Ich werde immer mal wieder gefragt, was ich eigentlich für Kosmetik benutzt und weiterempfehlen kann. Und weil ich ab und zu schon einige Empfehlungen dazu ausgesprochen hatte (unter anderem hier und hier), denke ich, dass es an der Zeit wird, diese Reihe fortzusetzen und am Leben zu erhalten. Es folgen daher ein paar neue Naturkosmetik-Lieblinge.

Ich finde es selbst auch immer hochinteressant, wie andere Menschen sich pflegen, um mir vielleicht den ein oder anderen Tipp abschauen zu können und finde es daher nur fair, ab und zu ebenfalls eigene Favoriten und Empfehlungen weiterzugeben.

Transparenz: Bei den folgenden vorgestellten Produkten handelt es sich (außer bei Stop the Water) um kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellte PR-Samples, die ihren Weg hierher gefunden haben, weil sie mich überzeugen konnten. 

Stop the Water – Travel-Kit

Das Travel-Kit von Stop the Water habe ich in die Aufzählung mit hineingenommen, obwohl ich persönlich eigentlich mit in Gläsern abgefüllten Hygiene-Produkten aus dem Unverpacktladen reise.

Denn diese Glas-Container haben zwei große Nachteile: Sie sind nicht gerade klein (nehmen ergo viel Platz weg) und einigermaßen schwer. (Und das, obwohl ich auch vergleichsweise kleine Gläser, zum Beispiel von Konfitüre oder Lieblingsglas verwende.)

Das ist der Grund, weshalb ich die Plastik-Behälter-Lösung von Stop the Water für gar nicht einmal so blöd erachte: Mini-kleine Mengen, die perfekt in jede Tasche passen und super leicht sind, eignen sich gut für kurze Städtetrips.

Nachdenklich bin ich natürlich trotzdem, was das Material der Verpackung anbelangt und finde es daher besonders gut, dass Stop the Water auf der Rückseite noch einmal explizit darauf aufmerksam macht, dass die Behältnisse für eine Wiederverwendung und nicht für den einmaligen Gebrauch gedacht sind.

Please don’t throw it out as you can refill it. And please remember to stop the water wherever you are…

Enthalten sind im Travel-Kit:

  • Regenerierendes Shampoo (Lavendel Sandelholz)
  • Duschgel (Organe, Wildkräuter)
  • Regenerierender Conditioner (Lavendel, Sandelholz)
  • Handcreme (Gurke, Limette)
  • Body Lotion (Orange, Wildkräuter)
  • einen durchsichtigen Zip-Beutel, der das Kit handgepäck-tauglich macht

Die Inhaltsstoffe stammen zu 100% aus zertifizierten pflanzlichen Quellen – Leitmotiv: Nothing but nature.

Wichtig zu wissen ist sicherlich außerdem, dass bei Stop the Water ein Teil des Erlöses (5% pro Produkt) direkt in Wasserhilfsprojekte fließt, die Menschen auf der anderen Seite der Erde Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen (Initiative GOOD WATER PROJECTS) und die Verpackungen generell so angelegt sind, dass sie bequem wieder aufgefüllt werden können.

Neue Formeln bei Martina Gebhardt

Dass ich die Produkte von Martina Gebhardt über alles liebe, ist kein Geheimnis. Sowohl Philosophie als auch Produktion und natürlich das, was am Ende dabei herauskommt, gefallen mir sehr gut und erachte ich als vorbildlichen Umgang bezüglich eines ganzheitlichen Firmenansatzes.

(Meine Lieblingsserie ist übrigens die Salvia-Linie, die ich nun schon eine ganze Weile teste, nachgekauft habe und immer noch liebe, weil meine Haut ausgezeichnet auf sie reagiert.)

INTENSIVE CARE Primrose Caps

In dem Fläschchen befinden sich kleine Kapseln – die INTENSIVE CARE-Caps sind im Sortiment von Martina Gebhardt sehr erfolgreich und nun (seit März) auch in der Primrose-Variante zu haben.

