Eine neue Türkei-Reise: Yumurtalık + Adana 2018 [Teil 2]

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19. August 2018

Das ist der zweite Teil des Türkei-Reiseberichts 2018. Den ersten Teil findet ihr hier. 

Tag 4: Antakya (Antiochia) + Titus-Vespasianus-Tunnel

In der Türkei gibt es überall spannende Ruinen aus allen erdenklichen Epochen der Menschheitsgeschichte zu entdecken. Hethither, Griechen und Römer, so hat man manchmal den Eindruck, gaben sich hier die Klinke in die Hand.

Viele der Monumente, die es theoretisch zu bestaunen gibt, sind nicht einmal richtig ausgegraben – von wissenschaftlicher Erforschung gar nicht zu reden.

Die Folge: Überall ragen historische Stätten aus dem Boden, liegen halb ausgegrabene Dörfer und Städte herum. Nur selten wird das, was da aus der Erde gezogen wird, für Tourist*innen aufgearbeitet (und das dann meist – jedenfalls wenn man deutsche Verhältnisse als Maßstab anlegt – nur rudimentär).

Antakya: St.-Petrus-Grotte, die wahrscheinlich älteste Kirche der Welt

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Antakya (Hauptstadt der Provinz Hatay) beispielsweise ist eine der Schaltstellen christlicher Geschichte: Von hier aus soll Petrus begonnen haben, Kleinasien zum Christentum zu bekehren.  Früher hieß die Stadt Antiochia – und ist spätestens aus den legendenreichen Überlieferungen der Kreuzfahrer ein Begriff.

Wir waren dort, um die sagenhafte St.-Petrus-Grotte zu besuchen, von der aus Petrus die erwähnte Missionierung durchführte und die gleichzeitig der ersten christlichen Gemeinde (so wird es jedenfalls erzählt) Unterschlupf bot.

Wir standen vor der wahrscheinlich ältesten Kirche der Welt.

Die Grotte liegt oberhalb der Stadt in einen massiven Fels gehauen. Zugänglich ist im Moment nur der vorgelagerte Altar-Raum, dessen einstige Pracht man an Mosaik- und Malerei-Überresten an Boden und Wänden noch gut erahnen kann. Der Rest der Kirche befindet sich hinter einem verzweigten, tief in den Fels führenden Gang-System, das aufgrund von akuter Einsturzgefahr im Moment nicht betreten werden kann.

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Seht ihr die kleinen Fenster im Fels?

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Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, genau dort zu stehen, wo die ersten Christ*innen sich zu einer Gemeinde zusammengeschlossen und sich tief in einen Berg zurückgezogen hatten.

Dort oben war es sehr windig, die Abhänge waren steil und man konnte jede*n, der oder die plante, sich dem Felsen zu nähern, auf mehrere hundert Meter sehen – eine perfekte Zufluchtsstätte in Zeiten der Christenverfolgung.

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Gerade, als wir schon umkehren wollten, weil wir Altar und Kapelle ausreichend besichtigt hatten, kam einer von den sicherlich aus Romanen bekannten Jungen, die am Rand solcher Sehenswürdigkeiten oder auch in Städten eilfertig darauf warten, gegen ein paar Lira etwas zum jeweiligen Bauwerk zu erzählen oder die Tourist*innen an ganz besondere Orte zu führen, und erzählte uns von zwei Statuen, die sich angeblich ganz oben auf dem Berg befinden sollten.

Zunächst hatten wir…Respekt vor der Höhe und dem Geröll, das in seiner Anordnung nur mit Mühe als Weg durchgehen konnte. Aber dann dachten wir daran, dass wir so schnell sicherlich nicht noch einmal herkommen würden und machten uns (unter sorgenvollem Gezeter von Serdars Eltern, die sich über die leichtsinnige Jugend von heute beschwerten) an den Anstieg.

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Wir wurden nicht enttäuscht: Auf dem Gipfel erwarteten uns zwei rudimentär sichtbare, aber dennoch erkennbare Statuen- beziehungsweise Relief-Überreste.

Wir dachten erst, dass das Relief-Porträt möglicherweise Jesus darstellen könnte. Wikipedia sagt allerdings, dass es sich entweder um Charon, den antiken Fährmann, der die Toten gegen einen Obolus in den Hades brachte, oder (wahrscheinlicher) um eine Mitglied der Seleukiden-Dynastie handelt, das die Stadt gegründet hat.

