Wer will ich sein? Von semi-philosophischen Sinnkrisen.

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„Wer will ich sein?“ Diese Frage ist bei weitem nicht so trivial wie sie zunächst vielleicht klingen mag und so ziemlich jeder von uns hat sich sicherlich schon mindestens ein Mal (wenn nicht sogar mehrfach) in ihr verloren. Stellen wir uns diese Frage über einen längeren Zeitraum hinweg, kann es passieren, dass wir uns selbst infragestellen und in eine Art Sinnkrise hineingeraten: Was machen wir hier eigentlich?

Eine unter vielen

So ganz allein auf diesem Planeten? So ganz unabwendbar auf das Ende zusteuernd? Denn genau das ist es doch, müssen wir uns eingestehen, wenn wir ganz ehrlich und schonungslos und bitterernst mit uns sind und uns frei im Spiegel der eigentlichen Wahrheit (gibt es die überhaupt?) betrachten: Wir sind, um bald nicht mehr zu sein. Irgendwann haben wir ein Ende. Eine gruselige Vorstellung. Unsere Aufgabe? Die Zeit „dazwischen“, also zwischen Anfang und Ende, möglichst sinnvoll zu gestalten.

Aber was ist sinnvoll?

Für mich sicherlich etwas anderes als für dich. Und für dich sicherlich etwas anderes als für deine Nachbarin, die wiederum mit deiner Sinnhaftigkeitsvorstellung nicht viel anzufangen weiß. Und nicht nur Normaldenkende, auch diejenigen, die in etwas komplizierteren Bahnen denken (und philosophieren), haben sich mit dem Sinn des Lebens seit mehreren tausend Jahren beschäftigt – und sind (wen wundert’s?) zu keinem allumfassenden und für alle brauchbaren Ergebnis gekommen.

An dieser Stelle möchten wir daher auch nicht das von vornherein sinnlose Unterfangen starten, diesen vielen Menschen voraus oder überlegen sein und den sogenannten Lebenssinn definieren zu wollen. Stattdessen möchten wir über die Grundanfänge der Überlegungen zu diesem Sinn nachdenken – den Sinnkrisen. In so einer stecke ich nämlich gerade.

Eine Million Lebensentwürfe – welcher ist dein nächster?

Was nicht nur zufällig an den bekannten Werbespot mit barfüßig von Automobil zu Automobil hüpfendem, hipsterbarttragendem und rehbeaugtem Kraushaarkopf erinnert, ist die zentrale Lebensfrage, mit der sich die Generation mit den vielen Namen herumzuschlagen hat.

Aufgewachsen zwischen perfekten Körpern, die dermaßen gephotoshoped (?) sind, dass man gar nicht weiß, wo da eigentlich noch Realität auf dem entsprechenden Bild zu finden ist, mit einem Kosmetikmarkt, der keine Wünsche offenlässt und im Gegenteil eher die unglaublichsten Begehrlichkeiten unter dem Deckmantel des schnellen Profits weckt, mit Magermodels, Bodyshaming, Fitnesswahn, aber auch Body Positivity, sind wir, die wir sowieso (WWW sei Dank) scheinbar unbegrenten Zugang zu allen Antworten auf alle Fragen zu haben scheinen, schon in unserer Körperlichkeit problematisiert. Unsere Figur und unser Gesicht gehören uns schon lange nicht mehr selbst, sind Ausdruck unseres Lebensstils, unserer Gewohnheiten, unseres Stolzes, unseres Schams, werden in bisher unbekannten Formen und Medien wahrgenommen und auf uns zurückgeworfen.

Hier beginnt bereits bei dem grundlegenden Erscheinungsbild, was sich fortsetzt in sämtliche Verästelungen unserer Persönlichkeit: Wie will ich wirken – und eng damit verknüpft: Wer will ich sein?

Denn dass wir unser Selbstbild aus den Reaktionen, die wir aus unserer Umwelt zurückgemeldet erhalten, generieren, ist mittlerweile großflächig bekannt und bereits eine etwas angestaubte Erkenntnis. Alles, was wir tun und alles an unserem äußeren Erscheinungsbild ist identitätsstiftend.

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Aber – und das ist der Jackpot, gewissermaßen die 1-Million-Euro-Frage: Welchen der unendlichen Lebensentwürfe, die mir die Weiten der sozialen Medienlandschaften jeden Tag entgegenspülen, möchte ich eigentlich für mich verwirklichen?

Jeder hat seine Attraktivität. Möchte ich die Abenteurerin sein, die Jetsetterin, die Engagierte, die Emanzipierte, die Chefin, die Kreative, die Organsierende, die Selfmade-Frau, die Lerndende, die Lehrende, die Ewig-Junggebliebene, die Erfahrene? Das Problem an der Sache: Eigentlich möchte man alles. Und zwar auf einmal. Einmal perfekter-Lebenslauf-mit-Abenteuercharme-und-Leistungsgesellschaftsverweigerungs-Sahnehäubchen, bitte!

