Wir sehen sie flugs hin- und hersausen, sobald sich die ersten Blüten zeigen und kennen ihr charakteristisches Summen bereits von Kindesbeinen an – aber was wissen wir eigentlich über die Bienen? Abgesehen davon, dass sie aktuell stark von Massensterben und dem allgegenwärtigen Krankheitsfaktor “Mensch” betroffen sind? Was können wir zum Beispiel über die Intelligenz der Bienen sagen?

Die Intelligenz der Bienen – jemand, der es wissen muss

Nicht viel – jedenfalls ich nicht, musste ich vor der Lektüre des Buches, das sich genau mit diesem Themenkomplex auseinandersetzt, zerknirscht zugeben.

Ja, dass Bienen Staatenorganismen sind und für die Aufrecherhaltung eines solch differenzierten Verbandes doch ein wenig Organisationstalent und daher schon so etwas wie Intelligenz vorhanden sein muss, weiß man. Dass Bienen erstaunliche Strecken fliegen, dass von ihrem Überleben nicht nur nach einstein’schem Zitat auch irgendwie das unsere abhängig ist, gehört mittlerweile zur Allgemeinbildung.

Aber was geht eigentlich vor im kleinen Gehirn der Biene? Und: Gibt es darin – objektiv nachmessbar – so etwas wie Intelligenz?

Dieser Frage hat sich niemand geringerer als der wahrscheinlich populärste Bienenforscher überhaupt in einem ganzen Buch gewidmet: Randolf Menzel untersucht Bienen und das, was zwischen ihren Neuronen vorgeht, schon seit mehr als fünfzig Jahren und darf als ein absoluter Kenner (wenn nicht sogar: der Experte schlechthin) gelten.

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Was müssen im Insektengehirn für Prozesse ablaufen, damit die Biene das leisten kann, was sie leistet? Wie schafft sie es, sich Flugrouten zu merken? Was ist der Schwänzeltanz – und wie genau wird über die einzelnen Bewegungen kommuniziert? Was haben Bienen für Möglichkeiten, sich in der Umgebung zu orientieren? Wie sehen Bienen?

All’ diese und noch viel mehr Fragen werden in Die Intelligenz der Bienen gestellt – nicht alle davon werden beantwortet. Aber darum geht es auch gar nicht. Randolf Menzel forscht ihnen (man spürt die entdeckerfreudige Begeisterung förmlich aus den Seiten hervorspringen) mit nicht anhaltender Neugier und Respekt vor dem anderen Lebewesen nach.

Von Synapsen, Neuronen auf Wanderschaft und komplizierten Gehirnwindungen

Und dabei geht es durchaus ans Eingemachte – denn mit dem honiggelben Werk haben wir definitiv keinen Gute-Nacht-Schmöker vor uns liegen, sondern ein Werk, das auch unseren Hirnschmalz mehr als fordert und uns stellenweise in den Biologiekurs der Oberstufe zurückversetzt.

Ich sage nur: mRNA, Translation, Transkription, Synapsen, Neuronen, Aktionspotentiale. Das sind nur einige der Stichworte, die Menzel aufruft und lediglich kurz erläutert, um zum jeweils eigentlichen Kern der Ausführungen (der sich um die Biene als intelligentes Insekt dreht) zu kommen.

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Das bedeutet für den motiviert Lesenden vor allem eines: Konzentration. Denn flüssig runtergelesen sind die Ausführungen nur dann, wenn man sich in der Thematik bereits auskennt – für die neurophysiologischen Laien unter uns (was sicherlich die meisten sein werden) bedeutet das Nachvollziehen der Ausführungen Menzels selbst einige Kopfarbeit.

Aber sie lohnt sich – denn man liest nicht nur von ein paar netten und unterhaltsam auflockernd eingestreuten Anekdoten aus dem (Forscher-)Leben des Autors, sondern erhält wirklich einen Rundumschlag um den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand, was die kognitiven Leistungen des Bienengehirns anbelangt. Ich weiß nicht, wann ich mich zuletzt so intensiv mit einem Insekt (jedenfalls auf theoretischer Basis) beschäftigt habe.

