Manchmal entstehen die besten Rezeptideen spontan. Beziehungsweise: Die Gelegenheit, ein doch lange im Kopf geplantes Rezept endlich umzusetzen, ergibt sich, wenn man eigentlich eine ganze Liste voller Zwetschgen-Ideen aufgeschrieben und deswegen den Markt gestürmt, 3kg derselben Früchte gekauft und dann ganz zum Schluss beim Stamm-Stand vorbeischaut, der Leoparden-Bananen für 50 Cent das Kilo verkauft.

Die muss man dann selbstredend vor der wahrscheinlich drohenden Vernichtung retten.

Und dann steht man zusätzlich zu dem Zwetschgen-Berg mit 3 kg Bananen da. Die möglichst schnell aufgebraucht oder aber eingefroren werden müssen oder beides.

Glücklicherweise wollte ich schon seit Ewigkeiten mal wieder Bananenbrot backen.

Diesmal allerdings nicht die helle Variante, die ich ja auch schon mit euch geteilt habe – sondern eine schokoladige, dunkle. Das Rezept habe ich mehrfach im Voraus getestet gehabt und war dann doch irgendwie nie dazu gekommen, in Ruhe atmosphärische Bilder zu machen.

Und dann hat man tausend oder mehr andere Ideen, die man ohnehin nicht abzuarbeiten schafft, weil die Frucht-Saison, auf die sich die einzelnen Rezepte beziehen, so schnell wieder wechselt und das Vorhaben verschwindet zusammen mit viel zu vielen anderen unter Zettel- und Gedankenwust. Wie das manchmal so ist.

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Aber jetzt! Endlich. Schoko-Bananen-Brot wurde gebacken, der Duft zog durchs Haus, es wurde brüder- und schwesterlich geteilt und kollektiv für gut befunden, für nicht-zu-Bananengeschmack-lastig und die Entspannung für kreatives Arbeiten hat uns einen Samstagmorgen beginnen lassen.

Ein idealer Tagesstart.

Wobei angemerkt werden muss, dass fotografische Arbeit bei mir nicht immer so idyllisch verläuft: Die ersten Bilder aus dem Shooting haben mir so gar nicht gefallen und das Motiv hat mehr Aufmerksamkeit und Arbeit gebraucht als andere. Im Laufe der Zeit habe ich lernen müssen, dass nicht jedes Foto-Motiv ohne Weiteres zugänglich ist, manche hart zu erarbeiten sind, lange probiert und herangetastet werden muss, bis man warm mit ihnen geworden ist.

Dann geht es manchmal von ganz alleine weiter.

Und manche Motive bleiben vorerst versperrt, wie schwierige und komplexe Texte zu Themen, in denen man sich noch nicht besonders gut auskennt. Das ist okay – dann kommt man eben später wieder.

(Diese Gelassenheit auszubilden und dann auch anzuwenden, ist in der Theorie übrigens wesentlich einfacher als in der backduftgeschwängerten Luft, in der die Schokolade viel zu schnell trocknet und man dann doch ein wenig unter selbstverursachtem Zeitdruck steht.) 

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Aber wenn die Bilder dann am Ende so werden, dass man vor Freude am liebsten in den Laptop-Bildschirm beißen möchte, haben sich alle Startschwierigkeiten gelohnt. Und schlussendlich haben wir dann wieder ein paar schöne Momente zusammen verbracht – denn wenig entspannt so sehr wie kreatives Ausleben, wenn man mit den Ergebnissen zufrieden ist und der Flow so richtig in Gang kommen kann.

Zutaten

  • 4 Bananen, reif bis sehr reif (Leoparden-Style)
  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 60g Kakao, schwach entölt
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 EL Essig
  • 1 Vanilleschote (Mark)
  • 12 EL Hafermilch (selbstgemacht oder die von Oatly)
  • 60g Kokosblütenzucker
  • 1 TL Zimt
  • 90g Kakaonibs
  • 2 EL Haselnussmus
  • 150g Sojajoghurt (natur + ungesüßt – wir nehmen den von Sojade)
  • 1 Banane zum Garnieren
  • 80g Kuvertüre oder 99%ige Schokolade (Vivani)

Zubereitung

  • Heizt euren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
  • Zerdrückt die Bananen mit der Gabel in einer Schüssel zu einem homogenen Brei.
  • Vermengt in einer großen Schüssel alle trockenen Zutaten miteinander.
  • Gebt nun die nassen Zutaten (Hafermilch, Haselnussmus, Essig, Sojajoghurt und Bananen) hinzu.
  • Verrührt nun alles gut, bis ihr einen dicklichen, homogenen Teig in eurer Schüssel habt.
  • Legt nun eine Kastenform mit Backpapier aus oder fettet und mehlt sie gut ein und füllt anschließend den Teig ein.
  • Halbiert die zusätzliche Banane und legt sie auf den Teig, bei Bedarf leicht andrücken.
  • Gebt euer Bananenbrot-to-be nun auf die mittlere Schiene eures vorgeheizten Ofens und lasst es dort für die nächsten 60-65 Minuten backen. Die Stäbchenprobe nicht vergessen, um zu schauen, ob es durchgebacken ist (wobei ich es auch überhaupt nicht schlimm finde, wenn Bananenbrot ein wenig klitschig wird – dieses hier ist allerdings nach dem Rezept nicht klitschig angelegt).
  • Lasst das Bananenbrot kurz auskühlen, stürzt es aus der Form, um es danach auf einem Gitter noch einmal ganz abkühlen zu lassen.
  • Erhitzt in einem Wasserbad eure Schokolade und übergießt das Bananenbrot damit.
  • Fertig! In Scheiben schneiden und genießen!