Schon, während ich auch nur diesen Gedanken an seinem Zipfel zu fassen versuche, weiß ich natürlich, dass ich unmöglich all‘ diese Ideen und wünschenswerten Lebensentwürfe in ein einziges – mein – Leben packen kann. Und doch habe ich diese unbestimmte Sehnsucht in mir, während die Tage in dem von mir gerade gelebten und ausgesuchten Entwuf, dieser Skizze eines Lebens, vorbeiziehen. Diese undeutliche Frage, diese Angst, ob es nicht vielleicht doch das Falsche ist, was ich mir aussuchen werde. Ob ich nicht vielleicht doch, wenn ich alt und rückschauend sein werde, mir gewünscht hätte, es anders gemacht zu haben. Besser irgendwie. Gelebter, erfüllter irgendwie.

Unfähigkeit zur Spontaneität?

Darüber spricht man aber nicht. Zumindest habe ich selten darüber sprechen hören. Erst, wenn ich mir ein Herz gefasst und andeutungsweise in Konversationen in diese Richtung gemanövriert habe, echote mir Zustimmung entgegen. Ich bin scheinbar nicht die Einzige, der das so geht. Nicht die Einzige, die kurz vor Ende ihres Studiums mit twenty-something dasteht und vollkommen überfordert ist. Nicht weiß, was sie eigentlich will vom Leben. Oder konkreter: Die eigentlich alles will – und zugleich irgendwie doch gar nicht so viel. Revolutionär-aufregend sein und doch ein bisschen klassiche Konvention – aber bloß nicht zuviel der Heimeligkeit! Man könnte sonst noch denken, wir wären bourgeois.

Die Quarterlife-Crisis

Man hat sogar versucht, dieser Orientierungslosigkeit einen Namen zu geben, der dann so wunderbar wonnig-füllig schallt und dem ganzen Theater ein bequemes Label aufdrückt: Quarterlife-Crisis. Hach.

Irgendwie macht dieser Begriff zwei entgegengesetzte Dinge gleichzeitig: Er hebt diese Unsicherheit, die man nur auf Nachfragen im persönlichen Gespräch, aber in schriftlicher Form vermehrt im Netz (weil sich über solche Dinge doch viel besser schreiben als sprechen lässt) findet, in die Sphären des Ernsthaften. Crisis, das klingt richtig ernst, schon beinahe medizinisch wichtig.

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Auf der anderen Seite schafft dieser Begriff, der ja vielleicht gerade im Hinblick auf diese Erhöhung und die Ernstnahme durch den Rest der Bevölkerung eingeführt wurde, genau das Gegenteil: Dadruch, dass wir andauernd mit neuen Begriffen zur Bezeichnung medizinischer und nicht medizinisch anerkannter Regungen des menschlichen Bewusstseins konfrontiert werden, haben wir das Gefühl, alles würde überpathologisiert werden. Und wenden uns verächtlich ab. Schon wieder so ein Psycho-Trend! Schon wieder so eine Ausrede für all‘ die Dauerstudierenden und diejenigen, die keinen Bock auf’s echte Leben haben!

Wie ich mich dazu verhalten möchte, weiß ich noch nicht genau. Aber ich glaube, ich werde mich der Liga der latent verächtlich Eingestellten (jedoch unter Vorbehalt) anschließen.

Wir sind nicht die Ersten (und vermutlich nicht die Letzten)

Ich glaube, dass der Begriff und das, was dahintersteckt, durchaus ernstgenommen werden muss, weil ich sehr genau weiß, wie blöd es ist, in einer Quarterlife-Crisis zu stecken, habe ich sie mir doch selbst nach wochenlanger Haderung diagnostizieren müssen. Schön ist was anderes. Und ich würde meine Tage auch gerne weiterhin leicht-schwingend-unbeschwert zubringen, anstatt regelmäßig egozentrisch-philosophierend in der Ecke zu hocken und ängstlich der Zukunft zu harren.

Um mich direkt im nächsten Moment Über-Ich-mäßig dafür auszuschimpfen, dass es auf der Welt doch nun wirklich und ernsthaft wichtigere Dinge gebe als trocken-rational betrachtet vollkommen unbegründete und eigentlich ziemlich egoistische Sinnkrisen und warum zum Teufel ich mich eigentlich nicht zusammennehmen könne. Hat doch bisher auch wunderbar funktioniert, die Sache mit dem Leben.

