So ganz individuell und zum Anfassen, aber auch bezogen auf die Menschheit insgesamt.

Darum bin ich im Laufe des letzten Jahres schnell weggekommen vom bloßen Rezepte-Posten. Und auch, wenn ihr (vor allem jetzt in der Weihnachtszeit) manchmal vermehrt mit ihnen bombardiert werdet, bin ich froh, den Schwerpunkt auch hin zu anderen Themen und Fragestellungen verlagert zu haben.

Zum Beispiel, warum es eigentlich vollkommen irrational ist, vor Veganismus Angst zu haben. Oder was eigentlich Spirulina ist – und ob das überhaupt ernsthaft gesund ist. Oder warum ich es okay finde, nicht perfekt zu sein. Oder was eigentlich Zero Waste ist und wie ich mit meinem persönlichen Capsule Wardrobe angefangen habe. Oder was eigentlich genau das gesundheitliche Problem mit Plastik ist.

Dabei habe ich nicht nur über diese Dinge aus Sicht einer distanzierten Beobachterin geschrieben – ich habe euch mitten aus meinem Leben geschrieben und an den Dingen teilhaben lassen, die ich gesehen und erlebt habe und die mich bewegt haben. Denn – so weiß ich jetzt – vegan zu werden, das war nur der erste Schritt auf eine lange, lange Reise Richtung Nachhaltigkeit.

Von Ängsten und Reflexion

Und wie das so ist: Zwischendurch, so auf der Zugfahrt ins Ungewisse, hat man immer mal wieder Angst. Mal mehr, mal weniger. Mal kommt sie schleichend ins Abteil gekrochen, wie diffuser Nebel, mal steht sie polternd und laut und lärmend in der Tür. In jedem Falle aber ist sie lähmend, diese Angst.

Diese Angst – vor allem vor einem selbst. Es nicht richtig zu machen, zu versagen, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Dann aber auch: Die Angst vor den Anderen. Wie werden Bekannte reagieren, wenn sie lesen, was ich schreibe – und mich vielleicht gar nicht mit der Person, die sie kennen, in Verbindung bringen können? Und wie fühlt sich so eine Begegnung mit jemandem an, der so viel weiß über dich – aus dem Internet? Wie werden die Menschen da draußen reagieren auf dein Geschreibsel? Nimmt dich überhaupt jemand ernst in diesem Stimmengewirr, das irgendwie auch und gerade im Internet so dröhnend ist?

Und auf der anderen Seite – oder besser: in enger Umarmung mit der Angst – stand die Unsicherheit und permanente Selbstbeobachtung: Wer bin ich überhaupt? Wer will ich sein?

Schreiben (vor allem: Schreiben über sich) ist ein unglaublich intensiver Reflexionsprozess und ich habe mir eigentlich das ganze letzte Jahr über die Frage gestellt, wer ich bin und sein möchte.

Wie sieht mein Lebensentwurf aus? Wohin entwickle ich mich? Über das, was ich teile, definiere ich rückkoppelnd auch mich selbst – jeder Blick, den ihr auf mein Leben bekommt, wird von mir selbst in einem intensiven Prozess gespiegelt, bewertet, auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Wer will ich sein?

Von großen Entscheidungen

Der Blick zurück ist aber nicht nur gekennzeichnet durch dieses Immer-Neu-Kalibrieren, sondern auch durch das Wissen über das, was schon geschafft ist.