Geeignet sind sie vor allem für beanspruchte, irritierte und trockene Haut und halten eine wahre Samenöl-Bombe zur Regeneration bereit:

Inhaltsstoffe: Nachtkerzenöl*, Arganöl**, Mandelöl**, Holundersamenöl**, Avocadoöl**, Karottenmazerat, Sanddornfruchtfleischöl**, Schlüsselblumenauszug**, pflanzliches Vitamin E, echte ätherische Öle (Sandelholzöl*).

** = Demeter-zertifizierter Rohstoff * = aus kontrolliert biologischem Anbau

ROSE Balm: jetzt vegan

Der ROSE Balm ist ebenfalls ein beliebtes Produkt bei Martina Gebhardt und nun vegan, da das vorher verwendete Bienen- durch Canuba-Wachs ausgetauscht wurde.

An dieser Stelle bin ich mir allerdings nicht sicher, wie ich diese Entscheidung bewerten möchte: Auf der einen Seite ist nun ein Produkt hinzugekommen, das dezidiert vegan ist und somit genauestens der gängigen Definition entspricht (kein Tierleid sowohl durch Zulieferer als auch im Produktionsprozess und im Endprodukt). Auf der anderen Seite ist das Bienenwachs, wenn es aus Demeter-Haltung kommt, sicherlich weniger ökologisch problematisch als das Canuba-Wachs und kann außerdem auch tierethisch betrachtet gut abschneiden (mehr in diesem Artikel).

Zur Anwendung: Das ROSE Balm ist ebenfalls für trockene und sensible Haut geeignet und dient als Zusatzpflege – eigentlich in den kälteren Monaten, kann aber auch im Sommer wunderbar verwendet werden, um Hände und Füße zu pflegen (so nutze ich sie, denn ich habe auch momentan noch immer mal wieder rissige und trockene Stellen, die besonders gut bekümmert werden wollen).

Inhaltsstoffe: Olivenöl**, Sonnenblumenöl**, Carnaubawachs*, Kakaobutter**, Sheabutter*, Rosenblütenmazerat**, Hagebuttenkernöl* (Wildrosenöl*), Avocadofruchtfleischöl*, echtes ätherisches Öl** (ätherisches Rosenöl**), pflanzliches Vitamin E.

** = Demeter-zertifizierter Rohstoff * = aus kontrolliert biologischem Anbau

Handcreme für Minimalist*innen: Studio Botanic

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Die Handcreme von Studio Botanic ist zunächst vor allem etwas für’s Auge: Wunderschön unaufdringlich passt sich die Packung mit 100% natürlichem Inhalt (ohne Konservierungsstoffe und mit wertvollen Ölen wie Avocado-, Pfefferminz- und Olivenöl – mehr zu den Inhaltsstoffen hier) in jede Umgebung ein und verschont das Auge mit grellem Aufmerksamkeits-Farbspiel.

Die Assoziation dahinter: Diese Creme hat es gar nicht nötig, laut zu verkünden, wie gut sie ist. Das merkt man dann schon selbst ziemlich schnell.

Stimmt auch: Zunächst habe ich sie packungsbezeichnungsgerecht als Handcreme verwendet, aber als Gute-Nacht-Gruß für die strapazierten Füße am Abend macht sie sich mindestens ebenso gut.

Das Schöne: Die Handcreme duftet wunderbar zart und zieht schnell ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen (sodass man beispielsweise nach dem Hinlegen doch noch einmal kurz aufstehen und ein Glas Wasser holen gehen kann, ohne den ganzen Fußboden mit Fettabdrücken zu übersäen…alles schon geschehen).

Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings die Verpackung, die leider aus Aluminium besteht. 

