Das erste Rezept, das ich auf diesem Blog vor über 4 Jahren veröffentlichte, war ein Schokopudding. Die mittlerweile schon fast klassische Variante, wenn man in pflanzenbasierten Kreisen unterwegs ist: nicht gekocht, mit Avocado und Banane. 

Ich erinnere mich, dass die ersten Versionen für mich scheußlich schmeckten und bis heute mache ich Schokopudding aus Avodaco relativ selten bis gar nicht. 

Das hängt weniger damit zusammen, dass die Avocado mittlerweile doch einigermaßen in Verruf geraten ist (wegen des Wasserverbrauchs von 100-1500 Liter pro Kilo) und generell der problematischen Anbaubedingungen) – denn Kakao ist mindestens ein ebenso problematisches Lebensmittel und kann mit einem erheblich höheren Wasserverbrauch aufwarten (hier sind es bis zu 20.000 Liter pro Kilo).  

Bezüglich meines Kakao-Konsums müsste ich also ein wesentlich schlechteres ökologisches Gewissen haben – zumindest, wenn man sich nur den Wasserverbrauch anschaut. 



Der Grund für mein Schokopudding-Vermeiden ist allerdings dann doch eher dem Geschmack geschuldet, muss ich zugeben. Mittlerweile bereite ich wieder Schokopudding zu – genauso wie Nusspudding und Vanillepudding.

Diesmal halte ich mich jedoch an die gekochte Version, vor allem, wenn die Tage wieder kürzer und ungemütlicher werden und man einen Sonntagmorgen eigentlich nicht besser beginnen kann als mit frisch gekochtem Schokopudding. 

Denn seitdem ich herausgefunden habe (indem ich die Packungsrückseiten von Fertigpuddingpackungen studierte), dass die meisten Puddingsorten im (Bio-)Supermarkt eigentlich nichts anderes als eine Mischung aus Geschmacksaromen und Stärke sind, sehe ich es nur noch in extrem seltenen Fällen ein, mein Geld für eine Packung überteuertes und klein abgepacktes Pulver auszugeben. 



Manchmal – wenn mich zum Beispiel aus PMS-Gründen die Lust auf Vanille- oder anderen Pudding extrem übermannt und ich so gar keine Lust zum Selberkochen habe, kaufe ich mich immer noch eine Packung von Biovegan. Aber das passiert ziemlich selten – unter anderem auch deshalb, weil selbstgemachter Pudding nur unwesentlich komplizierter und länger dauert als die Version aus dem Laden. 

Dieser Schokopudding hier ist zugegebenermaßen ein wenig aufwändiger, aber nicht wesentlich. In spätestens 10 Minuten steht ein dampfender Topf fertigen Puddings vor euch – und das Naschen direkt aus dem Topf kann beginnen. 

Das Rezept 

(für 2-3 Portionen) 

Zutaten 

  • 2 Tassen Hafermilch, ungesüßt  
  • 3 EL Stärke (Mais- oder Kartoffelstärke – ich habe Kartoffelstärke verwendet, weil sie noch im Vorratsschrank war) 
  • 4 EL Kokosblütenzucker 
  • 4 EL Mandeln, gemahlen (oder andere Nüsse) 
  • 1 TL Zimt 
  • 1 TL Vanille 
  • 2 EL Kakao, schwach entölt 
  • 50g Zartbitterschokolade, 70%ig

Zubereitung 

  • Gebt die Hafermilch (kalt!) in einen mittelgroßen Topf und rührt die Stärke gleichmäßig unter. (Ruhig ein paar Minuten gut durchrühren, damit sich auch die letzten Klümpchen auflösen.)
  • Rührt nun nach und nach die restlichen Zutaten (bis auf die Schokolade) gut unter. 
  • Schmelzt die Schokolade und rührt sie ebenfalls unter.
  • Kocht nun die Mischung unter ständigem Rühren auf und dreht anschließend die Hitze herunter.
  • Lasst den Pudding nun für 5-10 Minuten weiterköcheln, bis er langsam, aber sicher andickt. Dabei ständig weiterrühren, damit nichts anbrennt. (Das kann nämlich extrem schnell passieren.)
  • Serviert den Pudding mit einem Topping eurer Wahl (ich habe mich hier für Sojajoghurt entschieden) und futtert ihn am besten, solange er noch warm ist. 

Anmerkung: Wenn der Pudding erkaltet, dickt er noch einmal deutlich nach. Je nachdem, wie viel Stärke ihr hineingetan habt, wird er mehr oder weniger kompakt werden. Wenn ihr es eher cremiger mögt, nehmt ihr weniger Stärke (eher 2 EL bis 2,5 EL) – wenn euch dickerer Pudding nichts ausmacht, könnt ihr ruhigen Gewissens die 3 EL Stärke nutzen. 



Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Menge an Schokopudding, die aus dem Rezept herauskommt, zu viel für euren Bedarf ist und ihr ihn beispielsweise im Kühlschrank einlagern müsst, könnt ihr ihn im Anschluss nochmal mit ein wenig Wasser oder Hafermilch aufkochen. 

An dieser Puddingversion mag ich besonders die gemahlenen Nüsse gerne, die man direkt herausschmeckt, weil sie ein schönes Aroma mitgeben, darüber hinaus aber auch im Nachgeschmack haptisch interessant auf der Zunge wirken. (Ich hoffe, man versteht, was ich sagen möchte.) 

Dadurch bekommt der Pudding natürlich eine etwas körnigere und gröbere Struktur als andere Versionen. Wer das nicht mag, lässt die gemahlenen Nüsse einfach weg und bekommt so eine glattere Konsistenz. 



Abgesehen davon, dass man die Stärke aus Versehen in die erhitze Milch rühren könnte (Spoiler: das ist keine gute Idee), kann man bei diesem Rezept eigentlich nichts falsch machen.

Minimaler Aufwand für maximales Bauchglück – ein bisschen wie bei Porridge, finde ich. 

Hier gibt es noch mehr Rezepte für viel Bauchglück. 

JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

Jetzt habe ich Lust auf Schokopudding 🙂

Hihi – genau so soll das sein! 🙂

Wait what, man kann mit so wenigen Zutaten einen leckeren Schokopudding zaubern? Das muss ich unbedingt ausprobieren und die Bilder sehen ja wirklich vielversprechend aus!

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Kirsten

Liebe Kirsten,
ja, so einfach kann es sein!
Ich habe damals auch nicht schlecht gestaunt, als ich zum ersten Mal Pudding selber gemacht habe – man ist ja so gefangen in dem, womit man aufgewachsen ist (und bei mir waren das nun einmal Tütenpuddings).

Ich bin sehr gespannt, ob dir das Rezept gefallen wird! Viel Freude beim Ausprobieren!

Liebe Grüße an dich!
Jenni