Was besprochen wird:

  • Wie baut man eigentlich wissenschaftlich haltbare Versuche auf? (Grundlagenwissen)
  • Wie ist ein Bienengehirn aufgebaut?
  • Können Bienen Schmerzen empfinden?
  • Warum sind Bienen im Insektenreich so außerordentlich intelligent?
  • Welche Farben können Bienen sehen?
  • Wie nehmen Bienen Gerüche wahr – und wie viele können sie unterscheiden?
  • Wie arbeiten Bienen mit elektrostatischen Feldern?
  • Wie lernen Bienen – und wie vergessen sie?
  • Können sie eine Persönlichkeit haben?
  • Wie organisiert sich ein Bienenschwarm?
  • Kann man von einer “Bienensprache” sprechen?

Wir lernen, dass Bienen nicht wie automatisierte Roboter eines Superorganismus funktionieren, dessen einziger Zweck es ist, die Königin am Leben zu erhalten und möglichst viel Nachwuchs zu produzieren – sondern, dass eine einzelene Biene sehr wohl individuelle und auf ihrem Erfahrungwissen aufbauende Entscheidungen treffen kann.

Wir lernen, dass Bienen eine ganz andere Wahrnehmung der Welt haben als wir (sie sind besonders empfindlich für violettes Licht, sehen dafür aber gelbes Licht nicht – die Sonne erscheint ihnen beispielsweise grün – und sie besitzen den zusätzlichen Magnetsinn, mit dessen Hilfe sie sich mittels elektrostatischer Felder orientieren können). Das wiederum wirft eine absolut grundsätzliche Frage auf, über die man durchaus einmal länger nachdenken darf: Gibt es eigentlich eine objektive Wirklichkeit?

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Haben wir mit unserer imperialistisch-menschlich-egozentrischen Weltsicht (durchaus im doppelten Wortsinn gemeint) das Vorrecht auf die Wahrheit gepachtet? Und wie viele Dinge entgehen uns eigentlich, die wir bestimmte Lichtwellen nicht sehen, Schallfrequenzen nicht hören, Felder nicht wahrnehmen können? Was ist das eigentlich – Wahrheit?

Wissenschaftliche Neugier und Achtung vor dem Leben

Wenn man Menzels Ausführungen in Die Intelligenz der Bienen nachvollzieht (und glaubt mir – an einigen Stellen fiel mir das nicht nur wegen meiner Gehirnerschütterung schwer), dann bekommt man eine Ahnung davon, dass es in den Weiten des Wahrnehmungswunderlandes direkt vor unserer Nase noch viel mehr gibt. Und dass das einzige Problem dieser versteckten Welten ist, dass wir bisher noch nicht in der Lage sind (oder sein wollen), sie zu sehen und angemessen zu würdigen.

Besonders spannend fand ich die Frage nach der Schmerzempfindlichkeit der Bienen. Ob ein Tier Schmerzen empfinden kann oder nicht, machen wir gerne zur Voraussetzung dafür, dass es einen ethischen Menschenstempel mit dem Prädikat “uns ähnlich” aufgedrückt bekommt – und bekommen daher auf einmal Skrupel, es zu essen oder für unsere Zwecke auszubeuten.

(Was ja an sich schon einmal sehr gut ist – nur frage ich mich manchmal, ob es immer unbedingt solcher logischer Messlatten bedarf, um einen vollkommen egoistischen und an sich auch überflüssig gewordenen Konsum zu rechtfertigen oder zu unterbinden…Aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.)

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Menzel fand Folgendes heraus: Bienen haben unter Umständen ein Schmerzempfindungssystem, das ähnlich wie das des Menschen (das über ein Endorphinsystem läuft) funktioniert: Es gibt bestimmte Botenstoffe, die im Hirn bei gleichbleibendem Reiz für eine höhere Schmerzempfindlichkeit sorgen (Naloxon – blockiert die Andockstelle für Endorphine) und andere, die die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen (Stachelpheromon, das in Gefahrensituationen von Artgenossen ausgeschüttet wird).