  • Mr. Grünzeug und ich leben fast vollkommen plastikfrei – d.h. nach meiner Definition: Wir produzieren kaum Plastikmüll. Und auch generell haben wir unsere Müllproduktion im letzten Jahr stark zurückgefahren. (Eigentlich schreit das nach einer separaten Dokumentation…)
  • Im Laufe des Jahres haben wir gelernt, dass Weniger häufig Mehr ist – und sind gewissermaßen zu Minimalisten geworden. (Da das aber ein problematischer Begriff ist, lohnt es sich, im nächsten Jahr genauer darauf einzugehen.)
  • Ich habe begonnen, mir endlich den Kleiderschrank meiner Träume aufzubauen.
  • Ich habe gelernt, dass ich mir Gutes tun darf, ohne mich dabei schlecht zu fühlen.
  • Tierausbeutung, Fair Fashion, Green Blogging? Endlich konnte ich mich mit Geichgesinnten austauschen.
  • Inzwischen ist auch Mr. Grünzeug fast vollkommen vegan. Nicht, dass ich es schlimm gefunden hätte, wenn es nicht so wäre – aber ich freue mich natürlich und sehe es als Fortschritt, wenn auch nicht als Eroberung oder gar Sieg des Veganismus an. (Einen entsprechenden Beitrag zur partnerschaftlichen Veganreise habe ich schon in der Pipeline für euch.)

Ein Rückblick ist aber auch irgendwie (zumindest bei mir) ein Vorausblick – wenn ich zurückblicke, messe ich das Vegangene am Gegenwärtigen und das Gegenwärtige wiederum unmittelbar an dem, was sein könnte. Am Zukünftigen.

Und auch, wenn das mit den Vorsätzen so eine Sache ist: Ich habe lange über meine eigenen Wünsche für das neue Jahr nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass sämtliche Punkte umsetzbar sind – weil ich mich nämlich schon auf dem besten Weg zur Umsetzung befinde.

Was ich mir für 2017 vorgenommen habe:

  • Ich werde das Laufen wieder lieben. (Am 1. Dezember habe ich bereits damit begonnen. Gute Vorsätze setzt man sofort in die Tat um.)
  • Ich werde gut zu mir sein.
  • Ich werde gut zu anderen sein.
  • Ich werde schreiben, ganz viel schreiben und lesen und kreativ sein.
  • Ich werde reisen und schwammartig aufsaugen und Leute kennenlernen und Ideen finden und viel, viel lernen.
  • Ich werde mir Auszeiten nehmen. Relax.
  • Ich werde eine Liste mit den Büchern führen, die ich 2017 lesen werde.
  • Ich werde Was-mit-Schreiben machen. Mein Studium ist bald zu Ende und ich muss mich ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, was ich machen werde, wenn ich groß bin. Mama, ich glaube, ich werde Journalistin.

Aber bezüglich meiner Wünsche und Aussichten auf ein neues Jahr kann und darf es nicht nur um mich gehen. Ich wünsche mir so viel mehr von diesem neuen Jahr.

  • …dass wir es schaffen, als Menschen und als Gesellschaft, polarisierenden, rassistischen, nationalistischen, menschenverachtenden Tendenzen kraftvoll mit dem entgegenzustehen, was uns auszeichnet und auszeichnen soll: Menschlichkeit, Friedlichkeit, Humanität im weitesten Sinne.
  • …dass der Klimawandel noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt und mehr und mehr Menschen erkennen, dass wir alle bei uns selbst beginnen müssen, wenn wir etwas verändern wollen. Und dass das gar nicht so schwierig ist.

Das sind zwar nur zwei Punkte, aber ich glaube, sie beinhalten schon genug der Herausforderung – und wären nur diese beiden Wünsche erfüllt, ich glaube, es würde ein grandioses neues Jahr werden! Helfen wir alle mit, jeder und jede auf seine und ihre Weise.

Soweit ein fragmentarisches, aber dennoch umfassendes Fazit meines letzten Jahres, eine kleine Schau auf meinen persönlichen Blick zurück und nach vorne. Ich hätte mal wieder so viel mehr zu sagen, aber ich kenne die Worte dafür noch nicht und daher ist es wohl noch nicht an der Zeit, das zu verbalisieren.

Aber eines möchte ich noch loswerden: Danke an euch. Für’s Lesen, Kommentieren, Teilen. Für den Austausch mit euch, den Einblick in eure Köpfe, eure Leben, eure Wünsche und Hoffnungen, was euch selbst und die Welt betrifft. Durch euch ist das hier lebendig. Danke für’s Dasein!