Die Stele daneben ist für uns nach wie vor rätselhaft und auch Google schweigt zu dem Thema.

Titus-Vespasianus-Tunnel

Unser nächster Stop an einem sehr ereignisreichen Tag war der Titus-Vespasianus-Tunnel, der ganz in der Nähe der syrischen Grenze bei Samandağ liegt.

Ich muss zugeben, dass wir eine Weile hin- und herüberlegt haben, ob wir wirklich dorthin fahren würden – denn das Gebiet gilt im Moment als nicht besonders sicher. Man soll die Bomben hören können, Minenfelder sollen in der Nähe sein. Gehört und gespürt haben wir vom Krieg dann allerdings nichts – was das mulmige Gefühl, als Tourist*innen antike Stätten zu besichtigen, während Menschen ein paar Kilometer weiter um Leben und Tod kämpfen, nicht mildern konnte. 

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Shirt: Les Racines du Ciel / Rock: People Tree / Schuhe: Nomadic Sandals

Der Titus-Tunnel ist ein UNESCO-Welterbe und wurde unter Kaiser Vespasian (69-79) als Wasserumleitung angelegt, da der Hafen vom nahegelegenen Antiochia durch den zufließenden Fluss zu wartungsintensiv war. Mittels einer Umleitung der Wassermassen durch einen eigens angelegten Tunnel versprach man sich Besserung (der Hafen verlandete allerdings dennoch). Spätestens im 2. Jahrhundert soll das Bauwerk aus Dämmen und Tunneln fertiggestellt worden sein.

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Oberirdisch ging es über befestigte Wege weiter, an Ständen mit frischem Obst und den obligatorischen antiken Bauwerken vorbei. Wir haben unser erstes Souvenir gekauft: frisch gepresstes Leinöl, direkt von der Familie, die auch die ansonsten brach liegenden Flächen im und um den Titus-Tunnel herum bewirtschaftet und dort beispielsweise Paprika und Auberginen anbaut und Olivenöl- und Lorbeer-Seife herstellt.

Durch einen zweiten Tunnel gelangten wird dann irgendwann in die absolut gefühlte Wildnis und strauchelten über mannshohes Geröll und hopsten über Bachläufe, fingen uns Kletten ein und mussten dann irgendwann nach einer Stunde resigniert umkehren, als absehbar war, dass wir andernfalls irgendwo in den Bergen wieder rauskommen würden. Jedenfalls nicht in der Nähe von Menschen.

Das war ein kleines Abenteuer für sich.

Vor allem, als wir aus lauter Durst von dem noch immer durch einige Wasserleitsysteme laufenden Quellwasser tranken und erst im Nachhinein bemerkten, dass die steinernen Leitungen mit Blutegeln bevölkert waren…War aber auch alles sehr dunkel dort!

Ich hätte ungelogen alles essen können, was mir in der Türkei an Obst und Gemüse über den Weg gelaufen ist. So authentisch, so intensiv und so lecker. Darauf werde ich nie klarkommen, glaube ich.

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Vakfili, das letzte armenische Dorf in der Türkei

Die Sache mit den Armeniern und den Türken ist eine für sich – für den Fall, dass ihr noch nichts von dem Völkermord an den Armeniern gehört habt, der von der Türkei hartnäckig (und auch von einigen, die ich kenne) geleugnet wird, schaut euch gerne diese erste Zusammenfassung an. Das ist wirklich wichtiges Wissen, um nicht alle, aber zumindest einige nach wie vor aktuelle Zusammenhänge die Türkei betreffend zu verstehen.

Im Moment gibt es noch genau ein offiziell anerkanntes armenisches Dorf in der Türkei – und das ist Vakfili, ebenfalls in der Provinz Hatay in den Bergen gelegen.

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Das Zentrum des Dorfes bildet der legendäre Moses-Baum. Er soll 2000 Jahre alt sein und zusammen mit der benachbarten Quelle entstanden sein, als Moses mit seinem Stab auf die Erde schlug, um das Land fruchtbar und für Menschen bewohnbar zu machen. Diese Geschichte ist auch im Koran zu finden.

