Wenn wir uns im Zero- oder Less-Waste-Bereich bewegen, stoßen wir schnell auf Glas: Es schaut schöner aus als die knalligen Verpackungen, die uns eigentlich sowieso nur zum Produktkauf verführen sollen, lässt sich im Idealfall wunderbar stapeln, ist bestens für saubere Lebensmittellagerung geeignet (sofern dicht verschlossen) und punktet vor allem dadurch, dass es immer und immer und immer wieder verwendet werden kann und so den ökologischen Fußabdruck massiv verkleinert.

Ist Glas immer nachhaltiger als Plastik?

Man stößt, macht man sich das erste Mal auf diesem Gebiet kundig, im Netz dementsprechend auf viele Instagram-worthy Bilder von Zero-Waste-Glas-Einkäufen. Und auch, wenn es mal nicht in den nächsten Unverpacktladen geht, wird darauf geachtet, dass die Verpackung der zu erstehenden Lebensmittel entweder aus Papier oder zumindest aus Glas besteht – Plastik ist konsequent zu meiden.

Diese Einstellung ist ein wenig überspitzt wiedergegeben, trifft aber ziemlich genau mein eigenes Verhaltensmuster. Und ich glaube, das ist (im Großen und Ganzen betrachtet) ein sehr positives – denn Plastik zu sparen, ist in Anbetracht der Müllberge, die wir als Menschheit bereits fabriziert und die wir stetig weiter wachsen lassen, immer eine gute Idee. Vorsichtig formuliert.

Doch als ich begann, unseren Haushalt radikal auf ein Zero-Waste-Leben (über den Begriff dürfte noch einmal gesondert zu sprechen sein) umzustellen, war mir nicht klar, dass es unter Umständen auch eine andere Perspektive geben könnte: diejenige der Produzent*innen von Nahrungsmitteln.

Ich habe das unverschämte Glück, in meiner unmittelbaren Nähe (auch wenn das Einkaufen dort doch einige Planung erfordert) gleich zwei Unverpacktläden (diesen und diesen hier) zu haben, die mich regelmäßig in ein Zero-Waste-Paradies versetzen: Verpackungen sind hier meist Fehlanzeige. Oder eben hochökologisch und begründbar zu argumentieren.

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Viele andere Menschen haben diesen Luxus allerdings nicht und müssen sich nach und nach (einigermaßen mühsam) ein Netz aus Anlaufstellen suchen, das die vielfältigen Bedürfnisse des alltäglichen Lebens zumindest einigermaßen plastikfrei abdeckt. Und das ist wirklich nicht einfach – je nachdem, wo man gerade lebt.

Und dann steht man manchmal vor den Regalen – nicht nur im Super-, sondern durchaus auch im Biomarkt – und fragt sich, warum zum Teufel eigentlich alles in Plastik abgepackt sein muss. Wie schwer kann es bitte sein, auf nachhaltigere Lösungen umzusteigen?

Warum gibt es keinen veganen Joghurt in (Pfand-)Gläsern? Warum wird der Reis in einer Plastikfolie verschweißt? Und was sollen eigentlich die abgepackten Frühstücksflocken? Himmel!

Ich glaube, das sind durchaus berechtigte Fragen. Fragen von der Art, die offen (und öffentlich) gestellt werden sollten.

Nachdem ich mich zunächst also privat (ganz am Anfang in meinen eigenen Gehirnwindungen, später im Freundeskreis) damit beschäftigt hatte, drängte es mich, konkrete Antworten (anstelle von Mutmaßungen) auf diese drängenden Zweifel am gesunden Menschenverstand zu erhalten.

Konkret bedeutet das, dass ich begonnen habe, auf Messen und anderen Veranstaltungen die dortigen Marken-Vertreter*innen bezüglich dieser Thematik zu befragen. Zu Beginn müsste ich korrigierenderweise anführen: auszuquetschen. Denn ich fühlte mich als empörte, auf Nachhaltigkeit bedachte Bürgerin im Recht und empfand die Industrie (auch die nachhaltige oder die, die sich dafür hält) als einen einzigen unreflektierten Haufen.

Das ist in der Form natürlich nicht richtig, musste ich schnell lernen und von meinem hohen Nachhaltigkeit-Ross heruntersteigen.

Denn obwohl es auf den ersten Blick so scheinen mag, dass sich manche Lebensmittelfirmen überhaupt keine Gedanken um Ressourcenschonung, CO2-Fußabdrücke und zukünftige Generationen zu machen scheinen, ist das eben manchmal nur die halbe Wahrheit. Nämlich die, die man von außen sieht – oder gerne sehen möchte.

Das bedeutet auf gar keinen Fall – ich möchte es einmal ausdrücklich betonen -, dass es nicht massenhaft Verbesserungsbedarf gäbe.

Der ist nicht wegzudiskutieren – jede*r, der oder die schon einmal auf einer Lebensmittelmesse gewesen ist, wird das wissen: Dort ist die Verpackungsflut maximal konzentriert, sodass man als mit offenen Augen durch die Welt laufender Mensch gar nicht anders kann, als auf dieses Thema aufmerksam zu werden.

Aber es heißt, dass manchmal Plastik – so habe ich in zahlreichen Gesprächen und Mailwechseln herausgefunden – eben doch nicht nur die ökonomischere, sondern eben auch die ökologischere Lösung sein kann. Zumindest, wenn man im großen Maßstab produziert – was die bekannten Marken nun einmal in der Regel tun.

Ein paar Gründe für Plastik und gegen Glas (aus firmentechnischer Perspektive)

Im Folgenden möchte ich euch das Konzentrat dieser vielen Online- und Offline-Gesprächen präsentieren und einige der Gründe auflisten, die mir immer wieder bezüglich der Glas-oder-Plastik-Frage genannt worden sind:

  • Die Produktion: Um Glas herzustellen, wird enorm viel Energie in Form hoher Temperaturen benötigt – die im Verbrauch dann wieder durch lange Nutzung reingeholt werden muss. Zunächst ist die Glasproduktion – wie jede Produktion – ein Minusgeschäft auf dem ökologischen Konto. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass Glas nichts anderes als konzentrierter Sand ist – und auch dieser Rohstoff ist (genau wie das Erdöl, aus dem Plastik zum größten Teil gewonnen wird) nicht unendlich vorhanden.
  • Die Reinigung: Um beispielsweise ein Pfandsystem für veganen Joghurt oder pflanzliche Milchalternativen einzuführen, schreibt Alpro mir, müsse man einen sehr hohen Reinigunsaufwand der einzelnen Gläser einkalkulieren. Das verbraucht viel Energie – und vor allem: Wasser.
  • Der Transport: Generell ist der CO2-Abdruck von Glas pro Gramm geringer als der von Plastik. Das Problem: Glas ist wesentlich schwerer als Plastik. Dementsprechend verbraucht der Transport mehr Energie. “Ganz konkret heißt dass, dass man ein und dasselbe Produkt beispielsweise in eine 300 Gramm schwere Glasverpackung abfüllen kann – oder in eine 20 Gramm schwere Kunststoffverpackung.”, schreibt Sojade mir zu dem Thema.
  • Die Lagerung: Glas ist lichtdurchlässig. Das bedeutet, die Lebensmittel sind bei der Lagerung unter Umständen nicht ausreichend geschützt – Vitamine und Spurenelemente können entweichen und die Qualität des Produktes beeinträchtigt werden.
  • Die Wiederverwertung: Wenn es sich um Einwegglas handelt (was meistens bisher der Fall ist), muss das nach dem Gebrauch wieder eingeschmolzen werden – und das funktioniert in der Regel bei Temperaturen um die 1000ºC, was ebenfalls nicht besonders umweltfreundlich ist und viel CO2 verursacht.
  • Das Verpackungs-System: Sämtliche Anlagen zum Verpacken von uns bekannten Lebensmitteln sind darauf ausgerichtet, beispielsweise in Tetra-Packs oder mehr oder weniger plastikdominierten Bechern zu produzieren. Eine Umstellung würde nicht nur erhebliche Kosten und einen enormen logistischen Aufwand nach sich ziehen, sondern auch die Frage: Wohin mit den ausrangierten Maschinen und ihren Teilen?