Jetzt will es aber irgendwie nicht mehr so fröhlich-unbeschwert von der Hand gehen. Und ich weigere mich standhaft und mit gewissem Trotz, meine (wie ich finde durchaus berechtigten) Zweifel an der Gesellschaft, dem Leben generell und meinen nächsten Jahrzehnten in Beschäftigung zu ersticken und mit Fleiß und Arbeitsamkeit zu betäuben. Ich. Will. Nicht.

Simone de Beauvoir zweifelte auch – dann darf ich das erst recht

(Man zerlege die Überschrift bitte nicht nach den Regeln der Logik.)

Der Zufall ist manchmal ein schlauer Stratege. Er ließ einen meiner besten Freunde mir nämlich den ersten Teil der Memoiren Simone de Beauvoirs in die Hand drücken. Ich hatte schon seit einer gefühlten Ewigkeit vorgehabt, mich dieser Grande Dame zu widmen, über die ich viel gelesen, von der ich aber bisher (Asche auf mein Haupt) noch nichts unter die Augen bekommen hatte.

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So las ich denn. Und konnte es nicht fassen. Dieses Vorbild von Generationen (nicht nur Frauen) hat so ziemlich dieselben Selbstzweifel, Gefühlsachterbahnen und Hin-und-Hergerissenseinszustände sowie Phasen des überdrehten Optismismus, abgelöst vom weltabgewandter, an Depressivität grenzender Apathie druchgemacht, von der eben so viele junge Menschen derzeit unter dem besprochenen Modewort schreiben. Es liest sich (abgesehen von der etwas altbackenen Sprache) fast, als wäre es aus einem gestern veröffentlichten Lifestyle-Blogbeitrag herauskopiert:

 

Meine Kindheit, meine Jugend hatten sich ohne Störung vollzogen; von einem Jahr zum anderen hielt ich an meiner Einheit fest. Jetzt schien es mir mit einemmal, daß ein entscheidender Bruch in meinem Dasein stattgefunden habe […], aber ich vermochte mich nicht mehr in die gelassen Lernende zurückzuversetzen, die ich vor einigen Monaten noch gewesen war: jetzt interessierte ich mich für meine Seelenzustände weit mehr als für meine Außenwelt.Memoiren einer Tochter aus gutem Hause, S. 181

Weiter schreibt sie, dass sie etwas schaffen wollte, unbedingt, und ihre Energie in ein umfassendes Projekt, „das der Menschheit Ehre machte“ stecken wollte. (Dass ihr das gelungen ist, wissen wir alle.) Wer will mit Anfang Zwanzig nicht die Welt verändern?

Abgesehen davon, dass die gesellschaftlichen Zwänge (die in dem Buch übrigens sehr gut nachvollziehbar geschildert werden) natürlich andere als die heutigen sind: Das Buch hat mir Hoffnung gemacht, zeigt es doch, dass es gar nicht so sehr an unserer Generation Y/beziehungsunfähig/Tinder/Quarterlife-Crisis liegt, dass wir uns manchmal so fühlen, wie wir uns fühlen. Das gab es auch schon vor knapp hundert Jahren. Und wahrscheinlich auch noch früher.

Vielleicht gehört das einfach dazu, zum Erwachsenwerden. Zum so-richtig-erwachsen-Werden.

Und vielleicht sollten wir das auch einfach annehmen, dieses Quarter-Life-Crisis-Dasein, als einen Schritt auf dem Weg zur Entwicklung hin zu unserem zukünfigten Selbst – wo auch immer das liegen wird. Vielleicht sollten wir uns einfach ein bisschen mehr entspannen und uns auch mal diesen Zuständen der die-Welt-ist-doch-nicht-so-toll-Gedanken überlassen und nicht sofort einen schubladenerschaffenden Begriff aus der Trickkiste zaubern. Mir jedenfalls geht es mit diesem Gedanken gleich viel besser.

Und euch? Kennt ihr Quarterlife-Krisen? Oder andere Sinnkrisen? Wie geht ihr damit um?

16 Comments

  1. Marie 6. Februar 2017

    Liebe Jenni,
    was du hier schreibst, erinnert mich tatsächlich an mich zu Beginn meines Masterstudiums. Nach dem ganzen Stress im Bachelor hatte ich mich dazu entschieden, weiterzustudieren und auf einmal wusste ich nicht mehr, ob das die richtige Entscheidung war. Nochmal umziehen, nochmal Anschluss finden, nochmal studieren, nochmal Stress – wofür?
    Auch ich bin damals auf dem Begriff Quarterlife-Crisis gestoßen und habe das zunächst auf unsere aktuelle Gesellschaft geschoben. Es ist irgendwie beruhigend, zu sehen, dass es das schon viel früher gab und es vielleicht einfach normal ist. Dann müsste es doch allen ab und zu so gehen.
    Mittlerweile stehe ich kurz vor dem Abschluss und auch, wenn solche Gedanken manchmal noch auftauchen, freue ich mich auf den neuen Lebensabschnitt. Wir können sowieso nicht immer alles richtig machen und werden manchmal auch falsche Entscheidungen treffen. Ich denke, wir sollten das alles ein bisschen gelassener angehen.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Jenni 6. Februar 2017

      Liebe Marie!