P.S.: Wenn ihr mögt, schreibt mir doch, was euch im nächsten Jahr an Artikeln interessieren würde – wozu würdet ihr gerne etwas lesen? Das kann ein ganzer Themenkomplex, ein spezifisches Rezept oder auch etwas ganz anderes sein. Ich bin gespannt auf eure Wünsche und Anregungen!

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] Jenni blickt auf ihre Entwicklung zurück – und erzählt, welche Bedeutung das Schreiben für sie hat. […]

Liebe Jenni,
was für ein ausführlicher, toller Artikel! Du sprichst so viel gute Sachen an, dass ich gar nicht weiß, was ich zuerst aufgreifen soll.
Vielleicht das Schreiben. Ich kann so gut nachvollziehen, wie wichtig es für dich ist und wie es dich erfüllt. Ich finde, Menschen wie wir wachsen an unseren Worten, besonders an den geschriebenen und nach innen gerichteten. Extravertierte Personen wachsen vielleicht noch mehr an Gesprächen oder Eindrücken. Neben dem Blog habe ich das Schreiben 2016 extrem vernachlässigt und will deshalb 2017 wieder regelmäßig Tagebuch führen – dort verarbeite ich dann ja doch noch ein paar Sachen, die ich öffentlich nicht teilen würde 😉 Hast du denn gar kein Tagebuch mehr?
Zweitens finde ich deinen Vorsatz, zu reisen, toll. Erst gestern Abend beim Gespräch mit meinem Freund habe ich wieder festgestellt, wie sehr es mir fehlt, und dass mir die 3 kurzen Touren letztes Jahr echt zu wenig waren. Mir fehlt England, mein zweites Herz, und oft, wenn ich meinem Freund von wichtigen Begegnungen und Learnings aus meinem Leben vor ihm erzähle, spreche ich dabei automatisch von verschiedenen Orten und den Menschen, die ich dort getroffen habe. Reisen macht so viel mehr aus, als man im ersten Moment begreift.
Ich finde übrigens, dass man deine persönliche Entwicklung wunderbar authentisch anhand des Blogs nachvollziehen konnte, ich mag es wenn du über Beziehungen und Gefühle schreibst und bin in nächster Zeit besonders gespannt auf den “partnerschaftlichen Veganweg” Artikel! 🙂
Frohes neues Jahr!
xx

Liebe Sabine!

Ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar und freue mich, dass dir der Artikel so gut gefallen hat!

Oh ja, das Schreiben ist etwas ganz, ganz Wichtiges für mich – und ich freue mich, dass es in deinem Leben auch einen zentralen Platz einnimmt. Die Sache mit dem Tagebuch-Schreiben finde ich eine sehr interessante – tatsächlich führe ich aktuell kein Tagebuch mehr, habe aber schon seit einer Weile wieder darüber nachgedacht, eines anzufangen, da es ja doch viele Dinge gibt, die bearbeitet und reflektiert werden wollen. Ich werde mir nachher mal deinen neuen Artikel dazu durchlesen – vielleicht packt mich dann ganz spontan ja wieder die Tagebuch-Schreib-Wut. 😉

Das Reisen ist bei uns im letzten Jahr definitiv auch zu kurz gekommen – wir nehmen uns das irgendwie immer vor, aber kommen letzten Endes doch nicht zur Umsetzung dieser Pläne, weil immer etwas dazwischenkommt. Dieses Jahr soll das aber definitiv anders werden! Wir haben aber auch viele Kurztrips geplant, in denen wir einfach mal unsere nähere Umgebung genauer kennenlernen und insgesamt auch die schönen Flecken in Deutschland einmal unter die Lupe nehmen wollen – hier gibt es ja doch mehr zu entdecken, als man normalerweise so vermutet. 🙂

Ich wünsche dir ein fabelhaftes neues Jahr mit vielen spannenden Projekten und erfüllten Wünschen!