Diesbezüglich habe ich ein wenig nachgehakt und herausgefunden, dass sich das junge Unternehmen nicht aus Willkür, sondern nach einem intensiven Abwägungs-Prozess für diese Art der Verpackung entscheiden hat:

Zu den drei gängigsten Packstoffen zählen Aluminium, Glas sowie Kunststoff. Im Kosmetikbereich kommen sie hauptsächlich in Form von Tuben, Tiegeln, Flakons oder Dosen zum Einsatz. Klar ist, dass es kein Packmittel gibt, dass alle Kriterien zur hundertprozentigen Zufriedenheit aller erfüllt. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile, sodass es am Ende reine Abwägungssache und natürlich auch eine Frage der Prioritäten ist, für welches Verpackungsmaterial man sich entscheidet.

Gerade wenn es um den Schutz der Inhalte geht, ist Aluminium das Packmittel der Wahl, denn es ist licht- und sauerstoffundurchlässig und schützt den Inhalt optimal vor Mikroorganismen. Dies gilt insbesondere bei Pflegeprodukten wie Cremen. Bei Reinigungsprodukten wie Seifen und Shampoos besteht diese Problematik weitaus weniger. Aluminiumverpackungen sind somit besonders hygienisch und gewährleisten eine lange Haltbarkeit des Produktes. Im Naturkosmetikbereich ist dies besonders wichtig, da hier bewusst auf künstliche Konservierungsstoffe verzichtet wird. Um zu verhindern, dass Aluminium in die Creme oder Salbe gelangt, sind Aluminiumtuben in der Innenseite beschichtet, sodass das Produkt nicht in direkten Kontakt mit dem Aluminium gerät.

Deshalb haben wir Aluminium gewählt. Wir bekommen sehr oft diese Frage gestellt. Und war auch bei der Einführung bewusst, dass kritische Fragen oder Stimmen kommen, aber im Endeffekt bleibt leider nicht mehr so viel Spielraum.

An dieser Stelle wäre eine Weiterentwicklung jedoch sehr wünschenswert, auch wenn ich den Punkt verstehen kann, dass jedes Verpackungsmaterial seine Vor- und Nachteile hat: Denn die Bedingungen, unter denen Aluminium abgebaut wird, sind leider nicht die schönsten, von der Entsorgung einmal ganz zu schweigen. Mehr zum Thema könnt ihr hier nachlesen.

Es wäre schön, wenn sich eine alternative Lösung (vielleicht sogar aus Glas oder einem anderen nachhaltigen Material) finden ließe. Nicht immer ist alles von Beginn an perfekt und das ist okay. Aber es ist wichtig, zu sehen, was verbessert werden kann.

Für guten Schlaf: Atme Wohl von Primavera

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Ich habe gar keine Probleme mit dem Einschlafen. Und auch nicht mit dem Schlafen an sich. Noch nie gehabt. Ich lege mich hin, schließe die Augen und schlafe (egal, auf welchem Untergrund) wie ein Stein bis zum nächsten Morgen. Wenig kann mich wecken und in meinem Freundeskreis kursiert der von mir in die Welt gesetzte Spruch, ich würde nicht einmal aufwachen, wenn man mich nächtens entführte.

Vielleicht liegt das daran, dass die Tage mich physisch und psychisch so schlauchen, dass mein Körper jede Ruheinsel, die er findet, gnädig annimmt, um sich dem vollkommenen Abschalten hingeben zu können. Ich bin mir nicht sicher – es funktioniert jedenfalls wunderbar.

Ab und zu finde ich einen schönen Duft (abgesehen vom offenen Fenster, versteht sich) zum Wegträumen allerdings besonders fein – dann sprühe ich die Kopfumgebung des Bettes einmal kurz mit dem Atme Wohl-Spray von Primavera ein. Der Eukalyptus-Geruch erinnert mich an gute Stunden in meiner Kindheit, an offene Felder und guten Tee und lässt mich mit einem leisen Lächeln und dem Gedanken, dass gerade alles besonders gut ist, einschlafen.

