Interview: Shia von Wasteland Rebel

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14. Juli 2016

Müllvermeidung ist ein wichtiges Thema angesichts plastikverseuchter Meere, wachsender Müllberge und anhaltender Lebensmittelverschwendung.

Aktuell beschäftige ich mich stark mit dem Konzept des Zero Waste. Und es ist ein bisschen wie mit dem Veganismus: Je mehr man lernt und je mehr man weiß, desto stärker muss man zu der Überzeugung gelangen, dass dieser Weg der Lebensführung ein richtiger sein kann. Für mich: sein muss.

Nach dem Vortrag von Bea Jonhson in der Universität Münster – meiner alma mater – bin ich zwar nicht zum ersten Mal mit Zero Waste in Berührung gekommen. Doch nach diesem Abend bin ich überzeugt davon, dass das ein Konzept und ein Lebensstil ist, den ich für mich und Mr. Grünzeug adaptieren möchte, so weit uns das möglich ist. Wir stellen daher seitdem unseren Haushalt Schritt für Schritt auf Zero Waste um – und das ist eine ganz spannende Reise, kann ich euch sagen!

Einer der ersten Schritte, die ich unternahm, um mich näher diesbezüglich zu informieren und irgendeine Art Leitfaden in den Händen zu halten, war, mir das gerade erschienene Buch “Zero Waste – weniger Müll ist das neue Grün” von Shia zu besorgen und an einem Tag zu verschlingen. Nun liegt es an verschiedenen Punkten meiner Wohnung herum – je nachdem, wo ich es gerade brauche, meistens aber in der Küche – und wird in regelmäßigen Abständen konsultiert, wenn ich einen Sachverhalt genauer wissen möchte oder ein Rezept für einen Reiniger oder ein Waschmittel nachschlagen möchte.

Und nachdem ich das Buch gelesen hatte und weil ich Shia Blogs (sowohl Cakeinvasion als auch ihren Blog über Zero Waste) schon lange verfolge, habe ich mich einfach einmal getraut und Shia selbst um ein Interview gebeten. Eigentlich sollte es sich nur um das Buch selbst drehen und ergänzend zur Rezension angefügt werden – aber ihr kennt mich: Ich kann mich einfach nicht kurz fassen. Und weil die Rezension selbst schon so viel Platz in Anspruch genommen hat, habe ich Shias Nerven einfach ein bisschen mehr überspannt und ihr einen ganzen Katalog an Fragen über Zero Waste und ihren Lebensstil geschickt, den sie ganz liebevollerweise sehr ausführlich beantwortet hat. Dafür nochmal ein dickes Danke, Shia!

Für euch gibt es nun einen kleinen Einblick in Shias Leben und Sicht auf Zero Waste – viel Spaß beim Lesen!

Das Interview

Wasteland Rebel
© wastelandrebel.com
  • Ganz zu Beginn die Frage, die kommen musste: Wie bist du zum Zero-Waste-Lifestyle gekommen?

Mein Mann Hanno und ich hatten bei Facebook in einer veganen Gruppe einen Beitrag über Béa Johnson gesehen und gedacht: Stimmt, man kann eigentlich noch viel weitergehen, wobei Zero Waste so jetzt nicht unser Ziel war. Wir wollten einfach unseren Müll reduzieren und haben immer neue Möglichkeiten entdeckt und äh, denken, dass da immer noch Luft ist.

Über Zero Waste
  • Du beschäftigst dich seit dem Jahr 2014 mit Müllvermeidung, Minimalismus und nachhaltigem Leben. Wenn man so schaut, was du zusammen mit deinem Mann Hanno erreicht hast, staunt man erst einmal ganz schön und möchte den mentalen Hut lüften. Aber wie habt ihr eigentlich angefangen? War die Umstellung schwer und was waren die ersten Schritte?

Angefangen haben wir damit, was uns am einfachsten erschien: Erst mal Füße hochlegen ;). Naja, sozusagen. Wir haben erst mal zu Hause die Schränke aufgemacht und festgestellt, dass wir so viele Vorräte haben, dass wir erst mal nix außer frisches Obst und Gemüse kaufen müssen. Die ersten zwei Monate haben wir also richtig viel Geld gespart. Mit dem Geld konnten wir uns danach dann locker qualitativ hochwertige, langlebige und natürlich mülleinsparende Alternativen kaufen: Baumwollbeutelchen zum Einkauf von Trockenwaren, Spüllappen, Spülbürsten, plastikfreie Trinkflaschen, Brotboxen aus Edelstahl.

