Leselust. Es wäre gelogen, zu behaupten, gerade im Sommer würde sie sich angesichts Freibadwetter, saftig-grünen Wiesen und knallender Sonne vermehren. In Wahrheit ist sie nämlich das ganze Jahr über verlässlich an meiner Seite – in unterschiedlichen Intensitätsgraden, die weniger mit dem Wetter als mit persönlichen Interessenvorlieben zu tun haben.

Denn es gibt auch Phasen – und das ist gut so -, in denen Bücher einen weniger starken Reiz ausüben als andere Aktivitäten. Und ein paar Wochen später dann kann ich mich vor Lesevorhaben gar nicht mehr retten und meine To-read-list wächst ins Unermessliche.

Im Moment ist wieder so eine Bücherstapelei-Phase, in der ich den starken Verdacht habe, gar nicht so lange leben zu können, wie ich lesen möchte. Aber ich glaube, das geht vielen Menschen so. Es gibt einfach zu viele zu gute Texte auf dieser Welt! Und auch das ist gut so – besagte Welt wäre ein sehr trauriger Ort, wenn dem nicht so wäre.

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Falls ihr mehr oder weniger hochaktuell meine Leseabenteuer verfolgen und ein paar Einblicke in meine im Moment verschlungenen Bücher erhalten möchtet, empfehle ich euch, bei mir auf Instagram vorbeizuschauen. Dort teile ich in den Stories gerne Zitate, ellenlange Textpassagen oder auch einfach meine halbwegs gefilterten Gedanken beim Lesen eines Buches oder Magazins.

Nun wird es nach viel zu langer Abstinenz aber wieder einmal Zeit für aktuelle Lesefavoriten, die ein wenig geordneter und dauerhafter vorgestellt werden. Ich habe mir vorgenommen, das Format ab jetzt wieder etwas öfter zu bespielen und hoffe sehr, dass ich meinem eigenen Vorsatz treu bleiben kann und werde.

Here we go: Bücher, die mich in den letzten Wochen besonders beeindruckt haben.

Kathrin Hartmann: Die grüne Lüge

Kathrin Hartmann ist wütend. Das wird unmittelbar beim ersten Reinlesen in Die grüne Lüge, dem begleitenden Buch zum gleichnamigen Film (zusammen mit Werner Boote – Plastic Planet – gedreht) deutlich.

Wütend auf Firmen, die Verbraucher*innen ein grünes Image verkaufen, obwohl sie alles andere als nachhaltig unterwegs sind (sondern in den meisten Fällen sogar fleißig die Klimaerwärmung befeuern). Wütend auf mittelschichtsgesättigte Konsument*innen, die sich liebend gerne etwas vorlügen lassen, solange sie selbst nicht viel ändern müssen – und schon gar nicht ihre Art zu konsumieren. Und wütend auf politische Vertreter*innen, die ihre Pflichten zu gerne hinter monetäre Vergünstigungen anstellen.

Schlaglichtartig zerrt sie Konzerne wie BP (den amerikanischen Öl-Multi) und vorgeblich grüne Organisationen wie den WWF (der ja bereits durch das – von mir noch zu lesende – “Schwarzbuch WWF – Dunkle Geschäfte im Zeichen des Panda” eine kritische Auseinandersetzung erfahren hat) und bekannte NGOs auf die Bühne und berichtet schonungslos über unseren Hang, uns alles irgendwie schönzureden (Stichwort: Kleidung aus recyceltem PET, gleich mehr dazu) sowie über Politiker*innen, die ihre eigentliche Aufgabe (Beschützen / Interessenvertretung des Volkes) aufgrund von hohen Boni und Anteilseignungen an entsprechenden umweltverheerenden Firmen nicht nachkommen.

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Thunfischsteaks, dicke Autos, die Formel 1, Aktienfonds, Flugreisen, Pelzmäntel, Gemüse aus Südspanien, Pflanzensprit, Palmöl, gentechnisch verändertes Soja, Kohlekraft, Staudämme, Erdöl aus der Arktis – all das gibt es heute auch in »nachhaltig«, »grün« oder »verantwortungsvoll«. (15)

Dabei deckt die Autorin die Strategien auf, mit denen grünes Marketing betrieben wird und stellt die essentiellen Fragen nach Verantwortung, Ethik – und vor allem der Konsument*innen-Rolle:

Der Bürger indes scheint sich mit seiner ökonomischen Rolle als Verbraucher abgefunden zu haben, hat politisches Engagement durch »ethischen Konsum« ersetzt und verbraucht munter weiter. (21)

Gleichzeitig wird auch in Die grüne Lüge einmal mehr deutlich, dass wir eben nicht so weitermachen können: Hartmann konstatiert, dass wir uns lange nicht mehr nur darüber Gedanken machen sollten, wie lange unser Erdöl noch reicht (dreißig oder noch fünfzig Jahre?), sondern darüber, ob eine ganze Palette an weiteren Rohstoffen in naher Zukunft noch zur Verfügung stehen wird.

Es gehe nicht mehr um den “Peak Oil” – es gehe um den “Peak Everything”.

summer reads, bücher im somme, leseliste sommer, vegan blog, vegan, bücher lesen blog, bücher blogger, blogger Leseliste, blog bücher, bücher blog, Sommer lesen, buchtipps blogger, still Susan Cain RezensionAber warum kommen Konzerne, NGOs, Umweltorganisationen, Politiker*innen damit durch? Wie kann es sein, dass sich kein Widerstand regt? Haben wir uns zu sehr im gemütlichen Nest bürgerlicher Mittelständigkeit eingerichtet? Am Rande werden auch solche Dinge thematisiert, wird der Begriff der Externalisierungsgesellschaft eingeführt und untersucht (zum Weiterlesen: Stephan Lessenich – Neben uns die Sinftflut), werden unbequeme Fakten auf den Tisch gebracht.

Wenn nur genügend Menschen ethisch korrekte Produkte kaufen würden, so heißt es noch heute, würden die Unternehmen umdenken und nur noch solche Dinge herstellen. Und nun? Zwar haben die Unternehmen den Kunden packungsweise Moral ins Supermarktregal gestellt – an den Weltverhältnissen hat das allerdings nichts verändert. (26)

Man kann dem Text Fatalismus vorwerfen. Oder Nörgelei. Denn moniert wird viel – konkrete Ansätze, wie Dinge anders gedacht oder angepackt werden könnten, wenig bis gar nicht präsentiert. Viele Probleme, keine Lösungen?

Fraglich ist außerdem, ob Konsument*innen-Entscheidungen und -Präferenzen tatsächlich so wenig Einfluss haben. Sicher – politischer Aktivismus ist ein Muss, um die Klimakrise (wie sie so schön betitelt wird) zu lösen. Im stillen Kämmerchen allein schaffen wir es nicht. Aber die Implikation, dass es gewissermaßen sinnlos sei, das eigene Handeln und Leben im Kleinen möglichst nachhaltig zu gestalten, erscheint mir doch problematisch.

Wenn nicht hier beginnen, wo dann?

Und: Hat das Wirken im Kleinen nicht irgendwann auch eine gesellschafts-politische Debatte zur Folge – wie wir sie gerade im Klima-Diskurs erleben?

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Fazit: Viele gute und wichtige Ansätze zum Nachdenken, Sätze, die in ihrer Treffsicherheit wirklich wehtun, augenöffnende, prägnant zusammengefasste Recherche, die viele Dinge auf einmal klarer werden lässt und sensibel macht für Greenwashing. 

Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

Ah! Im Rückblick darf ich berechtigterweise sagen, dass ich auf so ein Buch gewartet habe. Ohne es wirklich zu wissen. Aber als es dann da war und ich die ersten Zeilen mit meinen Augen erforscht hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und las es überall weiter: in der Bahn, beim Gehen in der Innenstadt, dann, wenn ich eigentlich andere Texte hätte lesen sollen, im Bett, direkt nach dem Aufstehen am Küchentisch…

Die Freude war denn bei knapp 500 großzügig bedruckten Seiten leider auch relativ schnell vorbei (ich glaube, das Vergnügen hat anderthalb Tage gedauert). Aber das soll nur Beweis für die Großartigkeit des Textes sein, der mich inhaltlich wie formal sofort überzeugen konnte.

Bienen sind im Moment populär – unter anderem sicherlich auch aufgrund der traurigen Tatsache, dass sie langsam, aber sicher weniger werden und wir spätestens jetzt wissen, dass wir als Spezies im Falle ihres Verschwindens ein großes Problem bekommen werden.

Und genau das ist der Dreh- und Angelpunkt von Die Geschichte der Bienen. Beleuchtet werden drei Familien und ihre Beziehungen zu Bienen durch beinahe drei Jahrhunderte hindurch. Jede von ihnen ist mit den Tieren durch ein anderes Band verbunden – manchmal ist es Forscher-Neugier, mal wirtschaftliches Interesse, mal die schiere Überlebens-Notwendigkeit.

summer reads, bücher im somme, leseliste sommer, vegan blog, vegan, bücher lesen blog, bücher blogger, blogger Leseliste, blog bücher, bücher blog, Sommer lesen, buchtipps blogger, still Susan Cain RezensionDer Roman hebt an keiner Stelle den moralischen Zeigefinger und theoretisiert nicht. Es gibt keine komplizierten wissenschaftlichen Einschübe – und dennoch lernt man beim Lesen viel. Über zwischenmenschliche Beziehungen, die sich nicht nur im Umgang mit unserer Umwelt niederschlagen, sondern umgekehrt auch von ihr geformt werden. Und natürlich über die eigentlichen Hauptfiguren – die Bienen.

Jede Familie arbeitet mit diesen Insekten, jede auf eine andere Weise und von einer anderen Motivation getrieben. Und irgendwie schleicht sich immer eine Art von Zuneigung zwischen die Zeilen der aus der Ich-Perspektive erzählten Passagen.

summer reads, bücher im somme, leseliste sommer, vegan blog, vegan, bücher lesen blog, bücher blogger, blogger Leseliste, blog bücher, bücher blog, Sommer lesen, buchtipps blogger, still Susan Cain RezensionDer Respekt freilich muss immer gewahrt bleiben – denn im Gegensatz zu der Empfindung von William, einem ambitionierten Hobby-Erfinder und -Naturforscher, dessen Geschichte im Jahr 1852 die aus chronologischer Perspektive erste des Buches ist, lassen sich die Tiere nicht zähmen.

Sie gehorchen nicht dem Menschen – und in Die Geschichte der Bienen wird drastisch vorgeführt, was passiert, wenn der Mensch genau davon ausgeht und Machtausübung zum Leitsatz seines Handelns erklärt.

Die Straße war verlassen. Es roch nach feuchtem Mauerwerk, Staub und Fäulnis. Eine tote Stadt. Verfallene Fassaden. […] Geschlossene Geschäfte mit vergitterten Türen. Eingeschlagene Fenster. Nur noch Schattierungen von Braun und Grau. Keine Farben mehr, als wäre alles von Nebel umhüllt. Und eine allumfassende, schwere Stille. (282)

Doch selbst die Dystopie der chinesischen Zukunft ohne Bienen lässt am Ende noch Raum für eines: Hoffnung. Vor allem auf die Besserung des Menschen.

★★★★★

Übrigens: Die Geschichte der Bienen ist mittlerweile gefolgt von dem zweiten Teil der geplanten Trilogie: Die Geschichte des Wassers befasst sich in einer konzeptuell ähnlichen Form mit Wasserknappheit, Dürreperioden und öffnet den Blick auf eine anders gelagerte Dystopie. Dieser Band hat mich allerdings nicht ganz so sehr überzeugt – die Struktur ist nicht so fein herausgearbeitet und dem Text fehlt generell etwas von der Tiefe des ersten Bandes. Trotzdem lesenswert. 

Weitere Artikel über Bienen: 

Susan Cain: Still. Die Kraft der Introvertierten

Noch so ein Buch, das ich mir herbeigesehnt habe – dieses allerdings ganz bewusst.

Dass nämlich mein Charakter beziehungsweise Persönlichkeitstypus eine psychologische Bezeichnung besitzt, ist mir lange abgegangen und wie viele andere Introvertierte habe ich die längste Zeit meiner Biografie den Eindruck gehabt, ich sei irgendwie verkehrt und nicht passend für diese laute, schnelle und reizintensive Gesellschaft.

Die Bemühungen in der Adoleszenz, mich irgendwie einzupassen und Rollen zu spielen, muss ich an dieser Stelle nicht aufzählen. Jahrelang habe ich gestruggelt mit dem, was und vor allem wie ich war und bin. Mit dem sogenannten Erwachsenwerden und insbesondere in den vergangenen 2-3 Jahren ist dann schrittweise die Akzeptanz und auch irgendwie das Feiern des Stillen, das mich so sehr ausmacht, gekommen. Der Weg dahin war lang.

