Faire Pflanzen? Woher unser Zimmergrün kommt – und wie du es fair einkaufen kannst

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Pflanzen sind magisch. Irgendwie scheint genau das das treffende Wort zu sein, das die grünen Wunder (denn genau das sind sie bei nährem Hinsehen) so richtig und vollumfassend beschreibt. Nichts kommt an Grün in der Wohnung heran, keine Dekoration ist so schön und verlebendigt gleichzeitig einen Raum so unmittelbar wie eine Pflanze, keine Straße wirkt vollständig ohne die obligatorisch positionierten Bäumchen und Sträucher am Bürgersteig.

Was Pflanzen uns wert sind

Dass ich spätestens seit der Lektüre des Urban-Jungle-Books absolut vernarrt in Pflanzen und von der fixen Idee besessen bin, es doch endlich mit der Umwandlung eines schwarzen in einen zumindest dunkelgrünen Daumen zu versuchen, ist hinlänglich bekannt.

Daraus resultiert vermutlich auch meine derzeitige intensive Beschäftigung mit den grünen Gesellen – die solche Ausmaße annimmt, dass meine beste Freundin mich vor einiger Zeit scheinheilig fragte, ob ich nicht noch ein Botanik-Studium draufsatteln wollte. Ich muss gestehen: So abwegig finde ich diese Überlegung gar nicht…

Aber was fasziniert mich (und – im größeren Rahmen gesprochen: uns als Menschen) eigentlich so an diesen stillen, meist doch ziemlich unscheinbaren (es sei denn, man hat ein Kennerauge oder ist besonders sensibilisiert für sie) Lebewesen?

Unsere Pflanzenmanie – ein blühendes Geschäft

Wenn man einmal genauer hinschaut, dann ist das ein Riesengeschäft, die Sache mit allem, was so in unseren vier Wänden zum Grünen und Blühen gedacht ist: Nach Angaben des WDR ist Deutschland der größte Verbrauchermarkt für Pflanzen und Blumen in ganz Europa.

8,5 Milliarden Euro ließen wir für ein natürlicheres Zuhause per Begrünung im Jahr 2015 über die Theken der Gärtnereien, Florist*innen und Gartenbaucenter wandern.

Ungefähr 3 Milliarden davon wurden allein für das temporäre Schnittblumenvergnügen ausgegeben – das macht 37 Euro Schnittblumengeld pro Kopf (wobei ich ja die These vertrete, dass es da bevölkerungstechnisch…ähem, kleine Gefälle gibt – und bei dem Gedanken vorsichtig in Richtung Instagram-Accounts meiner liebsten DIYler schiele).

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Die Pflanzenbranche gedeiht also gut – und das bereits seit mehreren Jahren. Die aktuellen Zahlen lassen sich nämlich bis mindestens ins Jahr 2011 zurückverfolgen – der Zeit, als bei uns das Theater auf einer ganz anderen Bühne als Balkonien im Gange war: Seit dem Börsencrash und den damit verbundenen Unsicherheiten ist ein anhaltend gesteigertes Interesse der Menschen an natürlicher Begrünung zu verzeichnen. Und das hat derartige Ausmaße erreicht, dass das Wachstumslimit der Pflanzenbranche vollkommen ausgeschöpft wurde: Mehr Pflanzen, als man für die knapp 8,5 Milliarden Euro kaufen kann, vermag die Industrie (aktuell) nicht zur Verfügung zu stellen. (2; 3)

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Fairer Pflanzenmarkt? Woher kommen die Lieblinge eigentlich?

Bei solchen Summen und so vielen Tonnen an pflanzlichem Material, das da jedes Jahr munter den Besitzer wechselt, darf man sich (zumindest, wenn man – analog etwa zur Haustierbeschaffung – nicht mit Scheuklappen, sondern zumindest etwas sehenden Auges durch das Kaufprozedere tingeln möchte) doch ganz zart einmal Folgendes fragen:

Woher kommen eigentlich diese ganzen Pflanzen? Wer züchtet sie, wie werden sie behandelt, verpackt und verschickt? Wer arbeitet dafür, dass mein Grün mein Zuhause verschönert?

Denn wo so viel Nachfrage besteht, braucht es einer Menge Rohstoffe und Arbeitskraft, um diese auch angemessen (sprich: schnell und reibungslos) zu befriedrigen. Dass eine solche Komponentenzusammensetzung nicht gerade förderlich für Produkte mit astreinem ethischen Siegel sind, kennen wir bereits aus der Mode- und Interior-Industrie.

Schnittblumen: Viel Arbeit für wenig Geld

Und auch die Pflanzen- und Blumenindustrie stellt hier keine Ausnahme dar: Wer faire grüne und bunte Lieblinge kaufen möchte, muss ganz, ganz genau hinschauen.