      Du glaubst gar nicht, wie gut das tut – zu lesen, dass es anderen ganz genauso geht. Manchmal, mitunter, phasenweise. Danke dir für deinen Kommentar, wirklich!

      Bei mir hat sich auch zu Beginn des Masterstudiums gar nicht diese so wichtige Frage („Was mache ich hier eigentlich?“) gestellt, sondern vielmehr erst jetzt, wo ich ebenfalls kurz vor dem Abschluss stehe und dem gähnenden Abgrund des Neuen gleichsam zitternd, aber auch freudig-aufgeregt entgegensehe. Man ist auf einmal losgelassen von den stützenden Institutionen, schwebt vor dem, was man „Leben“ nennt. Positiver: Man ist frei. Und das überfordert mich manchmal.

      Ich glaube, du hast recht: Wenn wir uns weniger vor Augen führen, was wir alles tun könnten, welche Gelegenheiten wir eventuell verpassen würden – dann fiele es uns wesentlich leichter, einfach anzufangen und zu schauen, wo wir rauskommen. Das ist ein schönes Fazit zum Mitnehmen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  2. Franzi 6. Februar 2017

    Liebste Jenni,
    du und deine wunderbaren Gedanken, ich lese sie einfach so gern. 🙂

    Diese „Krise“, die kenne ich nur zu gut. Sie ereilt mich auch immer und immer wieder. Irgendwie ist alles so schön bunt und wild und frei und dann möchte ich bodenständig sein, abenteuerlustig, aber am Liebsten auch gemütlich auf dem Sofa sitzen…

    Du ahnst, wie es weitergeht.

    Wir sollten uns alle viel weniger in Kategorien aufteilen, sondern endlich lernen einfach mal zu machen. So. Amen 😀

    Antworten
    • Jenni 6. Februar 2017

      Liebe Franzi!

      Ach, ich danke dir für deine nie versiegende positive Energie – nur du schaffst es vermutlich, solche Dinge so resolut anzupacken und auf den Punkt zu bringen, gleichzeitig aufbruchbereit und zuversichtlich. Und ich danke dir für deine lieben lobenden Worte – sie freuen mich sehr! 🙂

      Das mit dem Anpacken-und-Loslegen – da bin ich ganz bei dir. Manchmal wäre ein bisschen weniger Kopf und ein bisschen weniger Nach-links-und-rechts-Schauen eine sehr gute Idee (was für eine Ironie! 😉 ).

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  3. Miu 6. Februar 2017

    Ich bin überzeugt, dass es diese ‚Krise‘ schon immer gegeben hat 😉 Irgendwann kann man leider nicht mehr in der Blase der Kindheit bleiben, in der die Erwachsenen einem die ’schlimmen‘ Sachen abnehmen. Ich tue mir auch etwas schwer mit dem Ausdruck ‚Krise‘. Wenn ich an mich selbst denke, ist es eher so etwas wie der Unwille, mich jetzt um alles selbst kümmern zu müssen und es auch mit den Fehlern im System aufnehmen zu müssen. Und obwohl das Internet eventuell zur Überforderung beiträgt, mit der Vielzahl an Lebensentwürfen, die es präsentiert, bietet es eben auch die Möglichkeit festzustellen, dass es auch noch andere Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich. Oder aber auch, die mir eine vollkommen andere Lebensweise vorstellen.
    Deswegen würde ich sagen, dass du schon dabei bist, die Welt ein bisschen zu verändern 🙂 Ich bin begeistert, dass ich deinen Blog entdeckt habe, der mir immer wieder einen Stups in Richtung Nachhaltigkeit gibt. Ich würde mich sehr freuen, wenn durch deine Quarterlife-Krise zumindest dein Blog nicht in Frage gestellt wird 🙂

    Antworten
    • Jenni 6. Februar 2017

      Liebe Miu!

      Ich danke dir für deinen reflektierten Kommentar – und natürlich auch herzlich für deine lieben Worte, das bedeutet mir viel.
      Keine Sorge – mein Blog wird dadurch absolut nicht infrage gestellt – ganz im Gegenteil: Er ist Kommunikationsmedium gerade dieses Bedürfnisses zum Schreiben und irgendwie auch der latenten Freude, das mit euch zu teilen. Es gibt hier halt ganz viel Nachhaltigkeit – aber eben auch solche Texte, die zeigen sollen, dass nicht immer alles eitel Sonnenschein ist (was ganz normal ist, glaube ich – nur haben wir verlernt, das zu kommunizieren).