In der Zeit, wo wir unsere vorhandenen Vorräte aufbrauchten, hatten wir also den Rücken frei, um uns mit neuen Augen in unserer Stadt umzugucken – wo gibt es eigentlich was unverpackt? Wir machten so viele überraschende Entdeckungen – plastikfreie Holz-Bürsten zum Spülen und Putzen gibt es sogar in Drogerien wie dm und Rossmann, losen Reis und Tofu im Asia-Shop, palmölfreie lose Seifenstücke, loses Bio-Gemüse und Haferflocken im Bioladen, Gewürze im Glas, lose Nüsse und im türkischen Gemüseladen, Oliven von der Antipastitheke und Backzutaten und Kerne vom Bäcker mit Backstube. Außerdem recherchierten und testeten wir Alternativen für Putzmittel und Kosmetik, denn die gibt es fast nicht plastikfrei – und schossen uns mit der Zeit auf Rezepte ein, die nur 1-2 Minuten in Anspruch nehmen und somit im Vergleich zum Einkaufen vorher noch Zeit sparen!

  • Was ist deiner Ansicht nach das Schwierigste bei einer Umstellung auf Zero Waste?

Ich glaube, man selbst ist das größte Hindernis. Wenn man einfach mal irgendwo anfängt, hat man die größte Hürde schon geschafft. Und immer schön ein Schritt nach dem anderen. Hätten wir das alles von einen Tag auf den anderen machen sollen, wir hätten wahrscheinlich nach nur wenigen Tagen das Handtuch geschmissen. Deswegen bin ich übrigens auch nicht so der Fan von diesen ganzen Selbstexperimenten, wo man ins kalte Wasser geworfen wird. Natürlich ist es dann schwer! Lauf mal ohne Training vorher einen Marathon – es ist möglich, aber schön ist wirklich was anderes.

  • Was entgegnest du Kritikern, die behaupten, dein eigener Lifestyle sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein und die Mühe nicht wert, wenn man sich anschaue, was so in der Welt los sei – man kämpfe doch sowieso gegen Windmühlen?

Mit so einer Einstellung kann ich ehrlich gesagt nichts anfangen. Ein Beispiel zur Veranschaulichung, warum diese Argumentation für mich ein Denkfehler ist: Es ist doch klar, dass das Tun eines einzelnen nicht unmittelbar zum Weltfrieden führen wird. Aber ist das ein Argument, zum Krieg beizutragen…?

  • Ist es schwer, auf Reisen und im alltäglichen Unterwegssein weiterhin müllvermeidend zu leben? Wo lauern die Fallen, vor denen man sich in Acht nehmen muss?

Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, gibt es nicht mehr so viele Fallen. In den allermeisten Fällen bekommen wir Zuspruch und Unterstützung im Anliegen der Müllvermeidung. Wir passen ein bisschen auf die Stellen auf, wo in Geschäften Handgriffe sitzen, denn trotz bester Absichten rutscht da schnell mal doch ein Papier ums Gebäck oder ein Strohhalm ins Glas. Aber da hilft es, vorher den Beutel oder den eigenen Edelstahlstrohhalm zu zeigen.

  • Wie haben eigentlich deine Freunde, Bekannte und Familie reagiert, als sie von eurer Neuorientierung erfahren haben? Ziehen sie mit, respektieren sie es oder seid ihr eher auf Widerstand gestoßen?

Für mehr Müll war irgendwie niemand; ernsthaft darüber nachgedacht haben wenige; skeptisch, ob man das so schaffen kann, waren die meisten; erstaunt, wie wenig Müll nötig ist, um gut zu leben, sind alle. 😉

Es gibt einige Leute, die uns richtig toll unterstützen. Als wir zum Beispiel zum Wochenendbesuch bei einer ganz, ganz lieben Freundin aus meiner Schulzeit waren, hat sie für uns versucht, so verpackungsfrei wie möglich einzukaufen und hat sogar ihre eigene Müllstatistik für das Wochenende mitgeführt. Aber die meisten haben das im Alltag nicht so auf dem Schirm. Fällt ja auch nicht großartig auf, wenn man zusammen durch die Kneipen zieht.