Möglicherweise verfügen Bienen also nicht nur über die Möglichkeit, Schmerzen zu empfinden, sondern sogar über Mittel und Wege, ihr Schmerzempfinden herunterzuregulieren, wenn es um die Verteidigung ihres Volkes geht. Die Intelligenz der Bienen, 71

Und das wiederum zieht eine folgenreiche Schlussfolgerung nach sich: Wenn die Biene Schmerzen empfinden kann – dann müsste sie so etwas wie ein Ich-Bewusstsein haben, das es ihr ermöglicht, die Schmerzerfahrung ihr selbst zuzuordnen und sie an ihrem eigenen Körper zu lokalisieren.

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Das aber würde bedeuten, dass wir unsere Bewertung des als fleißiges-Bienchen abgestempeltes Insekts dringend überdenken müssten. Etwas, das einige unserer Art sicherlich nicht gerne tun würden – hieße das doch, die moralischen Grundsätze, mit denen diese Lebewesen behandelt werden, nun einmal ernstlich zu hinterfragen.

Bei einigen Experimenten lernt man die einzelnen Bienen auch auf gleichsam persönlicher Ebene kennen. Wenn ich Experimente mit gekennzeichneten Versuchstieren durchführe, kenne ich nach ein paar Tagen tatsächlich so etwas wie den Charakter einiger Bienen.Die Intelligenz der Bienen

Das gilt übrigens auch für die Arbeit des Autors selbst: Denn als ich von durch Kälte getöteten Bienen (so spüren sie den Tod nicht), sezierten Hirnen und Experimenten am lebenden Tier las, wurde mir doch ein wenig anders – und nicht zum ersten (und sicherlich auch nicht letzten) Mal habe ich mir die Frage gestellt, wie weit Wissenschaft eigentlich gehen darf.

Was darf man tun, um Wissen über eine Tierart zu erlangen?

Darf man das Tier aufschneiden? Seine neuronalen Vorgänge bei lebendigem Leib halb seziert beobachten? Vielleicht sogar, um das Wissen im Anschluss für die Statuserhöhung und Rettung der entsprechenden Art einzusetzen, indem sie in der Allgemeinbevölkerung als intelligent und lebenswert rehabilitiert wird? Eine Bewegung in Gang setzen, die so vielleicht nie stattgefunden hätte – weil das Wissen gefehlt hätte?

Menzel findet eine für sich klare Antwort auf diese Frage: Die Schmerzlosigkeit der Experimente für die Versuchstiere ist ihm genauso wichtig wie das Gelingen der Experimente selbst – weshalb er durchgehend mit Kältebetäubung arbeitet.

Unterhalb einer Temperatur von zehn Grad Celsius schalten die Neuronen der Bienen nicht mehr, so dass keinerlei Informationsübertragung im Nervensystem und somit auch keine Schmerzwahrnehmung möglich ist.Die Intelligenz der Bienen, 72

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Dass das immer noch nicht des Veganers Traum ist, dürfte sich von selbst verstehen. Aber die Krux bleibt: Wie weit darf man gehen – und wie wird das gewonnene Wissen eingesetzt?

Menzel beispielsweise nutzt sein gewonnenes Wissen seit Jahren dafür, dem Bienensterben, das unter anderem aufgrund des Einsatzes hochgiftiger Pflanzenschutzmittel in der Agrarindustrie (2008 sind im Oberrheingraben an die 300 Millionen Tiere deswegen zugrunde gegangen) ein wichtiges Thema ist, zumindest ein wenig aufklärerisch entgegenzutreten.

Dafür schreibt er immer wieder für überregionale Zeitungen, stellt sich für Interviews zur Verfügung, wirkt in Dokus mit und leistet Aufklärungsarbeit. Die umfassendste ist ihm sicherlich mit Die Intelligenz der Bienen gelungen.

Wünschenswert wären an dieser Stelle mehr Informationen über die giftigen Substanzen und die Auswirkungen auf die Bienenpopulationen gewesen (lediglich das letzte Kapitel handelt das Thema auf ein paar Seiten ab) – aber Menzel merkt zurecht an, dass das nicht Ziel des vorliegenden Werkes war und es dazu bereits umfangreiche Nachschlagewerke und Filme gibt.

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Fazit: Informativ, wichtig und zum Nachdenken anregend

Obgleich das Buch seine Verständnis-Tücken hat, empfehle ich es dennoch allen weiter, die sich für einen tieferen und vielleicht etwas ungewöhnlicheren Beschäftigungsansatz mit der klassischen Honigbiene interessieren – und weniger nach dem Was (kann sie leisten) als nach dem Wie (macht sie das) fragen wollen.

Wer allerdings nicht gewillt ist, sich zumindest ein wenig auf Neuronen, Synapsen, Elektronenströme und die Aufregung eines Radarmessgerätes zur Ortung von Bienen einzulassen, der oder die findet in Die Intelligenz der Bienen vermutlich doch nicht die passende Freizeitbeschäftigung und ist besser mit einem Film über die Thematik bedient (dringend zu empfehlen – und definitiv Taschentücher bereithalten!: More than Honey).

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Falls das Buch euer Interesse geweckt hat, könnt ihr hier in eine kostenlose Leseprobe hineinschnuppern – und es dann eventuell in der örtlichen Bücherei oder beim Fachhandel bestellen.

Kennt ihr gute Lektüre zum Bienen-Thema? Vielleicht weitere Bücher, die sich zu lesen lohnen?

Weiterführende Artikel und Filme:

(1) Interview mit Randolf Menzel über das Gehirn der Biene

(2) Der Fluch der Neonikotinoide (Das Erste)

(3) Interview mit Randolf Menzel auf Mellifera e.V.

(4) ZEIT-Interview mit Randolf Menzel

Das Rezensionsexemplar für diesen Beitrag wurde mir vom KNAUS-Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich! Dieser Umstand hat allerdings keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung des Artikels.

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] weil Laura wusste, dass mich das Thema seit einiger Zeit beschäftigt (siehe beispielsweise diese Rezension hier) und in der Imkerei Keinhörster sehr viel Wert auf den “guten Umgang” mit den Tieren […]

Liebe Jenni,

das klingt nach einem sehr spannenden Buch. Seit ich in ‘More Than Honey’ gesehen habe, wie in China teilweise die Apfelbäume schon von Menschenhand bestäubt werden müssen, bekomme ich tatsächlich jedesmal ein komisches Gefühl, wenn’s wie letztens in Brandenburg heißt: “Über den Winter sind 40% der Bienenvölker gestorben”
Es ist wahnsinnig wichtig, die Bienen zu schützen. Das hat nur irgendwie kaum jemand auf dem Schirm. Deshalb sind solche Artikel wie dieser hier so wichtig. Danke dafür!
Liebe Grüße,
Caroletta

Liebe Caroletta,

ich gebe dir absolut recht: Das mit den Bienen ist ein so wichtiges Thema, das mich schon seit Jahren umtreibt (ich habe damals in der 12. Klasse sogar meine Facharbeit darüber geschrieben) und ich verstehe auch nicht so wirklich, warum das nicht viel mehr in den Medien diskutiert wird.
Auf diesem Blog hier wird das auf jeden Fall nicht der letzte Artikel zum Thema gewesen sein.