Denn sonst unterstüzt er oder sie unter Umständen ausbeuterische Arbeitsbedingungen von Menschen in Kenia, Kolumbien, Ecuador, Südafrika, Simbabwe und Tansiana – dort kommt das Gros der über Holland nach Deutschland importierten Blumen nämlich her. Und genau dort müssen diejenigen, die dafür sorgen, dass wir uns an der Farbenpracht erfreuen können, hart und unter dem Mindestlohn (ganz ehrlich und bei genauem Nachdenken: Wundert uns das?) arbeiten. (4)

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Dabei sind rund 80% der Beschäftigten auf den Plantagen Frauen, die pro Tag weniger Geld für ihre Arbeit erhalten als eine der Blumen bei uns später im Laden kosten wird (im Schnitt verdient sie an einer Rose rund 1,02 Cent) – und massive Probleme nicht nur mit der Versorgung ihrer Familien, sondern auch mit ihrer Gesundheit haben.

Was ich den Blumenkäufern sagen will, ist, dass unsere Arbeitsbedingungen schlecht sind. Wir ernten die Blumen drei Mal am Tag: morgens, vor der Mittagszeit und um 15 Uhr. Wir bekommen dafür knapp einen Dollar am Tag.Mary, Blumenarbeiterin in Uganda (5)

Denn: Nicht nur im Obst- und Gemüsesektor, auch im Pflanzenmarkt wird fleißig mit Pflanzenschutzmitteln hantiert – ohne ausreichenden Schutz der Arbeiter*innen, versteht sich. Fehlgeburten unter den Arbeiterinnen auf Blumenplantagen sind keine Seltenheit, neben den konkreten Bestprühungsanlässen sind sie auch im Alltag erhöhten Pestizidbelastungen durch Kontaminierung von Wasser und Nahrung ausgesetzt.

Die Chemikalien, die sie gesprüht haben, haben meine Gesundheit angegriffen. Um die Wahrheit zu sagen, schau dir mein Gesicht an – mein Körper sieht noch schlimmer aus. Ich habe versucht, sie zu verklagen, aber sie wollten Unterlagen von mir, die ich ihnen nicht geben konnte. Also konnte ich sie nicht verklagen. Es wäre mein Tod, wenn ich wieder auf einer Blumenfarm arbeiten würde.Agnes, ehemalige Blumenarbeiterin in Kenia (5)

Nachhaltigkeit? Fehlanzeige.

Abgesehen davon: Die Blumenproduktion verschlingt viel Wasser – eine Rose braucht zur Aufzucht etwa vier Liter davon. Das benötigte Wasser für die Massen an Blumen, die zum Export unter anderem nach Deutschland bestimmt sind, wird aus den Blumenfarmen nahegelegenen Seen oder anderen Grundwasserquellen entnommen – und teilweise wird das mit Pestiziden vergiftete Wasser wieder dorthin zurückgeleitet.

Die Folge: Die Gewässer kippen um, sämtliche Lebewesen sterben, die ansässigen Landwirte verlieren ihre Lebensgrundlage.

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Wie bittere Ironie erscheint es in dem Zusammenhang daher, dass Blumen, die unter diesen Bedingungen produziert wurden, nach wie vor einen wesentlich günstigeren CO2-Fußabdruck haben (bis zu sechs Mal niedriger) als diejenigen, die direkt aus den Niederlanden importiert werden – das hängt unter anderem mit dem enormen Energiebedarf der Blumenhäuser in unserem Nachbarland sowie den riesigen Herstellungsmargen in den südlichen Ländern zusammen. (5)

Die Alternativen: Faire Blumen und Pflanzen

Die gute Nachricht zwischen all‘ den schlechten ist, dass es Alternativen gibt – sowohl, was den Einkauf von Blumen als auch, was denjenigen von Zimmerpflanzen anbelangt.

Das wichtigste und gleichzeitig wohl populärste Siegel zur Erkennung von fairen Pflanzen ist das klassische Fair-Trade-Siegel.

Fair-Trade-Blumen hat jede*r von uns sicherlich schon einmal im Geschäft gesehen – das Erfreuliche daran: Dieser Markt wächst. Im Jahr 2014 waren 59 Blumenfarmen mit rund 50.000 Arbeitskräften registriert, deren Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund 10% gestiegen waren und die 5% mehr Fair-Trade-Blumen verkaufen konnten. (6)

Richtlinien für Fair-Trade-Blumen:

  • keine Kinderarbeit
  • fester Arbeitsvertrag
  • Erlaubnis, einer Gewerkschaft beizutreten
  • Bereitstellung von Schutzkleidung
  • Krankenversicherung durch den Arbeitgeber
  • Lohn über dem Mindestlohn

Von den Dingen, die in solchen Listen aufgeführt werden, kann man sehr schön auf die aktuellen, realen Verhältnisse schließen, die die schriftliche und zertifizierungsabhängige Fixierung in solchen Regelwerken notwendig machen.

Zusätzlich zu den Sozialstandards fordert Fair Trade eine lange Liste mit streng verbotenen Pestizid-Stoffen und Umweltauflagen, die hier einsehbar ist.