Festes Deo von i + m

Ein gutes Deo zu finden, das ist schon im Bereich konventioneller Naturkosmetik schwierig. Ich jedenfalls habe Ewigkeiten gebraucht, um ein für mich passendes zu finden. Denn ich bin – Achtung, hammerharte Ehrlichkeit! jemand, der sehr viel schwitzt und dementsprechend besonders guten Schutz benötigt (vor allem, wenn dann noch Sport getrieben wird zwischendurch).

Und ich bin ganz ehrlich: Vor den Naturkosmetik-Deos hat kein konventionelles Deo es geschafft, meine Ansprüche zu erfüllen:

  • den ganzen Tag über halten (und das heißt: acht Stunden oder mehr so richtig halten)
  • nicht nach Kaktus / Parfümerie / Zuckerwatte riechen
  • keine fünfhunderttausend (schädlichen) Inhaltsstoffe, die meine empfindliche Haut reizen (vor allem nach der Rasur)

Ich schwebe im Deo-Himmel, seitdem ich PonyHütchen entdeckt habe: Da passt alles. Alles! Ich bestelle mit mittlerweile quer durchs Sortiment auf Vorrat, weil ich weiß, dass ich so ziemlich jedes Deo mag und vor allem: alles wirkt. Die Deos habe ich denn auch schon großzügig im Freundeskreis weiterempfohlen und alle sind mindestens ebenso begeistert wie ich (auch diejenigen, die sonst eher wenig mit Naturkosmetik am Hut haben).

Da liegt denn also die Latte für neues Ausprobieren hoch – aber i+m kann mit seinen Deo-Kreationen spielend mithalten: Ich durfte die Floral-Swing-Version testen und bin begeistert: Glasdöschen zum Prima-Wiederverwenden, tolle Inhaltsstoffe, unfassbar zart-blumiger Duft, optimale Haltbarkeit. Hach!

Wildrosenöl von naissance

Hochwertige Öle kann man nicht genug haben, finde ich. Dabei habe ich sie lange verkannt und ihre Wirkung lediglich auf die Küche (und da auch nur auf das Anbraten von Speisen) beschränkt. Dabei können gute Öle so viel mehr!

Mandelöl, Arganöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl sind einige meiner liebsten kosmetischen Helferlein geworden – sei es zum Abschminken, zur Haarpflege oder um der Haut generell einmal eine kleine Auszeit zu gönnen. Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Gutes direkt vor unserer Nase sitzt, ohne dass wir es merken.

Das Wildrosenöl/Hagebuttenkernöl von naissance gehört sicherlich zu diesen guten Dingen: 100% naturrein, kaltgepresst und unraffiniert, pflegt es seit einigen Wochen zuverlässig mein Haar (ich massiere es abends in Längen und Spitzen ein, damit es nachts durchziehen kann).

Es ist durch seine antioxidative Wirkung allerdings auch vor allem für geschädigte, vernarbte Haut und Akne geeignet (laut Herstellerangaben – das habe ich bisher noch nicht ausprobiert) und eignet sich prima für die Pflege zwischendurch (ein- bis zweimal pro Woche gebe ich es in einem dünnen Film auf mein Gesicht und lasse es dort ebenfalls einziehen).

Ich hoffe, ihr konntet aus diesem Artikel ein paar Anregungen für eure Naturkosmetik-Routine mitnehmen. Was sind eure derzeitigen Favoriten, wenn es um natürliche Pflege geht? 

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JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

Liebe Jenni, danke für die ganzen Empfehlungen. Bei dir weiß man, dass du dir sehr viele Gedanken dazu machst und es Marken sind, die es Wert sind mal ausprobiert zu werden. LG *thea

Liebe Thea,
ich danke dir für deine lieben Worte – das freut mich sehr!
Genau so soll das auch sein. Es sind bedachte Empfehlungen. 🙂

Liebe Grüße und viel Freude beim Reinschnuppern dir!
Jenni