Das Wasser der Quelle gilt dementsprechend als heilig – und nach wie vor leben die Menschen hier überwiegend und fast ausschließlich (jedenfalls, was die Flüssigkeitsversorgung anbelangt) hiervon.

Der kleine Markt, der in Vakfili scheinbar immer abgehalten wird, bietet von Ramsch über faszinierende Handwerksarbeiten bis natürlich hin zum Essen alles Mögliche an. Einige Spezialitäten sind so besonders, dass die Menschen von weither kommen, um sie extra hier zu erwerben (zum Beispiel das Olivenöl, die daraus hergestellte Seife und auch hier die Lorbeerseife).

Wir kosteten die unserer Meinung nach beste Süßigkeit der Welt, die uns bereits bekannt war, da sie in der Türkei sehr gerne gegessen wird – aber noch nie hat sie jemand so gut zubereitet: Traubenkerb

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Die beste Süßigkeit der Welt, genossen im letzten armenischen Dorf der Türkei hoch in den Bergen, während auf dem Dorfplatz ein Hochzeits-Fotoshooting stattfindet, der Brautschleier kunstvoll vor dem der Legende nach über 2000 Jahre alten Moses-Baum nebst heiliger Quelle drapiert wird. Sirup und Nüsse, kein Zucker, handgemacht seit wohl schon ewig. Saftiger Preis, der unvergleichlicher Textur-Geschmacks-Kombination mehr als gerecht wird. So zartschmelzend, dass man heulen möchte.

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Und während wir über den Platz liefen, uns durch die kleine Markt-Straße treiben und den Geschmack der wahrscheinlich besten Süßigkeit der Welt auf der Zunge zergehen ließen, meinte ich, von irgendwoher deutsche Satzfetzen aufzuschnappen.

Das konnte aber nicht sein. Nicht in der tiefsten Türkei, hoch oben in den Bergen, im letzten armenischen Dorf.

Wir bogen um die Ecke und sahen Serdars Eltern im angeregten Gespräch mit einer Großfamilie. Und alle sprachen ganz definitiv Deutsch. Mein Blick scheint ein wenig entglitten zu sein. Jedenfalls blickte ich relativ schnell in strahlende Gesichter (dass ich aus Deutschland kam, musste ich dank meines Aussehens niemandem erläutern) und wurde höflich nach meinem Befinden und dem bisherigen Reiseverlauf gefragt.

Nachdem ich mich gefangen hatte, wurde mir lachend versichert, dass “es von uns hier eine ganze Menge gibt!”. Beim Verabschieden musste ich unweigerlich daran denken, wie verdammt klein diese Welt allen Kilometern zum Trotz ist.

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Harbiye und die Wasserfälle

Bevor wir für diesen Tag endgültig den Weg nach Hause einschlugen, machten wir noch einmal kurz in Harbiye Halt, ebenfalls in der Provinz Hatay gelegen und mit wunderschönen Wasserfällen ausgestattet, um die herum sich eine meinen Augen mittlerweile gewohnt idyllische Marktstraße gebildet hat.

Im beginnenden Abendlicht spazierten wir eine Weile und entdeckten einige Stände, die Arbeiten aus Speckstein anboten. Man ist dort stolz auf die Künstler*innen, die dem Stein alle möglichen Figuren abtrotzen, denn dieses Handwerk hat eine lange Tradition.

Dort haben wir unser zweites und letztes Souvenir erstanden: Eine Specksteinplatte, auf der eine stilistisch an historische Artefakte angelehnte Szene von einem hethitischen Hof zu sehen ist (Bild etwas weiter oben): Das Volk bringt dem König und dem hethitischen Löwen (Symbol königlicher Macht) die erforderlichen Abgaben dar; unten sind die Soldaten, oben ein Spruch in hethitischer Schrift (den die Künstlerin uns leider nicht übersetzen konnte, da es sich leider um das einzige Werk auf ihrem Tisch handelte, das ihr Mann und nicht sie selbst hergestellt hatte).

Auf Anfrage wurde uns auf der Rückseite der Platte noch der Name des Künstlers und ein Lorbeerblatt (Lorbeer hat in dieser Region ebenfalls eine bedeutende und symbolträchtige Rolle inne) eingraviert.