Seit 2015 können übrigens auch Zierpflanzen das Fair-Trade-Siegel tragen – bisher war es lediglich auf Schnittblumen beschränkt gewesen. (Das lässt ebenfalls Rückschlüsse auf die nicht ganz so bekannten und daher hier auch weniger genau behandelten Gegebenheiten in diesem Industriezweig zu.)

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So alt wie das Fair-Trade-Siegel ist das fair flowers fair plants-Siegel (FFP), das ebenfalls seit 2006 existiert und nicht nur von weither importierte, sondern auch Blumen und Pflanzen, die direkt aus den Niederlanden eingeführt werden, umfasst.

Das FFP zeichnet sich durch niedrigere soziale und ökologische Standards aus als das Fair-Trade-Siegel und besitzt außerdem lockerere Regelungen bezüglich der Kommunikation zwischen Arbeiter*innen-Gewerkschaften und zuständigen Firmeneignern. (4)

Über die Suchfunktion auf der Seite kann man prüfen, ob Betriebe direkt in der Nähe faire Pflanzen und Blumen anbieten.

Das Bioland oder Naturland-Siegel kann auf regionalen Blumen, die auf deutschen Wochenmärkten oder direkt vom Erzeuger zu bekommen sind, in der Saison-Zeit von April bis September gefunden werden. Einen detaillierten Saison-Kalender für die verschiedenen Blumensorten findet ihr hier auf Seite 27.

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Konkrete Anlaufstellen für faire Blumen und Pflanzen

Und weil die einfache Auflistung von Siegeln zwar nett zu lesen ist, aber wenig Konkretes an die Hand gibt, habe ich hier unter anderem ein paar Adressen zusammengetragen, bei denen ihr unter anderem (nicht jedoch ausschließlich) faire Pflanzen und Blumen erwerben könnt.

  • 123 Blumenversand
  • Blume 2000
  • Blumen Risse
  • FloraPrima Onlineshop
  • Globus
  • Kaiser’s Tengelmann
  • Pflanzen Kölle
  • tegut
  • Knauber’s Hobbymärkte Köln/Bonn
  • zahlreiche Supermärkte wie REWE, ALDI, LIDL, EDEKA

Über die Seite von Fairtrade Deutschland und über die FFP-Seite könnt ihr in ihrem Umkreis nach Florist*innen und weiteren Anbietern suchen, die unter anderem faire grüne und bunte Mitbewohner führen.

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Warum eigentlich neu kaufen?

Doch angesichts dessen, das leider jedes Jahr extrem viele Pflanzen in der Mülltonne landen, obwohl sie nur ein oder zwei Pflegefehler (oder vielleicht auch gar keine Beeinträchtigungen) aufweisen, stellt sich die Frage, warum eigentlich immer neu gekauft werden muss. Das ist nicht nur eine Respektlosigkeit vor dem Leben, sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen – menschlichen, energetischen und ökonomischen.

Ähnlich wie bei Kleidung, Möbeln und fast allen anderen Dingen des alltäglichen Lebens kann man daher nun auch Pflanzen „gebraucht“ erwerben (nicht kaufen!): Auf bontanoadopt könnt ihr Pflanzen (die aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr bei ihren alten Besitzer*innen verbleiben können, adoptieren.

Das Einzige, was ihr dafür tun müsst, ist, alle paar Monate einen Beweis eurer treuen Pflege in Form eines Bildes an botanoadopt zu schicken – damit man auch weiß, dass die grünen Lieblinge ein gutes neues Zuhause gefunden haben. Das ist doch mal eine gute Idee!

Aber auch untereinander kann man prima Pflanzen tauschen: Ableger dürfen gerne von Freund*in zu Freund*in wandern und analog zu Kleidertauschpartys könnte man ja auch eine Pflanzentauschparty initiieren…? (Vorausgesetzt, man kann sich von seinen Schätzen trennen.)

Wo kauft ihr eure Pflanzen? Habt ihr euch über faire Pflanzen und Blumen schon einmal Gedanken gemacht?

P.S.: Ich bin ganz ehrlich: Ich finde es wahnsinnig schwierig, faire Pflanzen zu kaufen – Blumen sind in dieser Hinsicht einigermaßen unkompliziert, gibt es sie sogar fair im Discounter zu kaufen (obwohl ich mich doch lieber an regionale Blumenhändler*innen halte). Aber faire Pflanzen zu finden – das gleicht teilweise der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Doch das Wissen ist mir wichtig – und teilweise habe ich sogar schon bei meiner Floristin solche Kandidaten gefunden…

Quellen und zum Weiterlesen: (1) http://www1.wdr.de/verbraucher/geld/ausgerechnet-blumenstrauss-102.html (2) http://www.mz-web.de/nachrichten/floristen-fachverband-deutsche-geben-im-schnitt-104-euro-fuer-blumen-aus-7133710 (3) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ausgaben-fuer-blumen-und-pflanzen-steigen-um-6-prozent-13391227.html (4) Hermann, Frank und Hahn, Martina: Fair einkaufen – aber wie? Ratgeber für Fairen Handel, für Mode, Geld, Reisen, Elektronik und Genuss. Brandes & Apsel: Frankfurt a. M. 2016. (5) http://www.vamos-muenster.de/vamos/html/arbeit/blumen/fair_flowers/documents/Brosch_FairFlowers_Endfassung.pdf (6) https://www.fairtrade-deutschland.de/fileadmin/AT/Monitoring_Report_2016/2015_Monitoring_Report_Factfile_Blumen.pdf