      „Krise“ halte ich auch für einen problematischen, mindestens aber zu diskutierenden Begriff. Daher weigere ich mich auch, die „Quarterlife Crisis“ als diejenige zu akzeptieren, als die sie in den Schlagworten und Clickbait-Überschriften thematisiert wird. Ich glaube, die Gründe für so ein Zweifeln am Ich und der Welt sind komplexer als es ein Begriff auf den Punkt zu bringen vermag (nichtsdestotrotz brauchen wir vermutlich einen). Dein Vorschlag mit dem „Unwillen“ gefällt mir sehr gut – ich glaube, ich habe eigentlich wirklich keine Lust darauf, mit so vielen Dingen gleichzeitig konfrontiert zu werden. Aber das ändert ja nichts daran, dass es getan werden muss, dass Entscheidungen getroffen werden und Lebensentwürfe geplant werden müssen.
      Ich möchte es mit dem Credo meiner imaginären Großmama halten: Kommt Zeit, kommt Rat. 😉

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  4. Kati | 50percentgreen 6. Februar 2017

    „Und ich weigere mich standhaft und mit gewissem Trotz, meine (wie ich finde durchaus berechtigten) Zweifel an der Gesellschaft, dem Leben generell und meinen nächsten Jahrzehnten in Beschäftigung zu ersticken und mit Fleiß und Arbeitsamkeit zu betäuben. Ich. Will. Nicht.“

    Ja, ja, ja. Absolute Zustimmung. Ich kann echt nicht immer unter jeden Post „Toller Post“ schreiben, aber so ist es 🙂

    Diese Zerrissenheit kenne ich nur allzugut. Solange man noch im Wandel begriffen ist und dieser in trockenen Tüchern ist („Noch 2 Jahre, dann habe ich meinen Abschluss und bis dahin weiß ich schon, was ich will!“), ist alles gut. Aber dann steht man auf einmal wieder vor all den tollen Optionen – oder hat sich gar schon welche verbaut und ist auch noch unzufrieden mit sich selbst – und weiß nicht weiter.

    Ich rede oft mit Freunden über dieses Thema. Gerade beruflich ging und geht es für alle langsam los, und was man latent spürt, ist, dass wenn man in den Job einstiegt – und den richtigen gewählt hat – Ruhe einkehrt. Man weiß endlich, was man tut, und wofür man es tut. Man quetscht sich selbst endlich in eine Schublade – zumindest in einer Hinsicht – und ist das „Ich studiere was mit XY“ – „Ach, was kann man damit denn dann machen?“-Geeiere los.
    Also bei einigen. Bei manchen auch nicht. Es ist vermutlich wie mit der Partnersuche. Manch einer wirkt dann gesetzter und ruhiger, andere sind innerlich immer noch auf der Suche nach einer besseren Option.

    Wie man damit umgehen kann, weiß ich aber auch nicht. Ich als Kopfmensch habe doch eigentlich schon seit Jahren alle nur denkbaren Optionen durchgespielt und es kommt dennoch immer anders – deswegen versuche ich, mich von dem ganzen Gedankentheater nicht so arg lähmen zu lassen und einfach los zu machen. Außerdem findet sich doch eigentlich schon immer alles irgendwie. Die 20er sind schwierig, im „Alter“ wirds besser 😀 Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage pauschal: der Mensch braucht Struktur, Routine, Sicherheit. Deswegen: in den 20ern auf die Kacke hauen (aber mit einem halben Auge auf die Zukunft, um sich da nix komplett zu verbauen), damit man sich später nicht vorwerfen muss, etwas verpasst zu haben – aber danach darf man dann auch sagen, hey, ich mag meine Schublade. Sie gibt mir Sicherheit. Und das Gras in der anderen ist nicht grüner, sondern hat nur eine andere Schattierung.

    Liebe Grüße,
    Kati (die nie so lange Kommentare schreibt wie bei dir 😀 )

    Antworten
    • Jenni 8. Februar 2017

      Liebe Kati!