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Und wann ist Glas jetzt eigentlich nachhaltig?

In der Debatte, ob Glas oder Plastik nun nachhaltiger sei, geht es – wir ahnen es bereits – wieder einmal nicht um Schwarz und Weiß, sondern um Graubereiche: Glas kann nachhaltiger sein als Plastik, natürlich. Und zwar, wenn:

  • …die Transportwege kurz sind. Bei regionalen Produkten ist es durchaus sinnig, sie in Glas zu verpacken, das dann beispielsweise im Falle von Joghurt- oder Milchgläsern in Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben, die über die entsprechenden Maschinen verfügen, wieder gereinigt werden kann. In der konventionellen Milchproduktion gibt es solche lokal-regionalen Systeme teilweise bereits.
  • …die Verpackung immer wieder verwendet wird. Das ist bei Glas aus lebensmitteltechnischer Sicht kein Problem, da Glas inert ist. Das bedeutet, dass es nicht mit anderen Elementen reagiert und dementsprechend keine Substanzen an die in ihm befindlichen Lebensmittel abgibt – ganz im Gegensatz zu Plastik, das je nach Art Phthalate, Weichmacher und andere unter Umständen hormonell wirksamen Stoffe in die Lebensmittel abgeben kann. Außerdem kann Glas – wenn wir einmal in der industriellen Perspektive bleiben – bis zu 30 Mal recycelt werden. Plastik wird im günstigsten Falle der Müllverbrennungsanlage zugeführt und ist somit meist als Rohstoff verloren. Gerade bezogen auf diese massiven Verluste kommt dem Recycling von bereits produziertem Plastik eine umso gewichtigere Rolle zu.
  • …die Verpackungen groß sind. Wie auch bei anderen Verpackungen und Behältnissen gilt, dass das Verhältnis von Oberfläche und Inhalt sich mit steigender Verpackungsgröße stetig zugunsten des Inhalts verbessert. Das bedeutet: Wenige große Verpackungen sind auch beim Glas besser als viele kleine.

Glas oder Plastik – es muss differenziert werden

Liegt die Entscheidung beim Endverbrauchenden, was Verpackungen und ihre Gestalt anbelangt, meist auf der Hand (so wenig verbrauchen, wie irgend möglich – egal, um was es sich handelt), ist das für die Lebensmittelindustrie nicht ganz so einfach: Produkte müssen zuverlässig, geschützt und einigermaßen praktisch sowie ökonomisch von A nach B nach C transportiert und die Verpackung so gestaltet werden, dass die Kund*innen am Ende nicht vor einem für sie nicht akzeptablen Preis stehen.

Dieser Spagat ist nachvollziehbarerweise einer, der nicht immer leicht gelingen mag – und manchmal überhaupt nicht.

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Nachhaltig agierende Lebensmittelproduzenten forschen derzeit an immer neuen Verpackungsmöglichkeiten und loten beispielsweise das optimale Verhältnis von Pappe zu Plastik in Joghurtbechern aus: Alnatura arbeitet derzeit mit 3-Komponenten-Bechern, die einen besonders dünnen Kunststoff-Mantel aufgrund einer stabilen und schützenden Papp-Ummantelung garantieren. Damit diese Methode allerdings so umweltfreundlich ist wie gedacht, muss vor allem eines passieren: Die Verbraucher*inne müssen mitdenken und -handeln und den Becher in seine drei Komponenten zerlegt (Deckel, Plastikteil des Bechers und Pappanteil) im Haushaltsmüll trennen.

Das geschehe allerdings aus Bequemlichkeit der meisten Nutzer*innen nicht. Vielen ist es zugänglicher, einfach alles in den Gelben Sack zu werfen. So scheitert etwas gut (bzw.: besser) Gemeintes letzten Endes an den Verbraucher*innen.

Glas oder Plastik – und was gibt es sonst noch?

Abseits von diesem in Wellen heiß diskutierten Thema, ob jetzt nun Glas oder Plastik nachhaltiger sei (die Diskussion dauert unter anderem so lang, weil es – wie wir gesehen haben – keine pauschale Antwort gibt), existieren ja noch andere Verpackungsmöglichkeiten.

Wie wäre es mit Bioplastik?

Ein Material, das wie die altbekannte Plastiktüte aus dem Gemüseregal funktioniert und weitestgehend auch so eingesetzt werden kann – aber dazu das grüne Image gleich mitliefert.

Und genau hier liegt der Hund begraben oder der Hase im Pfeffer: Das grüne Image wird mitgeliefert, weil der Wunsch der Industrie, dem Kundenwunsch nach verantwortungsvoller produzierten Verpackungen nachzukommen, im Eilverfahren erfüllt werden soll.

Was rauskommt? Etwas Unausgegorenes – wie das nun einmal so ist, wenn man in aller Eile ein Gericht zubereiten möchte. Das Resultat: Es schmeckt schal.

Hinweis: Der Begriff “Bioplastik” ist nicht geschützt und umfasst derzeit vor allem zwei Produktgruppen: Aus Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Mais hergestellter Plastik-Ersatz auf biologischer Basis, der zu 100% abbaubar ist und “bioabbaubarer” Kunststoff, der sich lediglich zu knapp 90% zersetzt, aufgrund seiner nicht-biologischen Beschaffenheit dem Boden allerdings keinerlei Nährstoffe zuführt. 

Denn Bioplastik hat zwei große Nachteile:

  • Es wird in der Regel aus Mais bzw. aus Maisstärke gewonnen. Letztere stammt aber wiederum ebenfalls aus Mais. Das bedeutet heruntergebrochen auf das Wesentliche: Damit wir unseren Verpackungswahnsinn beibehalten können, gehen wir anderen Menschen an die Grundnahrungsmittel. Die Fläche, die für die Kultivierung von Maispflanzen zur Bioplastikherstellung verwendet wird, könnte viele Menschen ernähren. Außerdem werden Lebensmittelspekulation und Monokultur-Anbau dadurch gefördert – denken wir nur an das Beispiel Biosprit.
  • Bioplastik zersetzt sich nicht schnell genug. Im Schnitt benötigt eine Folie aus Bioplastik bis zu 12 Wochen, bis sie sich vollkommen zersetzt hat. Wer nicht gerade einen Garten samt Komposter besitzt oder sich eine Wurmkiste angeschafft hat, wird das Bioplastik in den Hausmüll geben. In den Müllsortierungsanlagen ist für die Zersetzung von biologischem Abfalls allerdings eine Zeitspanne von höchstens 10 Wochen veranschlagt. Daher werden die Tüten aus Bioplastik aussortiert und der “energetischen Verwertung” zugeführt. Was bedeutet, dass auch das Bioplastik am Ende verbrannt wird.

