We have a thing with soups. Lieben sie heiß (im wahrsten Wortsinne) und innig. Weil sie so schnell gehen. Weil sie dafür sorgen, dass wir nie am Rand einer Lebensmittel-Überfluss-Krise stehen (denn da kann man alles hineinwerfen, was demnächst schlecht zu werden droht). Weil sie wärmen und glücklich machen. Und total einfach in der Zubereitung sind. Heute haben wir eines unserer liebsten Suppenrezepte im Gepäck: die einfachste Tomatensuppe der Welt!

Ja, der Titel ist ein wenig reißerisch. Vielleicht auch nicht ganz korrekt.

Denn die wirklich einfachste Tomatensuppe der Welt wäre vermutlich diejenige, die direkt aus der Packung käme und nur einmal aufgewärmt zu werden bräuchte. Aber solche Dinge klammern wir hier bewusst aus – und ich glaube, das ist ganz in eurem Sinne.

Tomatensuppe ist an sich ein Gericht, das unmittelbares Indiz für Sommer ist und mich an warme, laue Abende nach brüllend heißen Tagen und Serdar immer an lange vergangene Urlaube in der Türkei erinnert.

Dafür muss aber eine Bedingung auf jeden Fall erfüllt sein: Die Tomatensuppe muss (ganz definitiv und ohne Ausnahme) Basilikum enthalten. Sonst wird das nicht wirklich was mit dem geschmacklich evozierten Schwelgen in alten Zeiten.

(Serdar hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Basilikum nicht unbedingt eine notwendige Zutat für die türkisch konnotierte Tomatensuppe  ist – nicht, dass das missverständlich ausgedrückt ist. Aber in seiner Kindheitserinnerung ist da immer Basilikum mit dabei gewesen.)

Nun ist es ja aber leider so, dass Basilikum (und generell Kräuter in Töpfen, die wir gerne im Bioladen unseres Vertrauens erwerben und auf der Fensterbank oder in unmittelbarer Nähe platzieren) eine vorhersagbar kurze Lebensdauer haben. Jedenfalls bei uns und zu unserer großen Trauer (jedes Mal, wenn wir einen halb verdorrten / ersäuften / fliegenumschwirrten Topf in den Müll geben müssen).

Und wir haben viel ausprobiert:

  • Basilikum / Minze in der Mitte geteilt und in zwei separate Töpfe gepflanzt.
  • In die Sonne gestellt / in den Schatten gestellt.
  • Viel gegossen / mäßig gegossen.
  • Mit Plastiktopf / ohne Plastiktopf.
  • Mit klassischer Musik / ohne klassische Musik.

Okay, der letzte Punkt ist nicht ganz ernst gemeint (obwohl meine Wohnzimmer-Pflanzen regelmäßig verschiedenste Sonaten vorgespielt bekommen). Aber wir haben wirklich viel getestet und beispielsweise den ultimativen Guide für’s Nicht-Basilikum-Töten von Utopia und den von Smarticular befolgt – irgendwie sind wir nicht so diejenigen mit dem grünen Daumen für Küchenkräuter in Töpfen.

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Leonardo Serra: der alte Schnürsenkel-Trick

Im Moment haben wir für die Vermeidung solcher Küchenkräuter-Dramen (schließlich möchten wir nicht andauernd neue Töpfe kaufen müssen) zwei Kräutertöpfe aus der Serra-Serie von Leonardo im Einsatz.

Serra = ital. ‘Treib- oder Gewächshaus’

Ich habe mich für das weiße, schlichte Design entschieden, das wunderbar zu meinem Vorsatz passt, mehr natürliche und miteinander harmonierende Farben in der Wohnung einzusetzen und mich langsam, aber sicher, von den knalligen Kontrasten zu verabschieden (ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich zu viel Farbe unruhig macht, jedenfalls in meinen eigenen vier Wänden).

Aktuell bin ich schwer begeistert von diesen Töpfen – nicht nur vom Design (falls man irgendwann mal vorhat, andere Pflanzen als Küchenkräuter darin zu kultivieren, sehen sie immer klasse aus), sondern auch von der Funktionalität.

Die Töpfe bedienen sich zum verlässlichen Versorgen der liebsten grünen Futterquellen (wann habt ihr eigentlich das letzte Mal an einem Basilikum-Strauch geschnuppert?) dem guten alten Schnürsenkel-Trick.