      Zunächst: Ich freue mich wahnsinnig, dass du bei mir so lange Kommentare hinterlässt! Danke dir ganz herzlich dafür! Und natürlich freue ich mich auch, dass dir meine Beiträge bisher allesamt so gut gefallen – da geht einem das Schreiberling-Herz auf! 🙂

      Ich muss gestehen: Aus deiner Perspektive hatte ich das Ganze bisher noch gar nicht betrachtet. Dass auch Schubladen ganz nett sein können oder man es sich in ihnen nett machen kann. Vielleicht ist das wirklich so ein Alters-Ding und mit 40+ schaue ich mir dann diese Artikel nochmals an (falls sie bis dahin überleben werden im sich so schnell wandelnden digitalen Zeitalter) und denke mir: Also irgendwie hast du damals ja komisches Zeug von dir gegeben… 😉
      Wahrscheinlich ist diese Ich-weiß-nicht-wohin-Situation gerade aufgrund der fehlenden Sicherheit durch ihre Ablehnung von allem Konventionell-Arbeitsamen gekennzeichnet. Wahrscheinlich hast du recht mit deinem weisen Ratschlag – alles mitnehmen, was geht (hey, wir sind noch jung!) und nebenbei immer mal wieder nach links und rechts schielen, um zu schauen, was man denn vielleicht aus seinem Leben irgendwie zu machen gedenkt. Ohne sich festzulegen natürlich. Das vermittelt, wo ich so dran denke, auch ein schönes Gefühl der Freiheit. Danke dir.

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  5. Julia 6. Februar 2017

    Liebe Jenni,
    ich glaube, dass man gar keinen Begriff braucht, für diese Zeit, in der sich alles ändert. Der Schritt ins „echte, richtige“ Erwachsenenleben kann ganz schön beängstigend sein. Vielleicht auch, weil man glaubt, jetzt irgendwelche Dinge tun zu müssen, weil man die eben so macht. Einen Bausparvertrag abschließen, zum Beispiel. Man will ja nicht immer zu Miete wohnen müssen. Oder sich für einen Job zu entscheiden, unter dem man vielleicht bis zur Rente leidet. Das Gute an Entscheidungen ist aber, dass man sich auch wieder umentscheiden kann. Was vielleicht vor 3 Jahren zu mir gepasst hat, kann heute schon wieder ganz falsch sein. Die Welt ist groß, man darf sich immer, wirklich zu jeder Zeit seines Lebens, ausprobieren. Und das sage ich, die schon lange aus der Quarterlifecrisis heraus ist und jetzt, Mitte 30, immer noch von Zweifeln getrieben wird 🙂
    Alles Liebe!
    Julia

    Antworten
    • Jenni 8. Februar 2017

      Liebe Julia!

      Ich danke dir für deine ermunternden Worte, die mir in Zeiten, in denen mir alles so festgefügt scheint (obwohl ja eigentlich – neutral betrachtet – in der Welt da draußen ja das genaue Gegenteil los ist), wirklich Mut machen, energisch in die Zukunft zu schauen. Oder immerhin: positiv.
      Es ist ein schöner Gedanke, dass ich nicht jetzt und sofort entscheiden muss, was ich für den Rest des Lebens machen möchte – man hat irgendwie immer den Eindruck, genau das sei der Fall. Und das kann dann irgendwie zu einigermaßen apathischen bis abwehrenden Reaktionen führen. Eine Idee, wohin es gehen soll, habe ich tatsächlich schon – aber ich weiß nicht, ob sich das umsetzen lässt. Wir wollen es hoffen.
      Unterdessen feiern wir das Leben in aller Unvorhersehbarkeit. 🙂

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  6. Tabea 7. Februar 2017

    Ach – du sprichst einfach immer die grundlegendsten Dinge an, die einen wirklich in Sinnkrisen führen können, sobald man doch mal bewusst drüber nachdenkt.

    Vor dem „Ende“ habe ich ehrlich gesagt immer mal wieder Angst… also nicht vor dem wirklichen Tod selbst, sondern vor der Zeit, in der es mit körperlichen und geistigen Fähigkeiten nicht mehr so gut steht, wie in den etwas jüngeren Jahren. Ich habe so Angst, dass ich meine Mitmenschen dann nerve, weil ich nicht mehr am Puls der Zeit denke… oder davor, auf viele Medikamente angewiesen zu sein.
    Von daher will ich mein Leben vorher natürlich auch voll genießen…

    Was du da schreibst, dass man für alles, was man tut / sagt / trägt / ist, beurteilt wird und mit den „besseren“ Menschen, seien sie nun echt oder gephotoshopt, verglichen wird, finde ich immer wieder schade… aber leider weiß ich auch nicht, wie wir aus diesem Streben nach Perfektionismus und Anerkennung durch die Gesellschaft rauskommen sollen.