Die dünnen Tütchen, die im Supermarkt als “Bioplastik” beworben werden, fallen unter bioabbaubares Plastik, setzen sich aber außerdem häufig immer noch zu zwei Dritteln aus herkömmlichem Plastik auf Erdölbasis zusammen. #greenwashing

Dadurch, dass es keine einheitliche Definition gibt, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. So ist nicht jeder Kunststoff, der als Bioplastik bezeichnet wird, automatisch auch biologisch abbaubar. Es gibt einige Biokunststoffe, die zwar aus nachwachsenden Ressourcen hergestellt werden, aber dennoch einen ähnlichen Molekülaufbau haben wie herkömmliches Plastik. Dementsprechend ist der natürliche Abbau dieser Kunststoffe auch ähnlich langwierig. (bonsum.de)

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Das Bundesumweltministerium kommt in einer Studie zu dem Schluss, das Bioplastik – beide Sorten – alles andere als umweltfreundlich sind und bestenfalls auf einer Stufe mit den regulären Plastiktüten rangieren. Dazu kommen höhere Feinstaubwerte bei der Produktion und erwartbarer Missbrauch der Böden, um schnelleres Mais- bzw. Kartoffelwachstum zu fördern.

Und Papier?

Auch Papier ist nicht unbedingt so bedenkenlos zu konsumieren, wie es den Anschein hat: Es ist zwar schnell und vollständig abbaubar, benötigt in der Herstellung allerdings doppelt so viel Energie wie die Plastiktüte. Damit die Papiertüte stabil bleibt und das ein oder andere Logo aufgedruckt werden kann, müssen die Zellstofffasern häufig mit einem Gemisch aus Stickoxiden, Schwefeloxiden und weiteren Chemikalien behandelt werden. Auch das geht zulasten der Umwelt.

Die Tatsache, dass Papier außerdem schwerer als Plastik ist und deswegen wiederum mehr Transport-Energie benötigt sowie das Problem des schnellen Reißens von Papier führen dazu, dass die Papiertüte unter dem Strich eine noch schlechtere Öko-Bilanz aufweist als die Plastiktüte.

Und Jutebeutel?

Jutebeutel gelten als die Waffe des/der modernen Öko-Krieger*in.

Bei genauerem Hinsehen offenbart sich allerdings: Auch hier sind die Produktionskosten, die auf das Nachhaltigkeits-Minus-Konto gehen, hoch: Circa 1700 Gramm CO2 kostet die Herstellung eines Jutebeutels. Die einer Plastiktüte liegt bei 120 Gramm (nicht recyceltes Material), die einer Papiertüte bei 60 Gramm.

Fazit: Es ist kompliziert – und doch wieder nicht

Bei dem ganzen Wust an Vor- und Nachteilen der einzelnen Verpackungsmöglichkeiten – sowohl im industriellen als auch privhathaushaltlichen Maßstab – kann man schnell den Überblick verlieren respektive ein wenig depressiv werden angesichts der Tatsache, dass eigentlich so intuitiv nachhaltige Dinge mal wieder alles andere als unbedenklich sind.

Was ist denn nun richtig?, ist hier die berechtigte Frage.

Verpackungen in der Industrie

Bezüglich des industriellen Maßstabs gibt es darauf keine eindeutige Antwort: Was wie am besten verpackt ist, das hängt vor allem vom Lebensmittel, der Herkunft, Beschaffenheit, den Transportwegen und vielen weiteren individuellen Variablen ab, sodass eine Faustregel nicht aufzustellen ist.

Angesichts des weltweiten Plastikproblems in unseren Meeren und Ozeanen ist allerdings sicherlich auch und gerade die Lebensmittelindustrie gut daran beraten, sich (ökologisch vertretbare) Alternativen zum bisherigen Plastik zu überlegen (es soll nicht unterstellt werden, dass das nicht schon getan würde – die Intensität lässt jedoch zu wünschen übrig).

Außerdem ist (bevor dem Plastik doch noch eine quasi-harmlose Aura zuteil wird) zu betonen, dass Plastik zwar recycelt wird – aber nur knapp 46% davon.

Der Rest wandert in die Müllverbrennungsanlage – und die ist keinesfalls so “sauber”, wie man als Kommunalpolitiker*in und/oder Lobbyist*in uns weismachen möchte: Beim Verbrennen der Plastikabfälle entstehen unter anderem Schlacken und giftige Dämpfe, die zwar von Filtersystemen weitestgehend zurückgehalten werden (wobei es auch interessant wäre, nachzuforschen, inwieweit da Zahlen geschönt werden).

Doch kaum jemand fragt, was mit diesem Restmüll dann passiert. Die Antwort ist nämlich eine höchst unbefriedigende: Er löst sich nicht in Luft auf, sondern muss (ähnlich wie Atommüll) in Endlagern unter der Erde verstaut werden. Im Gegensatz zu radioaktivem Müll bleiben die Reste aus der Plastikmüllverbrennung allerdings immer giftig, sodass es keine Möglichkeit gibt, sie irgendwann in ferner Zukunft als bedenkenlos für Mensch und Umwelt einzustufen.

Das Problem an der Geschichte: Mit dem Verbrennen des Mülls lassen sich Millionen verdienen. Das ist ein starker Anreiz, vom Recycling abzusehen – und sollte eigentlich viel stärker sanktioniert werden.

Wobei auch das Plastik-Recycling nicht in so engelsgleich-unschuldiger Manier abläuft, wie wir uns das gerne in unseren Köpfen ausmalen: So werden unter anderem fehlerhaft in die Gelbe Tonne geworfene Müllsorten beim Sortieren ausgesondert und verbrannt – und tauchen dann in der Statistik als “recycelt” auf. Oder Kunststoffgemische, die schwierig getrennt werden können, werden nach China exportiert oder verbrannt – und gelten ebenfalls als “recycelt”. Einfach nur, weil sie mal eine Recycling-Anlage von innen gesehen haben.

Lösungen gibt es nicht, jedenfalls keine pauschalen. Probleme jedoch viele.

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Verpackungen in Privathaushalten

Anders schaut das beim Endverbrauchenden aus: Wir können vergleichsweise einfach an den Stellschrauben drehen, die die Welt ein bisschen nachhaltiger machen.

Denn unabhängig davon, dass eine Papiertüte unter Umständen mehr Ressourcen verbraucht als eine Plastiktüte und die Tetra-Verpackung doch besser ist als die Einweg-Glasverpackung und all’ den anderen komplizierten Regeln und Zusammenhängen, gibt es doch eine Maxime, die wir uns dick und rot und unterstrichen hinter die Ohren oder auf die Stirn schreiben können (bitte in Neonfarbe):

Mehrweg ist besser als Einweg. Immer.

Ob Plastik oder Papier oder Glas: Je öfter etwas gebraucht wird, desto weniger muss neu gekauft werden und desto besser ist letzten Endes der ökologische Fußabdruck.