Liebe Grüße
Jenni

[…] Jenni blickt auf ihre Entwicklung zurück – und erzählt, welche Bedeutung das Schreiben für sie hat. […]

Huhu! SOlche Gedanken kommen ja gerade jetzt zum Jahreswechsle vermehrt auf. Aber man sollte immer nach vorne schauen und nur die schönen erinnerungen aus der vergangenheit mit sich tragen ;)…Das leben genießen, das ist glaube ich das wichtigste ;)…wir sind momentan auch im wellnessurlaub südtirol und genießen die Zeit…einfach herrlich ;)….LG und einen guten Rutsch wünschen wir dir! Anja

Liebe Anja!

Das klingt ja wirklich wunderbar und nach einem sehr gelungenen Start ins neue Jahr! 🙂
Ich stimme dir absolut zu: Wir sollten auf keinen Fall die schönen Seiten des Lebens aus den Augen verlieren und uns immer daran erinnern, was wir für tolle Momente in den vergangenen 365 Tagen (und darüber hinaus) erlebt haben. Diese geben die Motivation und die Energie zum Weitermachen und das ist so unglaublich wichtig.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Neujahrsstart und ein ganz famoses 2017!

Liebe Grüße
Jenni

Hallo Jenni! Ein ganz wunderbarer Beitrag. Ich lese hier auch gerne mit und freue mich, dass hier auch andere Themen angesprochen werdne. Das nehme ich mir für meinen eigenen Blog und 2017 ebenfalls vor.

LG, Daniela

Liebe Daniela!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat! 🙂
Ja, ich glaube, die Themenvielfalt ist ein Kennzeichen, das viele zwar als unintelligent bezüglich SEO und so weiter hinstellen, von dem ich aber glaube, dass es das einzig Richtige (zumindest für mich) ist, um das Projekt “Blog” auf Dauer erfolgreich am Laufen zu erhalten.
Ich wünsche dir für das neue Jahr alles Gute – mögen sich deine Vorhaben erfüllen und du viel Glück und Freude haben!

Liebe Grüße
Jenni

Hach, den ersten Absatz kann ich doch nur unterschreiben – denn was könnte wohl mehr Entwicklung für mich bedeutet haben als das Ende meiner Schulzeit, der Beginn des Studiums, der Auszug von Zuhause und der Beginn einer neuen Beziehung?

Also deine Leidenschaft für das Schreiben bekommen wir ja alle hier zu spüren – und ich würde auch ohne zu zögern behaupten, dass du da durchaus Talent zu hast! Und vor allem hast du eben auch wichtige, spannende oder unterhaltsame Themen zu bieten 🙂
Zu schreiben fällt mir leider auch sehr oft leichter als zu reden… nur leider erscheint mir das für einige, wichtigere Themen dann doch unangebracht und ich muss mich zu einem echten Gespräch überwinden. Ein Glück, dass das langsam aber auch immer besser funktioniert, weil ich da selten schlechte Erfahrungen machen musste.

Dass du diesen Blog und damit auch dich selbst nicht auf das Thema Rezepte festnageln magst, finde ich richtig spitze – denn wie du interessiere ich mich eben auch für viele Fakten und will mich in Mini-Schritten verbessern 🙂 Und du bist was die Themenvielfalt angeht wirklich eine meiner Inspirationsquellen Nr. 1, wenn es darum geht, mein eigenes Handeln unter die Lupe zu nehmen und zu verbessern!

Dass das Bloggen (Schreiben) auch eine Selbstreflektion ist, ist mir selten bewusst… aber recht hast du eigentlich. Denn irgendwie mache auch ich mir manchmal Gedanken darüber, ob ich etwas so formulieren kann, ohne später deswegen Probleme zu bekommen oder nervige Gespräche führen zu müssen mit Verwandten / Bekannten.