Wasteland Rebel
© wastelandrebel.com

Dein Buch: Zero Waste – weniger Müll ist das neue Grün

  • Du hast vor Kurzem ein wunderbares Buch über Zero Waste – deine große Leidenschaft neben dem Backen – herausgebracht, das ich persönlich verschlungen habe wie sonstwas und ganz großartig finde. Auf deinem Blog beschreibst du, wie du mit der Entscheidung gehadert hast, ein Buch darüber zu schreiben und gegen welche Widerstände zu dich durchsetzen musstest, um eine ökologischere Herstellungsweise zu erreichen. Glaubst du, auf diesem Gebiet hat der Buchmarkt noch einigen Nachholbedarf?

Ja, auf jeden Fall. Und vieles bekommt man als Endverbraucher wie so häufig gar nicht mit. Zum Beispiel haben ich erfahren, dass gerade viele große Verlage ihre Bücher aus Kostengründen auf sogenannten Druckschiffen drucken lassen. Offiziell wird das Buch in China oder Indien gedruckt, aber tatsächlich geschieht das erst auf der Überfahrt, wo dann alles, was so anfällt, direkt und unaufbereitet ins Meer abgeleitet werden kann!

Recycling-Papier ist immer noch die absolute Ausnahme. Wie immer bei nicht zertifiziertem Papier kann man davon ausgehen, dass geschätzte 20-40% der Cellulose aus illegaler Rodung kommen. Und dann fällt natürlich überall noch Erdöl an: Beim Plastik für die Einbandsbeschichtung und der individuellen Buchverpackung, beim Transport in Form von Benzin und tatsächlich sogar bei der Druckerfarbe… Das als Erstautor anders machen zu wollen, ist wirklich aufreibend. Ich bin meinem Verlag sehr dankbar, dass er sich am Ende doch darauf eingelassen hat.

  • Wie stehst du zu E-Books und digitalen Speichermedien im Allgemeinen? Verursachen sie nicht auch in gewisser Hinsicht Müll? Oder stellen sie eher das kleinere Übel dar?

Kauft E-Books, Leute! Klar muss man sich ein elektronisches Gerät besorgen, und elektronische Geräte sind in ökologischer Hinsicht immer problematisch. Aber Smartphone und Computer haben die meisten von uns ohnehin. Steigt auf Ökostrom um, dann kommt der Strom, den ihr beim Lesen des eBooks verbraucht, auch aus erneuerbaren Quellen. Und mal Hand aufs Herz: Die meisten Bücher liest man nur einmal. Das macht sie leider zu Einwegware. Wenn man guckt, was für Ressourcen so ein Buch in der Produktion und in der gesamten Transportkette verbraucht, dann kann man es tatsächlich besser als E-Book auf einem Gerät, das man sowieso hat, lesen. Dieses Gerät kann man sich zur Ressourcenschonung übrigens auch gebraucht kaufen. 😉

  • Hast du dir alle Dinge, die du in deinem Buch zusammengetragen hast, selbst beigebracht? Wer waren deine größten Inspirationsquellen?

Die Idee mit den Wäschenetzen als Gemüsenetze hatte ich bei Béa Johnson gesehen. Den Rest habe ich mir tatsächlich auf Seiten, die gar nichts mit Zero Waste zu tun hatten, zusammengelesen und ausprobiert: Auf die Roggenmehl-Haarwäsche bin ich bei der Erbse von kosmetik-vegan.de gestoßen, unzählige Hausmittel zum Putzen findet man u.a. bei smarticular.net, ich habe auch die Omas meines Mannes gefragt, wie sie es denn früher mit diesem und jenem gemacht hatten, über die palmölfreie Olivenölseife bin ich im persischen Gemüsemarkt bei uns um die Ecke gestolpert, und auf die Bambuszahnbürste bin ich damals über die Frage danach, warum Zahnbürsten als nicht vegan deklariert sind, gestoßen. Ganz wichtig waren aber die vielen lieben Blogleser*innnen, die mich mit ihren Fragen und Tipps immer wieder auf wichtige Sachen hinweisen, auf die ich von alleine gar nicht gekommen wäre. Dass man mit Kastanien waschen kann zum Beispiel oder dass es kompostierbare Zahnseide gibt.

Über das Leben

  • Was ist die wichtigste Lektion, die du während der letzten Jahre in deiner Reise durch Müllvermeidung und Zero Waste gelernt hast?