“More than Honey” zeigt wirklich furchtbare Dimensionen auf – und genau die Szene, die du ansprichst, geht uns hier auch nicht mehr aus dem Kopf…

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
wirklich eine ganz tolle Buchbesprechung zu einem Werk, das sicherlich nicht mal eben zwischen Tür und Angel durchlesbar ist. Wie schaffst Du das so schnell? Ich bin in meinem aktuellen Buch (Walden????) noch nicht allzu weit gekommen… gut, ich lese auch immer mehrere Bücher gleichzeitig????…
Jedenfalls klingt das Buch sehr spannend, ich finde Bienen großartig und das Thema Bienensterben ist sehr präsent und erschreckend. Hast mir auf jeden Fall Lust auf dieses werk gemacht, die Leseprobe werde ich mal durchlesen. Das mit den Tests zugunsten der Wissenschaft ist natürlich immer so ne Sache und wie Du schon erwähnt hast, für Veganer besonders grenzwertig.
Ich hab letztens in der Buchhandlung einen Roman gesehen (Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde), der irgendwie interessant klang – das Cover ist eher traurig – , aber ist halt ein Roman.
Hab noch einen schönen Tag und weiter gute Besserung an Dich!
Liebe Grüße
Sharon

Liebe Sharon,

ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich, dass dir die Rezension gefallen hat. 🙂
Ach, so schnell bin ich gar nicht, finde ich – da war ich schon einmal deutlich besser in meiner Lese-Biographie.
Dein Walden-Buch steht bei mir aber ebenfalls ganz oben auf der Liste und ich freue mich schon, dass irgendwann angehen zu können (vorher stehen aber noch einige andere Werke an).

Auf das Bienensterben und den Umgang der Menschen mit den Bienen wird im Buch allerdings eher wenig eingegangen (nur ein paar Seiten am Ende) – der Fokus liegt tatsächlich auf den neuronalen Netzwerken im Hirn der Biene und den Fähigkeiten dieses Tieres. Das ist mir wichtig, noch einmal anzumerken – nicht, dass falsche Erwartungen entstehen. 🙂

Danke dir herzlich für die Besserungswünsche – es geht bergauf!

Liebe Grüße
Jenni

Über Bienen weiß ich tatsächlich nicht so wirklich was – Sie sterben, wenn sie stechen (ich habe trotzdem Angst vor ihnen…); sie brauchen blühende Pflanzen zur Ernährung und je vielfältiger hier die Auswahl, desto besser; Pestizid und Monokulturen schaden ihnen, weswegen sie vom Aussterben bedroht sind. Ende meines Wissens erreicht – ach, fliegen können sie noch 😉

Wie wichtig die Tiere aber für uns Menschen sind, da sie unsere Pflanzen bestäuben, ist mir nur selten präsent, obwohl ich schon mal von der Problematik gehört habe…

Das Buch ist wohl aber gar nichts für mich, denn es reizt mich gerade nicht, mehr über Bienen zu lernen und da so viel Zeit und Konzentration reinzustecken. Andere Tiere und Thematiken sind gerade für mich einfach spannender…

Deine Frage, was denn nun die Wahrheit sein soll, wo wir doch so vieles selbst nicht oder anders als Tiere und Pflanzen wahrnehmen, finde ich aber richtig spannend!

Dass die Tiere einen Charakter haben, kann ich mir nur zu gut vorstellen – Hunde, Katzen, Ponys etc. haben sowas ja auch! Warum also sollten Insekten soetwas nicht auch haben? Wir merken es nur im Alltag wohl nicht, weil wir nie lange mit dem gleichen Tier zu tun haben…

Ich muss allerdings sagen, dass ich Versuche an lebenden Tieren grausam finde – egal, ob für solche Studien und Forschungen oder für den Test von Inhaltsstoffen von Kosmetik oder so. Das ist für mich alles eine Kategorie: Leiden verursachen, was vermeidbar wäre. Aber immerhin nutzt der Mann die Informationen FÜR den Rest der Art… obwohl wir bei Menschen ja auch nicht bereit wären, Leben einiger Menschen zu opfern, um anderen zu helfen.