Und wenn wir Mikroplastik und Phthalate und Bisphenol A und Baumabholzung und so weiter mit in unsere Kalkulation einbeziehen, könnten wir am Ende zu folgendem Schluss gelangen:

Wer Angst vor dem Klimawandel hat, der verwende seine Plastiktüten, egal ob BIO oder PE, so oft wie möglich. Und wer alles richtig machen will, der kaufe eine fair gehandelte Biobaumwolltasche und benutze sie bis an sein Lebensende. Schon nach 30 mal einkaufen ist eine Baumwolltasche „grüner“ als Einweg-Plastiktüten (selbst wenn sie etwa dreimal benutzt werden). (br)

Denn ein nicht zu übersehender Fakt ist, dass die Deutschen Meister im Müllproduzieren sind: Jährlich fallen bei uns rund 220 Kilogramm Verpackungsmüll an, pro Kopf. Da können europaweit nur die Dänen und die Schweizer mithalten – und unser Ressourcenverbrauch steigt weiter.

“Bei der Vermeidung und der Wiederverwendung passiert momentan gar nichts, da müssten wir aber aus ökologischer Sicht hin”, sagt Sommer. Die Sorge der Umweltschützer ist, dass die Bürger einfach unbeschwert alles wegwerfen, weil ihnen ständig suggeriert wird, dass der Müll wiederverwendet werde. (SZ)

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Und das ist faktisch nicht richtig. Es ist Zeit, dass wir das Vermeiden von Müll an die erste Stelle unserer Prioritätenliste setzen und uns nicht auf den gammlig gewordenen Lorbeeren der Recycling-Meister*innen ausruhen.

Wiederverwendbare Container

Dasselbe gilt natürlich auch für andere Dinge des alltäglichen Bedarfs: Obwohl Unverpackt-Läden manchmal noch nicht das Ideal der Nachhaltigkeit sind (jedenfalls, was Verpackungen anbelangt), ist es im Sinne eines gesamtgesellschaftlichen Umdenkens sinnvoll und notwendig, sie zu unterstützen.

Und das bedeutet: Wir nutzen wiederverwendbare Container – ob Mamas alte Tupperdosen oder alte oder neue Gläser, ist dabei zunächst nebensächlich. Hauptsache, die Dinge werden immer und immer wieder gebraucht.

Diese Umstellung dauert und es ist nicht schlimm, wenn sie nicht perfekt verläuft (wann ist sowas überhaupt jemals abgeschlossen und was ist schon perfekt?) – auch bei uns hat das alles lange gedauert und wir sind noch längst nicht am Ziel.

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Unser Vorratsregal ist allerdings fast ausschließlich mit Gläsern bestückt – weil es am übersichtlichsten und schönsten ist und weil man damit prima unverpackt einkaufen gehen kann (Sidenote: Wenn, dann niemals zu viele mitschleppen – und immer im Rucksack!). Darauf ist in einem separaten Artikel noch einmal genauer einzugehen.

Wichtig aber jetzt schon: Unsere liebste Bezugsquelle für schöne Gläser ist Lieblingsglas. Dort gibt es die originalen Mason Jars in allen möglichen Ausführungen – groß, klein, mittel, lang, schmal, Wide Mouth, Regular Mouth…Wir freuen uns an jedem von ihnen und finden, dass gerade die wilde Kombination aus ihnen im offenen Regal alles schön rustikal und heimelig wirken lässt.

Rabattcode für euch

Falls ihr noch solche ebenso hübschen wie nachhaltigen Lieblings-Gesellen in eurem Küchenregal braucht, könnt ihr mit dem folgenden Code bis zum 31.3.2018 einen kleinen Nachlass im virtuellen Einkaufskorb bei Lieblingsglas bekommen:

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Hinweis: Kauft nur, wenn ihr wirklich etwas braucht und nutzt die Dinge, die ihr noch habt, möglichst lange. Das ist auch hier am nachhaltigsten. 

Dieser Beitrag ist nun wieder sehr lang geworden und erhebt trotzdem keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten und seid durch die etwas konfuse Gliederung nicht allzu verwirrt. Mir lag es nur am Herzen, diese Problematik einmal genauer zu beleuchten – und weniger die Intuition als ein paar Fakten sprechen zu lassen.

Letzten Endes kann die Ausgangsfrage sicherlich mit “Glas” beantwortet werden – aber nur, wenn es immer wieder benutzt wird. Das ist nichts, was wir uns nicht schon vorher hätten denken können. Aber nun haben wir Gründe dafür.

*Transparenz: Für diesen Beitrag wurden mir die abgebildeten Gläser von Lieblingsglas kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich für die schöne Zusammenarbeit! 

JENNI MARR
Wanderin im Geiste, mit der Nase im nächsten Buch, nie so ganz zuhause und doch immer da.
KOMMENTARE

[…] Biokunststoff handelt, ist das ja sehr viel Einwegmüll, der anfällt beim einmaligen Bestellen (abgesehen davon, dass Biokunststoff nicht perfekt umweltfreundlich ist, aber das ist im Endeffekt nur das Material, das gar nicht erst verbraucht […]

[…] die jetzt meinen Alltag bestimmen: Brauche ich das wirklich? Wo kommt das Produkt her? Wie ist die Verpackung? Gibt es das auch nachhaltiger? Welcher Konzern steckt dahinter? Ist das vegan? Kann ich einen Kauf […]

Ich mag diesen Beitrag aber etwas stört mich schon. Ist es im Sinne Nachhaltigkeit nicht komisch, den Kauf von Glas am Ende des Artikels vorzuschlagen bzw. einen Rabatt einzuräumen. Ich meine nicht das es kein guter Gedanke wäre den Menschen den Gebrauch von Glas gegenüber Plastik näher zu bringen bzw mit einen kleinen Rabatt schmackhaft zu machen. Die Glasprodukte erscheinen mir auch wirklich schön, aber in den ganzen Artikel kam mir rüber das man sich als Endverbraucher Gedanken darüber machen soll, wie man Produkte auch wiederwenden kann, deren Produktion nicht ganz ökonomisch/ökologisch ist. Also ein bloßes “wegwerfen” stoppen und ein Nachdenken bewirken. Worauf ich dabei hinaus will , ist es nicht wesentlich nachhaltiger ein bereits existierenden Glas zu verwenden, als sich extra ein neues anzuschaffen? Ich denke dabei an verbrauchte Marmeladengläser und Einweggläser von Produkten wie eingelegte Gurken. ich für mein Teil nutze diese und kaufe mir eigentlich nur ein Glas, wenn es unbedingt größer sein soll (Spagetti im kleinen Glas naaa 🙂 ). Ansonsten nutze ich das was ich bereits habe. Der Rabatt ist schön, wie auch die Produkte, aber ein kleiner “Gedanken-machen-Kommentar” ob es dann notwendig ist, hatte ich mir schon gewünscht. Ein guckt erst mal ob da nicht schon was da ist was man wiederverwenden könnte bevor man sich umguckt im Sortiment und das mitnimmt, was wirklich noch zu hause benötigt wird.

Hallo Janin!
Ich danke dir für deinen konstruktiven Kommentar und bin da absolut bei dir.
Das hätte ich noch besser framen und einordnen können – generell bin ich auch sehr dafür, das Vorhandene aufzubrauchen bzw. so lange wie möglich im Lebenszyklus dranzuhalten.
Ich ergänze da mal den entsprechenden Passus – danke für’s Aufmerksammachen!