Tag 5-7: Ausruhen, Familienbesuche, Fischerdorf

Nach so viel Abenteuer benötigten wir ein paar Tage Ruhe. Wir pflegten Langeweile, badeten ausgiebig im Meer, besuchten Familienmitglieder und Bekannte und wanderten im Fischerdorf umher, immer auf der Suche nach neuen und bisher von uns unerforschten Ecken und Bekanntschaften. Wir fanden sie, wurden zum Tee eingeladen und erfuhren Spannendes über die umliegende Gegend.

Unser Familienausflüge führten uns wiederholt tief in die anatolischen Berge und ich sah, was Natur, aber auch, was Armut wirklich bedeutet. 

Serdars Verwandte sind teilweise Menschen, die sehr, sehr bescheiden leben. Mehrgenerationenhäuser sind die Regel, jede’r kümmert sich um jede*n. Viel sozialer Austausch (für mich definitiv zu viel), man lebt von dem, was man im kleinen Laden verkauft und selbst angebaut hat.

Hühner, ein paar Ziegen oder vielleicht ein oder zwei Kühe, um den Grundbedarf zu decken.

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Was irgendwann ein Klanginstrument (Kaval) wird, hängt zunächst einmal für eine ganze Weile am Baum. Geduld ist eine Tugend, die groß geschrieben wird hierzulande. Varianten davon: Gelassenheit, Lockerheit. Manchmal aus der Not geboren, denn zu oft fehlen die finanziellen und rechtlichen Spielräume, um Herzensprojekte umsetzen zu können. Von dem Grundstückkauf bis zum Bepflanzen desselben und dem entsprechenden Hausbau können 20 Jahre und mehr vergehen, wenn der Geldhahn auf einmal abgedreht wird. Dann laufen wir durch halbfertig modern-westlich verflieste Flachdachdomizile hoch oben in den Bergen, wo die nächsten Nachbarinnen Mutter und Schwester mit ihren Familien sind. Wir lernen, dass es schlechte Erntejahre und deswegen wenig zu essen geben kann, dass manchmal in Extremsituationen sogar der Magen Geduld haben muss. Dann gibt es Brot, Ekmek, und Simit, den Sesamring, dessen Preis (1 TL ~ 15 Cent) und Gewicht genormt sind. Dieses Jahr ist wieder so ein Jahr der Geduld: Es hat viel geregnet, sogar gehagelt, im Wechsel mit langanhaltenden Trockenperioden und ist deutlich kühler als man zu dieser Jahreszeit erwarten darf. Die Ernten sind bei manchen Lebensmitteln auf ein Minimum reduziert, was dazu führt, dass alle hier wissen, spätestens jetzt, was der Klimawandel ist. Und die Erkenntnis trifft mich hart, ich kann sie in den Furchen der Gesichter vor mir sehen: Es und Menschen wie diese, die Ärmsten der Armen, die die Folgen dieses Wandels zuerst und mit aller Unerbittlichkeit zu spüren bekommen.

Wir trafen junge Männer, die von einem Studium im Ausland träumten, das Leuchten in den Augen, die Hoffnung auf bessere Zeiten im Gesicht. Auf alte, sehr alte Frauen, die mir Segnungen ins Ohr flüsterten und sich nicht darum kümmerten, dass ich die Sprache nicht verstehe. Resolute Männer, vom alten Schlag (so sehr, dass sie mir zunächst nicht einmal die Hand geben wollten und sich generell von den Frauen separiert Stühle suchten), die Olivenöl selbst herstellten.

Und die ganze Zeit habe ich mich gefragt, ob diese Menschen glücklich sind. Und wenn nicht das, dann, ob sie zumindest zufrieden sind. Jedenfalls die meiste Zeit. Ich glaube schon.

Sicher kann man sich nicht sein, aber sie wirkten erfüllt – bis auf einige Frauen, die mich mit einer Mischung aus Neid, Neugier und Bewunderung musterten. Ich hätte mich gerne mit ihnen unterhalten, sie gefragt, was ich in ihren Augen verkörpere, welche Wünsche und Träume ich ausleben kann und sie vielleicht nicht. Oder in welchen Zwängen ich selbst aus ihrer Perspektive feststecke.

Das Mittelmeer hat mich, seit ich das erste Mal vor etwa einem Jahr einen Zeh hineingesteckt und mich dann schwungvoll in die Fluten geworfen habe. Salzwasser, dem Süßwasserkind, selten in den Genuss von Urlaub gekommen, ungewohnt. Das Knallen der Wellen auf den feuchten Sand, das Rauschen in weiter Ferne. Türkis direkt vor den trinkenden Augen, dunkler werdend auf einmal, man ahnt die latente Gefahr unter der Bewunderungsschicht. Respekt verlangt das Meer und manchmal verursachen die wogenden Massen auch Angst. Je nachdem, wie weit man sich herauswagt. Dieses Gefühl kann auch zwischenmenschlich, wo Kulturen schon im Aussehen aufeinandertreffen, beherrschend sein: Angst habe ich lange vor der großen, aus der Ferne wie eine homogene Masse wirkenden Familie Serdars gehabt, war mir die Welt in den türkischen Bergen nahe der syrischen Grenze mehr als fremd. Was verlangen diese Menschen von mir, vor allem als Frau? Wie schauen sie auf mich, wie stark ist die Vorurteilsbrille im mentalen Gesicht verankert? Werden sie mich respektieren? Der Anspruch, als Individuum und nicht als Vertreterin einer spezifischen Kultur wahrgenommen zu werden, ist groß. Und beschämend spät begreife ich, dass ich mit doppeltem Maß messe: Auch die Menschen hier sind zu allererst Personen. Mit eigener Biografie, eigenem Charakter und Vorlieben, Wünschen, Hoffnungen und Schwächen. Genau wie ich. Und sie teilen dieselben Ängste. Wie wird die Frau aus Deutschland sein, eine Fremde? Schaut sie auf uns herab? Ist sie verwöhnt? Verurteilt sie uns? Dahinter, in meinem wie ihren Köpfen vielleicht die grundlegendste aller menschlichen Sorgen: Reiche ich? Bin ich gut genug – für sie, für mich?

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An einem dieser Tage gingen wir spätabends zum Ferienhauskomplex, der dem unseren schräg gegenüber lag und Freunde von Serdars Familie beherbergte. Ich glaube, dieser Tag war der politischste unserer Reise – wobei Politik eigentlich immer mitschwang, so wie sie naturgemäß den Alltag durchzieht, ohne dass wir es merken. Im armenischen Dorf, bei einer hitzigen Diskussion um syrische Flüchtlinge am Abendbrottisch und bei dem simplen Anderssein in der türkischen Gesellschaft, das ich erleben durfte und mir jeden Tag sehr deutlich vor Augen geführt wurde.

Wir sitzen draußen unter einem Sternenhimmel, den die Dämmerung erst langsam freigibt. Neben uns das Meer, um uns herum die Skelette halberbauter und -verfallener Hochhäuser, die an Zeiten erinnern, in denen einige Menschen hier noch das Potenzial für groß angelegte finanzielle Projekte sahen. Jetzt bevölkern Tauben die modernen Ruinen, Katzen, Hunde und Schafe streunen herum, hinterlassen ihren Dreck. Strom und fließend Wasser gibt es nur bedingt, alles sieht aus wie aus der Kulisse eines Endzeitfilms herausgeschnitten. Wir sitzen mittendrin in diesem kapitalistischen Scherbenhaufen und finden, dass es keinen besseren Ort geben könnte, um über Politik zu diskutieren. Unsere Counterparts: zwei Frontkämpfer*innen aus den Unruhen in den 80ern, die damals in der Türkei in einem Militärputsch mündeten. Linke, alte Schule. Marx, Lenin, Stalin. Gelesen, passagenweise auswendig gelernt. In ihrer Jugend Märsche und Blockaden organisiert, Parolen an Wände geschmiert, von einem gerechteren Land geträumt, dafür sogar Gefängnis und Folter in Kauf genommen. Sitzen jetzt hier, auf weißen Plastikstühlen, in den Trümmern ihrer Träume, die Ideale noch im Geiste, aber zu schwach zum Kämpfen gegen den totalen Staat in Personalunion. Zwischenzeitlich das Glück in Deutschland gesucht, vergeblich, der Ruf der Heimat ist stärker. Die Sorge um die Nachkommen unterbindet jeden Protest. Verantwortung macht vorsichtig in Zeiten, in denen Menschen verschwinden, die den falschen Facebook-Post geliked haben. Verzweifeltes, resigniertes Zuschauen, Verachtung für die vom Volksopium Geblendeten. Wunsch nach Umsturz, deutscher Embargo-Konsequenz, einem offenen Land. Die Grillen spielen ihr Konzert unter einem zu weiten Himmel, als dass ein wunderbringender Stern sich der beiden erbarmen könnte. Der Wind trägt Revoluzzer-Geist.