Liebe Grüße

Liebe Tabea,

oh, ein bisschen schade finde ich es schon, dass dich Bienen derzeit nicht so sehr interessieren. 😉
Dabei sind sie wirklich spannende Tiere – und wichtige (nicht nur für uns Menschen) obendrein!

Aber dass dieses Buch dich speziell eher nicht anspricht, kann ich absolut nachvollziehen – es ist doch eher ein Sachbuch denn Unterhaltungslektüre und man muss sich wirklich sehr darauf einlassen. Der Film wäre da aber definitiv etwas für dich, glaube ich. Da geht es nämlich um die Relevanz der Bienen und den Umgang der Menschen mit ihnen.

Die Überlegungen zu Tierversuchen und dem anschließenden Wissensgebrauch finde ich sehr, sehr wichtig – aber auch nicht plakativ und einfach für alle möglichen Fälle zu beantworten (wie du ja mit deiner letzten Anmerkung richtigstellst). Das ist ein sehr komplexes Thema – als Veganerin habe ich da natürlich eine dezidierte Stellung zu, erkenne aber auch an bzw. gebe zu, dass manches Wissen nun einmal nicht aus der Beobachtung in der freien Natur generiert werden kann und weitere Forschung nötig ist. Aber vielleicht gehören solche Dinge in einen separaten Artikel… 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Natürlich ist es immer schade, wenn ein wichtiges Thema einen nicht so recht interessiert – aber man kann sich ja auch nicht über alles gleichzeitig informieren und weiterbilden. Trotzdem habe ich eben meiner Youtube-Später-ansehen-Liste einige Dokus über Bienen hinzugefügt, als Ersatz für den Film, den du mir nahegelegt hast. Ich will ja schließlich nicht die Augen vor Problemen verschließen.

Ich will gar nicht wissen, wie lang deine Liste mit möglichen Posts ist – so viel, wie du mir allein schon in unseren Kommentaren anteaserst 😉

Liebe Grüße

Oh, da gebe ich dir absolut recht – alles kann und muss man auch gar nicht wissen! Aber ich persönlich bin immer schwer interessiert in solche Themen und kann mir manchmal schwer vorstellen, wie andere Menschen das nicht sein können. Da kann ich dann wahrscheinlich ein wenig schwierig aus meiner Haut…

Ich bin so frei und verrate es dir: Aktuell sind es 145 Entwürfe. Und noch 200 in meinem Kopf. 😉

Liebe Grüße
Jenni

Dafür interessieren mich dann halt andere Bereiche vielleicht mehr als dich… z.B. finde ich irre spannend, wie sich der Kontakt zu Haustieren auf die Persönlichkeit von Kindern auswirkt oder lese mit großem Interesse alle Informationen über Krankheiten und Seuchen bei Nutztieren… Ich weiß ja nicht, ob du auch da so wissbegierig bist… jeder hat eben andere Vorlieben 😉

145?! Das sind ja irre viele… und ich dachte, ich wäre mit meinen schätzungsweise 30 Ideen schon zu gut bestückt, um sie je aufzubrauchen…

Liebe Grüße

Tolle und sehr ausführliche Rezension! Das klingt wirklich spannend und ist offenbar auch gut bebildert! Ich habe schon einige gute Bücher über Bienen gelesen, aber keins geht so sehr in die Tiefe. Daher kommt es auf meinen Wunschzettel.

Du hast nach weiteren Tipps zum Thema gefragt. Damit kann ich dienen 🙂
Sehr unterhaltsam und informativ ist das Buch “Und sie fliegt doch” von Dave Goulson, wo es speziell um Hummeln geht. Außerdem kann ich “Die Biene” von Noah Wilson-Rich empfehlen, ein schön bebildertes und sehr engagiertes Werk über die Geschichte der Beziehung zwischen Bienen und Menschen. Im letzten Jahr habe ich auch ein Buch vom Hobby-Imker Marcellus Boos gelesen, das lohnt sich ebenfalls. Die beiden letzten habe ich in meinem Sachbuch-Blog vorgestellt. Falls du mal reinschauen magst, hier sind die Links dazu:
http://www.elementareslesen.de/noah-wilson-rich-die-biene/
http://www.elementareslesen.de/marzellus-boos-bienen/

Viele Grüße, Petra

Liebe Petra,

ich freue mich sehr, dass dir die Rezension gefallen hat und dich das Buch anspricht! 🙂

Wunderbar auch deine weiterführenden Tipps – vielen Dank dafür! Die notiere ich mir gleich einmal als weiterführende Lektüre.