Liebe Grüße
Jenni

Hier noch ein paar Fakten: Zwar wird unsortierter Plastikmüll nicht mehr nach China exportiert, dennoch wird ein Teil des deutschen Mülls weiterhin von anderen Ländern aufgekauft. Und im schlimmsten Fall in die Natur gekippt. Daher kann man eine gewisse Mitverantwortung für den Plastikteppich in den Weltmeeren nicht abstreiten. Das passiert mit Glas nicht. Nur mit Plastik.

Glas zersetzt sich auch nicht in “Mikroglas” – und wenn, dann sinkt es wie Sand herab. Im Gegensatz zu Mikroplastik, welches mittlerweile überall auf der Welt nachgewiesen werden kann. Wir können Daumen drücken und hoffen, dass Mikroplastik keinen Einfluss auf unsere Gesundheit haben wird. Ob das reicht?

Wasser kann nicht “verbraucht” werden. Auch Energie kann nicht “verbraucht” werden. Beides wird höchstens umgewandelt. Auf Wasser und Energie basierende Vergleiche stehen und fallen mit der Wiederverwendung von Wasser bzw. Art der Energiegewinnung.

Der Seite “Sand – ein bedrohter Rohstoff” kann man leider nicht entnehmen, wie viel Sand für die Glasproduktion benötigt wird. Schaut man sich aber die Zahlen dort an, wirkt es so, als ob Glas als Verpackung weitaus weniger Anteil am Gesamtverbrauch von Sand hat als Plastikverpackung am Gesamtverbrauch von Erdöl.

Und leider eine traurige persönliche Erfahrung zum Schluss: Alle Unverpackt-Läden die ich bisher gesehen habe, sind gleichzeitig Bio-Läden, die unverschämte Preise für alle Produkte verlangen. Das ist ein Haupt-Problem bei der #plastikfrei Bewegung: Sie scheint mit der Bio-Bewegung Hand in Hand zu gehen. Und daher aktuell nur den Besserverdienenden vorbehalten.

Vielen Dank für die ausführliche Recherche und die differenzierte Argumentation, aber auch die Kommentare hier. Hilft mir sehr.
Wie transportieren eigentlich die Läden ohne Verpackung ihre Ware und wie wird die Ware vor Ungeziefer geschützt..? LG Rainer

Hallo Rainer!
Es freut mich, dass dir der Artikel und auch die Diskussionen darunter so viel weiterhelfen. Das ist genau das, wozu es gedacht ist. 🙂
Deine Frage ist sehr berechtigt (entschuldige bitte die lange Antwortzeit, der Kommentar ist irgendwie untergegangen).
Die Unverpacktläden bekommen ihre Ware natürlich auch nicht unverpackt, sondern in großen Gebinden. Da kann – je nach Hygienevorschrift und eben dem Schutz vor Schädlingen auch Plastik involviert sein. Das sind dann eben nur große Gebinde und auf die Masse gerechnet spart man damit eine ganze Menge Verpackung ein.
Vielleicht kannst du auch in einem Unverpacktladen in deiner Nähe nachfragen – die meisten bieten auch Führungen und/oder Einblicke ins Lager an und sind sehr transparent diesbezüglich. 🙂

Liebe Grüße
Jenni

Mir fehlt die Auflistung der Alternative zur Plastik und Glas. Die Industrie sollte daran arbeiten anstatt uns die Plastik als notwendiger Lösung zu verkaufen

Hallo Paola,
kannst du genauer sagen, wie genau diese Alternative aussehen könnte?
Das klingt auf jeden Fall spannend – ich denke auch, dass Industrie und Politik (in erster Linie Letztere) in die Verantwortung gezogen werden müssen, um beim Plastik-Problem wirklich etwas bewegen zu können.

Liebe Grüße
Jenni

Mega guter Artikel! Finde ihn mega gut und verständlich geschrieben. Ich hab echt viel dazu gelernt <3 werde auf jedenfall noch mehr von deinen Blogeinträgen lesen!

Liebe Sophie,
vielen Dank dir für die liebe Rückmeldung, das freut mich sehr!
Willkommen und viel Freude beim Weiterlesen!

Liebe Grüße
Jenni

Hey Jenny!
Danke für den tollen Artikel 🙂 Ich habe eine Frage zum Nachteil “Reinigung” beim Glas. Deutschland ist nun ja kein Land mit Wasserknappheit und mit sehr guten Kläranlagen. Bei uns sollte man vermutlich immer Wasserbrauch als besser im Vergleich zur Müllerzeugung einstufen. Ist da dieses Argument, vor allem von den Herstellern, nicht etwas albern? Zumal Papierherstellung auch SEHR viel Wasser verschlingt und bei Plastik kenne ich mich nicht aus, aber ich tippe auch auf viel Wasser. Liebe Grüße, Romina

Liebe Romina,
ich freue mich, dass dir der Artikel so gut gefallen hat und danke dir für deine kluge Frage.
Ich denke, der Punkt bei der Reinigung mit Wasser wird auch ein Kosten- und Zeitfaktor sein, den man dann im unmittelbaren Herstellungs- bzw. Verarbeitungsprozess hat.
Plastik zum Beispiel ist da in der nahen Verantwortung wesentlich geringer und bequemer: Einmal produziert, ist es in der Welt (soweit ich weiß, auch mit wesentlich geringerem Wasserfußabdruck) und man muss sich nicht mehr kümmern. Jedenfalls auf kurze Sicht. Die weite Perspektive sieht natürlich anders aus, wie wir mittlerweile alle wissen.
Aber ganz sicher kann ich das auch nicht sagen, da müsste ich nochmal genauer recherchieren.

Liebe Grüße
Jenni

Sehr informativ zusammengestellt! Vielen Dank dafür 🙂 ich war bisher immer davon überzeugt, dass Kichererbsen etc. im Glas so viel nachhaltiger sind, bis mir mein Freund heute von der Sandmafia in Indien erzählt hat und ich anschließend auf das Abpumpen von Sand aus den Meeren aufmerksam geworden bin. Auch wenn der Großteil davon wohl in der Bauindustrie landet, habe ich doch zum Ersten mal all meine Lebensmittel in Glas hinterfragt..

Liebe Jana,
ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich, dass dir der Artikel so gut gefallen hat.
Die Sache mit dem Sand ist wirklich noch einmal eine Extra-Geschichte und es wirklich der Wahnsinn, was da abgeht, ohne dass die Mehrheit der Menschen mitbekommt.
Darüber habe ich vor einiger Zeit auch noch einmal einen Extra-Artikel geschrieben: https://mehralsgruenzeug.com/sand-ein-bedrohter-rohstoff/
Liebe Grüße an dich!
Jenni

Liebe Jenni,

ich bin neu in der Blog und less waste Welt – aber hey, besser spät als nie! Dein Blog hilft mir bei einem guten Start und bei der Umsetzung gerade in einer Familie mit einem kleinen Kind. Danke dafür.
Ich habe unseren Anfang des less waste in meinem Blog beschrieben und Deinen Blog verlinkt, ich hoffe das ist ok!

Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende,

Laura

Liebe Laura,
ich danke dir für deine liebe Rückmeldung und freue mich sehr, dass du im Less-Waste-Blogging dabei bist!
Je mehr Menschen diese wichtigen Botschaften bezüglich Plastikvermeidung und Müllvermeidung generell weitertragen, desto besser ist das für uns alle.
Es ist sehr schön zu lesen, dass ich dir ein wenig Inspiration liefern kann und freue mich sehr, in deinem neuen Artikel erwähnt zu werden. Danke dir auch dafür! 🙂

Liebe Grüße und einen sonnigen Restsonntag dir!
Jenni

Liebe Jenni,
Danke für Deinen Beitrag! Ich lese Deinen Blog sehr gerne.

Bei mir kommt beim Lesen aber die Frage auf: ist nicht sogar unwirtschafltiches Einweg-Glas insgesamt trotz höherem CO2-Verbrauch nachhaltiger? Weil kein Rückstand aus der Verbrennung zurückbleibt? Der Plastikmüll bzw. das Microplastik wird ja auch auf lange Sicht problematisch bleiben für unseren Planeten und alle Lebewesen darauf. Dein Vergleicht mit Atommüll ist erschreckend aber wohl zutreffend. Auch recyceltes Plastik wird irgendwann als Müll enden, der eben problematisch ist. Beziehen die Firmen das in ihre Rechnung der Wirtschaftlichkeit mit ein?

Bezüglich des Arguments, Plastik sei lichtdicht – ist braunes Glas da nicht ausreichend?

Es ist einleuchtend, dass es aus Firmensicht umweltfreundlicher und billiger ist, Plastik statt Glas zu benutzen und zu transportieren. Ein Pfandsystem ist unpraktisch und teuer wegen des Aufwands der Reinigung und Rücknahme der Flaschen, das müssen die Firmen ja wahrscheinlich selbst übernehmen? Trotzdem wäre es meiner Meinung nach ein (am Besten deutschlandweit einheitliches) Glas-Pfandsystem die einfachste Möglickeit, Müll drastisch zu reduzieren auch bei Menschen, die sich ncht so stark mit der Problematik auseinandersetzen möchten.

Ich denke: Es geht bei Nachhaltigkeit ja leider nicht nur um Müllvermeidung, sondern auch und vor allem um unser Einkaufsverhalten: Brauche ich Produkte, die von weit her gereist sind? Was kann ich selber machen? Welche Produkte werden umweltgerecht und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt? Was und wieviel brauche ich eigentlich überhaupt?

Wenn die Plastikverpackungen und -flaschen verschwänden, würde sich auch das Konsumverhalten vieler ändern: es ist bequemer und schneller, Verpacktes aus dem Regal zu nehmen, als selbst einzupacken. Es ist bequemer, PET-Flaschen nach Hause zu tragen anstelle von Glasflaschen. Ich kann mir vorstellen, dass weniger gekauft würde. Und DAS ist nicht gewollt. Weil unser Wirtschaftssystem auf Wachstum angelegt ist.

Liebe Grüsse, Maren

Liebe Maren,
ich danke dir für dein Lob und deine guten Gedanken.
Ich denke, du hast vor allem mit deiner Schlussfolgerung recht: Die Konsument*innen sind derzeit noch zu bequem, um umständlichere, weil umweltfreundlichere Alternativen konsequent in Betracht zu ziehen und beispielsweise auf selbst mitgebrachte Gefäße zu setzen. Das machen einige, aber längst nicht alle. Und auf die kommt es am Ende an.
Ich glaube, bezüglich der Nachhaltigkeit von Glas und Plastik müssen wir zwei Dinge differenzieren: zum einen die Herstellungs- und Wartungs- und Vernichtungsenergie, die für die jeweiligen Stoffe notwendig ist und zum anderen konkrete Umweltfolgen, die aus inkorrektem Gebrauch der Materialien entstehen. Beim Plastik sind Letztere ja sehr offensichtlich und neben der Endlagerthematik der wesentliche Grund für die schlechte Umweltbilanz. Ich glaube, dass in vielen Rechnungen nicht beides berücksichtigt wird und man sich entweder sehr auf die ökonomische Seite oder eben die ökologische beschränkt.
Ich bin absolut bei dir, dass eine Lösung ein Glas-Pfandystem wäre, gekoppelt mit geringerem Konsum und der Prämisse, dass ausgewaschen, abgekocht und neu befüllt anstelle von zerstört und wieder erschaffen wird (was zumindest meiner Vermutung nach weniger Energie kosten würde, aber da bin ich mir nicht ganz sicher). Das wäre dann am Ende ja auch wieder ein Mehrweg-System, das schon dadurch, dass es eben Mehrweg ist, nachhaltiger als Einweg ist, unabhängig vom Material.
Nachhaltigkeit geht auf keinen Fall nur um Müllvermeidung, das war auch nicht das, was ich mit dem Artikel aussagen wollte – und spiegelt auch nicht meine Einstellung wider. Mir war nur wichtig, bezüglich der Glas-oder-Plastik-Debatte ein paar Dinge in den Raum zu werfen und Anregungen zu geben, weil das ja doch ein Thema ist, das viele beschäftigt, zu dem man aber irgendwie keine richtigen Antworten hat. Ich hoffe, das ist nicht missverständlich rübergekommen.

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich habe mir auch bereits des Öfteren diese Fragen gestellt und konnte natürlich keine eindeutige Antwort für mich finden. Deine Recherche und die Ausführungen aus verschiedenen Blickwinkeln bestärkt mich jedoch so weiter zu machen wie bisher. Was für mich bedeutet einfach alles so lang wie möglich zu nutzen. Plastiktüten kaufen wir schon lange nicht mehr, doch kommt mir trotzdem mal die ein oder andere ins Haus; meist von jemandem mitgebracht. Sie dann einfach zu entsorgen finde ich verkehrt, also wird sie weiterhin genutzt…
Da wir bedauerlicherweise keinen Unverpackt-Laden in der Nähe haben, gestaltet sich plastikfreies Einkaufen für uns überaus schwierig, aber wir versuchen es zumindest so gut es geht zu meiden.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Liebe Erika,
ich finde deine Vorgehensweise sehr gut und denke (vor allem nach der Recherche), dass sie die nachhaltigste von allen ist. Dinge so lange zu verwenden, wie es geht, ist wirklich das, was letzten Endes den geringsten ökologischen Fußabdruck verursacht.
Wenn neu gekauft wird, ist es zudem im Sinne der Plastikproblematik natürlich toll, wenn zusätzlich auf Materialien wie eben Jute oder Glas ausgewichen wird, aber das ist – wie du schon sagst – nicht immer möglich.
Ich hoffe, ihr bekommt in eurer Gegend auch bald einen Unverpacktladen, damit sich nachhaltiges Einkaufen leichter gestalten lässt!
Liebe Grüße
Jenni

Hallo Jenni,

ein wunderbarer Artikel! Super recherchiert und hervorragend geschrieben. Wow! Ich beschäftige mich im Moment auch viel damit, wo wir (Plastik-) Müll sparen können. Einige Dinge setzen wir schon ewig um, wie zum Beispiel der Einkauf auf dem Markt, dass wir immer einen Jutebeutel oder Einkaufskorb dabei haben und und und. Plastikverpackungen versuchen wir zu vermeiden – das gelingt aber manchmal einfach nicht. Das finde ich schade. Aber dein Blog hilft mir sehr. Weil du so viele Inspirationen gibst. Und kleine Schritte helfen schließlich auch schon, deshalb gebe ich nicht auf.

Vielen Dank für die vielen schönen Artikel. Vielleicht sehen wir uns ja bald mal in Münster.

Liebe Grüße

Jenni

Liebe Jenni,
ich danke dir für dein tolles Feedback und freue mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefällt und du ein wenig daraus mitnehmen konntest.
Manchmal geht es wirklich nicht ohne Plastikverpackung – das müssen auch wir immer wieder erfahren. Anfangs haben wir uns noch gegrämt deswegen – mittlerweile feiern wir die Fortschritte. 🙂
Ich denke auch, dass es auf die vielen kleinen Schritte ankommt, die zusammen ein großes Ganzes bilden.

Oh, das würde mich freuen! 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Liebe Jenni,
vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Man merkt, wie tiefgehend du dich mit dem Thema auseinandergesetzt und wie viel du recherchiert hast und ich fand es schön und sehr hilfreich, das Thema so differenziert aufbereitet zu sehen.
Liebe Grüße,
Elisabeth

Liebe Elisabeth,
danke dir für dein schönes Feedback!
Ich freue mich sehr, dass du ein bisschen etwas aus dem Beitrag mitnehmen konntest – obwohl das Thema wirklich sehr komplex ist und es keine einfachen Antworten gibt…
Liebe Grüße an dich!
Jenni

Liebe Jenni, danke für den super ausführlichen und gut recherchierten Beitrag! Zu dem Schluss sind wir bei WDC auch schon gekommen. Wiederverwenden ist der Schlüssel. Eine Plastiktüte 20 mal zu benutzen macht sie zu einer besseren Option als ein Glas, das nach dem Einkauf weggeschmissen wird. Es ist manchmal nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint 🙁
Liebe Grüße,
Ela

Liebe Ela,
ich danke dir für dein Feedback und freue mich, dass ihr beim WDC zu ähnlichen Ergebnissen gekommen seid (nicht unbedingt, weil sie gut sind, sondern weil das heißt, dass ich nicht auf das falsche Schlussfolgerungs-Pferd gesetzt habe).
Es ist wirklich komplizierter, als man meinen sollte – und ich selbst habe dem Glas-Dogma viel zu lange angehängt und versuchen nun, weit umsichtiger mit Glas-Verpackungen umzugehen.
Liebe Grüße
Jenni

Danke für diesen super informativen Artikel! Ich setze mich auch immer mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander und hab mich sehr über diesen Artikel gefreut, auch da ich mich gefragt habe, ob “einfach Glas kaufen statt Plastik” so viel besser ist. Für den Alltag versuche ich bereits Kleinigkeiten für mehr Nachhaltigkeit umzusetzen und habe dazu auch am Wochenende einen Blogpost geschrieben. Dein Artikel passte super dazu und da hab ich doch glatt mal auf deinen tollen Artikel verlinkt 🙂

Liebe Jennifer,
ich danke dir für deine schöne Rückmeldung zum Artikel und freue mich, dass du ein bisschen was mitnehmen konntest aus meinen Gedanken und zusammengetragenen Fakten. 🙂
Danke dir herzlich auch für die Verlinkung – die schaue ich mir gleich einmal an!
Bezüglich der Nachhaltigkeit: Schritt für Schritt gelangen wir vorwärts… 😉
Liebe Grüße an dich!
Jenni

Ein super recherchierter und toller Beitrag! Vielen Dank dafür.

Liebe Saskia,
ich danke dir für dein liebes Feedback und freue mich sehr, dass der Beitrag dir gefallen hat!
Liebe Grüße
Jenni

Wahnsinn dieser Beitrag und vielen Dank für die sehr genaue Aufschlüsselung. Es ist verdammt schwer, alles richtig zu machen, aber ich denke, wenn jeder für sich nur im kleinen ein wenig mehr in die richtige Richtung denkt und handelt, dann kann das insgesamt schon viel bewirken!

Liebe Sonja,
ich danke dir für dein so tolles Feedback und freue mich riesig, dass der Beitrag dir gefallen hat!
Und ich denke, du hast recht: Es kommt auf die vielen kleinen Schritte an, die wir alle gemeinsam gehen.
So kommen wir vorwärts, als Ganzes.

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Liebe Jenni,
danke für den differenzierten und aufwendig recherchierten Beitrag! Ich muss mich ja schuldig bekennen, auch schonmal die “Glas ist immer besser” Haltung auf meinem Blog propagiert zu haben. Zwar sollte es selbstverständlich sein, dass Wiederverwertung IMMER sinnvoller ist und ökologische Alternativen auch nur so welche sind, aber angekommen ist dieses Bewusstsein noch nicht überall. Ein bisschen muss ich mich sogar selbst an der Nase packen 🙂
xx Sabine

Liebe Sabine,
ich danke dir für deine ehrliche Rückmeldung und freue mich, dass der Artikel dir gefallen hat.
Wir machen alle nicht immer alles perfekt, und das ist absolut okay so. 🙂
Ich habe auch lange gebraucht, bis ich von dem Glas-Dogma weggekommen bin und angefangen habe, die Widersprüche zu finden (bzw. auf die Hinweise, die mir von außen herangetragen wurden, reagiert habe). Wir haben es gerne einfach, aber das ist es (leider?) oftmals nicht.
Und ich finde, gerade bei dem Thema nimmt es sogar etwas den Druck aus der ganzen Sache…

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Liebe Jenni,
super, dass du dich diesem Thema annimmst! Neulich auf Instagram hatten wir es ja schon ganz kurz angerissen, und auch ein Hersteller, den ich wegen seiner Plastik-Verpackung kritisierte, gab mir ähnliches Feedback, wie du es in deinem Post auch herauskristallisierst. Irgendwie schade, dass es – wie eigentlich immer – keine einfache und ultimativ richtige Lösung gibt. Zu meiner Schande muss ich nämlich gestehen, dass ich nicht unverpackt einkaufe, obwohl es in meiner Stadt einen entsprechenden Laden gibt – an dem ich in meinem Alltag aber absolut nie vorbeikomme. Daher versuche ich es, wann immer möglich, in konventionellen Läden mit möglichst wenig Verpackung – eigenen Gemüsenetzen und Jutebeuteln, und ansonsten bisher, wenn möglich, Glas.
Das meiste Altglas sammle ich seit gut einem Jahr, um zum nächsten Weihnachtsfest selbstgemachte Leckereien darin zu verschenken – Öle, Senf, Pesto etc. Insofern wird es zumindest einmal recycelt 🙂
Für die Aufbwahrung daheim habe ich vor einigen Jahren im Sozialkaufhaus etliche Weckgläser sehr günstig bekommen und nutze ansonsten auch hier alte Marmeladengläser etc, da sie im Schrank stehen, ist mir Einheitlichkeit da auch nicht sooo wichtig.

Liebe Grüße,
Kati

Liebe Kati,
ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar und freue mich, dass die Thematik auch eine ist, die unter anderem dich umtreibt (obwohl ich mir das schon gedacht hatte 😉 ).
Außerdem danke ich dir für deine Ehrlichkeit – es ist eben manchmal doch nicht so einfach, das mit dem unverpackten Einkauf und so weiter zu organisieren – je nachdem, wie das mit der eigenen Zeitplanung ausschaut und wie groß die Stadt (bzw. die Entfernung zum Unverpacktladen) ist.
Wir kaufen auch nicht zu 100% unverpackt ein, da wir immer nach Münster dafür müssen und es manchmal zeitlich einfach nicht passt. Aber in konventionellen Läden oder eben auch im Bioladen kann man auch viel lose bekommen (vor allem natürlich Obst und Gemüse). Und manchmal muss man dann doch in Verpackung kaufen – was aber angesichts der sonstigen Einsparungen durchaus okay ist, auch wenn es schmerzt.
Das mit den Gläsern als Geschenkverpackung finde ich super – das mache ich vor allem für Leckereien auch sehr gerne. 🙂
Bezüglich des Vorratsschranks muss ich gestehen, dass ich da schon ein wenig penibel bin – ich habe zwar auch eine bunte Mischung aus Weckgläsern und Mason Jars, aber die ergänzen sich optisch sehr gut, finde ich. Ältere Gläser oder solche aus dem Bioladen kommen bei mir zum Aufbewahren in den Keller oder in den Korb beim Unverpacktladen – damit andere Menschen sie weiter nutzen können.

Liebe Grüße an dich!
Jenni

Hi Jenni,

danke für diesen abwägenden Artikel. Sehr lesenswert. Sehr wissenswert. Am Schluss zählt immer die Gesamtbilanz, nicht das, was bei uns zuhause nett ist und wenig Müll erzeugt.
Wer um Einweg-Glas nicht herumkommt: Man kann die Glascontainer gut reinigen und dann mit Gewürzen, Tees, Reis usw der lose gekauft ist bestücken. Damit wird aus Einweg doch noch Mehrweg. Manche Gläser oder Flaschen taugen sogar als Zierde für Kerzen, Schnittblumen, Zitronenaufbewahrung oder als kleine Pflanzcontainer für Salat oder Vorzucht im Garten. Bei großen Gläsern kann man auch versuchen, ein Pflanzterrarium daraus zu machen, Süßigkeiten/Kekse darin zu verschenken, und und und.

Liebe Grüße

Liebe Monika,
ich danke dir für dein positives Feedback und freue mich, dass dir der Beitrag so gut gefallen hat.
Deine Tipps bezüglich der Wiederverwendung von alten Gläsern finde ich super – obwohl ich gestehen muss, dass ich eine hoffnungslose Ästhetin bin und mich zu Beginn meiner Beschäftigung mit dem Thema mit Weckgläsern und Mason Jars versorgt habe, weil ich persönlich das Gefühl habe, länger Freude daran zu haben. Das ist nicht perfekt nachhaltig und vielleicht auch ein wenig egoistisch, aber für mich die schönste Lösung. Die alten Gläser gebe ich in den bereitgestellten Korb im Unverpacktladen und nutze sie ebenfalls als Geschenkverpackungen. Dass man diese Gläser auch toll als Pflanz-Behälter nutzen kann, habe ich vor kurzem auch entdeckt, als mir mal wieder die Blumentöpfe ausgegangen waren und ich dann einfach alte Gläser genommen habe. Schaut toll aus! 🙂

Liebe Grüße an dich!
Jenni

So, mit Chai in der einen Hand hab ich mich jetzt an deinen Artikel gemacht und muss dir mal wieder ein groß Lob für deinen so unheimlich guten Recherchen aussprechen.
Am Ende hab ich doch Schmunzeln müssen, weil genau das wollte ich gestern mit meiner Instagram Story zum Thema Slow Fashion bewirken:
Der Begriff “Nachhaltig” Sollte nicht vorschnell definiert werden, denn auch hier zeigt sich, nicht das “grüne Label auf dem Material” ist nachhaltig sondern einfach die Tatsache wie lange man die Sachen benutzt und in dieser Zeit natürlich nicht neu konsumiert.. Am Anfang hab ich mich im unverpackt laden immer für meine alten 2923038 mal benutzen Saucen Gläser geschämt, in die meine Oma garantiert schon 349 mal Marmelade reingefüllt hat. Aber hey, ästhetisch geben die wenig her, aber die sind sicher schon 10 Jahre alt und immer noch wunderbar!

Ich wünsche dir so, dass dieser Artikel seine gebührende Aufmerksamkeit erhält!
Liebe Grüße

Franziska
https://unpetitsourireslowsdown.wordpress.com/

Liebe Franziska,
ich danke dir für dein großes Lob und freue mich sehr, dass dir meine Herangehensweise an solche Thematiken gefällt und du aus dem Artikel etwas mitnehmen konntest.
Ich finde auch, dass wir bei allem Green Living nicht vergessen sollten, dass der beste Konsum eigentlich gar kein Konsum ist.
Und ich muss gestehen, dass ich mich gerade im Unverpacktladen nicht für meine alten Gläser geschämt hätte – denn dort ist man doch sowas gewöhnt bzw. freut sich darüber, dass die Sachen so lange wiederverwendet werden.
Ich muss gestehen, dass ich diesbezüglich hoffnungslose Ästhetin bin und diesbezüglich auch gerne mal neues, hübsches Glas verwende, weil es für mich das schönste Gefühl bedeutet. Das ist nicht perfekt nachhaltig, aber immerhin benutze ich die dann ewig, weil ich sie echt liebe.
Liebe Grüße an dich und danke dir für deine Gedanken!
Jenni

Danke für den tollen Artikel! Mega interessant 🙂

Liebe Alina,
ganz lieben Dank dir für dein positives Feedback!
Ich freue mich riesig, dass dir der Artikel gefallen hat.

Liebe Grüße
Jenni

Liebe Jenni,
danke für diesen tollen Artikel! Das für und wider abzuwiegen und sich auch mal die Argumente der Industrie anzugucken: Das finde ich enorm wichtig. Denn nur so kann man sich richtig eine Meinung bilden und das, was man argumentativ für die Verpackung Glas benutzt sind nicht nur leere Blasen. Ich entscheide mich auch immer fürs Glas. bzw. kaufe alles, was möglich ist, unverpackt. Und vor allem den Fakt, dass Mehrweg nur nachhaltiger ist, wenn man es tatsächlich auch so anwendet ist so wichtig finde ich: Nicht jedes Mal an der Supermarkt Kasse fürs Gewissen einen neuen Jutebeutel kaufen. Sondern den einen den man hat immer und immer und immer wieder verwenden.
Also vielen Dank noch mal für den Artikel – er war wirklich schön zu lesen und hat mir echt gut gefallen.
Liebe Grüße,
Julia

Liebe Julia,
danke dir für deine so liebe Rückmeldung und deine eigenen Erfahrungen mit der doch einigermaßen komplizierten Thematik.
Ich mag deine Herangehensweise sehr und finde beispielsweise den Hinweis mit dem Jutebeutelverbrauch auch extrem wichtig – aufgrund des grünen Images sind wir da gerne mal leichtsinnig und merken dann gar nicht, dass wir am Ende zwanzig von diesen Taschen besitzen, sie aber nicht weiterverwenden. Das kann dann am Ende auch nicht nachhaltig sein…
Liebe Grüße an dich!
Jenni

Hallo! Dieser Artikel ist fantastisch. So viel gute und ausgiebige Recherche und so gut geschrieben, vielen Dank dafür!
Herzliche Grüße
Gabi

Liebe Gabi,
ich danke dir für deine lieben Worte und freue mich riesig, dass dir der Artikel so gut gefallen hat!

Liebe Grüße und einen schönen Samstagabend dir!
Jenni

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

Liebe Daniela,
ich danke dir für deine tolle Rückmeldung!
Und: Sehr gerne! 🙂

Liebe Grüße
Jenni