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Tag 8: Adana

Und dann war endlich der Tag da, an dem wir uns in die Eingeweide der viertgrößten Stadt der Türkei wagen wollten – Adana wartete auf uns.

Schon beim Reinfahren offenbarte sich: Die Stadt ist wild, laut, dreckig, chaotisch, bunt – kurzum: ein Moloch. Dieser Eindruck sollte sich im Folgenden immer wieder bestätigen.

Adana ist das, was man sich unter einer türkischen Stadt in der Nähe der syrischen Grenze vorstellt, wenn man ein paar Hollywood-Blockbuster gesehen hat, in denen irgendein westlich-weißer Held per Geheimdienst-Infiltration auf “orientalischer Mission” unterwegs ist. Und doch so viel mehr.

Geschäfte, dicht an dicht an dicht, gefühlt jeder ist hier selbstständig und Inhaber von irgendwas. Dabei wirkt alles sehr improvisiert, man macht aus dem, was man hat, das Beste.

Simit (Sesamringe) und generell Essen an jeder Ecke, Verkehrsregeln gibt es nicht (oder es hält sich niemand dran), überall wird Ware feilgeboten.

Es fühlt sich merkwürdig an, Stereotype zu bekräftigen. Aber das, was wir gesehen haben, entspricht einigen von ihnen. Das Gefühl des westlichen Blicks, des Fremdelnden, bleibt und hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack auf der Zunge. Zumal sich jede’*r in mir ebenfalls das personifizierte Fremde erblickte – weiß, blond, grün-bis-blauäugig und eine Frau.

Auf Adanas Straßen waren hingegen fast zu 80% Männer unterwegs, was mich etwas verwundert hat und wozu man mir keine richtige Erklärung abgeben konnte. Die Händler selbst waren ebenfalls fast ausschließlich männlich – ich möchte das nicht generalisieren, weil ich ja nur einen kleinen Ausschnitt mitbekommen habe, aber weibliche Verkäufer habe ich nicht ausmachen können.

Die Frauen, die ich gesehen habe, waren sehr unterschiedlich – einige neugierig, musternd, freundlich, westlich gekleidet. Einige waren vollverschleiert und blickten mir in meinem (sicherlich für ihre Empfindungen engen) Rock und den offenen Haaren deutlich missbilligend hinterher. Okay – sie starrten. Genau wie die meisten männlichen Passanten.

Das Gefühl des Angestarrtwerdens ist eines, das ich bereits vom letzten Urlaub kenne – aber man gewöhnt sich nie so wirklich daran und fühlt sich mehr als Objekt von Projektionen denn als Mensch. Sonnenbrille und Kopftuch halfen nur bedingt. Dabei wollte ich doch eigentlich nur meine Ruhe – und realisierte mehr als deutlich, wie sich als anders empfundene Menschen beispielsweise in Deutschland fühlen müssen. Diese Rollenumkehr ist für mich immer wieder extrem lehrreich.

Was wir in Adana gemacht haben: 

  • Şerbet getrunken – das berühmte Getränk, das aus der Süßholzwurzel hergestellt wird und super gegen Hitze, aber auch extrem süß ist.
  • Moscheen besucht – die kleinere Ulucami, die es seit 1541 gibt und wunderbaren historischen Charme mitten in den Gassen Adanas versprüht. Und die Große Moschee, die erst seit knapp zehn Jahren steht, aber ein Prachtbau der Extraklasse ist.
  • Die Taşköprü, die älteste noch erhaltene Steinbrücke der Welt, gesehen. Sie stammt aus der Zeit Kaiser Hadrians (76-138) und erinnert an das römische Erbe der Stadt.
  • Die beiden großen Märkte, die um den Büyük Saat und den Kücük Saat (zwei Türme) herumgebaut wurden, besucht. In dem Gassengewirr, das teilweise vollkommen überdacht und nur künstlich beleuchtet wurde, boten Handwerker aller Klassen und Fachbereiche vor allem Gegenstände des täglichen Bedarfs an. Möbelmachergassen, Töpfereien, Kupferhandwerk, Textilgeschäfte, Händler, die viele Importwaren aus China anboten, Hutläden, Schuhmacher, Zigarrettenfachgeschäfte – alle waren hier auf irgendetwas spezialisiert.
  • Die Bebekli-Kirche (St. Paulus-Kirche) besucht. Die Kirche, die zu den wenigen in Adana gehört, sodass sie von Evangel*innen und Katholik*innen gleichermaßen genutzt wird, war früher (bis 1915, Völkermord an den Armeniern) Zentrum der armenischen Gemeinde und wird auch “Kirche mit Baby” genannt, weil die Statue auf dem Gebäude an ein Kind erinnert und der Legende nach eine Frau, die nach der Anbetung von Maria ihren Kinderwunsch erfüllt bekam, die Kirche erbauen ließ.

Zero Waste / nachhaltig unterwegs auf Reisen?

Neben den vielen bildlichen Eindrücken, die ich an dieser Stelle und nach viel zu viel Text für sich sprechen lassen möchte, möchte ich noch einmal kurz auf unsere Einstellung zum Reisen generell, zur Türkei im besonderen und zur Nachhaltigkeit und Zero Waste auf Reisen eingehen.

Sind wir nachhaltig unterwegs gewesen? Es geht so. Waren wir Zero Waste unterwegs? Bestimmt nicht. 

Wir haben uns Mühe gegeben.

Abgesehen davon, dass allein der Flug schon eine ökologische Katastrophe ist, haben wir versucht, so wenig Müll zu verursachen wie möglich. Wir haben unsere eigenen Jutebeutel und Wasserflaschen eingepackt und überall mithingeschleppt.

Wenn wir unterwegs waren, haben wir auf Brunnen oder natürliche Quellen gewartet und dort unsere Flaschen aufgefüllt. Die waren natürlich nicht immer vorhanden, sodass wir manchmal auf gekauftes Wasser in Plastikflaschen zurückgreifen mussten. Dass da dann manchmal ganz groß Nestlé auf dem Etikett stand, hat das Gewissen nicht unbedingt besser gemacht.

Auch den Plastiktütenverschleiß der Familie beim Einkaufen auf dem Markt und spontanen Stops in Supermärkten oder beim Bäcker konnten wir nur bedingt eindämmen. Die Gewohnheiten sitzen tief und auch, wenn wir andauernd Beutel anboten, wurden viele, viele Tüten verbraucht, wenn wir mal eine Sekunde abgelenkt waren.

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Immerhin haben wir immer zuhause gegessen (wir waren sowieso viel zu beschäftigt zum Essen tagsüber) und so keine Verpackungen für Snacks und Co. verbraucht – das ist schon viel wert.

Vegan wurde übrigens fast immer auch von der weiten Familie gekocht – und abgesehen von anfänglichen Beschwerden haben sich dann doch relativ schnell alle daran gewöhnt und nichts mehr vermisst. Manchmal haben wir auch ganze Gerichte beigesteuert und Begeisterung und Nachfrage nach Rezepten geerntet (so geschehen bei meinen improvisierten Bliss Balls, die diesen hier am nächsten kommen und den Zucchini-Bratlingen).

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Unsere hygienische Verpflegung haben wir selbst mitgebracht, sodass wir unverpacktes Shampoo, Edelstahlrasierer und Co. auch ganz normal in der Türkei genutzt haben und nichts extra kaufen mussten.

Generell ist auch dieser Urlaub sehr konsumarm verlaufen: Abgesehen von dem Leinöl und der Specksteinplatte haben wir nichts gekauft, das nicht ess- oder trinkbar und für den unmittelbaren Verzehr bestimmt war. Wir sind günstige Gäste.

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Politisches

Die Türkei ist derzeit in den Medien vertreten wie wahrscheinlich kein zweites Land und erhitzt dementsprechend die Gemüter. Auch wir haben große Probleme mit dem Kurs, den das Land derzeit einschlägt und wären auch diese Reise nicht angetreten, wenn nicht familiäre Interessen die Motivation gewesen wären.

Wir haben spannende Gespräche geführt mit Menschen, die ebenfalls (und das sind nicht wenige) anecken und gerne flüchten würden, am liebsten. Aber nicht wissen, wie und wohin. Als Inländer*in ist es nämlich schwierig, ein Ausreise-Visum zu erhalten (man möchte meinen, der Staat wisse genau, dass andernfalls die Leute abhauen würden).

Einige wählen den Weg des passiven oder auch aktiven Widerstands, die meiste allerdings ertragen Innere-Migrations-mäßig das, was gerade passiert und hoffen, dass es schnell vorbei ist.

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Mir war während der Live-Berichterstattung auf Instagram und ist auch hier wichtig, zu zeigen, dass die Türkei mehr ist als das, was wir derzeit auf unseren Flachbildschirmen sehen.

Das bedeutet nicht, irgendwas runterzuspielen, kleinzureden oder gar auszublenden. Es bedeutet, die Menschen, die dort leben, zu Wort und Bild kommen zu lassen und zu sehen, wie vielfältig, geschichts- und kulturträchtig dieses Land doch eigentlich ist. Um der Debatte die Schärfe zu nehmen, eigene Vorurteile zu revidieren, zu sehen, was eigentlich am Wesentlichsten ist: dass es sich am Ende immer noch um Menschen handelt, mit genau denselben Wünschen, Ängsten und Hoffnungen wie jede*r andere auch.

Ich habe regelmäßig die Möglichkeit, tief einzutauchen in das, was so leicht aus großer räumlicher und menschlicher Distanz betrachtet wird und sowohl die hellen als auch die dunklen Seiten kennenzulernen. Und ich finde es wichtig, über alles zu berichten, so pathetisch das vielleicht auch klingt. Ohne mich zu einer wie auch immer gearteten Expertin aufzuschwingen. Ich bin nur dort und beobachte, das war’s.

Es ist nicht nur meine Neugier und Lust am Fabulieren – seit dieser Reise spätestens habe ich auch den expliziten Auftrag dazu: Nach unserem Revoluzzer-Abend fragte beschwor mich der Mann sehr eindringlich und mit Feuer in den Augen:

Aber du wirst doch darüber schreiben, oder? Versprich es!

JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

Danke für diesen ehrlichen Einblick in die Türkei. Deine wundervollen Posts machen mich ganz nostalgisch. Mein Vater kommt ganz aus der Nähe und ich habe einen großen Teil meiner Kindheit dort verbracht. Hach wie gerne würde ich mal wieder dorthin fahren. Leider auf Grund der politischen Lage besonders für deutsch-Türken nicht so leicht. Aber ganz bald hoffentlich.

Liebe Selina,
ich danke dir für deine lieben Worte und kann gut nachvollziehen, dass ihr einer Reise in die Türkei mit gemischten Gefühlen entgegenseht.
Das ging uns auch so. Die Situation ist wirklich nicht einfach und ich hoffe, dass sich das bald wieder ändern wird – auch, wenn die Zeichen leider alles andere als gut stehen…

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Wow ich habe beide Beiträge gelesen und wie schon letztes Jahr bin ich mehr als Begeistert von deiner Bild und Wortsprache, liebe Jenni! Ich würde jetzt gerne mit dir über einen türkischen Markt schlendern und euren Gesprächen mit den ehemaligen Revoluzzern lauschen. Beim letzten Satz hatte ich richtig Gänsehaut!

Liebe Thea,
ich danke dir ganz herzlich für dein überschwängliches Lob, das mich wirklich sehr freut!
Die Reise war auch wieder sehr lehr- und erfahrungsreich, ich konnte gar nicht alles in den beiden Berichten unterbringen. Das Land ist so spannend, weil die Menschen spannend sind, wie überall. 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

großartige zwei posts! die fotos sind echt der hammer, da kriegt man gleich lust sofort in den flieger zu steigen! 🙂 hut ab!!
Lena xx
lenaxxvie.blogspot.com

Liebe Lena,
danke dir für deine positive Rückmeldung zum Beitrag – es freut mich, dass er dir gefallen hat.
Zum Fliegen möchte ich damit eher weniger anregen, vielmehr zu einem Genießen, ohne direkt vor Ort sein zu müssen (wegen ökologischem Fußabdruck und so). Aber dass Fernweh geweckt wird, liegt ja in der Natur von Reiseberichten und wahrscheinlich nicht zu vermeiden. 😉

Liebe Grüße an dich!
Jenni

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