    Darüber, wie viele Lebensentwürfe uns vorgelebt werden & wie viele davon ich verwirklichen will, war ich mir noch gar nicht so recht bewusst. Ich wusste zwar immer, dass ich keine Karrierefrau sein will & erst recht nicht die Hausfrau mit drei Kindern, aber viel mehr auch nicht. Reisefreudig? Ja, bitte. Intelligent? Bitte auch. Zielstrebige Person, die Wünsche umsetzt? Ja! Hübsch & Natürlich und zum Pferde Stehlen? Mensch, (fast) nichts lieber als das 😉 Du siehst schon… ich wäre auch gern so vieles. Und Weltretterin wäre ich dabei gern nebenbei auch noch.
    Aber all das kann ich wohl nicht sein und mir nur Mühe geben, von allem ein bisschen was zu verwirklichen.

    Dieser Begriff der „Quaterlife-Crisis“ ist irgendwie echt nicht mein Fall – für mich sind diese Überlegungen und Unsicherheiten einfach nichts, was man mit so einem „neumodischen“ Wort abtun sollte – sie sind viel mehr omnipräsent und zeigen, dass einem das eigene Leben doch nicht ganz egal ist, oder? Von daher begrüße ich es, dass Menschen wie du die Zweifel nicht verdrängen und wegwischen wollen!

    Dein Abschlussgedanke gefällt mir richtig gut. Ich hoffe, ich denke dran, entspannter zu sein, falls ich mich mal in dieser Sinnkrise wiederfinde – denn aktuell lebe ich noch unbeschwert und bin überzeugt, das richtige Studium für mich ergriffen zu haben 🙂

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Jenni 8. Februar 2017

      Liebe Tabea!

      Ich freue mich wirklich sehr, dass du durch meine Texte immer mal wieder zum Nachdenken angeregt wirst – genau das möchte ich (indem ich ja doch einigermaßen private Gedanken hier teile) auch bewirken. Einerseits sind sie Selbstausdruck, andererseits sollen sie anderen da draußen zeigen: Hey, wenn ich auch so fühle, dann ist das gar nicht so unnormal!

      Der Druck vonseiten der Gesellschaft ist, so glaube ich, einer der Endgegner, mit dem wir es aufzunehmen haben: „Mach‘ doch was Vernünftiges!“, „Das ist ja brotlose Kunst“ und solche Dinge werden in dem Bereich, in den ich einsteigen möchte, immer wieder wiederholt wie ein Mantra, das man nur oft genug zu sagen braucht, damit es wahr wird. Man kann versuchen, drüberzustehen – und meistens tue ich das auch -, aber es ist alles andere als einfach.

      Ich glaube (nach reiflichen Überlegungen wahrlich keine ernsthaft neue Erkenntnis), dass das weniger Nachdenken und Alles-Infrage-Stellen uns vielleicht auch ab und zu helfen würde, alles ein wenig gelassener anzugehen. Ich finde es nach wie vor wichtig und richtig, sich über alles bewusst zu sein und vieles nachzudenken – aber ich glaube (wie auch die anderen Kommentatorinnen hier schon bemerkt haben), dass es irgendwann auch einfach nur noch darum geht, einfach mal zu machen. Leinen los und ab geht’s! No matter where we end. 🙂

      Und es ist ein absolut beruhigender Gedanke, dass solche „Quarterlife Crisis“ auch schon lange, lange vor uns bekannt waren und die Menschen sich damit herumquälen mussten. Manche Dinge ändern sich vielleicht doch nicht so sehr über die Jahrhunderte.

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
      • Tabea 8. Februar 2017

        Deine Gedanken dazu, sich mit seinen so privaten Gedanken zu präsentieren, finde ich richtig schön. Genauso denke ich auch manchmal ein wenig, wenn ich doch mal von meinen verrückten Momenten berichte… oder auch mit „Kennt ihr das?“ will ich zeigen, dass man mit vielem Zeug nicht allein ist.

        Unsere Gesellschaft scheint leider aktuell echt zu viele Vorstellungen davon zu haben, was man machen darf und was nicht. Nicht dick sein – sonst ist man faul und ungesund; im Restaurant nicht nur Salat essen – sonst ist man magersüchtig; nicht Kunst studieren – damit kann man kein Geld verdienen; nicht einfach mal frei machen – sonst versaut man sich den Lebenslauf… to be continued oder so 😉

        Ich glaube, jeder kann aber viel eher erfolgreich Geld verdienen, wenn er einfach etwas tut, was er WIRKLICH möchte. Denn wer will, wird auch Wege finden, davon zu leben – und wenn es eben mit ein paar (hundert) Euro weniger pro Monat ist. Glück kann man nicht kaufen, aber der falsche Job macht psychisch krank… schade, dass da kaum jemand dran denkt, wenn er anderen sagt, mit ihrer Passion könnten sie nicht ausreichend viel verdienen.

