Basis-Rezept für die Weihnachtsbäckerei: Einfache Haselnuss-Ausstecherle

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11. Dezember 2018

Die Weihnachtsbäckerei ist jedes Jahr der gewissermaßen inoffiziell-offizielle Startschuss für mehr Langsamkeit, Gemütlichkeit und Wärme in so vielen Haushalten. Wenn man es recht betrachtet, geht das auch gar nicht anders: Allein das Ausstechen der vielen Kekse ist eine Arbeit, die schnell nachmittagsfüllend ist und bei der man mit Hektik sicher nicht weit kommt.

Vor allem, wenn das Backen als Gemeinschaftsaktion begriffen und umgesetzt wird (ob mit Kindern oder mit Freund*innen oder nach wie vor mit den Eltern oder Großeltern), ist die Entspannung groß und die gefühlt-erlebte Zeitspanne umso kleiner.

Und selbst, wenn man allein in der Küche stehend Weihnachtslieder trällert, Kerzen angezündet hat und der Duft des ersten gerade aus dem Ofen geholten Keksblechs durch die Wohnung zieht, stellt sich unmittelbar sowas wie Vorfreude auf eine gemütlichere, ruhigere Zeit ein.

Auch, wenn die Wochen vor Weihnachten in der Regel alles außer Ruhe bedeuten und man das Gefühl hat, Termine, Deadlines und Stressfaktoren sind in der Jahresplanung so ziemlich jedes Menschen in absolut komprimierter Form in diese paar Wochen zusammengestaucht worden.

Egal, wie aufwändig ich die Weihnachtsbäckerei zelebriere – die paar Stunden, in denen ich mich ein-cocoone und auf das fast schon meditative Teig-Kneten und -Rollen und -Ausstechen konzentriere, sorgen dafür, dass viel von dem ansonsten omnipräsenten Pre-Christmas-Wahnsinn von mir abfällt.

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Und sei es, dass sich die negativen Stimmungen, die die Mitmenschen vor sich herschieben, über kurz oder lang automatisch auf einen selbst abfärben: Entziehen kann man sich nicht.

Umso wichtiger sind diese kleinen Safe Spaces, diese Escape-Situationen, die man sich selbst schafft – den Rest des Jahres über und jetzt ganz besonders.

Seien sie auch randvoll mit Nostalgie, vielleicht ein wenig geschönten Erinnerungen und ein paar kitschigen Weihnachtsliedern zu viel.

(Wobei ich persönlich ohnehin der Ansicht bin, dass solche Dinge – also die, für die man sich eigentlich doch ein bisschen schämt – viel mehr gefeiert und ganz bestimmt nicht Guilty Pleasures genannt gehören.)

Mama ging also ab zu Wham’s Last Christmas und ich stehe dem in nichts nach – vor allem nicht dann, wenn ich zum Auftakt der (dieses Jahr spät gestarteten) Weihnachtsbäckerei mit ganz normalen Ausstecherle anfange.

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Rezept

(für ca. 65 Kekse)

Zutaten

  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Tassen Dinkelvollkornmehl
  • 6 EL Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Vanille, gemahlen
  • 2 gehäufte EL Nussmus (ich habe das Mix-Nussmus von Rapunzel genommen)
  • 1 1/2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 Tasse Haselnüsse, gehackt + geröstet
  • 7 EL Sojajoghurt, ungesüßt
  • 2 EL Wasser
  • 200g Schokolade (zum Verzieren)

Zubereitung

  • Falls es noch nicht geschehen ist, hackt die Haselnüsse in kleine Stückchen und röstet sie dann in einer Pfanne ohne Öl an, bis sie zu duften beginnen. Das Rösten ist wichtig – es gibt nachher ganz viel Aroma.
  • Vermengt die trockenen Zutaten in einer großen Rührschüssel miteinander.
  • Gebt nun die feuchten Zutaten (Nussmus, Sojajoghurt, Wasser) hinzu und verknetet alles zu einem zusammenhängenden Teig.
  • Der Teig wird ein wenig feucht sein – das ist vollkommen okay so und gleichen wir jetzt mit folgender Ausroll-Technik aus:
  • Bestreut eine Arbeitsfläche großzügig mit Mehl.
  • Nehmt jeweils eine handballengroße Kugel vom Teig ab und bestreut sie ebenfalls mit etwas Mehl, bevor ihr sie mit den Händen zu einer kleinen Ausstech-Fläche formt (das kann gerne in der Luft passieren, aber natürlich auch auf der bemehlten Platte).
  • Achtet dabei darauf, dass ihr den Teig nicht zu dünn ausrollt – aber da vertraue ich auf euer Fingerspitzengefühl.
  • Jeweils der erste Durchgang ist zu Beginn ein wenig klebrig, spätestens beim zweiten jedoch sollte sich das langsam legen. Großflächig würde ich den Teig allerdings nicht ausrollen wollen – dazu ist er nicht dehnbar genug.
  • Heizt euren Ofen ein paar Minuten auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor.
  • Stecht die Kekse eurer Formwahl aus und gebt sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
  • Schiebt das Blech auf die mittlere Schiene eures vorgeheizten Ofens und lasst die Kekse für die nächsten 8-10 Minuten backen.
  • Nehmt sie heraus und setzt sie zum Abkühlen auf ein Kuchenrost.
  • Nach 10-15 Minuten könnt ihr die Schokolade schmelzen und eure Ausstecherle nach Wunsch verzieren.
  • Fertig – Naschen nicht vergessen!