Und so gerne hätte ich schon viel früher Susan Cains Buch gelesen.

(Gefunden habe ich es übrigens bei Melina von Vanilla Mind, die sich ebenfalls viel mit dieser Thematik und dem Schüchtern-Sein, das übrigens nicht zwangsläufig dasselbe ist beziehungsweise miteinander einhergeht, beschäftigt.)

Es hat mir wirklich die Augen geöffnet, das ist keine Übertreibung.

Cain beleuchtet, was Introversion eigentlich ist, wie man sie erkennen kann (bei sich selbst und anderen), wie es eigentlich zu einer Gesellschaft kam, die das Ideal der Extraversion hochhält, ob Introvertierte in anderen Kulturen vielleicht höheres Ansehen genießen und woran das liegen kann – und wo allem: Wie man mit Introversion umgeht und sie als wertvolles Persönlichkeitsmerkmal anerkennt und zu schätzen lernt.

Es ist vielleicht bereits aus den ausgewählten Textstellen ersichtlich, dass das Buch teilweise die Tendenz zum Verallgemeinern besitzt. Bei allen Stellen, an denen man gerne bekräftigend mit dem Kopf nicken würde (und das beim Lesen auch tut), weil das Beschriebene sich mit den eigenen Erfahrungen deckt, und bei allem Umfang der zitierten Forschungsliteratur sollte man nicht vergessen, dass die meisten Erkenntnisse sich eben nicht verallgemeinern lassen. So einfach das sicherlich auch wäre. Damit soll nicht gesagt sein, dass Cain das andauernd tut.

Dennoch ist es ratsam, das Buch aufmerksam zu lesen und immer mal wieder innezuhalten und über das Gelesene zu reflektieren. Gerade, weil es grundlegende soziologische und psychologische Thesen aufstellt.

★★★★★

(Es gibt übrigens einen groben Schnelltest, den ich mit voller Punktzahl bestanden habe. Falls ich noch Zweifel gehabt hätte, wären sie wahrscheinlich jetzt ausgeräumt gewesen, auch wenn solche Ankreuz-Tests natürlich ebenfalls mit Vorsicht zu genießen sind.) 

Studierende der Münster School of Design: Vom Verschwinden der Tiere

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Ignoranz, Unachtsamkeit, Rücksichtslosigkeit, Maßlosigkeit, Gier, Selbstsucht und Intoleranz – Gründe, weshalb Jahr für Jahr unzählige Arten vom Angesicht der Erde verschwinden. Die Ursache liegt im Menschen beziehungsweise – dem Verschwinden der Tiere folgend – im menschlichen Charakter.

Das großartig aufgemachte, weil sehr, sehr liebevoll illustrierte und mit gut recherchiertem Inhalt gefüllte Buch, das aus einer Zusammenarbeit zweier Kurse der FH Münster im Fachbereich Design entstanden ist und an dm über 36 Illustration*innen mitgewirkt haben, rückt einige von den ausgestorbenen Arten in den Mittelpunkt und bietet bekannteren und unbekannteren unter ihnen eine kleine Bühne.

Die Rahmenhandlung wird dabei von Zoe, einem kleinen Mädchen mit einem Herz für Tiere und ihrem Vater, schwer beschäftigtem Grafik-Designer, gebildet. Auf kleinen Notiz-Zettelchen und in handschriftlichen Anmerkungen, die als Meta-Diskurs zwischen die Illustrationen und Fakten zu den Tieren eingestreut sind, tauschen sie sich über Alltägliches und Nicht-Alltägliches aus.