24 Comments

  1. cookiesulrike 12. April 2017

    Oh wow, so viele Gedanken hatte ich mir darum bisher noch nie gemacht. Vielen Dank für den Denkanstoss. Schnittblumen kaufe ich eigentlich kaum – wenn, dann am ehesten, wenn ich sie für Blog-Fotos brauche. Pflanzen in der Wohnung haben wir eigentlich kaum, nur im Schlafzimmer. Ich hab immer Angst, dass die Katzis sie mampfen und dann irgendwelche Krankheiten bekommen. Dafür ist die Terrasse umso grüner (natürlich vor allem ab jetzt und eher weniger im Winter ;-))

    Liebst,
    Ulli

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Ulli,

      es freut mich, dass ich dir da einen Denkanstoß mit auf den Weg geben konnte – aber mindestens genauso, dass du ohnehin nicht so viele Schnittblumen konsumierst. Ich finde schöne Sträuße auch klasse, kaufe mir aber ganz, ganz selten welche – und ab jetzt auch nur noch regional und/oder fair.

      Das mit den Katzen ist natürlich eine berechtigte Sache – da erübrigt sich eine Zimmerpflanzomanie vermutlich… 😀
      Deine Pracht-Terrasse durfte ich ja schon über Instagram bestaunen – richtig klasse, dein grüner Daumen!

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  2. DANKE für den wundervollen Artikel! <3 Mehr kann ich da gar nicht zu sagen! Das Thema macht mich auch Jahre später immer noch wahnsinnig wütend, weil man, wie auch bei der Bekleidungsindustrie, seit einer gefühlten Ewigkeit mit wenig Kapital sowie menschen- und umweltunwürdigen Arbeitsbedingungen so viel billiges Grünzeug produziert, das an der Kassa im Supermarkt eh schon halbtot in den Plastiktöpfen hängt.

    Da gehör ich lieber zur Pflanzenableger-Fraktion. 🙂 Gut, dass die Grünlilie zuhause sich immer so schön selbst vermehrt, damit ich immer was zum Beschenken parat hab.

    Antworten
    • Jenni 14. April 2017

      Liebe Tanja,

      ach, ich danke dir ganz herzlich für dein liebes Lob und freue mich sehr, dass dir der Artikel so aus dem Herzen spricht!

      Ich habe mich vor der Recherche zu diesem Artikel auch gefragt, warum da eigentlich so wenig drüber gesprochen wird und mir vorgenommen, das zu ändern. Ich hoffe, das ist mir mit dem Artikel zumindest fragmentarisch gelungen.

      Ableger finde ich auch immer ganz besonders spannend – ich habe diesbezüglich selbst noch einiges zu lernen, muss ich gestehen, aber ich bin lernwillig und entwickle mich stetig weiter. Aktuell beobachte ich gerade das Wunder selbstgezogener Tomaten- und Lavendelpflanzen auf der Fensterbank… 🙂
      (Das ist zwar nicht genau dasselbe, schlägt aber in die Kerbe des Selberziehens, denke ich.)

      Liebe grüne Grüße!
      Jenni

      Antworten
  3. Jana 12. April 2017

    Super guter Artikel. Den müssen wir unbedingt bei uns teilen.
    Gute, fundierte Infos und echt noch ein Punkt, über den man nachdenken sollte. Danke für deine Mühe!

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Jana,

      danke dir für dein großes Lob – ich freue mich, dass dir der Beitrag so gut gefällt (und über’s Teilen sowieso)! 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  4. Purple Avocado 12. April 2017

    Ein sehr guter recherchierter Artikel zu einer Thematik die einem grundsätzlich jetzt erstmal nicht so oft unterkommt.
    Faire Lebensmittel und Kleidung sind in aller Munde, Pflanzen werden da schnell vergessen.

    Auf meinem neuen Pflanzentrip kam deine Tipps gerade richtig und ich werde mich mal auf Wochenmärkten, in Super- und Baumärkten mal auf die Suche machen, ob ich fündig werde.
    (Wäre es interessant für dich meine Fundorte in deinen Beitrag mit aufzunehmen? Dann würde ich dir Rückmeldung geben 🙂

    liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Sabrina,

      es freut mich riesig, dass dir der Artikel gefallen hat – danke dir für dein großes Lob!