        Also ja: Einfach mal machen ist immer gut – aber eben doch nicht so einfach 😉

        Liebe Grüße

        Antworten
  7. Sharon 11. Februar 2017

    Liebe Jenni,
    das ist ein Text, der wirklich berührt – und mir sind diese von Dir beschriebenen Gedanken und Ängste mehr als vertraut. Ich finde es toll, dass Du auch Themen wie diese ansprichst und die Kommentare zeigen, dass Du (wir) nicht allein mit solchen Gedanken bist.

    Und Dein Vergleich mit Simone de Beauvoir verdeutlicht umso mehr, wie tief solche Gedanken in uns Menschen verankert sind. Egal, in welcher Epoche wir geboren wurden.

    Obwohl ich mit zunehmendem Alter tatsächlich etwas gelassener und auch ein wenig gnädiger mit meinen hohen Ansprüchen an mich selber geworden bin, so durchlebe ich immer wieder die ein oder andere Sinneskrise und sehe mich selbst immer noch im Prozess des „richtig“ Erwachsenwerdens (endet dieser überhaupt irgendwann mal🤔? ). Ich denke, jeder Mensch geht eben anders mit Veränderungen und neuen Lebensabschnitten um – und das ist auch gut so.

    Um auf Deine Frage zu antworten: Wenn ich eines mit Sicherheit sagen kann – aus der Sicht einer etwas älteren Generation *hust* – dann, dass Du Dir nicht allzu viele „schwere“ Sorgen um die Zukunft machen solltest. Das wäre es auch, was ich meinem jüngeren Ich sagen würde, wenn das ginge: Sorge Dich nicht so viel, lebe. Liebe und träume, bleib immer neugierig – und vor allem nie den Humor verlieren. Ich weiß, ist immer einfacher gesagt, als getan und es klingt beinah wie ein schnöder Kalenderspruch. Die Zukunft kommt so oder so, wir können unser Leben in gewisse Bahnen lenken, aber es gibt keinen 100% richtigen oder falschen Weg. Sich das immer mal wieder bewusst zu machen, hat mir schon geholfen.

    Ich denke, worauf es ankommt, ist unsere Einstellung zum Leben, zu den Menschen und zu unseren Fehlern (die wir alle haben und auch machen) und die Verantwortung dafür zu übernehmen (wahrhaft kein leichtes Unterfangen). Ob das dann alles am Ende einen Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt😆.

    Aber ich bin mir ganz sicher, dass – egal für welches Lebens“Modell“ Du Dich heute oder morgen oder erst in ein paar Jahren entscheidest – Du Deinen Weg gehen und Dein Leben glücklich meistern wirst!

    Ich hoffe sehr, dass meine Worte nicht zu „schwammig“ rüber kommen, doch wenn ich jetzt tiefer in die Materie eintauche, wird das ein Kommi in Rekordlänge.

    Ich wünsche Dir jetzt ein schönes, sorgenfreies Rest-Wochenende,
    alles Liebe
    Sharon

    Antworten
    • Jenni 13. Februar 2017

      Liebe Sharon!

      Ich habe mich unglaublich ünber deinen schönen Kommentar gefreut – und ich danke dir nicht nur dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, so viel zu schreiben, sondern dass du mir (und den anderen hier) auch deine eigene Perspektive der Dinge so ausfühlich und ehrlich nahelegst. Das weiß ich wirklich zu schätzen.

      Und ich glaube, du hast absolut recht mit dem, was du sagst: Vielleicht ist es besser, weniger den Denkapparat da oben zu benutzen und einfach zu machen. Dabei das Leben genießen, wie es schon ist und nicht zwanghaft auf einen bestimmten Traum oder ein konkretes Ziel hinarbeiten – das wird sich schon von selbst irgendwie finden. Und wenn ich an einer Stelle meines Lebenslaufs immer noch unzufrieden bin, habe ich immer die Freiheit, alles umzuschmeißen und wieder von Neuem zu beginnen. Oder richtiger: An einer anderen Stelle anzusetzen.
      Es sind befreiende Gedanken, solche Überlegungen.

      Ich frage mich auch sehr häufig, ob das mit dem „Erwachsenwerden“ eigentlich irgendwann zu Ende ist – mit 12 habe ich gedacht, ich wäre mit 18 soweit, mit 18 dachte ich, ich wäre mit Mitte Zwanzig soweit…und heute habe ich nicht das Gefühl, erwachsen zu sein. Vielleicht kommt das nie. 😀

      Danke dir für deine klugen und aufbauenden Worte, liebe Sharon!

      Liebe Grüße
      Jenni

      Antworten
  8. […] Ebenen und Philosophisches, das mich sehr anspricht. Wer mal reinlesen möchte, dem lege ich die 20something-Sinnkrise, den Beitrag über unsere Zukunft und den zum Bücher ausmisten nahe […]

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