Ich befeuere eine der Lieblingsbeschäftigungen der Menschen – Konsumieren. […] Wie kann ich den Kunden halten? Wie kann ich dazu beitragen, dass der Kunde seinen Umsatz steigert? Wie kann ich meine Position in der Firma verbessern? Wie entspreche ich den Erwartungen meines Chefs? Sind das wirklich Fragen, die es wert sind, dass ich mich 16 Stunden am Tag mit ihnen beschäftige? Was zählt im Leben und was möchte ich der Welt hinterlassen – wie möchte ich die Welt hinterlassen? (8)

Die Fakten, die in einer Akte von Zoes Vater zusammengestellt werden, sind Antwort auf die Frage seiner Tochter, weshalb der Mensch sich nicht um alle Tiere, die es auf der Welt gebe, kümmern würde. Was veranlasst uns dazu, die Tiere auszubeuten und warum lassen wir nicht nur zu, dass so viele von ihnen aussterben, sondern tragen einen tragisch aktiven Teil dazu bei?

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Diesen Fragen wird anhand von Moa, Madagassischem Zwergflusspferd, Riesenalk, Nordafrikanischer Kuhantilope, Karolinasittich, Honshu-Wolf und weiteren ausgestorbenen (ausgerotteten) Tierarten auf den Grund gegangen. Insgesamt 26 Tierarten werden unter die Lupe genommen, mit Tabellen zu Größe, Gewicht, Lebensraum, letzter Sichtung (und weiteren Daten) und nicht selten mit fiktiven Geschichten beispielhafter Vertreter der jeweiligen Art dargestellt – neben den erwähnten detaillierten Zeichnungen.

Kein Eintrag in der Akte gleicht dem anderen – insgesamt liegt uns ein sowohl beeindruckendes als auch deprimierend stimmendes Dokument menschlichen Machtmissbrauchs vor, das nicht nur Kinder zum Nachdenken anregen dürfte und soll.

Die Auswirkungen seines Handelns verdrängt er [der Mensch] einfach. (18)

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Die vielen unterschiedlichen Illustrations-Stile machen Vom Verschwinden der Tiere zusätzlich zum spannenden inhaltlichen Programm zu einem kleinen Kunstwerk, in das man immer wieder reinschauen wird.

★★★★★

So viel zu lesen!

Eigentlich wollte ich die Buch-Empfehlungen ja (Sabines Beispiel folgend) kurz halten. Das hat nicht so ganz geklappt. Vielleicht beim nächsten Mal.

Aber so habt ihr hoffentlich eine gute Vorstellung davon, was euch bei den einzelnen Titeln erwarten wird, falls ihr euch dazu entscheidet, sie in eure Leseliste aufzunehmen.

Im Moment sitze ich übrigens am neuen Wälzer von Naomi Klein: Die Entscheidung – Kapitalismus vs. Klima. Der erste Eindruck: Wird in den nächsten Rezensions-Artikel aufgenommen. Bereits jetzt zu empfehlen.

Was sind eure derzeitigen Buch-Favoriten (egal, aus welcher Sparte)? 

Anmerkung: Diese Bücher sind keine Rezensions-Exemplare, sondern von mir selbst gekauft.

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JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

Wow, da ist gerade ganz viel auf meine Muss-ich-unbedingt-lesen-Liste gewandert. Danke für diese Vorstellungen!

Ich bin seit ein paar Wochen am “Der Dunkle Turm”-Zyklus von Stephen King dran. Ich liebe seine Romane ja und habe mir diese Reihe ein bisschen aufgespart… aktuell bin ich bei Buch 7 von 8 und überlege schon, was als nächstes drankommt.
Für zwischendurch wird es wohl “Es ist nur eine Phase, Hase”, ein recht dünnes Büchlein über den Ehe-Alltag in fortgeschrittenem Alter. Das hat uns ein Nachbar geliehen und mein Mann hat sich beim Lesen kringelig gelacht, ich bin gespannt.
Auf dem Nachttisch habe ich “Der alte Pfad. Wege zur Natur in uns selbst” liegen, das ist halt nichts, was ich im Trubel in der Bahn lese. Da kommen dann vermutlich ein paar Bücher von Juli Zeh dran.

Liebe Grüße
Anne

Liebe Anne,
es freut mich, dass die Buchvorstellungen direkt deinen Geschmack getroffen haben! 🙂
Meine Leseliste wird auch immer und immer länger und ich kann – wie gesagt – gar nicht so lange leben, wie ich lesen möchte.
Deine nächsten Projekte klingen auch sehr spannend – Juli Zeh habe ich auch schon seit einer Weile auf der Agenda, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen. Nach allem, was man hört, wird das aber sicherlich ein Genuss.
Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin einen schönen Leseseommer!

Liebe Grüße an dich!
Jenni