Die Kombination von Haselnussmus und Kakaonibs ergibt in diesem Schoko-Bananen-Brot zusammen mit der noch flüssigen Schokolade (oder Kuvertüre) einen Geschmack, der ein wenig sehr an eine berühmte Schoko-Streichcreme erinnert. (Wer ein Ersatz-Rezept dafür sucht, sei hierhin für die normale und hierhin für die nussfreie Variante verwiesen.)

Da wir in dem Rezept ausschließlich Zartbitterschokolade beziehungsweise die herben Geschmacksnoten des schwach entölten Kakaos und der Kakaonibs (meine Güte, was für eine Schokoladenbombe!) nutzen, passt der Kuchen wunderbar zur nachmittäglichen Tasse Kaffee. Natürlich aber auch zu jeglichem Tee.

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Wer es nicht ganz so herb mag (oder vielleicht für Kinder backt), kann die angegebenen Zutaten natürlich auch durch mildere (vegane) Varianten ersetzen. Da bietet sich beispielsweise Kuvertüre aus Reismilch an, die ihr auch im Bioladen bekommen könnt, als Ersatz für die Kakaonibs könnt ihr einfach gehackte Schokolade verwenden.

Was wir an diesem Schoko-Bananen-Brot auch lieben, ist, dass er so schnell satt macht: Nach einem, spätestens zwei Stückchen ist man gut voll und mehr geht eigentlich beim besten Willen nicht rein.

Außerdem dürfen wir auch hier mit einigermaßen gutem Gewissen genießen (wobei wir generell keine Fans davon sind, einzelne Lebensmittel zu verteufeln – jedenfalls aus gesundheitlicher Perspektive, ethisch ist das noch einmal eine andere Kiste).

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Magnesium, Eisen, Calcium und zahlreiche Antioxidantien zeichnen rohen Kakao aus – den ihr durch Kakaonibs, der konzentrierten Schokolade und dem schwach entölten (Roh-)Kakao in Massen in diesem Kuchen findet.

Und wir finden, dass das Schoko-Bananen-Brot sich auch wunderbar zum Verschenken oder als Geburtstagskuchen eignet. Mit ein wenig Abwandlung lässt sich auch bestimmt ein Maulwurfkuchen draus machen…

Wir wünschen guten Genuss und freudiges Bananen-Aufbrauchen!

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

Liebe Jenni,
ein wahnsinns Rezept, so lässt es sich gesund genießen! (-: Statt der Haselnüsse werde ich mal Mandeln probieren…
Eine Anmerkung: wenn wir das Brot backen, ist der Kakao nicht mehr roh. (-: Aber die meisten der wertvollen Inhalttstoffe bleiben natürlich trotzdem drin.
Ich suche immer nach Kakaopulver, das nicht entölt ist, weil ich finde, dass auch das schwach entölte nicht mehr schmeckt, wie es sein sollte. Leider noch keins gefunden… Hast du vielleicht einen Tipp, oder weißt, ob es das überhaupt gibt?

Liebe Betty,
ich danke dir für deine lieben Worte zum Rezept – freut mich sehr, dass es dir so gut gefällt! 🙂
Bezüglich des Kakaos hast du natürlich recht – ab 40°C ist er natürlich nicht mehr roh…
Oh, das mit dem nicht behandelten Kakaopulver ist eine sehr gute Frage!
Ich habe bisher nur zumindest schwach entöltes gefunden, muss ich sagen. Aber das reicht für meine Bedürfnisse auch aus, weil ich das schon sehr stark finde.
Eine schnelle Recherche hat das hier zutage gefördert: https://www.goodfood-shop.de/jean-herve-bio-kakaopulver-nicht-entoelt
Das scheint aber fast das Einzige zu sein, jedenfalls auf den ersten Blick.
Ich bin gespannt, ob es gut ist – wenn du magst, kannst du ja berichten? 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Oh wie lecker 😋 Den muss ich mir auch machen…

Liebe Stefanie,
dann wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Nachbacken! 😀
Liebe Grüße an dich!
Jenni

Das Rezept habe ich für den Winter abgespeichert. Jetzt sind erst mal Äpfel, Zwetschgen und Birnen dran 😉

Liebe Alexandra,
das ist auch eine gute Idee!
Mit Äpfeln und Birnen möchte ich in den kommenden Wochen auf jeden Fall auch noch etwas machen! 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Der sieht unglaublich lecker aus der Kuchen (/Brot :D) so eine richtige Schokoladen Bombe! *-* Ich stelle mir gerade vor, wie ich ihn in einen warmen Kokos-Kakao tunke… muss der Himmel sein 😛
Die Foto-Schwierigkeiten kenne ich auch gut genug! Manchmal hat man eine richtig schöne Vorstellunge, bereitet alles zu, dekoriert und auf den Bildern will es dann aber einfach nicht harmonieren… super nervig und blöd, wenn man eigentlich total Hunger hat und gerne das gebackene/gekochte essen will 😀

Liebste Grüße
Pauline <3

https://mind-wanderer.com/2018/09/08/food-photography-tips-inspiration/

Liebe Pauline,
ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich, dass dir das Bananenbrot optisch auf jeden Fall schonmal zusagt. 🙂
Es ist wirklich super lecker und wir haben es aufgrund Bananenrettungsüberfluss schon einige Male gebacken.
Das mit dem Gebackenen und dem Foto-Problem hatte ich noch gar nicht so auf dem Schirm – aber du hast natürlich recht: Das ist auch wieder ein Problemchen, das nicht zu unterschätzen ist: der knurrende Magen! 😀

Liebe Grüße an dich!
Jenni