      Oh ja – wenn deine Streifzüge erfolgreich sind, würden mich die Orte, an denen man faire Pflanzen finden kann, wahnsinnig interessieren (und ich glaube, nicht nur mich)! Es wäre spitze, wenn ich den Beitrag dahingehend noch etwas ausbauen könnte! 🙂

      Liebe Grüße und viel Erfolg dir auf fairer Pflanzenjagd!
      Jenni

      Antworten
  5. Benita Wiese (Pseudonym) 12. April 2017

    Liebe Jenni,
    vielen Dank für die vielen Anregungen. Das ist dann wieder einmal ein Beitrag, den ich von dir in meinen Mail-Ordner verschiebe, wo WICHTIGE Blogartikel stehen. Zum immer wieder nachlesen, dann wenn ich sie brauche!
    Liebe Grüße
    „Benita“

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Benita,

      oh, das ehrt und freut mich aber sehr!
      Ich hoffe, der Beitrag kann dir – ganz im Sinne des Vorhabens – immer mal wieder eine Hilfe sein. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  6. Kati | 50percentgreen 12. April 2017

    Da kann ich mich den anderen Kommentatorinnen nur anschließen – schön, dass dieses Thema hier angesprochen wird, man liest wirklich kaum darüber, und das, obwohl Schnittpflanzen zu den größten 10 Konsumsünden gehören (https://www.youtube.com/watch?v=rB8k6Xs0Wbs).
    Deren Sinn verstehe ich – aus Sicht einer an Nachhaltigkeit interessierten Person – sowieso nicht, das ist doch nicht schön, sich Blumen zum Sterben in eine Vase zu stellen. Ich hab noch nie welche gekauft, auch wenn ich sie natürlich hübsch anzusehen finde – aber eine Pflanze im Topf ist da doch viel langlebiger und beim Dekorieren kann man sich auch anders behelfen 🙂

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Kati,

      ich danke dir für dein liebes Lob – es freut mich sehr, dass auch dir der Artikel so gut gefallen hat! 🙂

      Der Link zum Video ist übrigens richtig gut – super!

      Gaaaaaanz, ganz selten verspüre ich ehrlich gesagt auch das Bedürfnis, mit einen schönen Strauß Blumen in die Wohnung zu stellen und so den Frühling hineinzuholen. Am liebsten sind mir dabei Wildblumensträuße.

      Serdar hat dabei allerdings auch immer denselben Gedanken wie du und hält mich regelmäßig vom Kauf ab, indem er mir vohält, wie egoistisch das gegenüber den Pflanzen ist. Wo er recht hat, hat er recht, würde ich sagen.

      Generell finde ich Zimmerpflanzen mittlerweile auch viel schöner – die Atmosphäre (ohne das jetzt esoterisch anzuhauchen hier) ist irgendwie eine andere. Aber ab und zu kaufe ich schon noch Schnittblumen (so alle drei Monate oder so 😀 ) – danach ist mir die Lust am toten Leben erstmal wieder vergangen.

      Danke dir für deine Gedanken und liebe Grüße!
      Jenni

      Antworten
  7. Tabea 12. April 2017

    Bei Pflanzen habe ich noch nie über Fairness nachgedacht… höchstens Bio/ nicht Bio war da für mich ein Thema. Wobei ich da ehrlicherweise zugeben muss, dass ich konventionelles Saatgut gekauft habe, weil ich im Herkules nichts anderes gefunden habe und es wesentlich günstiger ist, als online zu bestellen, was ja noch Verpackung und Transport nach sich zieht.

    Das Deutschland sehr viel Grünzeug „konsumiert“, kann ich mir gut vorstellen. Pflanzen kann sich eben nur leisten, wer viel Geld zur Verfügung hat. Wenn die Lebenshaltungskosten anteilig schon wesentlich mehr als in Deutschland ausmachen, bleibt weniger Geld für solchen Luxus und viele Leute gönnen sich ja doch lieber anderes. Also ist Deutschland vielleicht größter Markt, weil wir eher wohlhabend sind und auch gut gebildet? Pflanzen haben ja viele positive Wirkungen auf den Menschen und das Raumklima 🙂

    Schnittblumen kaufe ich aber NIE, weil ich es zu schade finde, wenn die nur so kurz toll aussehen, aber man dafür die Pflanze quasi tötet… Dann schon eher was im Topf. Apropos – ich sollte schnell meine Kräuter gießen! Habe ich schon wieder fast vergessen.

    Was die Aufzucht angeht, hatte ich bisher nur von ausgeleuchteten Hallen gehört, in denen man die Basilikum-Pflänzchen züchtet. Weil sie da aber nur Tages-Nacht-Zyklen aus Kunstlicht kennen lernen, sind die dann nicht so gut geeignet, um rausgepflanzt zu werden und immer weiter zu wachsen…
    Dass Schnittblumen von so weit weg kommen, finde ich jetzt echt überraschend-erschreckend. Die müssen doch frisch sein… also kommt da noch mal Flugzeug-Transport hinzu mit Kerosin, oder? Furchtbar für die Umwelt!