Was du da im Rückblick an Fortschritten in 2016 verzeichnen kannst, ist wirklich toll. Von plastikfrei und Zerowaste bin ich ja leider noch recht weit entfernt, und auch austauschen tue ich mich sehr wenig mit ähnlich gesinnten… aber immerhin das mit dem Minimalismus hat bei mir auch schon langsam angefangen 😉 Und Bioprodukte sind seit Sommer stark dabei, meinen Schrank zu erobern! 🙂

Also deine Vorsätze für 2017 mag ich auch – laufen und reisen will ich ebenfalls, schreiben sowieso und das mit der Bücherliste habe ich mir lustigerweise vorhin auch überlegt 😀

Als Journalistin kann ich dich mir sehr gut vorstellen – und falls du das wirklich wirst, muss du mir unbedingt sagen, für wen du schreibst, denn vielleicht will ich das ja lesen 😉

Aber auch deine Wünsche für unsere Gesellschaft und den Planeten, die können sich sehen lassen! Da hoffe ich mit dir… mit uns allen. So wie jetzt kann das mit Hass, Terror, Krieg & Umweltverschmutzung ja nicht weiter gehen.

Dir möchte ich für all die vielen tollen Posts und Anregungen danken – und im nächsten Jahr lasse ich mich gern weiterhin von dir mit allem möglichen überraschen 😉

Liebe Grüße

Liebe Tabea!

Ich danke dir für deinen lieben und ausführlichen Kommentar und freue mich, dass du ebenfalls tolle Fortschritte im Verlauf des letzten Jahres zu verzeichnen und eine spannende Entwicklung durchgemacht hast. Meistens fällt einem sowas erst in der Rückschau so richtig auf, nicht wahr?

Ja, mein persönlicher Blog ist, habe ich nach einiger Überlegung und ein bisschen Zeit festgestellt, ein Ausdruck meiner Selbst. Und so, wie es viele Blogger*innen gibt, die sich ganz eng auf einen Unteraspekt eines Themas fokussieren können (Hut ab dafür!), so gibt es auch viele andere, die das Medium als Online-Ausdrucksform nutzen – und da gehöre ich definitiv hinein. Alles, was mich bewegt und zum Nachhaltigkeitskomplex gehört (und dazu gehört das Nachhaltigsein sich selbst und anderen Menschen gegenüber), findet hier seinen Platz. So der Gedanke. 😉

Ich freue mich übrigens riesig, dass du meine Beiträge so gerne liest (das merke ich ja auch immer an deinen tollen Kommentaren) – das ist ein schönes Gefühl und eine tolle Bestätigung!

Bezüglich deiner eigenen Nachhaltigkeitsentwicklung kann ich dich nur bestärken in deinen Mini-Schritten: Das klingt schon alles richtig, richtig gut! Ich bin gespannt, was das neue Jahr da auch für dich bringen wird – aber du kennst ja meine Einstellung: Lass’ dich nicht stressen. Wenn es langsam geht, dann ist das absolut in Ordnung und viel, viel besser als wenn es gar nicht vorangeht. 🙂

Ich wünsche dir für das neue Jahr alles Gute, dass deine Projekte erfolgreich in Angriff genommen werden können, dass du ganz viel siehst und dich weiterentwickelst und dabei die Freude nicht verlierst!

Liebe Grüße
Jenni

Hach, liebe Jenni, bevor ich es vergesse, will ich mich noch für das Buch bedanken, dass ich heute morgen aus meinem Briefkasten zog 🙂 Ich musste es gleich durchblättern und den Tee habe ich eben auch probiert 😉

Ja, um Fortschritte zu erkennen, muss ich auch immer ganz gezielt zurückblicken und mir noch mal ins Gedächtnis rufen, wie etwas zu einem früheren Zeitpunkt war. Aber ich schaue echt gern zurück, denn fast immer kann ich stolz auf mich sein 🙂

Stimmt, einige schaffen es ja echt, in die spezialisiertesten Nischen mit ihrem Blog hinein zu passen. Das wäre für mich auch gar nichts, aber für den Leser ist es natürlich praktisch, wenn er nur das bekommt, was ihn interessiert und nichts anderes. Aber zum Glück gibt es ja auch viele vielfältige Blogs, die mit dem Großteil ihrer Posts trotzdem meinen Geschmack treffen, da ich ja auch mehr als Interesse habe 🙂

Ich bin auch gespannt, was mir das kommende Jahr bringt… spannend ist das irgendwie alles. Deine Wünsche für das kommende Jahr kann ich also nur zurückgeben!

