Die Tage werden kürzer, aber (wieder) wärmer und alles lechzt nach Abkühlung, sei sie in Form von sturzbachartigen Regengüssen, die die ausgedorrten Böden des Landes endlich mit der lang ersehnten Feuchtigkeit versorgen und die Luft dampfen lassen (ist schwül besser als trocken-heiß?) oder in bevorzugt in Form eiskalter Kleinigkeiten in Ess- und Trinkform.

Eis liegt da mehr als nahe und ich persönlich liebe es, neue Sorten auszuprobieren – nicht nur bei meinem Lieblingsitaliener, der tatsächlich sein Eis noch selbst per Hand rührt und in seinem winzigen Lädchen mehr vegane Sorten hat als so manche überregionale Kette.

Bereits im letzten Eis-Rezept-Artikel habe ich am Ende die leiste Warnung/Drohung, das Versprechen anklingen lassen, in naher Zukunft gleich mehrere Popsicle-Rezepte zu veröffentlichen – was unter anderem daran liegt, dass ich von meiner Zero-Waste-Popsicle-Form, bezogen via Mit Ecken und Kanten, sehr angetan bin.

Abgesehen davon kann ich es immer noch nicht ganz fassen, wie schnell und einfach neue Eiskreationen in die Tat umgesetzt sind und wie fast alle gewissermaßen Geling-Garantie besitzen, solange man sich an einem ziemlich einfachen Grundrezept entlanghangelt (und zum Beispiel darauf achtet, bei gewünscht milchartiger Konsistenz eben mindestens eine cremige Komponente beizufügen – aber solche Dinge sind dermaßen einleuchtend, dass man eigentlich gar nicht besonders darüber nachdenken muss beim Zusammenmixen).

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Nachdem ich also meine ersten Schritte im Popsicle-Kreieren mit beerigen Versuchen gemacht habe, fragte ich via Instagram Stories nach euren liebsten Eis-Sorten. Am allerhäufigsten wurde Schokolade, manchmal in der rohen Version, sehr oft aber auch in Verbindung mit Nuss (vor allem Haselnuss) genannt.

Da ich selbst diese Kombination auch so heiß und innig liebe, wie man nun einmal Eis lieben kann, habe ich direkt im Anschluss an Schoko-Haselnuss-Popsicles gearbeitet, wobei das vermutlich auch schon wieder ein zu starker Begriff ist dafür, dass der perfekte Mix dann doch relativ schnell gefunden war.

Orientiert habe ich mich an diesem Rezept für selbstgemachten Haselnuss-Aufstrich, den ich vor einer ganzen Weile hier veröffentlichte und das dank seiner Multifunktionalität bisher als Basis-Rezept für ziemlich viele (noch unveröffentlichte) Dinge herhalten durfte.

Zutaten

  • 6 EL Haselnüsse, gemahlen + geröstet
  • 2 EL Kakao, schwach entölt
  • 4 EL Agavendicksaft
  • 2 TL Vanille, gemahlen
  • 400g Sojajoghurt oder Sojaquark, ungesüßt (ich bevorzuge Sojade)
  • 4 EL Kakaonibs

Zubereitung

  • Falls ihr nur an gemahlene Haselnüsse herankommen könnt: Röstet die Nüsse in der Pfanne ohne zusätzliches Öl kurz an, bis sie zu duften beginnen. Das ist wirklich wichtig für das Aroma der Popsicles am Ende.
  • Gebt alle Zutaten außer dem Sojajoghurt und den Kakaonibs in den Mixer und vermisst alles zu einer zusammenhängenden Masse.
  • Rührt nun zuerst den Sojajoghurt und dann die Kakaonibs separat unter die Kakao-Masse im Mixbehälter.
  • Verteilt die Schoko-Masse nun gleichmäßig auf die Popsicle-Formen.
  • Gebt die Popsicles für die nächsten 10-12 Stunden in den Gefrierschrank (am besten über Nacht), dann sind sie besonders gut durchgefroren.
  • Genießen!

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Ihr könnt die Schoko-Haselnuss-Popsicles mit Sojajoghurt oder mit Sojaquark zubereiten.

Wenn ihr Sojajoghurt nehmt, wird die Masse ein wenig flüssiger und schmeckt im Endergebnis zwar auch cremig, aber nicht so cremig wie in der Zubereitung mit Sojaquark.

Der kleine Nachteil beim Quark ist, dass ihr (auch wenn ihr dieselben 400g verwendet habt), nicht ganz 6 Popsicle-Formen vollbekommen werdet, sondern eher ungefähr 5 1/2 Formen.

Geschmacklich nehmen sich beide Varianten allerdings sehr wenig und das Ergebnis erinnert verdächtig nach berühmter Haselnuss-Schoko-Creme, bloß in gefrorener Variante.

Genauso wie bei den beerigen Popsicles lassen sich auch hier viele verschiedene Spielformen dieses Rezepts denken (mit Walnüssen, ohne Vanille, dafür mit Zimt, mit Kokosmilch anstelle von Sojaquark…), sodass auch diese Schoko-Haselnuss-Popsicles hier nur eine Anregung (wenn auch eine sehr, sehr leckere) sein können, eine Inspiration und Einladung zu eigenen Experimenten.

Genau wie eigentlich alles hier.

Viel Freude beim Ausprobieren!

P.S.: Ein tolles Rezept für schokoladige Popsicles hat übrigens auch Justine auf ihrer Website

JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

[…] Der Name Mehr als Grünzeug sagt es schon. Jenni hat auf ihrem Blog nicht nur viele gesunde Rezepte sondern auch Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit, Fair Fashion und vielem mehr. Dieses Rezept hat es mir besonders angetan! Nur eine handvoll Zutaten und unglaublich lecker 🙂 Hier geht’s zum Rezept […]