    Das mit dem Arbeitslohn ist wirklich grausam – aber den Pestizideinsatz finde ich noch viel schlimmer. Wenn es da zu Fehlgeburten kommt, muss das ja über alle Maße schlagen…

    Dass die Blumen aus den Niederlanden mehr CO2 verursachen ist so ähnlich wie die Tatsache, dann es oftmals billiger ist, durch Deutschland zu fliegen, als die Bahn zu nutzen 🙁

    Dass Fair-Trade nicht nur Arbeitsbedingungen regelt, sondern auch den Pestizideinsatz limitiert, wusste ich noch nicht. Aber das ist ja echt spitze!

    Bioland und Naturland vertraue ich ja bei Lebensmitteln eh schon gern, aber es freut mich, dass es diese Siegel sogar für Blumen gibt… aber Blumen werde ich wohl trotzdem aus Geiz weiterhin nicht kaufen. Dass es faire Pflanzen aber auch bei den Discountern gibt, überrascht mich! Sind da alle Pflanzen bei denen fair oder nur selten mal Ausnahmen?

    Pflanzen adoptieren und tauschen klingt spitze! Aber da hätte ich Angst, dass mir das adoptierte Schätzchen aus Versehen eingeht… aber ich könnte wenigstens Oma um Kakteen-Ableger bitten 😉

    Antworten
    • Jenni 13. April 2017

      Liebe Tabea,

      ich danke dir für deine umfassenden Gedanken zum Thema und freue mich, bei dir da etwas ausgelöst zu haben zu scheinen (was für eine Satzkonstruktion)! 🙂

      Die Sache mit dem Transport von fairem Saatgut ist natürlich ein wichtiger Aspekt, der in die Beurteilung einer Handlung auch immer mit einfließen sollte – was ist einem wichtiger? Bio-Saatgut oder die (eventuell verschwendeten) Ressourcen?

      Ich kaufe mein Saatgut immer in den entsprechenden Biomärkten oder im unverpackt-Laden und habe daher hier die Quellen direkt vor Ort – aber wenn das nicht der Fall ist, sieht die Sache natürlich anders aus.
      Vor dem Hintergrund, das konventionelles Saatgut allerdings meist so manipuliert ist (jedenfalls bei Nutzpflanzen), dass nur eine Ernte zustandekommt, würde ich allerdings immer zur Bio-Alternative raten – in einen sauren Apfel beißen muss man leider immer irgendwie. Da heißt es dann, Prioritäten zu setzen – aber die sind auf der anderen Seite auch immer hoch individuell und wenn dir der Transportweg wichtiger ist, kann ich das verstehen.

      Der Komplex mit Wohlstand und Bildung ist ein ganz wichtiger – ich denke, damit hast du absolut recht. Pflanzen sind ein Luxusprodukt – und die kann man sich nur leisten, wenn man sich um die unmittelbaren Lebenserhaltungskosten keine Gedanken machen muss und das entsprechende Kleingeld übrig hat. Danke dir, dass du das nochmal aufgegriffen hast!

      (Über die Sache mit der positiven Wirkung von Pflanzen befindet sich sogar – unter, ähem 200 weiteren – ein Entwurf im entsprechenden Ordner. Wird also auch noch thematisiert werden hier. 😉 )

      Ja, die Blumen werden aus den fernen Ländern dann per Flugzeug importiert – und sind trotzdem billiger und „umweltschonender“ (was für eine himmelschreiende Ironie!).

      Fair-Trade ist so ziemlich das umfassendste Siegel, das es bisher gibt, glaube ich. Auch da läuft noch nicht alles rund, aber es ist immerhin ein Anfang und wird stetig verbessert.

      Die Blumen und Pflanzen im Discounter sind nicht alle fair – da muss man schon genau hinschauen und auf die entsprechenden Siegel an den Pflanzen achten. Aber dort sind unter Umständen Anlaufstellen, die realtiv einfach zu erreichen sind.

      Oh ja – die Befürchtung hätte ich aktuell auch noch! Das wäre einigermaßen peinlich, glaube ich. Da ist es dann vielleicht doch besser, bei Omas Ablegern zu bleiben… 😉

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
      • Tabea 13. April 2017

        Ich finde Bio auch ehrlichgesagt beim Saatgut zweitrangig, denn Bio kaufe ich ja nicht nur, um faire Löhne und die Umwelt zu unterstützen, sondern auch, weil ich meinen Körper vor Pestiziden schützen möchte. Aber das Saatgut würde bei mir ja dann biologisch aufwachsen, sodass ich da nicht mit großen Rückständen rechne…
        Und was das Pestizid angeht: Eine einzige Pflanze liefert ja so viel Saatgut, dass bei meinem geringen Verbrauch anteilig wohl auch nicht so viel schädliches Zeug und Kunstdünger in der Natur landet… Wenn ich aber Saatgut im Internet bestelle, wir ein ganzer Briefumschlag zusätzlich verbraucht… und meist nutzen die ja sogar die mit Plastik drin 🙁

        Ich beneide dich manchmal echt total um deine Einkaufsmöglichkeiten…

        Was das mit der Genmanipulation und nur einer Generation betrifft, muss ich dir wiedersprechen. Ich habe beide sorten – also die, die nicht zum Züchten von eigenem Saatgut gehen, als auch die, mit denen man später noch mal Pflanzen ziehen kann, gesehen. Da achte ich nämlich drauf 😉

        Ein Artikel über die Vorteile von Pflanzen ???? Ohhh bitte, schreib ihn bald, denn ich bin verdammt neugierig! (Und meine Schwester würde ihn auch lieben ;)).