Liebe Grüße

Liebe Jenni,
dieser Rückblick hat mich besonders bzgl. Schreiben sehr angesprochen. Es trifft Vieles, wo ich mich wiederfinde.

Mir persönlich gefällt die Vielfalt deines Blogs besonders. Dass es viel mehr als Rezeptanregungen sind, die ich hier finde. Ideen, Anregungen und Ermutigungen ein nachhaltiges Leben zufführen, jeweils gut recherchiert.
Und ich mag deine Art zu schreiben.

Ich wünsche dir für 2017 Leichtigkeit und Freude in der Umsetzung deiner Pläne.

Alles Liebe
“Benita”

Liebe Benita!

Ich danke dir für deine liebe Rückmeldung – dass es dir hier so gut gefällt, freut mich wirklich sehr. Und dass wir dieselbe Leidenschaft zum Schreiben teilen, noch viel mehr. 😉

Mir ist es auf jeden Fall wichtig, ein buntes Angebot an Artikeln – eben direkt aus dem Leben, in dem sich auch bei mir nicht alles nur um’s Essen dreht – darzubieten und ich finde es klasse, wenn das auf so gute Resonanz stößt!

Ich wünsche dir für das neue Jahr viel Ruhe, Gelassenheit und dennoch Zielgerichtetheit, mit deinen persönlichen Projekten voranzukommen oder neue zu starten und dabei doch das Wesentliche (was auch immer das für dich persönlich ist) nicht aus den Augen zu verlieren. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Bei jedem neuen Artikel sitze ich mit weit geöffnetem Mund da. Ja wirklich. Da bin ich dann immer total fasziniert davon wie du deine Gedanken niederschreibst – Wunderschön philosophisch, liebevoll, aus dem Leben heraus und für mich als Leserin so unglaublich angenehm und motivierend, dass man beinahe neidisch werden könnte (wenn Neid nicht total blöd und unsinnig wär 🙂 )! Du hast da ein kleines Talent, welches laut danach ruft gefördert und gefördert zu werden, ganz nach dem Motto: Werde, was Du noch nicht bist, bleibe, was Du jetzt schon bist. In diesem Bleiben und diesem Werden liegt alles Schöne hier auf Erden.

Was-mit-Schreiben finde ich deshalb also wirklich passend und wünsche dir für 2017, dass du dein Talent auch im beruflichen Bereich mit ganz viel Liebe und Motivation zu Papier bringen kannst. 🙂 Und wie Astrid Lindgren so schön sagte: “Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!” <3

Liebst, Tanja

Liebe Tanja!

Das sind so liebe Worte und Wünsche! Ich danke dir von Herzen, wirklich. 🙂
Es ist immer ganz faszinierend, den Blick von außen auf die eigene Arbeit zu bekommen und rückgemeldet zu erhalten, wie die Dinge ankommen, die man da so vor sich hinwerkelnd fabriziert – und ich freue mich sehr, dass dir mein Schreibstil so zusagt, das motiviert ungemein!

Ja, dass es “was mit Schreiben” sein muss, steht auf jeden Fall fest. Wo ich letzten Endes landen werde, wird sich vermutlich im Laufe des nächsten Jahres zeigen – ich bin auch angemessen gespannt darauf. 😉

Das Lebensmotto unterschreibe ich übrigens blind und ohne mit der Wimper zu zucken.

Ich wünsche dir einen fabelhaften Jahresausklang mit ganz viel Ruhe und Entspannung!

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni, ich habe aus dir bekanntem Grund momentan nur Grütze im Kopf und deshalb fällt mein Kommentar entsprechend kurz aus (ich beneide dich gerade um diesen Rückblick, Vorschau, Fazit, das brauche ich auch ganz dringend und es ist momentan einfach nicht drin) – du hast eine tolle Entwicklung durchgemacht und dafür verdienst du Lob und Wertschätzung – vor allem von dir selbst: Du kannst stolz auf dich sein! Dicke Umarmung dafür, dass du so bist wie du bist und 2017 dann hoffentlich auch mal eine Live Begegnung! Alles Liebe <3 Anja

Liebe Anja!

Ach, ich weiß gar nicht, wohin mit mir bei dem vielen Lob und den lieben Worten! Danke dir ganz herzlich – ich freue mich sehr, dass du das so siehst und hoffe, ich kann mich auch im neuen Jahr in vielen Bereichen erfolgreich weiterentwickeln.
Aufgrund derselben Grütze im Kopf (geht’s dir mittlerweile schon wieder besser? – meine will nicht weggehen, trotz literweise Tees) ist dieser Rückblick auch ein bisschen bescheidener ausgefallen als ich eigentlich wollte – aber gut, auch das muss mal sein, glaube ich. 😉

Oh, eine Live-Begegnung fände ich auch ganz, ganz große Klasse! Das bekommen wir im neuen Jahr sicherlich einmal hin! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni, ein ganz wunderbarer Post, der mich sehr anspricht. Ich kann deine Gedanken in so vielen Punkten nachvollziehen, auch ich habe mich in Bezug auf das Bloggen sehr gewandelt, weil ich es so machen wollte, es war mein Wunsch, eine Entwicklung.

Deine Posts zur Ernährung sind toll und informativ, eine Kombination mit dem, was einen sonst interessiert und bewegt finde ich super. Für die Leser ist es schwierig, wenn man die Richtung ändert, ich musste mir teils eine neue Leserschaft aufbauen, was ok ist. Ich strebe nicht nach riesigen Followerzahlen, ich möchte einen aktiven Austausch mit meinen Lesern.

Jetzt bin ich gespannt, was es hier gibt 🙂 übrigens tolle Fotos!

Liebe Grüße, Bee

Liebe Bee!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich, dass dich meine Arbeit sowohl textlich als auch bildlich anspricht und du dich hier wohlfühlst – das ist das Schönste am Schreiben auf dem eigenen Blog (aber das weißt du ja sicher 😉 ).

Ich denke auch, man sollte über das Schreiben, was einen bewegt oder aktuell wichtig für einen selbst ist – natürlich auch irgendwo immer mit Fokus auf die Leserschaft (im Sinne von Zielgruppe und so weiter). Aber am wichtigsten ist für mich immer noch, über Dinge zu berichten, die wirklich akut sind in meinem Leben – denn nur über die kann ich authentisch und mit Herz schreiben. Und Sätze ohne Herz gehören hier nicht hin. 🙂
Wohin es mich im Verlauf der weiteren Reise verschlagen wird, darauf bin ich selbst ganz gespannt – aber es wird auf jeden Fall keine Themenverschiebung geben: Nachhaltigkeit bleibt immer das Zentrum dieses Blogs hier. 🙂

Ich wünsche dir ein wunderbares neues Jahr mit tollen Projekten und viel Inspiration für deine eigene Arbeit!

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni, vielen Dank auch an Dich für Deine Worte, lese weiterhin und immer gerne bei Dir und von Dir und wünsche ein wundervolles Jahr 2017! Viele Grüße, Kathrin

Liebe Kathrin,

ich danke dir ebenfalls für deine wunderbaren Worte – es freut mich sehr, dass du immer wieder gerne hierher zurückkommst! 🙂

Ich wünsche dir ebenfalls einen ruhigen und schönen Jahresausklang und ganz viel Glück, Freude und Spaß mit tollen Projekten im neuen Jahr!

Liebe Grüße
Jenni