Den kann man auch prima anwenden, wenn man für ein paar Tage im Urlaub ist und keinen Pflanzen-Sitter engagieren konnte, der sich um die Lieblinge kümmert – und er funktioniert so:

  • Wasserschälchen, Schnürsenkel und Pflanze bereitstellen.
  • Das eine Ende des Schnürsenkels in die Wasserschale geben.
  • Das andere Ende in die Pflanzenerde stecken.
  • Fertig.

Die Pflanze nimmt sich über den Schnürsenkel nun genau die Menge Wasser, die sie gerade benötigt. So einfach, so genial.

Und die Serra-Töpfe basieren genau auf diesem Prinzip: Außen befindet sich ein (wahlweise farbiger) Glas-Topf, innen ein Terrakotta-Topf mit einem Loch an der Mitte der Unterseite.

Das Wasser wird nun in den Glastopf gegeben – dabei darauf achten, nur bis zur Mitte der Leonardo-Wolke aufzufüllen. Der Schnürsenkel (wird übrigens samt Befestigung mitgeliefert) muss von unten in die Erde der Pflanze gesteckt werden, wobei das andere Ende durch die Öffnung des Terrakotta-Topfes geschoben wird. Dort hängt es dann (wenn man den Topf in die etwas größere Glas-Ummantelung stellt) im Wasser und verbindet so die Pflanze mit der Trinkquelle.

Die Pflanze kann sich jetzt so viel Wasser nehmen, wie sie braucht (und wir müssen nicht orakeln, wann und in welchem Ausmaß das eventuell der Fall sein könnte, sondern einfach nur regelmäßig den Stand an der transparenten Leonardo-Wolke ablesen).

Unsere neue Basilikum-Topf-Liebe haben wir gleich mit dem Zubereiten unserer liebsten (und wirklich einfachen) Tomatensuppe gefeiert. Nächstes Mal machen wir die doppelte Portion davon.

Zutaten

(für 2 Portionen)

  • 1 Zwiebel, groß
  • 10 Tomaten
  • 1 Karotte
  • 1 EL Olivenöl
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 1 1/2 TL Salz
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 2 Handvoll Basilikumblätter, gerne auch mehr
  • 200 ml Wasser
  • Topping: Cashewkerne, gehackte Kräuter

Zubereitung

  • Schneidet die Zwiebel und die Knoblauchzehen in kleine Stücke.
  • Reibt die Karotte in feine, kleine Streifen.
  • Schneidet die Tomaten und die Basilikumblätter in feine Stücke.
  • Gebt nun das Olivenöl in eine Pfanne oder einen Wok und lasst es heiß werden.
  • Bratet die Zwiebel- und die Knoblauchstückchen gut an, bis sie richtig schön goldig geworden sind.
  • Würzt schon einmal mit dem Salz und etwas Pfeffer.
  • Gebt die Karotten hinzu und bratet sie kurz mit an.
  • Fügt die Tomaten hinzu, und köchelt sie für ein paar Minuten mit.
  • Gebt das Wasser hinzu, kocht alles einmal gut auf und dreht anschließend die Hitze herab.
  • Setzt den Deckel auf den Wok und lasst die Tomaten unter gelegentlichem Rühren für 15-20 Minuten köcheln, bis sie auseinandergefallen sind und eine schöne Tomatenmasse ergeben haben.
  • Würzt bei Bedarf noch etwas nach.
  • Gebt 1-2 Minuten vor Ende der Kochzeit das gehackte Basilikum hinzu und rührt es gut unter.
  • Jetzt ist die Tomatensuppe auch schon fertig! Anrichten, mit den gehackten Käutern – wir haben Petersilie und Schnittlauch genommen – und Cashewkernen sowie etwas zusätzlichem Basilikum dekorieren und genießen.

Toll dazu passen auch ein paar Hefeflocken als Topping. Aber nicht zu viele, sonst wird der Geschmack der Tomaten überdeckt. Wichtig ist, dass ihr Bio-Tomaten nehmt – alles andere ergibt bei diesem Gericht geschmacklich nicht so viel Sinn.

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Boah, wie in der Türkei! Genau so wie damals.

Wenn Serdar so etwas sagt, dann sind Gerichte erfahrungsgemäß gelungen. An Mama Serdar kommt nämlich so schnell nichts heran, jedenfalls nicht kulinarisch. Und an sonnengereifte türkische Bio-Tomaten sowieso nicht. (Wie gut Tomaten wirklich schmecken können, habe ich erst bei unserem Urlaub im letzten Jahr dort erlebt.)