        Mir wurde in der Schule immer eingebläut, dass Fair Trade sich nur um die sozialen Standarts kümmert, aber nicht um die ökologischen… aber schön, dass dem gar nicht so ist. Mein heiliger Gral war ja bisher demeter, weil meine Mama mir mal gesagt hat, dass das wesentlich besser als EU-Bio ist.

        Liebe Grüße

        Antworten
        • Jenni 14. April 2017

          Liebe Tabea,

          ich finde deine Überlegungen berechtigt und kann sie gut nachvollziehen – dennoch glaube ich, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob ich Biosaatgut oder konventionelles kaufe.
          Das beginnt bei der Unterstützung der Farmer*innen, geht über die generelle Ablehnung von genmanipuliertem Saatgut bis hin zu der Bekämpfung des Bienensterbens – einen schönen Artikel dazu findest du hier: http://www.bund-lemgo.de/bio-saatgut.html.

          Dass du allein die Welt mit dem Kauf konventionellen Saatguts nicht in den Untergang treiben wirst, ist sicher richtig – aber das Argument ist gerade eines, das ich persönlich für sehr problematisch halte. Denn es ist das berühmte „Aber-ich-kann-ja-allein-nichts-ändern“-Argument. Was ist, wenn alle so denken? Wird sich dann jemand irgendwas ändern? Oder (kantisch formuliert): Kannst du wollen, dass diese Handlungsmaxime zum allgemeinen Gesetz werde?

          Es geht weniger um deine individuellen Vorteile als ums Prinzip, finde ich. Daher würde ich immer und ausdrücklich für Bio-Saatgut votieren – und ich finde, die Vorteile wiegen definitiv einen eventuell plastikbeschichteten Briefumschlag (den du ja auch wiederverwenden kannst) auf.

          Dass du dich auf weitere Pflanzen-Artikel freust, freut wiederum mich ganz ehrlich – ich werde auf jeden Fall schauen, was sich machen lässt (das ist immer sehr von der Stimmung der Muse abhängig 😉 ).

          Ich muss gestehen, dass ich bezüglich der Qualitätshierarchie der Siegel noch nicht umfassend genug informiert bin, um dir da valide Aussagen zu machen – demeter ist aber, soweit ich weiß, besser als Bio, da hat deine Mama recht, glaube ich. Aber Fair Trade ist ja noch einmal eine andere Geschichte – da werde ich mich aber zu gegebener Zeit noch einmal hinterklemmen und entsprechend recherchieren, um das Chaos zumindest ein bisschen zu lichten. 🙂

          Liebe Grüße
          Jenni

          Antworten
          • Tabea 14. April 2017

            Wahrscheinlich hast du Recht, liebe Jenni, und Biosaatgut macht wirklich diesen Unterschied. Ich vermute mal stark, dass ich mit meinen Argumenten nur mein Gewissen beruhigen wollte… denn eigentlich finde ich es ja furchtbar wichtig, die Landwirte und Farmer, die ökologisch produzieren, zu unterstützen.
            Ich wollte nicht sagen, dass es weniger schlimm ist, wenn nur ich das machen – mir ist ja klar, dass fast alle Menschen ihr Saatgut so kaufen wie ich (oder gar Setzlinge aus konventioneller Massenproduktion)… gerade deswegen sollte ich wohl zukünftig Bio-Saatgut kaufen und das gute Beispiel sein, so wie ich es ja sonst auch z.B. bei Brot oder Tee zu sein versuche. Ich denke nämlich, dass ich gerade auch allein etwas bewirken kann, denn wenn ich ein gutes Beispiel bin, zieht der Rest ja vielleicht irgendwann nach. Schön, dass du da auf Kant zurückgreifst 😉

            Auf gelichtetes Chaos im Siegel-Dschungel freue ich mich!

            Liebe Grüße

            Antworten
  8. Ela 13. April 2017

    Liebe Jenni, so ein wichtiges Thema! Danke, dass du es aufgreifst. Es passt ja auch so gut zu deinem Blognamen 😉 Pflanzen sind nämlich wirklich viel mehr als „nur Grünzeug“. Seit ich damals Praktikantin beim Menschenrechtsfilmfestival This Human World in Wien war, ist mir ein Dokumentarfilm extrem stark in Erinnerung geblieben – A Blooming Business. Da ging es um die Schnittblumenproduktion, insbesondere auch Rosen aus Afrika. Wieviele Schnittblumen ich seither gekauft habe, kann ich an meinen Händen abzählen. Und die meisten davon zum Muttertag, wenn ich meine Mama nicht persönlich sehen konnte. Wobei ich sagen muss, dass Fleurop & Co inzwischen ja auch Topfblumen anbieten und das habe ich zum Beispiel letztes Jahr in Anspruch genommen. Das ist doch auch eine schöne Alternative zu einem Strauß, der nach 5 Tagen in den Biomüll wandert.
    Viele liebe Grüße,
    Ela