Empowerment und Selbstbestimmung! So vieles geht, wenn man nur will. Ich fühle mich nicht mehr von „der Industrie“ abhängig. Denn ganz offensichtlich gibt es Mittel und Wege. Auch fühle ich mich nicht mehr in die gängigen sozialen Strukturen gedrängt. Denn wir kommen mit viel weniger Geld als früher aus. Dementsprechend müssen wir auch weniger Geld verdienen gehen. Das bedeutet ganz direkt mehr Freiheit und Zeit für die Dinge, die einem selbst wichtig sind. Denn warum sollte ich den Großteil meiner limitierten Lebenszeit damit verbringen, einer sinnlosen Erwerbstätigkeit nachzugehen?

  • Nehmen deine Recherchen zum und über das nachhaltige Leben viel Zeit in Anspruch? Wie empfindest du das – ist das zwischen Alltag und Freizeit machbar oder gehört das mittlerweile so zum Leben, dass es dir gar nicht weiter auffällt?

Mir macht es einfach Spaß, mich viel dazu zu informieren, darüber zu schreiben und mehr Menschen für die Thematik zu sensibilisieren. Muss man das, um Zero Waste zu leben? Nö.

Ich sag immer, die Zero-Waste-Umstellung ist vergleichbar mit dem Umzug in eine neue Stadt: Man muss sich einmal die Mühe machen, das neue Zuhause einzurichten. Einige machen das in zwei Wochen, andere haben sich auch nach zwei Jahren noch nicht entschieden, welches Bild an welche Wand kommt. Ist auch vollkommen in Ordnung, ist schließlich das eigene zu Hause, das ganz eigene Reich. Außerdem muss man sich etwas in der neuen Umgebung orientieren: Wo gibt es welche Geschäfte? Wo bekomme ich die Dinge für meinen Alltag? Wenn das einmal abgehakt hat, ist alles weitere Alltag, über den man nicht mehr wirklich nachdenkt.

  • Macht Zero Waste glücklich?

Uns schon, die Verpackungsindustrie höchstwahrscheinlich nicht.

  • Auf ein Schlusswort: Was möchtest du den Menschen mitgeben, die – wie ich beispielsweise gerade – den Umstieg wagen (möchten)?

Fang da an, wo es dir am einfachsten erscheint. Es gibt in der Regel soooo viele Baustellen – warum sich das Leben unnötig schwer machen, indem man mit dem Kompliziertesten anfängt? Und immer schön eine Baustelle nach der anderen, im eigenen Tempo.

Ich danke dir ganz herzlich für deine Antworten und dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, uns einen kleinen Einblick in dein Leben zu geben!

Wasteland Rebel
© wastelandrebel.com

Wenn ihr noch mehr über Shia und ihren Lebensstil – Zero Waste – erfahren möchtet, schaut euch einmal auf ihrem wunderbar inspirierenden Blog “Wasteland Rebel” um und/oder besorgt euch ihr Buch über Zero Waste. Beides lohnt sich wirklich!

Logo Wasteland Rebel

Wie sieht das bei euch aus? Könnt ihr euch vorstellen, Zero Waste zu leben? Falls nein, was hält euch davon ab? Habt ihr vielleicht noch Fragen an Shia?

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

Super Interview! Ich hatte letztens das Problem, dass man mir an der Brottheke im Supermarkt das Brot aus Hygienegründen nicht in meinen Beutel packen wollte. Was wäre denn da deine/eure Handlungsstrategie? Viele Grüße von Nina

Liebe Nina!
Das ist ein weitverbreitetes Problem, das Shia in ihrem Buch auch anspricht. Ohne hier jetzt allzu viel vorwegnehmen zu wollen (und Shia damit Unrecht zu tun): Die Leute richten sich in solchen Fällen nach den für sie geltenden und vorgeschriebenen Hygienestandards. Da hilft nur: Freundliches Argumentieren und darauf hinweisen, dass man Bescheid weiß über die hygienisch reine Zone (beginnt hinterm Tresen) und die unreinen Zonen (vor dem Tresen). Leider liegt es im Ermessensspielraum des Händlers (nach Shia), ob ein mitgebrachtes Gefäß oder ein Beutel akzeptiert wird.
Ich glaube, ich würde es – wie gesagt – mit freundlichem Argumentieren versuchen. Und falls das nicht funktioniert und dir das Brot dort sehr, sehr wichtig ist, auf eine Papiertüte umsteigen. Aber die beste Variante ist für mich immer noch: selbermachen. 🙂
Denn dann weiß ich genau, was drin ist (und bin mir beispielsweise auch sicher, dass das Brot nicht auf mit Schweineschmalz gefetteten Blechen gebacken wurde) und es ist in der Regel komplett müllfrei. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Hey Jenni,