Wir möchten daher in aller Vor- und Umsicht anmerken: Wenn ihr Tomaten und Tomatensuppe so sehr liebt wie wir, solltet ihr vielleicht die doppelte Portion machen. Die hier angegebene ist wirklich nur für ein bescheidenes Abendessen (wir haben nebenbei übrigens das Fladenbrot gereicht, das ihr hier findet) – und wenn man dann doch auf einmal Lust auf Mehr bekommen hat und die Pfanne leer ist, kann das leicht deprimierend sein.

Ein weiterer Tipp: Basilikumblätter roh dazu zu futtern, macht sehr, sehr glücklich.

Mindestens so sehr, wie jeden Morgen in die Küche zu kommen und die schönen weißen Töpfe, in denen sich das frische Grün so schön abhebt, auf dem Küchentisch stehen zu sehen.

(Bisher halten die Kräuter – Basilikum und Minze – tapfer durch – seit drei Wochen! Das ist definitiv neuer Topf-Rekord.)

Als nächstes liebäugele ich übrigens mit dem Gewächshaus der Leonardo-Serra-Serie – ich habe jetzt unter einem Dachfenster mit perfekten Sonnen-Konditionen endlich Platz für solche Experimente.

Falls ihr auch Lust auf intelligente Kräutertöpfe habt oder euch generell einmal im Käruter-und-Selbstversorger-Ding erproben möchtet, erhaltet ihr mit dem Code “mehralsgruenzeug” -10% Rabatt auf euren Einkauf bei Leonardo.

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P.S.: Wenn es für die farbige Stimmigkeit auf Fotos ist, wechseln wir übrigens auch mal mitten im Shooting das Outfit. Knallorange ging einfach nicht auf allen Fotos, sorry my dear.

Transparenz: Dieser Beitrag ist in bezahlter Kooperation mit Leonardo entstanden. Wie immer gilt allerdings: Was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog. Und auch irgendwo anders. 

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JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

Hi Jenni,
seid ich den Basilikum von unten gieße und auch immer richtig abzupfe, hält er ewig und wird immer buschiger 🙂
Biotöpfe sind aber meist doch die bessere Wahl. Damit habe ich zumindest bessere Erfahrungen gemacht!
Die Tomatensuppe klingt grandios! Bei euch würde ich gerne mal mit am Esstisch sitzen 😀

Liebe Grüße

Liebe Julia,
genau diese Erfahrung darf ich im Moment auch machen – und ich bin total happy, dass der Strauch so lange hält! 🙂
Hoffentlich dauert das Glück noch viel länger an!

Ja, vor allem hast du bei den Biokräutern die Garantie, dass sie nicht vorbehandelt sind – das ist ja auch eine Gesundheits- und Umweltfrage. Aber es freut mich, dass du auch unabhängig davon gute Erfahrungen mit den Biokräutern gemacht hast.
Ich wollte demnächst mal welche auf dem Wochenmarkt in Münster kaufen – dort gibt es ja auch wunderbare Stände dafür! 🙂

Danke dir für das liebe Kompliment!
Wir überlegen ernsthaft schon, einen Supper Club zu gründen. 😀

Liebe Grüße
Jenni

Wie immer sind die Fotos so gut! Da sieht man wie viel Liebe und Arbeit in deinen Beiträgen steckt. Und natürlich ist auch der Beitrag echt toll. =)

Liebe Rieke,
das freut mich sehr – ganz lieben Dank dir! 🙂
Es ist schön, wenn genau das so rüberkommt, genau so soll es sein.
Liebe Grüße
Jenni

Das klingt so lecker und schaut auch so aus!

Bei mir überleben Basilikum & Co. im Töpfchen auch nicht wirklich lange. Nun hat mir eine Freundin gezeigt, wie man Basilikum richtig abschneidet, damit er wieder nachwächst. Mal sehen.

Übrigens habe ich eine Tomatensuppe kreiert, die sogar ohne Anbraten von Zwiebeln, Knobi und Karotten köstlich schmeckt: Einfache Tomatensuppe mit Linsen und Buchweizen

Viele Grüße aus Franken

Christof

Hey Christof!
Danke dir für deine lieben Worte – es freut mich sehr, dass dir das Rezept optisch und lesetechnisch jetzt schon zusagt. Deine Tomatensuppe klingt auch total gut, das werde ich mir gleich einmal ansehen.
Ja, die richtige Schneide-Technik habe ich mir im Zuge der Recherchen für den Artikel hier auch noch einmal angesehen und jetzt achten wir da auch ganz penibel drauf. Ich hoffe, es bringt etwas und der Strauch hält eine Weile bei uns (und wächst schneller nach als wir ihn abgrasen 😀 ).
Ich bin jedenfalls gespannt!
Liebe Grüße!
Jenni