    Antworten
    • Jenni 14. April 2017

      Liebe Ela,

      ich freue mich, dass dir der Beitrag so gut gefällt!
      Du hast recht – er passt wirklich gut zum Blognamen, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. 😀

      Danke dir für den Doku-Tipp – der ist gleich einmal auf der Merkliste gelandet!
      Topfblumen (und generell Topfpflanzen) halte ich ebenfalls für eine deutlich nachhaltigere Alternative als Schnittblumen – und ich denke, der oder die Beschenkte freut sich über dieses schöne Bunt mindestens genauso sehr. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

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  9. Vanillaholica 13. April 2017

    Jenni der Artikel ist große Klasse !
    Ich habe mir zwar auch schon einmal gedacht, dass es nicht sehr nachhaltig sein kann, wenn man sogar schon in Supermärkten Pflanzen für 2-3 € bekommt, aber dass die ganze Sache dann so weit entfernt von allmöglichen ethischen Aspekten ist hätte ich mir nicht gedacht.
    mit fast 9 Mrd Euro, die da über die Kassentheken gehen, ist dass doch schon auch eine enorme Summe an Geld !

    Wenn man dazu noch bedenkt, dass die die meisten Pflanzen wirklich eingeflogen werden, da sind teilweise ja die Giftstoffe noch das wenig „nicht – nachhaltigste“.. Wahnsinn !

    Danke dafür 🙂

    Liebste Grüße,
    Vivi
    Vanillaholica.com

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    • Jenni 14. April 2017

      Liebe Vivi,

      ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen und dich dazu angeregt hat, dich noch ein bisschen mehr mit der Thematik auseinanderzusetzen. 🙂

      Solche und ähnliche Gedanken hatte ich mir vor der Recherche auch bereits gemacht – aber dass das alles so schlimm ist, hatte ich ebenfalls nicht vermuten wollen. Das schiebt man gerne weit von sich, um möglichst nicht darüber nachdenken zu müssen…

      Liebe Grüße
      Jenni

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  10. Natalie 22. April 2017

    Liebe Jenni,

    heute habe ich mir mal richtig viel Zeit genommen, um mal wieder etwas bei dir zu stöbern.
    Was für ein schöner, informativer und toll recherchierter Artikel! Ich bin total begeistert.

    Ich muss zugeben, dass ich mir bisher über die Herkunft meiner Pflanzen und Blumen noch keine Gedanken gemacht habe. Deshalb ist es umso schöner und wichtiger, dass du das getan und deine Gedanken und gesammelten Informationen hier bereitstellst. Vielen Dank dafür!

    In Zukunft werde ich da verstärkt auf die Siegel achten, denn ich gehöre zu denen, die sich aktuell im Supermarkt neben dem Lebensmitteleinkauf auch ab und zu mal einen Strauß Tulpen für den Küchentisch gönnen.

    Da ich gerade wieder seit ein paar Wochen auf dem Land bin, komme ich in den absoluten Hochgenuss, die blühenden Bäume, Sträucher und eine ganze Wiese voller Löwenzahn bewundern zu können. Heute scheint auch immer mal die Sonne, so dass die Bienen und Hummeln fleißig unterwegs sind. Es ist herrlich.

    Ich sende dir ganz viele Liebe Grüße und freue mich schon, wenn wir uns bald cappuccinoschlürfend wiedersehen 🙂

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    • Jenni 23. April 2017

      Liebe Natalie,

      ich freue mich sehr, dass du wieder mal vorbeigeschaut hast und gleich ein paar gute Gedanken mitnehmen konntest!

      Die Sache mit den Pflanzen und der Fairness ist ja auch leider so eine, die gerne mal unter den Tisch fällt – da bin ich selbst auch erst nach einer ganzen Weile drauf gekommen. Aber in Zukunft können wir da alle mehr drauf achten, wo unser Zimmergrün und -bunt eigentlich so herkommt. 🙂

      Oh, deine Landschaftsbeschreibung klingt unglaublich gut! Da wäre ich jetzt auch gerne, glaube ich – so schön ruhig und unberührt und dennoch voller Leben…Genieß‘ deine Zeit auf dem Land – ich sende dir liebste Grüße!

      Jenni

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  11. […] Und abschließend: Deko und Katzen – eigentlich eh ein sinnloses Unterfangen, oder? Die Sukkulenten wurden schon aus dem Regal geworfen und auch der Tischläufer liegt meist unter dem Tisch. Deswegen habe ich mich gegen jegliche Art von frischen Blumen oder empfindlicher Deko auf dem Tisch entschieden. In der Vase stehen ein paar getrocknete Disteln – auf dem Weg zur Arbeit finden sich diese en masse und sind auch um einiges nachhaltiger als Schnittblumen. […]

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