tolles Interview und super, dass du diesen Weg gehen möchtest! Ich halte es wie mit fast allem im Leben…die goldene Mitte finden. Ich vermeide Müll da wo es geht und stehe generell nicht so auf Plastik, aber trotzdem bin ich weit von zero waste entfernt. Das meiste fällt zweifellos in Küche und Bad an und mich ärgert es zum Teil sehr, dass es selbst im Bioladen alles verpackt gibt. Da habe ich bei uns gar keine andere Möglichkeit. Aber vielleicht kommt der Trend ja auch noch zu uns.

Liebe Grüße
Jenny

Liebe Jenny!
(Hallo, Namensvetterin! 😉 )

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich sehr, dass dir das Interview gefallen hat!
Ich glaube, es ist sehr sinnvoll, sich (vor allem anfangs) im Rahmen der goldenen Mitte zu bewegen und sich die Angelegenheit mit dem Müllsparen nicht durch zu viel Striktheit zu vermiesen. Wir tasten uns da auch Schritt für Schritt heran – alles andere bringt ja sowohl dir und uns als auch der Umwelt letzten Endes nichts, wenn man dann nach zwei Wochen Hardcore-Umstellung frustriert wieder aufgibt.
Die Tatsache, dass es auch im Bioladen alles verpackt gibt, stört mich ebenfalls sehr. Aus diesem Grund bin ich wirklich sehr, sehr glücklich, dass in Münster die beiden Unverpackt-Läden aufgemacht haben, sodass ich auf sie ausweichen kann. Ich hoffe sehr, dass dieser Trend noch mehr Menschen inspiriert und immer weiter wächst – ich glaube, es gab selten einen Trend, der so unterstützenswert ist.

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
als ich letzte Woche deinen Artikel über Zero Waste gelesen habe, habe ich mir auch direkt das Buch von Shia gekauft und mir einige Tage danach Obst- und Gemüsetaschen von Greenderella bestellt. Ob ich jemals komplett zero waste leben kann, denke ich nicht (dafür liebe ich Kinderschoki zu sehr…), aber in allen anderen Bereichen wie bei Kosmetikartikeln, Grundnahrungsmitteln und vor allem Essen to go gibt es auch bei mir erhebliches Einsparpotenzial!
Ich bin gespannt auf weitere Artikel von dir!
Liebe Grüße, Marileen

Liebe Marileen!
Es freut mich sehr, dass ich dich mit dem Beitrag soweit inspirieren konnte, dass du bereits die ersten Schritte in die Wege geleitet hast! 🙂
Das ist toll und jede Kleinigkeit, die wir verändern, ist eine Aktion, die in die richtige Richtung führt. Ich finde es auch wahnsinnig spannend, was man eigentlich alles einsparen kann, wenn man erst einmal die Augen richtig geöffnet hat und bin bereits schon fleißig am Werkeln an neuen Artikeln und lerne jeden Tag Neues dazu. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Ich finde es einfach nur super, dass du dich mit Zero Waste beschäftigst. Das inspiriert mich ungemein und in meiner ersten eigenen Wohnung, die ich im August beziehe, möchte ich dann gern auch so wenig Müll wie möglich entstehen lassen. Hast du eigentlich eine Idee, wie man das mit dem Online-Shopping machen könnte? In meiner Gegend kann man viele Dinge einfach nicht kaufen und bisher bestelle ich dann immer bei Amazon, aber das verursacht natürlich immense Verpacksmüllmengen.
Das Interview finde ich super spannend – gerade wie man anfängt, kann ich wohl nicht oft genug lesen 😉 Ich muss nämlich am Anfang wohl zunächst schauen, was ich mir leisten kann und was nicht. Vorräte aufbrauchen, um Geld anzusammeln, bietet sich ja bei einer neuen Wohnung nicht an – dafür habe ich aber viele alte Dinge, die jemand aussortiert hat und denen ich nun ein weiteres Leben gebe.

Ich gehe dann jetzt mal nach diesem tollen Interview auf Shias Blog weiterlesen!

