Kichererbsen-Cookies [Cookie Dough #2]

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Dass ich Kichererbsen liebe, wird allgemein bekannt sein. Genauer: dass wir beide hier im Hause Grünzeug Kichererbsen vergöttern wie beinahe kein zweites Lebensmittel. Vielleicht können Tomaten und Äpfel damit konkurrieren. Oder Kakao. Viel mehr aber auch nicht. Daher kochen wir sie auch rauf und runter – und sind nun dazu übergegangen, regelmäßig mit ihnen zu backen.

Denn spätestens, seitdem ich die unschlagbar leckeren Cookie Dough Balls das erste Mal probiert hatte, wusste ich: Hier ist eine riesige Baustelle – eine unendliche Weite innerhalb der Rezeptelandschaft, die (zumindest von uns) dringend noch erschlossen werden muss.

Daher schmilzt unser eingefrorener Kichererbsen-Vorrat denn nun noch ein bisschen schneller als sonst vor sich hin – was die freudige Tatsache mit sich bringt, dass ich schneller einen neuen riesigen Schwung der Hülsenfrüchte nachkochen muss/möchte – und nebenbei immer wieder einen Vorrat an Aquafaba produziere, mit dem ich nun endlich ebenfalls in die Experimentier-Phase starten möchte. (Was dann dabei herauskommt und für gut befunden wird, wird auf jeden Fall auch hier geteilt.)

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Nun verhält es sich so, dass mich viele von euch nach der Veröffentlichung der oben erwähnten Cookies Dough Balls gefragt haben, ob man das Rezept denn nicht abwandeln könnte – in den verschiedensten Hinsichten.

Dazu möchte ich einmal eine generelle Anmerkung loswerden: Natürlich könnt ihr alle möglichen Rezepte, die ihr hier findet, abwandeln, wie das für euch am besten passt und wie ihr das gerne haben möchtet. Ein Rezept ist eine Fußfessel und ich werde auch nicht big-sister-mäßig überwachen, wie genau ihr meine Kreationen beim Nachkochen befolgt. Im Gegenteil – Interpretation ist gerne gesehen! Von Kreativität und Leidenschaft und der Individualität, die hinter jedem Anpassungsprojekt steckt, lebt schließlich eine bunte Küche. Und sowas finde ich großartig.

So großartig, dass ich einem der dringlichsten Wünsche von euch nachgekommen bin – und die Cookie Dough Balls selbst uminterpretiert habe: Ich habe den Teig so umgewandelt, dass dieses Mal nicht nur eine andere Geschmackskomponente und mehr Protein (Sesamprotein) enthalten ist – sondern dass das Rezept am Ende auch ganz ohne Kokosöl auskommt. Denn das war eines der Hauptanliegen für eventuelle Neuversionen gewesen – was ich sehr gut nachvollziehen kann, nutze ich Kokosöl aufgrund des nicht gerade wunderbaren ökologischen Fußabdrucks auch nicht unbedingt in rauen Mengen und suche (wo es möglich ist) gerne nach Alternativen.

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Da ich nach einer tollen Zusammenarbeit mit Raab Vitalfood noch ganz viel  hochwertiges Pflanzenprotein zuhause stehen habe, habe ich kurzerhand den Proteinanteil der Bällchen (die ich hier der Abwechslung halber einfach zu Kichererbsen-Cookies umgeformt habe) durch die Zugabe von Sesamprotein noch ein wenig erhöht und mit den anderen Zutaten etwas herumgespielt – bis am Ende Folgendes dabei herausgekommen ist:

Das Rezept

Kichererbsen-Cookies

  • Portionen: 9-10 Cookies
  • Schwierigkeit: einfach
  • Drucken

Ihr braucht:

  • 1 Tasse Kichererbsen, vorgekocht
  • 3 EL Sesamprotein (ich habe das von Raab Vitalfood genutzt)
  • 5 EL Kokosblütenzucker (Dattelsüße geht aber ebenso gut)
  • 5 EL Sojamilch (oder eine andere Pflanzenmilch)
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 2 EL Erdnussmus, crunchy
  • 3 EL Kakaonibs

So geht’s:

  • Okay, ganz, ganz einfach: Gebt die Kichererbsen in eine Schüssel und zerdrückt sie mit einer Gabel zu einem mehr oder weniger homogenen Brei. (Wie ihr das auch mit einer Banane für Pancakes macht.)
  • Fügt nun die restlichen Zutaten hinzu und verknetet alles zu einem zusammenhängenden Teig.
  • Nehmt kleine Teigstückchen ab und formt nach Belieben entweder Bällchen oder Doodles-artige Kekse.
  • Fertig!
  • Bei Bedarf noch ein wenig im Kühlschrank durchziehen lassen.

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Und wisst ihr was? Als ich das Rezept entworfen habe, war das wieder einmal so eine Kurzschluss-Aktion. Eigentlich (ganz eigentlich) hatte ich vor, gebackene Kekse zu produzieren.

Während ich also munter den Ofen vorgeheizt hatte, werkelte ich in der Küche herum, warf nach und nach die von mir als passend erachteten Zutaten in die Schüssel und rührte kräftig herum – bis mir dann auf einmal auffiel, dass das Backen dieser reichhaltigen und proteinreichen Cookies ja an Selbstzerstörung grenzen würde.

Manchmal bin ich herrlich verplant. Letzten Endes sind die Kichererbsen-Cookies nach erfolgreichem Testen in den Kühlschrank gewandert (wo sie sich – bei Zügelung der im Hause anwesenden Personen – gerne 3-4 Tage halten) und den vorgeheizten Ofen habe ich dann für ein neues Brötchenrezept genutzt. Wäre ja sonst auch ein wenig ärgerlich gewesen mit der verschwendeten Energie.

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Von diesen Kichererbsen-Cookies sind wir allerdings mindestens genauso begeistert wie von ihren doch sehr nach verwandten Cookie-Dough-Schwestern – das Erdnussmus harmoniert wirklich perfekt mit den Kichererbsen und das Sesamprotein bringt noch einmal eine weitere Nuss-Note in den Teig hinein.

Wer aber gerade kein Sesamprotein zuhause hat (ich gestehe: das ist eine sehr spezielle Voraussetzung), der oder die kann auch einfach gemahlene Nüsse als Ersatz verwenden – das sollte genauso gut funktionieren. Immerhin sind die Cookie Dough Balls ja ebenfalls mit gemahlenen Haselnüssen zubereitet.

http://www.schuesselglueck.de/wp-content/uploads/2017/06/Picknickglueck_quadratisch-3.jpg

Und weil die Kichererbsen-Cookies (die ja gar keine richtigen sind) sich wunderbar einpacken und auf sämtliche Abenteuer mitnehmen lassen, reiche ich sie gerade noch rechtzeitig zur Picknick-Blogparade bei der lieben Corinna ein.

Ich wünsche euch viel Freude beim Ausprobieren und Genießen!

10 Comments

  1. Joanna 31. Juli 2017

    Oh Gott sehen die lecker aus! Sind die vom Himmel gefallen? 😄 Dir werden auf jeden Fall nachgemacht! Vielen Dank für die Inspiration ❤️
    Hab einen wunderbaren Tag!
    Joanna

    Antworten
    • Jenni 2. August 2017

      Liebe Joana,

      es freut mich sehr, dass die Cookies dir so gut gefallen!
      Vom Himmel gefallen sind sie vermutlich nicht – aber vielleicht die Idee dazu? 😀

      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude beim Nachmacken und hoffe, sie schmecken dir so gut wie uns!

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  2. neugierige67 31. Juli 2017

    Schmackofatz! Meinst du es schadet, die vielleicht doch zu backen?

    Antworten
    • Jenni 2. August 2017

      Freut mich sehr, dass dir die Kekse gefallen!

      Ich glaube nicht, wenn ich ehrlich bin – aber ich habe es für dieses Rezept nicht über mich gebracht. 😀
      Wenn man sie dünner ausrollt und dann für ein paar Minuten backt, kann ich mir gut vorstellen, dass da leckere Cookies (diesmal auch „echte“) draus werden. 🙂

      Wenn du es ausprobierst, gib‘ mir doch gerne Bescheid, wie das Experiment verlaufen ist!

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  3. Tabea 31. Juli 2017

    Gestern saß ich noch ganz verzweifelt abends vor meinem Laptop und musste feststellen, dass es so gut wie keine neuen Posts als Lesefutter gibt – und heute ist alles voller interessanter Posts meiner Lieblingsblogs und ich habe gar nicht so viel Zeit… aber für deinen Post reicht es, denn der scheint mir am aller lesenswertesten 😉

    Kichererbsen mag ich ja auch sehr – aber Äpfel, Möhren und Quark brauche ich weitaus dringender, um glücklich zu sein. Auch Eier, Zucchini und Knollensellerie sind mir irgendwie wichtiger – und Nüsse! Aber dann kommen da auch irgendwann die Kichererbsen, obwohl grüne Erbsen ja auch mega lecker sind.

    Backen mit Hüslenfrüchten steht schon ewig auf meiner „Will ich mal probieren“-Liste… Irgendwie bin ich noch gar nicht dazu gekommen und dann doch immer wieder bei Haferflocken, Dinkelmehl oder Kleie als Grundlage der Teige gelandet.

    Sag mal, mit dem Aqua-Faba: Ich habe mal gehört, dass man mit dem Kochwasser AntiNährstoffe aus Hülsenfrüchten auswäscht und dieses daher wegschütten sollte. Ist das bei Kichererbsen denn anders?

    Rezepte wandele ich ja auch seehr oft ab – entweder, weil ich Zutaten nicht da habe, oder weil ich eben ein anderes Ergebnis haben will.
    Kokosöl zum Beispiel kommt mir nicht in die Küche – zu teuer und vor allem zu exotisch. Daher freut es mich sehr, dass dein heutiges Rezept keines benötigt 🙂 Jetzt gibt es nur noch ein weiteres Problem: Proteinpulver will ich auch nicht kaufen, weil ich der Meinung bin, dass man ganze Lebensmittel nutzen sollte, um keine „Abfälle“ aus dem übrig bleibenden Zeug werden zu lassen. Außerdem sind solche Pulver mir auch wieder zu kostspielig. Aber sicher kann man das Pulver auch durch etwas Mehl ersetzen, oder? Oh… ich sollte zu Ende lesen: Du schlägst also Nüsse vor 😀
    Mh… und statt den nicht vorhandenen Kakaonibs würde ich dann wohl zu Nüssen oder Schokolade greifen 😉

    Warum wäre das Backen denn eine Selbstzerstörung? Ich bin doch so ein Fan von bröseligen oder knusprigen Keksen 😉 Aber vielleicht verrätst du mir ja irgendwann auch das Brötchen-Rezept, denn meine Rosinenbrötchen (selbstgemacht und eingefroren) sind fast alle.

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Jenni 2. August 2017

      Liebe Tabea,

      ja, manchmal ist es wie verhext, nicht wahr? 😀
      So geht mir das auch ständig – abgesehen davon, dass ich im Moment wirklich nicht mit dem Lesen hinterherkomme, weil das Leben dazwischenfunkt. Aber das ist auch mal ganz schön und die Zeiten ändern sich ja auch wieder.

      Ah, bezüglich des Experimentierens und der Tatsache, dass man am Ende doch wieder beim Altbewährten landet, kann ich dir ein Lied singen! Das geht mir auch sehr oft so – und bis ich dann doch endlich mal die Neuerungen verwirklicht habe, die ich mir wünsche, kann es Wochen oder sogar Monate dauern. Aber dann bin ich meist so begeistert davon, dass ich sie in mein Repertoire aufnehme. Da sollte man sich gar nicht unter Druck setzen, das kommt schon alles von allein. Irgendwann wird die Neugier einfach zu groß. 😉

      Generell hast du Recht mit dem Abschütten des Wassers – in der Regel ist damit aber (soweit ich weiß) das Einweichwasser gemeint, in das sich im Laufe der Zeit die schwer verdaulicheren Stoffe lösen und das deshalb weggeschüttet weden sollte. Das Kochwasser hingegen kannst du auch toll für weitere Arbeiten in der Küche nutzen oder es Suppen und Eintöpfen beimengen, da hier gerade wichtige Nährstoffe enthalten sind, die sonst verlorengehen. Und bei Kichererbsen bietet sich das Aufheben eben aufgrund des so tollen (pflanzlichen) Ei-Schnees an, den man daraus machen kann.

      Generell bin ich auch eher ein Fan davon, Lebensmittel möglichst ganz zu verwerten – das ist für mich die nachhaltigste Form des Konsums. Manchmal machen wir aber eben auch Ausnahmen (die dann aber auch lange halten, das ist das Schöne daran).

      Du kannst die Kekse in der Tat auch backen, denke ich. Gerade, wenn du sie knusprig und bröselig magst, wäre es eine gute Idee, sie dünn auszurollen und ein paar Minuten in den Ofen zu schieben. Ich habe das allerdings, nachdem ich den Teig gekostet hatte, nicht mehr über’s Herz gebracht. 😀
      Vielleicht schaffe ich das aber noch mit einem anderen Kichererbsen-Rezept – mal sehen.

      Und die Brötchen stehen auf jeden Fall auf der To-Do-Liste!

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
      • Tabea 3. August 2017

        To do fürs Wochenende: Kichererbsen kochen und Kekse backen!

        Antworten
        • Jenni 3. August 2017

          Das klingt doch nach einem guten Plan! 🙂
          Ich wünsche dir viel Erfolg beim Umsetzen!

          Liebe Grüße
          Jenni

          Antworten
  4. Christina 2. August 2017

    Hi, das Rezept hört sich so lecker an und für heute Abend wäre es das perfekte Mitbringsel. Aber wo bekomme ich jetzt schnell das Protein Pulver her oder welchen Ersatz gibt es?
    Einen schönen Tag noch und danke für die Insperation 😀

    Antworten
    • Jenni 3. August 2017

      Liebe Christina,

      ach Gott – entschuldige, dass ich zu spät antworte!
      Aufgrund von Leben 1.0 ist hier einiges los gewesen in den letzten Tagen (und immer noch los), sodass ich erst jetzt dazu komme.

      Ich hoffe, du hast die Cookies trotzdem erfolgreich umsetzen können – falls du kein Proteinpulver hast, kannst du auch wunderbar gemahlene Nüsse als Ersatz nehmen. 🙂
      Das Proteinpulver von Raab findest du aber normalerweise im gut sortierten Biomarkt oder im Reformhaus.

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten

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