Und überhaupt – ich finde deinen Blog ja ganz wunderbar und habe schon auf der Startseite gleich drei Bücher gesehen, die ich auch zu lesen gedenke. Da folge ich dir doch direkt einmal (als ob mein zu lesender Bücherstapel nicht schon groß genug wäre 😉 ).

Liebe Grüße
Jenni

Meine liebe Jenni,

du kannst dir sicherlich vorstellen, wie sehr du mein Interesse mit dieser Rezension geweckt hast. Manchmal stehe ich in einigen Metern Entfernung neben dem Bienenstock meiner Schwiegermama und beobachte, wie die Tiere hin- und herfliegen – mal relativ gerade, mal in Kreisen und Achten. Und jedes Mal frage ich mich, was sie sich da gerade gegenseitig mitteilen, wie sie auf die Idee gekommen sind, diese Informationen gerade auf diese Art und Weise zu “tanzen” und wie sie sich überhaupt in dieser riesigen Welt zurecht finden.
Letztes Jahr hatte meine Schwiegermama noch vier Bienenvölker. Eins ist erfroren, eins wurde von einer Maus heimgesucht und ausgeraubt, wodurch die Bienen letztlich entweder verhungert, oder ebenfalls erfroren sind und eins ist vermutlich wegen der Pestizide des Nachbarn eingegangen. Wir regen uns auch jedes Mal aufs Neue auf, wenn die Bauern ihre Felder spritzen, wenn die Sonne scheint. Denn gerade dann fliegen natürlich auch die Bienen aus.

Ich hoffe sehr, dass so langsam ein Bewusstsein für die Gefahr, die von diesen Umständen ausgeht, entsteht und sich immer mehr Menschen informieren und etwas bewegen möchten – angestoßen von Büchern, wie diesem, Dokus und verschiedenen Aktionen, die es tollerweise (ist das ein Wort? :D) ja mittlerweile gibt.
Hach, was würde ich mich freuen, wenn du mir das Buch ausleihen würdest. Ich habe zwar keine Ahnung mehr von Synapsen, Neuronen und Gottweißwas, aber ich bin durchaus gewillt, mich da wieder reinzufuchsen.

Bis ganz bald und weiterhin gute Besserung!

Liebe Grüße,

Natalie

PS: Heute ist mein erster Arbeitstag! *whoopwhoop*

Liebe Natalie,

dass ich dich damit so angesprochen habe, erfreut mich sehr – und ich kann mir das von dir beschriebene Szenario bildlich vorstellen. Ich muss euch unbedingt einmal dort besuchen – das klingt immer wie ein Traum dort! (Natürlich nur, wenn ich darf. 😉 )

Das mit den sterbenden Bienenvölkern tut mir sehr leid und auch ein bisschen weh. Natürlich sind diese Dinge teilweise der Lauf der Natur (das mit der Maus zum Beispiel) – aber die Art und Weise, wir wir Menschen in diesen empfindlichen Kreislauf (und noch andere) eingreifen, ist recht erschreckend (da ist der Film “More than Honey”, den ich verlinkt habe, ein wahrer Augenöffner).

Das Buch leihe ich dir selbstverständlich aus! Ohnehin habe ich hier noch einen ganzen Stapel Magazine und Bücher, die nur auf dich warten… 😉

Oh, das freutfreutfreut mich! Magst du mir nachher per WhatsApp schreiben, wo genau du nun untergekommen bist? 🙂

Liebste Grüße!
Jenni