Liebe Grüße

Liebe Tabea!
Ich danke dir ganz herzlich für deine lieben Worte – ich weiß sie wirklich zu schätzen und es freut mich sehr, dass meine Arbeit bei dir auf so großes Interesse stößt! 🙂
Oh, bezüglich der Sache mit dem Bestellen im Internet und allgemein nützlichen Quellen bezüglich Informationen und Material zu Zero Waste schreibe ich gerade einen Beitrag, in dem ich wichtige Links zusammentrage. Ich hoffe, das wird dir dann auch weiterhelfen. 🙂
Amazon ist leider – du weißt es sicherlich – aus mehreren Gründen ein Laden, um den man eigentlich einen Bogen machen sollte, jedenfalls meiner Ansicht nach. Nicht nur wegen des Mülls, auch die skandalöse Behandlung der Mitarbeiter, die Tatsache des Monopolisten, der die regionalen Händler…und so weiter. Aber ich kann gut nachvollziehen, dass es nicht immer einfach ist, überall an die Dinge heranzukommen, die man gerade braucht und man sich dann gezwungen sieht, auf den Internetriesen zurückzugreifen. Ich werde noch einmal genauer recherchieren, welche ökologischen Alternativen es gibt und diese dann ebenfalls in den erwähnten Artikel integrieren.
Doch deine Herangehensweise an deine neue Wohnung finde ich klasse und sehr vorbildlich! Ich hoffe, du hast bei Shia die ein oder andere Frage beantwortet bekommen – sie ist da wirklich eine ausgemachte Expertin und hat eine ganze Menge Tipps auf Lager. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Super spannendes Interview und tolle Einblicke! Da möchte man gleich auch loslegen, also vielen lieben Dank für die Inspiration!
Alles Liebe,
Corinna
http://www.kissenundkarma.de

Liebe Corinna!
Sehr gerne – ich danke dir wiederum für dein tolles Kompliment! Ich finde solche Berichte und Artikel auch immer sehr inspirierend – das gibt den nötigen Anschwung, wieder einmal selbst tätig zu werden! 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Tolles Interview und tolle Antworten. Schöne Vergleiche, die es nachvollziehbar machen und mutmachend für die ersten Schritte! Teilweise aber leider etwas zu lang zum vertwittern 😉

Liebe Stephanie!
Danke dir für deine lieben Worte – es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat! Das Lob geht natürlich auch an die tollen Antworten, die ich von Shia bekommen habe.
Ja, im Kurzfassen sind wir wohl beide nicht so ganz die Spezialistinnen… 😀

Liebe Grüße
Jenni

Aber das trifft sich ganz großartig! Ich bin immer viel zu kurz, dann kann ich die Leser_innen zu euch weiterleiten 🙂

Da hast du auch wieder recht! 😀
Das wäre natürlich sehr lieb von dir – ich habe dich auch gleich einmal in meinen geplanten Artikel über nützliche Zero-Waste-Informationsquellen aufgenommen, sodass die Weiterleitung auch in die umgekehrte Richtung funktionieren sollte.
Hab’ einen schönen Tag! 🙂
Jenni

Tolles Interview, liebe Jenni!
Gefällt mir sehr gut und ich konnte auch hier wieder neue Informationen für mich mitnehmen. Leider habe ich zur Zeit sehr viel um die Ohren und bin deshalb noch nicht dazu gekommen, das Buch zu lesen und die ersten Schritte einzuleiten.

Aber ich möchte dir ein ganz großes Kompliment aussprechen, da ich es bewundernswert finde, wie sehr du dich mittlerweile mit der Thematik auskennst und wie du hier deinen Lesern dieses Wissen verpackst. Klasse, weiter so!

Liebste Grüße
Cosima

http://www.ricemilkmaid.de

Liebe Cosima!

Ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich sehr, dass ich (und Shia) dich so inspirieren kann! Es ist schön, anderen Menschen ein paar neue Ideen und Perspektiven mitzugeben und es macht mir wahnsinnig viel Spaß, das alles aufzuarbeiten und niederzuschreiben. 🙂
Mach’ dir doch damit keinen Stress. Beginne, wenn du Zeit und Raum hast und fang’ auch dann ganz langsam an – alles andere macht keinen Spaß und führt früher oder später dazu, dass man frustriert wieder aufgibt. Und das ist ja nicht der Sinn der Sache. 😉
Ich wünsche dir, dass du in den nächsten Tagen vielleicht nicht mehr ganz so viel Stress hast und dann irgendwann dazu kommst, dich mit den Dingen zu beschäftigen, die dir im Hinterkopf herumschweben.

Liebe Grüße
Jenni