P.S.: Ich habe für diese Ausstecherle eine Schokolade mit 92% Kakaoanteil gewählt – da ist dann so gut wie kein Zucker drin. Wer es weniger süß mag, kann das natürlich gerne nachmachen. Für alle, bei denen es dann doch ein wenig mehr Süße sein darf, empfehle ich, eine süßere Schokoladensorte zum Überziehen zu wählen. 

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Falls ihr nach diesem Basis-Rezept noch Lust auf etwas anderes abseits von Haselnuss-Ausstecherle bekommen habt, habe ich noch ein paar Weihnachtsbäckerei-Rezepte aus den vergangenen Jahren für euch:

Und ich weiß genau, dass ich letztes Jahr ein oder mehrere Rezepte ebenfalls mit dieser Ankündigung beschlossen habe, aber ich werde mich wiederholen – solange, bis sich das endlich erfüllt: Dieses Jahr mache ich Vanillekipferl. Vegan und unfassbar lecker. Ganz sicher.

Und Linzer Kekse!

Hoffentlich reicht die Zeit noch. Ansonsten hole ich das im Januar nach. Keksrezepte kennen glücklicherweise keine Jahreszeit.

Was sind deine liebsten Weihnachtsbäckerei-Kekse? Und dein liebstes (peinliches) Weihnachtslied?

JENNI MARR

Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.

KOMMENTARE

Hm, ich backe sie gerade… Aber bei wieviel Grad hast du sie gebacken? Das finde ich im Rezept nicht? 😉

Liebe Lou,
oh!
Das ist eine berechtigte Anmerkung!
Da ich immer alles auf 200 Grad Ober-/Unterhitze backe, habe ich diese kleine Angabe irgendwie vergessen.
Sofort nachgetragen!
Ich hoffe, du hast sie trotzdem erfolgreich backen können. 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Ah, ok 😉
Ich hatte 180° O/U genommen; sie sind knusprig und nussig geworden, lecker 🙂

Das geht natürlich auch – danke dir für die Rückmeldung!
Freut mich sehr, dass die Kekse dir gefallen haben – ich liebe sie auch sehr, auch nach der Weihnachtszeit. 😉

Liebe Grüße und einen feinen Start ins neue Jahr dir!
Jenni

Die Plätzchen sehen toll aus! Ich werde heute nochmal backen um welche an Weihnachten zu verschenken 🙂 Habe gerade eine Nachricht von meiner Mutter bekommen, dass niemand anderes es schafft und was ist Weihnachten ohne Plätzchen? 😀 Da mein Geldbeutel aber schon leicht aufschreit, wollte ich dich fragen, ob ich Nussmus mit Sonnenblumenmus oder veganer Butter ersetzten könnte? 😉

Liebe Grüße
Gina

Liebe Gina,
ich muss mich für die lange Antwortzeit entschuldigen – in den letzten Tagen habe ich die Online-Aktivitäten ein wenig runtergefahren. Ich hoffe, du konntest dennoch noch eine schöne Ladung Kekse backen! 🙂
Das Nussmus kannst du auf jeden Fall mit Sonnenblumenmus oder auch veganer Butter ersetzen, das sollte von der Konsistenz her kein Problem sein. Da es natürlich auch Aroma mitliefert, müsstest du vielleicht ein wenig ausgleichen mit etwas zusätzlichem Gewürz oder ein paar mehr gerösteten Nüssen.
Liebe Grüße an dich und einen feinen Start dir ins neue Jahr!
Jenni

Liebe Jenni,

mal wieder solch ein toller, liebevoller Beitrag von dir. Richtig informativ und die Fotos sind mal wieder der Hammer! Ich stöbere so gerne hier auf deinem Blog! Ich wünsche dir eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit 🙂

Liebe Grüße
Fabienne

Liebe Fabienne,
ich danke dir herzlich für dieses schöne Feedback und freue mich sehr, dass du hier so gerne mitliest!
Solches Feedback ist einer der Gründe, weshalb das Weitermachen so viel Freude macht.
Ich wünsche dir auch eine besinnliche Weihnachtszeit im Kreise deiner Lieben. 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni